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Diodor und seine 'Bibliotheke' : Weltgeschichte aus der Provinz

معرفی کتاب «Diodor und seine 'Bibliotheke' : Weltgeschichte aus der Provinz» نوشتهٔ Michael Rathmann، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Diodor verfasste eine Historische Bibliothek in 40 Büchern, mit denen er seinen Lesern zur Zeit Caesars einen Überblick über alle Ereignisse von der mythischen Vorzeit bis in seine Tage geben wollte. Auch wenn nur etwas mehr als die Hälfte hiervon erhalten ist, so stellt sein Werk beispielsweise für den Frühhellenismus die einzige erzählende Quelle dar. Die Bedeutung der Historischen Bibliothek ist daher unbestritten. Jedoch hat die Forschung Diodors Qualitäten als Autor seit dem 19. Jahrhundert geringgeschätzt; Mommsen nannte ihn einen "geistlosen Kompilator". Lange war die Historische Bibliothek nur ein Steinbruch für die Forschung, aus dem man die nicht mehr vorhandenen Geschichtswerke des Hellenismus zu rekonstruieren versuchte. Zwar hat sich in den letzten Jahren die Bewertung Diodors gebessert, allerdings wurden meist nur einzelne Passagen betrachtet. Die vorliegende Studie nimmt erstmals unvoreingenommen das gesamte Werk in den Blick, löst sich von den bisherigen Methoden der Diodorforschung und nimmt ihn als eigenständig gestaltenden Historiographen wahr. Dieses Vorgehen eröffnet eine neue Perspektive auf den Autor, seine Gestaltungsabsichten und auf die Kernaussage seiner Universalgeschichte. Vorwort 5 Inhalt 7 1 Einleitung 11 2 Die Vita des Autors 22 2.1 Einleitung und bisherige Forschung 22 2.2 Die biographischen Kerndaten des Autors 24 2.2.1 Quellen zur Person Diodors 24 2.2.3 Selbstzeugnisse Diodors 28 2.2.2.1 Die biographischen Eckdaten im Werk 28 2.2.2.2 Die sizilische Heimat Diodors 33 2.2.2.3 Diodor in Rom 37 2.2.2.4 Diodor und Rom bei Kenneth Sacks 47 2.2.2.5 Diodor, ein römischer Bürger? 53 2.2.3 Die Reisen Diodors 55 2.2.3.1 Mögliche Aufenthaltsorte 59 2.2.3.2 Vom Ideal des reisenden Historikers 67 2.2.4 Die Abfassungsdauer und Publikation der Bibliotheke 71 2.2.5 Zwischenfazit zur Biographie Diodors 73 2.3 Homo privatus 74 2.4 Die Ausbildung des Geschichtsschreibers 84 2.5 Der Aufenthalt in Ägypten und sein Einfluss auf das Werk 92 2.5.1 Die bisherige Forschung und die Ausgangsposition der Diskussion 92 2.5.2 Die Motivation der Ägyptenreise 93 2.5.3 Von der Autopsie zur Kompilation 95 2.5.4 Die Aufenthaltsorte Diodors in Ägypten 101 2.5.5 Ergebnisse der Ägyptenreise 113 2.6 Sizilien als Lebensmittelpunkt des Historikers 115 2.6.1 Syrakus, der Arbeitsort des Historikers 115 2.6.2 Die ökonomische Basis des Autors 122 2.7 Fazit 126 3 Der Titel Bibliotheke – Bedeutung und Intention 128 3.1 Untersuchungen zum Werktitel Bibliotheke 128 3.1.1 Problemstellung 128 3.1.2 Zur Genese von Buchtiteln bis in die Zeit Diodors 128 3.1.3 Die Bedeutung des Titels Bibliotheke 138 3.2 Bibliotheke als Konzept der Literaturverdrängung 148 3.3 Die Zielgruppe der Bibliotheke 152 3.4 Das Bibliotheke-Konzept im Rezeptionsprozess 157 3.5 Fazit 164 4 Der Autor und seine Quellen 166 4.1 Zum Stand der Forschung 166 4.2 Die Notwendigkeit der quantitativen Reduzierung 175 4.3 Auf der Suche nach der Leistung eines Kompilators 181 4.3.1 Die theoretischen Optionen eines Kompilators 181 4.3.2 Diodor als Kompilator: vier Fallbeispiele 183 4.3.2.1 Zur Übernahme von Texten 184 4.3.2.2 Das geformte Geschichtsbild: Agathokles bei Diodor 188 4.3.2.3 Durch die Vita motivierte Veränderungen von Vorlagen 197 4.3.2.4 Einfluss aktueller Informationen und persönlicher Kenntnisse 203 4.3.3 Fazit 208 4.4 Diodors methodischer Umgang mit seinen Vorlagen 210 4.4.1 Quellenkritik bei Diodor 210 4.4.2 Zitierte Vorgänger und ihre Funktion in der Bibliotheke 220 4.4.3 Zwischenquellen bei Diodor 235 4.4.3.1 Zwischenquellen und ihre Bedeutung für das Werk 237 4.4.3.2 Diodors Arbeit ohne Zwischenquellen 248 4.5 ?at? ????? – zur Ordnung des Materials 251 4.6 Quellenkritische Untersuchungen zu Buch 18–20 265 4.7 Fazit 277 5 Die Intention des Werkes 281 5.1 Einleitung und Stand der Forschung 281 5.2 Die geeinte Oikumene 283 5.2.1 Mit einem Helden zur Menschenfreundlichkeit und Einheit 283 5.2.2 Mit Hilfe der Geschichtsschreibung zu Menschenfreundlichkeit und Einheit 302 5.3 Die Perspektive des Provinzialen 305 5.4 Fazit 315 6 Abschließende Würdigung von Autor und Werk 317 7 Bibliographie 326 7.1 Diodor – Editionen, Kommentare, Lexika, Übersetzungen 326 7.2 Quellensammlungen 327 7.3 Editionen, Kommentare und Übersetzungen 328 7.4 Epigraphische Editionen 329 7.5 Literatur 329 Concluding appraisal of the author and his text 359 8 Anhang 367 Tabelle 1 Der Umfang der erhaltenen Bücher 367 Tabelle 2 Namentlich und anonym zitierte Quellen (nach Autorennamen) 373 Tabelle 3 Namentlich zitierte Autoren ohne einen Bezug zum jeweiligen Werk 380 a) Ordnung nach den Belegstellen 380 b) Ordnung nach den Quellenautoren 380 Tabelle 4 Tabellarische Inhaltsangabe der Diodorbücher 18–20 382 Karten 397 Stellenregister 405 Ortsregister 430 Personenregister 433 Bisher sah die Forschung in Diodor einen Autor von schlichtem Geist und ebensolcher Arbeitstechnik, gerade gut genug, verlorene Geschichtswerke des Hellenismus zu rekonstruieren. Die vorliegende Studie zeigt aber einen durchaus ernsthaften Historiographen, der seiner „Universalgeschichte" aufgrund seiner Herkunft, Begabung und Ausbildung einen ganz eigenen Blickwinkel verleiht, gerade durch die Darstellung von Helden wie Alexander des Großen Previous research saw Diodorus as an author with modest intellect and a working technique of equal mediocrity, just capable enough of reconstructing forgotten historical works from the Hellenistic period. This study reveals a serious historiographer who brought an entirely original perspective to his "universal history," based on his own background, talent, and training, especially as he presented heroic figures, such as Alexander the Great
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