معرفی کتاب «Die Vertauschung des Erstgeburtssegens in der Genesis: Eine Analyse der narrativ-theologischen Grundstruktur des ersten Buches der Tora (Beihefte Zur ... Alttestamentliche Wissensch) (German Edition)» نوشتهٔ Benedikt Hensel، منتشرشده توسط نشر De Gruyter; Walter de Gruyter Inc. در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Studie untersucht das literarische Phäauml;nomen, dass an entscheidenden Wegpunkten die Verheißungslinie „Israel" üuuml;ber den jüngeren Bruder und nicht über den sonst so bedeutenden Erstgeborenen fortgesetzt wird. Gleich zwöouml;lfmal erscheint dieses Vertauschungsmotiv in der Genesis und durchzieht sie vom Anfang bis zu ihrem Ende, findet hingegen faktisch keine Verwendung in anderen alttestamentlichen Texten. Die Formen und Kontexte dieser Vertauschungserzählungen werden vom Autor analysiert und die literarischen, theologischen und kanonischen Funktionen dieses Motivs herausgearbeitet. Die Lektüre der Erzählungen in ihren vorliegenden Kontexten lässt das Phänomen der Vertauschungen als ein schlüssig gestaltetes und stringent aufgebautes Erzählkonzept erscheinen, das im narrativen Zusammenhang lesbar ist: Es leistet eine Identifikationsbestimmung Israels, die dessen Sonderrolle unter den Völkern begründet, literarisch legitimiert und theologisch profiliert. Die Untersuchung bleibt dabei nicht bei der Synthese rein literaturwissenschaftlicher Arbeit stehen, sondern zieht die notwendigen Konsequenzen in realhistorischer Sicht, die für die Joseph-Juda-Erzählung den Konflikt zwischen Juda und Samaria im Hintergrund wahrscheinlich werden lassen. Vorwort Inhaltsverzeichnis Teil A: Grundlagen 1. Fragestellung und Ziele 2. Forschungsstand 2.1 Christopher Heard, Dynamics of Diselection 2.2 Roger Syrén, The Forsaken First-Born 2.3 Frederick E. Greenspahn, When Brothers Dwell together 2.4 Historisch orientierte Ansätze 2.5 Synchrone Ansätze 3. Anlage der Studie – Zur Methode 3.1 Vorgehensweise 3.2 Methodische Grundlegung 3.2.1 Das Verhältnis Autor – Text – Leser 3.2.2 Auslegung im Kontext des Kanons 4. Inhaltliche Vorüberlegungen und Definitionen 4.1 Zur Sonderstellung des Erstgeborenen im TeNaK 4.2 Genealogien als Grundstruktur der Genesis 4.2.1 Das Buch Genesis als Buch der Toledot 4.2.2 Gliederung der Genesis anhand der Toledot-Formeln 4.3 Begriffsklärungen 4.3.1 Zur Unterscheidung von „Erstgeborenem“ und „Erstling“ 4.3.2 Zur Unterscheidung einer theologischen und historischen Größe „Israel“ Teil B: Analyse der Texte im Kontext 1. Kain, Abel und Set (Gen 4-5) 1.1 Kains Disqualifizierung als Erstgeborener (Gen 4,1-16.17-24) 1.1.1 Kains Erstlingstum unter der Perspektive der familiären Solidarität 1.1.2 Bestätigung der Disqualifizierung 1.2. Sets Qualifizierung zum Erstling (Gen 4,25f; 5,1-32) 1.2.1 Set als Ersatz des natürlichen Erstgeborenen (Gen 4,25-26) 1.2.2 Genealogische Weiterführung 1.2.3 Set als Kontrastfigur zu Kain (Gen 5,1-32) 1.3 Zusammenfassung 2. Ham, Japhet und Sem (Gen 5,32; 9,18-11,26) 2.1 Hams Disqualifizierung und Sems Qualifizierung (Gen 9,18-29) 2.1.1 Hams Disqualifizierung als potentieller Erstling 2.1.2 Sems Qualifizierung als Erstling 2.1.3 Bestätigung von Disqualifizierung und Qualifizierung (Gen 9,25-27) 2.2 Legitimierung Sems als Erstling (Gen 10,1-11,26) 2.2.1 Genealogische Gegenüberstellungen (Gen 10) 2.2.2 Narrative und genealogische Bestätigung Sems (Gen 11,1-9.10-26) 2.3 Gen 9-11 als Vertauschungserzählung 2.4 Zusammenfassung 3. Haran, Nahor und Abraham (Gen 11,27-25,11) 3.1. Exposition des Konflikts (Gen 11,27-32) 3.2 Qualifizierung Abrahams 3.2.1 Erstlingstum im Kontext der Landverheißung (Gen 12-14) 3.2.2 Erstlingstum im Kontext der Nachkommenverheißung (Gen 15-21) 3.2.3 Legitimierung des Erstlings durch JHWH (Gen 22,1-19) 3.3 Erstlingstum und JHWH 3.3.1 Gen 12,10-20 als Tiefpunkt und Wendepunkt der Qualifizierung Abrahams 3.3.2 Gen 20,1-18 als Tiefpunkt und Wendepunkt der Qualifizierung Abrahams 3.4 Disqualifizierung der Brüder Abrahams 3.4.1 Lot (Gen 13,1-14,24;18/19) 3.4.2 Nahor (Gen 22,20-24) 3.5 Endgültige Bestätigung von Abrahams Erstlingstum (Gen 22,20-25,11) 3.5.1 Erstlingstum und Landnahme (Gen 23) 3.5.2 Genealogische Weiterführung 3.6 Zusammenfassung 4. Ismael und Isaak (Gen 15-22; 24; 25,12ff) 4.1 Qualifizierung Isaaks - Disqualifizierung Ismaels (Gen 15-21) 4.1.1 Die Geburt Ismaels (Gen 16,1-6.7-16) 4.1.2 Gen 17,1-21,7: Ankündigung und Geburt Isaaks 4.1.3 Bestätigung Isaaks als Erstling (Gen 21,8-21) 4.1.4 Ismael-Erzählungen (Gen 16; 21,8-21) als Rahmung der Isaak-Erzählungen 4.2 Bestätigung Isaaks als Erstling 4.2.1 Gen 22,1-19 4.2.2 Genealogische Weiterführungen (Gen 24; 25) 4.2.3 Letztgültige Bestätigung: Isaak als Segensmittler (Gen 26,1-33) 4.3 Zur Erzählstruktur der Vertauschungserzählung 4.4 Zusammenfassung 5. Esau und Jakob (Gen 25,12-36,43) 5.1 Exposition des Konflikts (Gen 25,19-34) 5.1.1 Geburt von Esau und Jakob (Gen 25,19-28) 5.1.2 Das Gotteswort und die dadurch geweckten Erwartungen (Gen 25,23) 5.1.3 Disqualifizierung Esaus und vorläufige Qualifizierung Jakobs (Gen 25,29-34) 5.2 Qualifizierungsprozess Jakobs (Gen 26,1-33,17) 5.2.1 Erschleichung des Erstgeburtssegens (Gen 26,34-28,9) 5.2.2 Endgültige Disqualifizierung Esaus (Gen 26,34f;28,6-9) 5.2.3 Neueinsatz des Qualifizierungsprozesses (Gen 28,10-22) 5.2.4 Jakobs Aufenthalt bei Laban (Gen 29,1-32,1) 5.2.5 Versöhnung als Bestätigung des Erstlingssegens (Gen 32,2-33,17) 5.2.5.1 Versöhnung und Segen (Gen 32,23-33) 5.2.5.2 Reïnterpretation der Versöhnung durch Gen 32,23-33 5.2.5.3 Versöhnung der Brüder (Gen 33,1-17) 5.3 Bestätigung Jakobs als Erstling (Gen 33,18-35,29) 5.3.1 Bestätigung im Kontext der Landverheißung (Gen 33,18-35,15) 5.3.2 Genealogische Bestätigung Jakobs (Gen 35,16-26; 36; 37,1ff) 5.4 Zusammenfassung 6. Vertauschungen innerhalb Israels: die Joseph-Juda-Erzählung (Gen 37,1-50,26) 6.1 Gen 37.38 als Exposition des Konflikts zwischen Joseph und Juda 6.1.1 Gegenüberstellung von Joseph (Gen 37) und Juda (Gen 38) 6.1.2 Zur Stellung von Gen 38 im Kontext und zur Nomenklatur „Joseph-Juda-Erzählung“ 6.2 Ruben, Simeon, Levi und Juda 6.2.1 Disqualifizierung Rubens 6.2.2 Disqualifizierung Simeons und Levis 6.2.3 Qualifizierung Judas 6.2.3.1 Juda und Ruben (Gen 37) 6.2.3.2 Juda als potentieller Erstling (Gen 38) 6.2.3.3 Juda und seine Brüder (Gen 42,1-45,28; 49,8-12) 6.3 Serach und Perez (Gen 38,27-30) 6.4 Manasse und Ephraim (Gen 48,1-22) 6.4.1 Adoption als Doppelanteil des Segens für Joseph 6.4.2 Joseph als Segensmittler 6.4.3 Die beiden Zwillingsgeburten und ihre Funktion in Gen 37-50 6.5 Juda und Joseph – Konkurrenz um Erstlingstum und Königtum 6.5.1 Die Frage nach legitimer Herrschaft als Thema von Gen 37-50 6.5.2 Judas Königtum 6.5.3 Josephs Erstlingstum 6.6 Zusammenfassung 7. Das Vertauschungsmotiv außerhalb der Genesis 7.1 Kürzere Vertauschungsnotizen 7.2 Aaron und Mose (Ex-Dtn; 1 Chr 23) 7.2.1 Qualifizierung und Legitimierung Moses (Ex 6,14-27) 7.2.2 Disqualifizierung Aarons 7.3 Davidisches Königtum (Aufstiegs- und Thronfolgegeschichte) 7.4 Zusammenfassung Teil C: Systematisierende Synthese 1. Analyse der Motivelemente und Erzählstrategien 1.1 Die Vertauschung als Prozess: Disqualifizierungen und Qualifizierungen 1.2 Innerfamiliäre Solidarität als Kriterium des Erstlingstums 1.3 Abschluss des Vertauschungsprozesses 1.4 Göttliche Interventionen 1.4.1 Verhältnis von Qualifizierung und göttlicher Erwählung 1.4.2 JHWH als Movens des gesamten Vertauschungsprozesses 1.5 Literarische Verknüpfung einzelner Vertauschungen 1.6. Fazit 2. Zum Verhältnis von Genealogien und Erzählungen 2.1 Invertierung von Haupt- und Nebenlinie in den Genealogien 2.2 Erzählung und Genealogie in Gen 5,1-11,26 3. Zu den Funktionen des Vertauschungsmotivs 3.1 Literarische Funktion 3.1.1 Die Vertauschungen im Erzählzusammenhang der Genesis 3.1.2 Die rroa als Identitätskriterium Israels: Wahrnehmung aus unterschiedlichen Perspektiven 3.1.2.1 Erstlingstum im Angesicht der Völker (Gen 1-4.5-35) 3.1.2.2 Reïnterpretation des Motivs auf seinem Höhepunkt: Gen 36.37-50 3.1.2.3 Endgültige Bestätigung des Erstlingstums für Israel: Gen 48 3.2 Theologische Funktion 3.2.1 Legitimierung der Sonderrolle Israels 3.2.2 JHWH als Garant der Sonderrolle Israels 3.2.3 JHWH als Garant der Institutionen Israels (Gen 36-50) 3.2.4 Erstlingstum in ethischer Dimension 3.3 Realgeschichtliche Funktion: Erstlingstum in inter-nationaler Perspektive (Gen 1-35) 3.4 Realgeschichtliche Funktion: Erstlingstum in inner-israelitischer Perspektive (Gen 36-50) 3.4.1 „Samaria“ im Lichte neuerer epigraphischer und archäologischer Evidenzen 3.4.2 Die Tora als Kompromissdokument von Samaria und Jehud 3.4.3 Die Vertauschungserzählungen als Chiffre des Kompromisses 3.5 Kanonische Funktion 3.5.1 Toraperspektive des TeNaK 3.5.2 „Erstlingstum“ als besonderes Konzept von Erwählung Teil D: Methodischer und exegetischer Ertrag 1. Methodenreflexion 2. Deutungsaspekte der Vertauschungserzählungen 2.1 Formen 2.2 Kontexte 2.3 Funktionen Literaturverzeichnis Stellenregister Teil A: Grundlagen -- Fragestellung Und Ziele -- Forschungsstand -- Anlage Der Studie -- Zur Methode -- Inhaltliche Vorüberlegungen Und Definitionen -- Teil B: Analyse Der Texte Im Kontext -- Kain, Abel Und Set (gen 4-5) -- Ham, Japhet Und Sem (gen 5,32;18-11,26) -- Haran, Nahor Und Abraham (gen 11,27-25,11) -- Ismael Und Isaak (gen 15-22; 24; 25,12ff) -- Esua Und Jakob (gen 25,12-36,43) -- Vertauschungen Innerhalb Israels: Die Joseph-judea-erzählung (gen 37,1-500,26) -- Das Vertauschungsmotiv Ausserhalb Der Genesis -- Teil C: Systematisierende Synthese -- Analyse Der Motivelemente Und Erzählstrategien -- Zum Verhältnis Von Genealogien Und Erzählungen -- Zu Den Funktionen De Vertauschungsmotivs -- Teil D: Methodischer Und Exegetischer Ertrag -- Methoden Reflexion -- Deutungsaspekte Der Vertauschungsersählungen. Benedikt Hensel. Includes Bibliographical References And Index. Die Studie untersucht das literarische Phänomen, dass an entscheidenden Wegpunkten die Verheißungslinie "Israel" über den jüngeren Bruder und nicht über den sonst so bedeutenden Erstgeborenen fortgesetzt wird. Dieses Vertauschungsmotiv bleibt faktisch auf die Genesis beschränkt, wo es gleich zwölfmal verwandt wird. Die Analyse der Formen, Kontexte und Funktionen dieses Vertauschungsmotivs lässt ein stringent aufgebautes Erzählkonzept hervortreten: Es leistet eine Identifikationsbestimmung Israels, die dessen Sonderrolle unter den Völkern begründet, legitimiert und theologisch profiliert This study explores the literary phenomenon that, at crucial crossroads, the line of promise of "Israel" is continued through the younger brother instead of the firstborn son, which is so important otherwise. This motif ofsubversion is limited to the book of Genesis, where it is used not less than twelve times. The analysis of forms, contexts and functions of this motif reveals a strictly constructed narrative concept. This construction enables an attribution of identity to Israel which justifies Israel's special role among other peoples, legitimizes it and shapes its profile theologically
The series Beihefte zur Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft (BZAW) covers all areas of research into the Old Testament, focusing on the Hebrew Bible, its early and later forms in Ancient Judaism, as well as its branching into many neighboring cultures of the Ancient Near East and the Greco-Roman world.
BZAW welcomes submissions that make an original and significant contribution to the field; demonstrate sophisticated engagement with the relevant secondary literature; and are written in readable, logical, and engaging prose.