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Die Wahl des Gewandes : Mode, Macht und Möglichkeitssinn in Gesellschaft und Politik des Mittelalters

معرفی کتاب «Die Wahl des Gewandes : Mode, Macht und Möglichkeitssinn in Gesellschaft und Politik des Mittelalters» نوشتهٔ Jan Ulrich Keupp; Jan Keupp، منتشرشده توسط نشر Jan Thorbecke Verlag. ein Unternehmen der Verlagsgruppe Patmos in der Schwabenverlag AG در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Kleider waren in der Sichtweise mittelalterlicher Betrachter weit mehr als bloße Hüllen aus Wolle, Pelz und Leinwand. Vor aller Augen identifizierte das Gewand seinen Träger als Teil eines gemeinschaftlichen Ganzen und machte ihn zugleich von anderen unterscheidbar. Auf diese Weise ließ sich nicht nur soziale Ordnung sichtbar machen, sondern auch individuelle Zuordnung ausdrücken. Doch wie viel Raum ließ die Gesellschaft des Mittelalters bei der Wahl des Gewandes? Wie eng geschnürt war das Korsett der Kleiderkonventionen? Konnte vor dem Hintergrund vermeintlich statisch verfügter Identitäten die Kleiderfrage überhaupt zum Problem werden? Die Studie thematisiert die Spielräume mittelalterlicher Kleiderwahl im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Norm und subjektiver Verortung. (Die Farbtafeln aus der Printausgabe sind leider im ePDF nicht enthalten) Vorwort Zur Einführung a) Leitfäden des Forschungsprojektes b) Texturen des Forschungsfeldes c) Figurinen des Forschungsprogramms d) Schnittmuster der Forschungsarbeit I. Einordnung und Auszeichnung: Spielräume mittelalterlicher Kleiderwahl 1. Das Selbst und seine Hüllen a) Die Autorität der Äußerlichkeiten b) Zwischen Genie und Wahnsinn: Mittelalterlicher Möglichkeitssinn 2. Von der Lesbarkeit der Welt a) Das Kleid als notwendiges Standeszeichen b) Kleiderordnungen und Ständedenken c) Ordnungswissen und Weltdeutung im Licht der Speyrer Ordnung von 1356 d) Göttliche Satzung und ständische Ordnung e) Orientierungswissen und Gewissensausrichtung 3. Macht und Machbarkeit: Die Mechanismen der Mode a) Eine Geschichte des Tragbaren b) Wandel und Widerstand: Der Krieg der Mönche um ihr Kleid c) Die Macht der Mode: Das Regiment der kurzen Röcke 4. Aufsteiger und Aussteiger: Devianz, Distanzierung und soziale Kontrolle a) Vom Modenarren zum Nestbeschmutzer b) Verfemte Aussteiger c) Adel verpflichtet! d) Ausgestoßene Aufsteiger 5. Die Dispositionen des Habitus: Selbstverfremdung und Selbststilisierung im Zeichen der Kleidung a) Brüchige Maskeraden b) Gelungene Darbietungen Resümee I: Kleidung als bedingte Ermöglichungsinstanz II. Angebot und Auslegung: Politik im Zeichen der Kleidung 1. Die Diplomatie der Kleider a) Die Wahl des Gewandes: Spielräume und Wirkungsweisen politischer Kleiderarrangements b) Die Wahl der Mittel: Kleider als Requisiten und Bedeutungsträger politischer Kommunikation 2. Die Spielregeln der Identität a) Zugewiesene Identität: Das Ritual der Investitur b) Geteilte Identität: Das Privileg der gleichen Kleider c) Verordnete Identität: Die integrative Funktion der Kleidung d) Verweigerte Identität: Die Problematik der Selbstverortung e) Deformierte Identität: Die Entkleidung des Herrschers f) Reformierte Identität: Wege der Statusvergewisserung 3. Die Spielarten der Auszeichnung a) Vorsprung durch Verharren – Das Herrscherkleid als Auszeichnungsmittel Die Funktionalität der Kleiderpracht Zwischen Zeitgeschmack und Zeichensetzung b) Identitätspolitik: Methodische Problemstellung Perspektivität und Wandelbarkeit des Materiellen Herrschaftszeichen als ›Staatssymbolik‹? c) Zwei Herrscher, zwei Mäntel – Textile Selbstverortung in spätstaufischer Zeit Modische Fluchtbewegungen: Ergänzung, Erweiterung, Neukombination Des Kaisers neue Kleider I: Imperiale Attitüde auf dynastischer Grundlage Der Kaisers neue Kleider II: Heilsgeschichtliche Sendung und diskreter Dualismus d) Selbstdeutungen – Fremddeutungen: Das Beispiel der Kaiserstola Unsichtbares im Sichtbaren: Sinngebung und Deutungsrahmen Sichtbar gemachte Autorität: Autonomie und Universalität im Zeichen der Stola Zurechtgerückte Tatsachen: Ein Etappensieg für die Majestät des Imperiums Kreative Verknüpfungen: Heilsgeschichte und Herrscherautorität Interpretierbare Überzeugungssignale: Die Stola im Widerstreit der Deutungen e) Gescheiterter Selbstentwurf: Cola di Rienzo Visionen und Verheißungen Inszenierte Vieldeutigkeit Veränderte Vorzeichen – vestimentäres Versagen Resümee II: Kleidung als Überzeugungssignal Ausblick: Asynchrone Vergleichsperspektiven Quellen- und Literaturverzeichnis Quellen und Regestenwerke Verwendete Literatur Abkürzungen Namen- und Sachregister Hinweise zu den Bildtafeln Über das Buch Über den Autor Kleider waren in der Sichtweise mittelalterlicher Betrachter weit mehr als bloße Hüllen aus Wolle, Pelz und Leinwand. Vor aller Augen identifizierte das Gewand seinen Träger als Teil eines gemeinschaftlichen Ganzen und machte ihn zugleich von anderen unterscheidbar. Auf diese Weise ließ sich nicht nur soziale Ordnung sichtbar machen, sondern auch individuelle Zuordnung ausdrücken. Doch wie viel Raum ließ die Gesellschaft des Mittelalters bei der Wahl des Gewandes? Wie eng geschnürt war das Korsett der Kleiderkonventionen? Konnte vor dem Hintergrund vermeintlich statisch verfügter Identitäten die Kleiderfrage überhaupt zum Problem werden? Die Studie thematisiert die Spielräume mittelalterlicher Kleiderwahl im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Norm und subjektiver Verortung. Jan Keupp, geb. 1973, ist Akademischer Mitarbeiter an der Universität Heidelberg
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