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Die Unergründlichkeit des Lebens : Lebens-Politik zwischen Biomacht und Kulturkritik

معرفی کتاب «Die Unergründlichkeit des Lebens : Lebens-Politik zwischen Biomacht und Kulturkritik» نوشتهٔ Volker Schürmann; De Gruyter، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Der lebensphilosophische Topos der Unergründlichkeit betont, dass etwas nicht restlos in unserer Verfügungsgewalt steht. Damit sichert er etwa die Unverfügbarkeit (und somit die Würde) der Person - aber auch einen präzisen Begriff von Performativität. Dieser Gewinn des Topos kommt bisher nicht zum Tragen, da er nicht systematisch vor kulturkritisch-irrationalistischen Lesarten geschützt ist. Umgekehrt führt eine bloße Irrationalismus-Kritik zur Verharmlosung und biopolitischen Vereinnahmung: Unergründlichkeit ist mehr und anderes als nie erreichbare Verfügbarkeit. Volker Schürmann macht mit Hegel, Misch und Plessner die Weichenstellungen sichtbar, um dieses Entweder-oder in einer politischen Lesart von Unergründlichkeit unterlaufen zu können. Leben,Lebensphilosophie,Praxis,Praxisphilosophie,Entzauberung,Unmittelbarkeit,Intuition,Plessner,Biopolitik,Deutsche Philosophiegeschichte,Kulturphilosophie,Naturphilosophie,Philosophie,Life,Biopolitics,German History of Philosophy,Philosophy of Culture,Philosophy of Nature,Philosophy Inhalt Vorwort Einleitung Programmatische Hinsichten Seitenblicke Rücksichten, zugleich ein Ausblick 1. Unergründlichkeit: Eine Topologie 1.1 Unergründlichkeit des Lebens und Entzauberung der Welt Gegenmoderne: Irrationalismus-Verdacht 1 1.2 Zwischen Unmittelbarkeit und Vermitteltheit Gegenmoderne: Irrationalismus-Verdacht 2 1.3 Wahre und schlechte Unendlichkeit Gegenmoderne: Irrationalismus-Verdacht 3 1.4 Geometrischer Sinn und Feinsinn 2. Lebensphilosophie: Allgemeine Charakteristik 2.1 Intuition und Leben 2.2 Die grundlegende Unterscheidung 2.3 Die Bedeutung der Unterscheidung 2.4 Moderne – Gegenmoderne – Anti-Moderne 2.5 (Gegenmoderne) Denkfiguren – ein Beispiel 3. Vermitteltheit vs. Unmittelbarkeit. Lebensphilosophien im melancholischen Ton 3.1 Der Verzicht auf Wahrheit: Nietzsche 3.1.1 Vernünftler vs. Künstler 3.1.2 Der systematische Kern 3.2 Der Verzicht auf Dialektik: Bergson 3.2.1 Ausgangslage: Die Evolutionstheorie 3.2.2 Intuition und Analyse 3.2.3 Zenons Paradoxien 3.2.4 Die Spezifik Bergsons im Vergleich zu Nietzsche 3.3 Der Verzicht auf Heiterkeit: Simmel 3.3.1 Der Befund 3.3.2 Auf die Goldwaage gelegt 3.3.3 Kleiner Kommentar zum Vorgehen 3.4 Die Herausforderung: Klages 3.4.1 Der Unterschied von Takt und Rhythmus 3.4.2 Klages als Lebensphilosoph 3.4.3 Exkurs: Hermann Schmitz 3.5 Immer noch Kulturkritik: Ein Beispiel 3.6 Zwischenbilanz 3.7 Der Verzicht auf Einsicht: Rickert 3.7.1 Rickerts Gestus der Kritik 3.7.2 Rickerts Kritik an der Lebensphilosophie 3.7.3 Vorblick auf Kapitel 4 4. Vermittelte Unmittelbarkeit. Lebensphilosophien im heiteren Ton 4.0 Das Paradigma Misch 4.1 Dilthey: Die Unergründlichkeit des Lebens als unendliche Annäherung 4.1.1 Leben und Erleben 4.1.2 Das Leben betrachten – im Leben mitspielen 4.1.3 Erleben statt Zusammenhang von Leben, Ausdruck und Verstehen 4.1.4 Vom Umgang mit Antinomien 4.1.5 Die Tragik Diltheys in Abgrenzung 4.2 Misch: Das Prinzip der Verbindlichkeit der Unergründlichkeit 4.2.1 Rein diskursives und evozierendes Sprechen 4.2.2 Die Verbindlichkeit unergründlichen Sinns 4.2.3 Zwischendiskussion: Verhältnis von Sprechen und Gegenstand 4.2.4 Die Unergründlichkeit philosophischen Sinns 4.2.5 Die Verbindlichkeit eines ethos für die Philosophie? 4.2.6 Das Verhältnis von Logik, Ontologie und Ethik 4.3 König: Vermittelte Unmittelbarkeit als Selbst-Vermittlung 4.3.1 Determinierende und modifizierende Prädikationen 4.3.2 Die Struktur der mittleren Eigentlichkeit 4.3.3 Prototypen als Fälle von Selbst-Vermittlung 4.3.4 Die Verbindlichkeit der Sprache 4.3.5 Ausblick 5. Plessner: Die Grenze von Lebensphilosophie und Lebenswissenschaft 5.1 Kritik der Lebenswissenschaft 5.1.1 Positionalität als materiales Apriori 5.1.2 Das Erscheinen der Dinge kraft Doppelaspekt 5.1.3 Die Expressivität der Erscheinungen 5.2 Plessners Philosophie als lebensphilosophische Hermeneutik 5.2.1 Das Verhältnis zu Cassirer 5.2.2 Im Vergleich zu Schopenhauer 5.2.3 Das Verhältnis zu Josef König 5.3 Der Ertrag der Plessnerschen Philosophie 6. Ein Fazit: Lebens-Politik zwischen Biomacht und Kulturkritik Literatur

Der lebensphilosophische Topos der Unergründlichkeit betont, dass etwas nicht restlos in unserer Verfügungsgewalt steht. Damit sichert er etwa die Unverfügbarkeit (und somit die Würde) der Person - aber auch einen präzisen Begriff von Performativität.Dieser Gewinn des Topos kommt bisher nicht zum Tragen, da er nicht systematisch vor kulturkritisch-irrationalistischen Lesarten geschützt ist. Umgekehrt führt eine bloße Irrationalismus-Kritik zur Verharmlosung und biopolitischen Vereinnahmung: Unergründlichkeit ist mehr und anderes als nie erreichbare Verfügbarkeit. Volker Schürmann macht mit Hegel, Misch und Plessner die Weichenstellungen sichtbar, um dieses Entweder-oder in einer politischen Lesart von Unergründlichkeit unterlaufen zu können.

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