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Die Umsetzung des „Rechts auf Vergessenwerden“ im deutschen Recht : Der Datenschutz als Taktgeber für das Äußerungsrecht

معرفی کتاب «Die Umsetzung des „Rechts auf Vergessenwerden“ im deutschen Recht : Der Datenschutz als Taktgeber für das Äußerungsrecht» نوشتهٔ Jens Milker، منتشرشده توسط نشر Springer Fachmedien Wiesbaden : Imprint: Springer در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Jens Milker analysiert die Leitlinien der aktuellen zivilgerichtlichen Rechtsprechung zur Haftung für Treffer in Ergebnislisten einer Suchmaschine. Dies geschieht im Lichte der neueren Entwicklungen nach der Google-Spain-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 13. Mai 2014 (Rs. C-131/12) - das sogenannte "Recht auf Vergessenwerden" - und Geltung der DS-GVO ab dem 25. Mai 2018. Der Autor arbeitet die in der Rechtsprechung entwickelten Lösungsansätze sowie deren Reibungspunkte mit unionsrechtlichen Vorgaben heraus und präsentiert einen eigenen Lösungsvorschlag. Der Inhalt Äußerungsrechtliche Störerhaftung Datenschutz: Verfassungsrechtliche Grundlagen und datenschutzrechtliche Anspruchsgrundlagen Das "Recht auf Vergessenwerden" - Google-Spain-Entscheidung des EuGH Bindungswirkung für nationale Gerichte Bewertung der neueren Rechtsprechung Die Zielgruppen Studierende und Dozierende der Rechtswissenschaften mit den Schwerpunkten Medienrecht, Äußerungsrecht, Presserecht, Datenschutzrecht, Europarecht Fachanwälte und Praktiker aus diesen Bereichen Der Autor Dr. Jens Milker ist derzeit als Richter beim Verwaltungsgericht Mainz tätig. Er ist Autor von Publikationen zu medien- und verwaltungsrechtlichen Fragestellungen Inhalt 7 A.) Einleitung 14 I.) Die Problematik 14 II.) Gang der Darstellung 17 III.) Suchmaschinen 19 1.) Arten von Suchmaschinen 20 2.) Funktionsweise 21 a) Erfassung von Inhalten im WWW mittels Crawlern und Indexern 21 b) Die Ergebnislisten 23 c) Das Ranking der Suchergebnisse 23 3.) Einschränkung der Auffindbarkeit von Inhalten im WWW 25 a) Einschränkung durch den Webseitenbetreiber 26 b) Einschränkung durch den Suchmaschinenbetreiber 27 B.) Störerhaftung 29 I.) Allgemeines 29 II.) Unmittelbare und mittelbare Störer 30 1.) Unmittelbarer Störer 30 2.) Mittelbarer Störer und „Unterlassungsstörer“ 31 3.) Abgrenzung zu Täter und Teilnehmer 32 a) § 1004 BGB (analog) 33 b) Spezialgesetze 34 III.) Einschränkung der Störerhaftung 35 IV.) Rechtsfolgen 37 1.) Beseitigungsanspruch 37 2.) Unterlassungsanspruch 38 V.) Zuständiges Gericht und anwendbares Recht bei Internetsachverhalten 39 1.) Zuständiges Gericht 39 2.) Anwendbares Recht 45 VI.) Haftungsbeschränkungen der §§ 7 bis 10 TMG 46 1.) Eigene oder fremde Inhalte 46 a) Allgemeines 46 b) Einordnung von Suchergebnissen 48 2.) Welche Ansprüche werden ausgeschlossen? 49 3.) Ist auch das Setzen von Hyperlinks privilegiert? 51 VII.) Fazit 52 C.) Datenschutz 53 I.) Anwendungsbereich von DS-RL, BDSG (a. F.) und DS-GVO 53 1.) EG-Datenschutzrichtlinie 54 2.) Bundesdatenschutzgesetz (a. F.) 56 3.) EU-Datenschutzgrundverordnung 57 II.) Verfassungsrechtliche Grundlagen 59 1.) Grundgesetz 60 a) Allgemeines 60 b) Sachlicher und persönlicher Schutzbereich 60 c) Beeinträchtigung und Schranken 63 d) Die Sphärentheorie 64 2.) Unionsrecht 68 a) Allgemeines 68 b) Sachlicher und persönlicher Schutzbereich 73 c) Beeinträchtigung und Schranken 75 3.) Gemeinsamkeiten, Abgrenzungen und Kritik 77 a) Gemeinsamkeiten von Unionsrecht und GG 77 b) Abgrenzungen 78 c) Kritik 81 III.) Datenschutzrechtliche Anspruchsgrundlagen und Passivlegitimation 83 1.) Datenschutzrechtliche Anspruchsgrundlagen 84 2.) Ansprüche auf Löschung nach BDSG und DS-GVO 85 a) BDSG a. F. 85 b) DS-GVO 87 c) Fazit 89 3.) Verhältnis zu § 1004 BGB analog 91 4.) Passivlegitimation 97 a) Anspruchsgegner nach Datenschutzrecht 97 b) Störerhaftung bei Datenschutzverstößen 99 c) Verhältnis zu §§ 7 bis 10 TMG 101 D.) Das „Recht auf Vergessenwerden“ – Google Spain-Entscheidung des EuGH 102 I.) Sachverhalt der Entscheidung 102 II.) Inhalt der Entscheidung 103 1.) Anwendbare Normen 103 2.) „Recht auf Vergessenwerden“ 104 a) Datenverarbeitungsvorgang 105 b) Verantwortlichkeit 105 c) Zulässigkeit der Datenverarbeitung 106 III.) Analyse der Entscheidung 109 1.) Das Problem und die Chance der Konturenlosigkeit 109 2.) Google als Verfassungsrichter 110 3.) Die territoriale Reichweite 113 4.) Grundrechtskonflikte und andere Verfassungsgüter 117 a) Die Rechte der Betroffenen 118 b) Die Rechte der Internetnutzer 118 c) Die Rechte der Webseitenbetreiber 120 d) Die Rechte des Suchmaschinenbetreibers 124 e) Das Demokratieprinzip und Meinungsvielfalt 131 f) Fazit 133 IV.) Anspruch auf Aufnahme in den Suchindex: „Pflicht zu erinnern“ 135 1.) Rundfunkrechtliche Lösung 136 2.) Kartellrecht 137 a) Marktabgrenzung 137 b) Marktbeherrschendes Unternehmen 141 c) Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung 144 d) Aktivlegitimation 147 e) Ergebnis 148 3.) Allgemeines Zivilrecht 148 a) Zugangsansprüche zu öffentlichen Privatveranstaltungen 149 b) Übertragung auf die Indexierung durch Suchmaschinen 152 c) Aktivlegitimation 155 d) Ergebnis 156 4.) Passivlegitimation 156 5.) Rechtsfolge und Beweisfragen 156 6.) Ausblick 158 V.) Abschließende Bewertung der Google Spain-Entscheidung 160 1.) Die Rolle von Suchmaschinen als Intermediäre 160 2.) Ist der Datenschutz das richtige Instrument für diese Sachverhalte? 163 3.) Die Frage der Effektivität 169 a) Inanspruchnahme der Webseitenbetreiber 169 b) Die räumliche Begrenzung 171 c) Hinweis auf Löschungen in der Ergebnisliste 172 VI.) Schlussbemerkung und Ausblick 173 E.) Bindungswirkung für nationale Gerichte 177 I.) Wirkung der Entscheidung 177 II.) Sekundärrechtskonforme Auslegung nationalen Rechts 181 1.) Allgemeines 181 2.) „Inhaltliche Übererfüllung“ von Sekundärrechtsakten 182 3.) „Überschießende Umsetzung“ von Sekundärrechtsakten 183 4.) Ist auch § 1004 BGB sekundärrechtskonform auszulegen? 186 a) Alte Rechtslage: DS-RL 186 b) Aktuelle Rechtslage: DS-GVO 191 III.) Muss das GG oder die GRCh angewendet werden? 194 1.) Allgemeines 194 a) Sicht des EuGH 194 b) Sicht des BVerfG 198 c) Sicht des Schrifttums 199 d) Analyse und Ausblick 199 2.) Maßstab für Unterlassungsansprüche aus § 1004 BGB analog 203 IV.) Das Medienprivileg 206 1.) Allgemeines 206 a) Alte Rechtslage: Art. 9 DS-RL 206 b) Aktuelle Rechtslage: Art. 85 DS-GVO 207 c) Nationale Umsetzungen des Medienprivilegs 212 2.) Folgen der Anwendbarkeit 213 3.) Medienprivileg auch für Suchmaschinen 215 F.) Bewertung der neueren Rechtsprechung 219 I.) Haftung der Suchmaschinenbetreiber für „Snippets“ und Links 219 1.) Rechtsprechung vor Google Spain 220 a) Manuelle Hyperlinks 220 b) Automatisch generierte Hyperlinks und Snippets 221 2.) Rechtsprechung nach Google Spain 225 a) „Schallplatten-Pirat, Bordell-Betreiber, Geldschmuggler, Subventions- und Konkursbetrüger“ 225 aa) LG Hamburg, Urteil vom 07.11.2014 – 324 O 660/12 –, NJW 2015, 796 225 bb) OLG Hamburg, Urteil vom 10.07.2018 – 7 U 125/14 –, BeckRS 2018, 21565 227 b) „Indymedia“ 229 aa) LG Heidelberg, Urteil vom 09.12.2014 – 2 O 162/13 –, MMR 2015, 348 230 bb) OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.2016 – 6 U 2/15 –, BeckRS 2016, 115437 232 c) Betrugsvorwurf und Unternehmenspersönlichkeitsrecht (OLG München, Beschl. v. 27.04.2015 – 18 W 591/15 –, juris) 232 d) „Fighterclub-Forum“ 233 aa) LG Köln, Urteil vom 16.09.2015 – 28 O 14/14 –, MMR 2016, 213 234 bb) OLG Köln, Urteil vom 13.10.2016 – 15 U 173/15 –, NJOZ 2016, 1814 236 cc) BGH, Urteil vom 27.02.2018 – VI ZR 489/16 –, GRUR 2018, 642 237 e) Die (ehemalige) Geschäftsführerin 240 aa) LG Köln, Versäumnisurteil vom 28.05.2015 – 28 O 496/14 –, NJOZ 2016, 535 240 bb) OLG Köln, Urteil vom 31.05.2016 – 15 U 197/15 –, BeckRS 2016, 19150 241 f) „Die fiesen Tricks der Arbeitgeber“ (OLG Celle, Urt. v. 29.12.2016 – 13 U 85/16 –, juris) 243 g) Einfluss der DS-GVO 245 aa) OLG Frankfurt a. M., Urteil vom 06.09.2018 – 16 U 193/17 –, GRUR 2018, 1283 245 bb) OLG Dresden, Beschluss vom 07.01.2019 – 4 W 1149/18 –, BeckRS2019, 327 249 3.) Bewertung und eigene Lösung 250 a) Unterscheidung zwischen Snippets und Links 251 b) Passivlegitimation 252 c) Richtige Anspruchsgrundlage für Unterlassungsbegehren 254 d) Anwendbarkeit der Google Spain-Entscheidung auf Verlinkungen auf Presseartikel 260 e) Eigene oder fremde Inhalte 260 f) Zur Grundrechtsabwägung 264 aa) Anwendbarkeit der Grundrechte aus GG und GRCh 264 bb) Die Abwägungskriterien 265 cc) Dogmatische Einbindung der Google Spain-Entscheidung 272 dd) Zusammenfassung 275 g) Zurechnung der Rechtsverletzung – Reichweite der Prüfpflichten 275 aa) Allgemeines 275 bb) Prüfpflichten als Element der mittelbaren Störerhaftung 276 cc) Die Übertragung der Grundsätze der Prüfpflichtendogmatik auf die datenschutzrechtliche Grundrechtsabwägung 281 dd) Fazit 282 h) Einbindung der Webseitenbetreiber 283 i) Subsidiarität der Haftung des Suchmaschinenbetreibers 287 j) Reichweite des Unterlassungsanspruchs 290 k) Namensbasierte Suche 293 l) Fazit 294 II.) Online-Archive 296 1.) Rechtsprechung vor Google Spain 296 a) Berichterstattung über Straftaten 297 b) Online-Archive 298 2.) OLG Hamburg, Urteil vom 07.07.2015 – 7 U 29/12 –, NJW-RR 2016, 47 302 3.) Bewertung und eigene Lösung 304 a) Breitenwirkung von Archivbeiträgen 304 b) Der Archivbetreiber als Anspruchsgegner 308 c) Zurechnung der Auffindbarkeit des Archivbeitrags mittels Suchmaschinen 313 d) Weitere Pflichten des Archivbetreibers 316 e) Tatsächliche Umsetzung der geforderten Suchmaschinenpessimierung 321 f) Fazit 322 G.) Schlussbemerkung und Ausblick 325 Literaturverzeichnis 328 Front Matter ....Pages I-XIII Einleitung (Jens Milker)....Pages 1-15 Störerhaftung (Jens Milker)....Pages 17-40 Datenschutz (Jens Milker)....Pages 41-89 Das „Recht auf Vergessenwerden“ – Google Spain-Entscheidung des EuGH (Jens Milker)....Pages 91-165 Bindungswirkung für nationale Gerichte (Jens Milker)....Pages 167-208 Bewertung der neueren Rechtsprechung (Jens Milker)....Pages 209-314 Schlussbemerkung und Ausblick (Jens Milker)....Pages 315-317 Back Matter ....Pages 319-337 Jens Milker analysiert die Leitlinien der aktuellen zivilgerichtlichen Rechtsprechung zur Haftung fur Treffer in Ergebnislisten einer Suchmaschine. Der Autor arbeitet die in der Rechtsprechung entwickelten Loesungsansatze sowie deren Reibungspunkte mit unionsrechtlichen Vorgaben heraus und prasentiert einen eigenen Loesungsvorschlag.
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