Die Wallfahrt zum zweiten Tempel : Untersuchungen zur Entwicklung der Wallfahrtsfeste in vorhasmonäischer Zeit
معرفی کتاب «Die Wallfahrt zum zweiten Tempel : Untersuchungen zur Entwicklung der Wallfahrtsfeste in vorhasmonäischer Zeit» نوشتهٔ Oliver Dyma، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Co. KG. این کتاب در 3 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
English summary: Oliver Dyma investigates whether pilgrims from all over the world came to Jerusalem on the occasion of the three pilgrimage festivals Passah, Shavuot and Sukkoth prior to the time of the Hasmoneans. He begins by examining the cult calendars, as they are the normative foundation for the development of a pilgrimage practice. Analyzing the Passah accounts in Chronicles and the retrospection found in the book of Tobit, he draws some conclusions regarding when these works were written. Both share an interest in the pilgrims who came from the north. However, pilgrimages from abroad were not common at that time. It is hardly possible to consider the psalms of ascent (Ps 120-134) as an historical source. Oliver Dyma shows that there were not many pilgrims in pre-Hasmonean times, and substantiates this by analyzing the terminology related to pilgrimages. German description: Die heutige Sicht auf die grossen Wallfahrtsfeste Pesach, Wochen- und Laubhuttenfest ist vor allem durch die Darstellungen im Neuen Testament, bei Josephus und in verschiedenen rabbinischen Texten gepragt. Oliver Dyma geht der Frage nach, ab wann man mit grossen Wallfahrten nach Jerusalem mit Teilnehmern aus aller Welt rechnen kann. Hierzu analysiert er zunachst die sogenannten Kultkalender als normative Grundlage (Ex 23; Ex 34; Dtn 16; Lev 23; Num 28f.). Anschliessend untersucht er die fiktionalen Darstellungen der zwei grossen Pesachfeiern in den Chronikbuchern (2 Chr 30 und 35) sowie die fiktiven Erinnerungen an die Wallfahrten im Buch Tobit. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Frage, welche historischen Ruckschlusse diese Texte fur die Zeit ihrer Abfassung zulassen. In beiden Werken liegt ein besonderer Fokus auf den Wallfahrern aus dem Gebiet des ehemaligen Nordreiches, jedoch mit unterschiedlicher Akzentsetzung, was auf eine veranderte Wallfahrtspraxis hindeutet. Die sogenannten Wallfahrtspsalmen (Ps 120-134) erweisen sich schliesslich als historisch kaum auswertbare Quellen. In der Zusammenschau zeigt sich, dass man vor der Zeit der Hasmonaer kaum mit einem grossen Wallfahrtsbetrieb am Jerusalemer Tempel rechnen kann. Durch eine Analyse verschiedener Termini, die sonst dafur in Anschlag gebracht werden, zeigt Oliver Dyma, dass von einer spezifischen Wallfahrtsterminologie im Alten Testament nicht die Rede sein kann. Abschliessend ordnet er die gewonnenen Erkenntnisse historisch ein und wirft einen Blick auf die weitere Entwicklung. Cover Widmung Vorwort Inhaltsverzeichnis Abkürzungen Allgemeine Abkürzungen Abkürzungen für Textausgaben Kapitel I Annäherung 1. Das Bild der Wallfahrten im Neuen Testament und bei Josephus 1.1 Die Wallfahrt bei Lukas 1.2 Die Feste im Johannesevangelium 1.3 Josephus 2. Was ist ein Fest und was eine Wallfahrt? 2.1 Fest und Feier 2.1.1 Begriff 2.1.2 Religionswissenschaftliche Bemerkungen Zeit Identität 2.2 Wallfahrt und Pilgerfahrt 2.2.1 Begriff 2.2.2 Religionswissenschaftliche Beobachtungen zur Wallfahrt Anlass und Anliegen Persönliche Frömmigkeit und offizielle Religion Ziel der Wallfahrt Wahrnehmung der Zeit Wahrnehmung des Raumes Identität 2.3 Wallfahrten im Umfeld 2.3.1 Sidon und Amrit 2.3.2 Petra 2.3.3 Sī‘ 2.3.4 Fazit 3. Forschungsgeschichte 3.1 B. Kötting 3.2 S. Safrai (1965) 3.3 M.S. Smith (1997) 3.4 M. Knowles (2006) 3.5 Weitere Werke 4. Fragestellung 5. Das Problem der „Geschichte Israels“ 5.1 Maximalisten und Minimalisten 5.2 Das Alte Testament als historische Quelle Fiktionalität und Geschichtsschreibung Normative Texte in fiktionalem Kontext 6. Vorgehen Kapitel II „Wie geschrieben steht“ – Normative Texte 1. Die ursprünglich lokale Ausrichtung der drei Feste (Ex 23,14–19) 1.1 Die Regelungen 1.2 Der Festkalender im Rahmen des Bundesbuches 2. Die Zentralisierung der drei Feste (Dtn 16,1–17) 2.1 Überblick über die Endgestalt des Textes 2.1.1 2.1.2 Das Wochenfest vv.9–12 2.1.3 Das Laubhüttenfest, vv.13–15 2.1.4 Die Schlussbestimmungen vv. 16+17 2.2 Dtn 16 im Vergleich mit Ex 23 und 34 2.3 2.3.1 Indizien für literarisches Wachstum 2.3.2 S. Gesundheit (Bar-On) 2.3.3 P. Weimar 2.3.4 J.C. Gertz 2.3.5 E. Otto 2.3.6 Fazit 2.4 Ergebnis 3. Die drei Feste im sog. Privilegrecht (Ex 34,18–26) 3.1 Beobachtungen zum Text – Verhältnis zu Ex 23 3.2 Vergleich mit Ex 23 3.3 Zur literarhistorischen Einordnung des sog. Privilegrechtes 3.4 Fazit 4. Fixierung der Festtermine und Betonung des Laubhüttenfestes (Lev 23) 4.1 Überblick über die Endgestalt des Textes 4.2 Einheitlichkeit 4.3 4.4 Omer und Wochenfest 4.5 Laubhüttenfest 4.6 Die Frage nach dem Kalendersystem 4.7 Literarhistorische Einordnung 4.8 Fazit 5. Noch stärkere Betonung des Laubhüttenfestes (Num 28f.) Kapitel III Reise nach Jerusalem – Textanalysen 1. Die Pesahfeier in den Chronikbüchern 1.1 Einleitungsfragen 1.1.1 Die These eines chronistischen Geschichtswerkes 1.1.2 Einheitlichkeit Noths Überlieferungsgeschichtliche Studien Gallings These eines zweiten Chronisten und seine Bestreitung durch Welten Mehrere Schichten Die Genealogien und eine „ganzheitliche“ Auslegung Fazit 1.1.3 Quellen des Chronisten Kanonische Quellen Historische Informationen im Sondergut 1.1.4 Umgang mit den Quellen 1.1.5 Intention Zentrale Stellung des Tempels und des damit verbundenen Kultes Königtum Theokratie JHWHs Souveränität und die Einhaltung der Gebote Verhältnis zum Norden 1.1.6 Spiegel nachexilischer Realität oder unhistorische Zukunftserwartung? Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft Die Chronik – eine Utopie? Ein Beitrag zur Identitätsbildung Fazit 1.1.7 Abfassungszeit Terminus post quem & ante quem Datierungen in achämenidische Zeit Noch persisch oder schon hellenistisch? Hellenistische Zeit Ein Reflex auf die Zerstörung Samarias? Makkabäische Zeit Erweiterungen bis in makkabäische Zeit Fazit 1.2 Die Pesahfeier des Königs Joschija 1.2.1 Die Darstellung in 2 Kön 23 1.2.2 Der Text 2 Chr 35 1.2.3 Stellung im Kontext 1.2.4 Die Pesahfeier nach dem Endtext Gliederung Zubereitung und Darbringung der Opfer Aufgaben der Leviten Teilnehmer des Pesahfeier Zentrale Versorgung mit Opfern Unvergleichlichkeit der Pesafeier 1.2.5 Einheitlichkeit Literarkritische Positionen Literarkritische Beobachtungen Beurteilung der Positionen Erhebung der Grundschicht Grundschicht Die sekundären Teile Die Sänger und Torhüter in v.15 1.2.6 Der Fokus der Darstellung Hervorhebung des Pesah Feste Etablierung des Kultes Rückführung auf die Tora und David 1.2.7 Historizität 1.3 Die Pesahfeier des Königs Hiskija 1.3.1 Der Text in 2 Chr 30,1–31,1 1.3.2 Die vorliegende Gestalt der Pesahfeier 1.3.3 Einheitlichkeit Literarkritische Positionen Beurteilung der Positionen Literarkritische Probleme Analyse und Synthese 1.3.4 Fokus der Darstellung Grundschicht Die sekundären Teile 1.3.5 Historizität Historische Zuverlässigkeit der Hiskija-Episode für die Königszeit Historisches in der Schilderung der Feier 1.4 Die Aufnahme des regulären Tempeldienstes unter Salomo 1.4.1 Die Vorlage 1 Kön 9,25 1.4.2 Der Text 2 Chr 8,12–16 1.4.3 Auslegung 1.4.4 Einheitlichkeit 1.4.5 Fokus der Darstellung 1.5 Merkmale der chronistischen Darstellung 1.5.1 Strukturierung der Chronik durch Feste 1.5.2 Jerusalem und der Tempel Der Tempel auf dem Berg Morija 1.5.3 „Israel“ in den Chronikbüchern „Ganz Israel“ im narrativen Teil Zugehörigkeit der Nordreichstämme Ganz-Israel und der Kult 1.5.4 Leviten 1.5.5 „wie geschrieben steht“ Mose und Mose-Tora David und die anderen Könige Abgeschlossenheit der Tora 1.6 Die Chronikbücher als historische Quelle für die Frage der Wallfahrten 1.6.1 Der Chronist – ein Historiker? 1.6.2 Historische Folgerungen 2. Fiktive Erinnerung an die Wallfahrten im Tobitbuch 2.1 Einleitungsfragen 2.1.1 Text des Tobitbuches Der griechische Text Fragmente aus Qumran Der lateinische Text Weitere Übersetzungen 2.1.2 Einheitlichkeit 2.1.3 Abfassungszeit 2.1.4 Ort und Adressaten 2.1.5 Gattung und Intention 2.1.6 Leben in der Diaspora Story Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Identität in der Diaspora – zwischen Endogamie und Geographie Jerusalem 2.1.7 Innerbiblische Bezüge 2.1.8 Mose-Tora Mose-Tora und Identität Allgemeine Bezüge Schriftkonformitätsklauseln Wallfahrt und Abgaben Endogamie und Eheschließung Unterweisung im Gesetz 2.2 Wallfahrtsfeste im Tobitbuch 2.2.1 Selbstvorstellung Tobits, Tob 1,4–9 Tobits Einhaltung der Pflicht zur Wallfahrt Abgaben: Erstlingen und Zehnte Familie 2.2.2 Pilgergemeinschaft als gute Referenz, Tob 5,14 2.2.3 Die Feier des Pfingstfestes, Tob 2 Wichtigkeit des Pfingstfestes Angedeutete Feier des Pesah, Tob 2,11–14 2.3 Die Vorstellung der Wallfahrt im Tobitbuch 2.4 Historische Auswertung 2.4.1 Methodische Bemerkungen 2.4.2 Folgerungen 2.4.3 Vergleich mit dem Befund aus den Chronikbüchern 2.5 Exkurs: Die Erstlings- und Zehntabgaben 2.5.1 Vorgaben im Pentateuch Bundesbuch Deuteronomische Gesetze Priesterliche Regelungen 2.5.2 Aspekte nachexilischer Praxis 2.5.3 Abgaben im Tobitbuch 2.5.4 Der dritte Zehnt nach Josephus, Ant. IV 2.5.5 Abgaben aus der Diaspora, Ant. XVI Tempelsteuer 2.5.6 Folgerungen für das Tobitbuch 3. Wallfahrt in den Psalmen 3.1 Grundsätzliche Probleme der historischen Auswertung von Psalmen 3.2 Die sogenannten „Wallfahrtspsalmen“ (Ps 120–134) 3.2.1 Die Gruppe der Psalmen 120–134 3.2.2 Datierung 3.2.3 Die Interpretation der Überschrift „Stufenlied“ „Hinaufzug“/ „Wallfahrt“ Weitere Interpretationen von מעלה 3.2.4 Ps 120–134 als Vademecum der Pilger (K. Seybold) 3.2.5 Devotional Handbook for Pilgrims (L.D. Crow) 3.2.6 Liederbuch für Pilger (J. Schaper) 3.2.7 Der Psalter als nachkultisches Wallfahrtsliederbuch (M. Millard) 3.2.8 Textbezogene Auslegungsmodelle (E. Zenger u.a.) Methodische Überlegungen 3.2.9 Das Bild der Wallfahrt in Ps 122 Datierung Form Situation Qualifikation Jerusalems: Bauweise Wallfahrt Anordnung Stämme JHs Throne zum Gericht Heil für und von Jerusalem 3.2.10 Geographie des Heils – zum Programm der Psalmengruppe Bedeutung Jerusalems bzw. des Zions Horizontales Weltbild: Peripherie – Zentrum Identität Ps 120–134: Meditations- oder Wallfahrtsbüchlein? 3.3 Die Korachpsalmen als Wallfahrtspsalter? 3.3.1 Zionstheologie im Korachpsalter 3.3.2 Herkunft und Datierung 3.3.3 Struktur der Korachpsalmen 3.3.4 Ps 42/43 3.3.5 Ps 84 3.4 Fazit Kapitel IV Zur Terminologie der Wallfahrt 1. „Wallfahrtsfest“? 2. „an einer Wallfahrt teilnehmen“? 3. „vor Gott erscheinen“? 3.1 Die Verwendung von ראה -N 3.1.1 Konstruktionen ohne Sy4 ( (ל/אל 3.1.2 Konstruktionen mit Sy4 ( ל/אל ): sich jemandem zeigen / erscheinen 3.2 Die für Wallfahrtsterminologie zu diskutierenden Belege 3.3 Belege im Grundstamm 3.4 Fazit 4. Fazit Kapitel V Auswertung und Ausblick 1. Die Wallfahrt in den analysierten Texten Festkalender Chronikbücher Tobit Psalmen Tora und Stämme Das Bild der Wallfahrt 2. Historische Einordnung 2.1 Die Kultzentralisation als Voraussetzung Der kleine Einzugsbereich des Jerusalemer Tempels 2.2 Hinweise für vorexilische Wallfahrten 2.2.1 Keine Wallfahrt mehr nach Jerusalem: 1 Kön 12 2.2.2 Zahlreich wie die Opfertiere: Ez 36,38 2.2.3 Einhaltung des Sabbats und Etablierung der Wallfahrten: Jer 17,24–26 2.2.4 Ermordung von Pilgern aus dem Norden: Jer 41,5 2.2.5 Keine Festgäste mehr: Klagelieder 2.3 Hinweise für die nachexilische Zeit 2.3.1 Keine Wallfahrt aus Elephantine: der sog. Pesa-Papyrus 2.3.2 Die Erweiterung des Tempelareals durch Simeon: Sir 50 2.3.3 Festpropaganda: 2 Makk 1–2 Intention der Briefe Historizität Fazit 2.4 Zusammenfassung 3. Ausblick Literaturverzeichnis Textausgaben Zitierte Literatur Register Stellen Moderne Autoren Stichworte Die heutige Sicht auf die großen Wallfahrtsfeste Pesach, Wochen- und Laubhüttenfest ist vor allem durch die Darstellungen im Neuen Testament, bei Josephus und in verschiedenen rabbinischen Texten geprägt. Oliver Dyma geht der Frage nach, ab wann man mit großen Wallfahrten nach Jerusalem mit Teilnehmern aus aller Welt rechnen kann. Hierzu analysiert er zunächst die sogenannten Kultkalender als normative Grundlage (Ex 23; Ex 34; Dtn 16; Lev 23; Num 28f.). Anschließend untersucht er die fiktionalen Darstellungen der zwei großen Pesachfeiern in den Chronikbüchern (2 Chr 30 und 35) sowie die fiktiven Erinnerungen an die Wallfahrten im Buch Tobit. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Frage, welche historischen Rückschlüsse diese Texte für die Zeit ihrer Abfassung zulassen. In beiden Werken liegt ein besonderer Fokus auf den Wallfahrern aus dem Gebiet des ehemaligen Nordreiches, jedoch mit unterschiedlicher Akzentsetzung, was auf eine veränderte Wallfahrtspraxis hindeutet. Die sogenannten Wallfahrtspsalmen (Ps 120-134) erweisen sich schließlich als historisch kaum auswertbare Quellen. In der Zusammenschau zeigt sich, dass man vor der Zeit der Hasmonäer kaum mit einem großen Wallfahrtsbetrieb am Jerusalemer Tempel rechnen kann. Durch eine Analyse verschiedener Termini, die sonst dafür in Anschlag gebracht werden, zeigt Oliver Dyma, dass von einer spezifischen Wallfahrtsterminologie im Alten Testament nicht die Rede sein kann. Abschließend ordnet er die gewonnenen Erkenntnisse historisch ein und wirft einen Blick auf die weitere Entwicklung.
دانلود کتاب Die Wallfahrt zum zweiten Tempel : Untersuchungen zur Entwicklung der Wallfahrtsfeste in vorhasmonäischer Zeit