Die Trostschriften des Ambrosius von Mailand : Consolatio mortis im Denken der Spätantike
معرفی کتاب «Die Trostschriften des Ambrosius von Mailand : Consolatio mortis im Denken der Spätantike» نوشتهٔ Florian Durner; Mohr Siebeck GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر JCB Mohr (Paul Siebeck) در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Am Übergang von der heidnischen Antike zur christlichen Spätantike rangen die Menschen mit unterschiedlichen Deutungsmustern und Trostmitteln angesichts des Todes. In dieser Zeit stellt Ambrosius von Mailand eine wichtige Stimme dar, die versucht, Sterben und Trost als pastorales Anliegen für das wachsende Christentum fruchtbar zu machen. Florian Durner spürt diesem Streben nach und untersucht in Ambrosius' Schriften dessen innovative Ansichten zu Tod, Jenseits und Auferstehung. Mit der Interpretation des Traktats "De bono mortis", der hier erstmals ausführlich besprochen wird, zeigt der Autor, wie Ambrosius den Tod entgegen neuplatonistischer Vereinnahmung in die christliche Existenz integriert. Durch die umfassende Darstellung der Gestalt und Funktion einer "Theologie des Trostes" trägt die Studie zu einem Verständnis der Verschmelzung von paganer Philosophie, Rhetorik und christlicher Theologie in der Spätantike bei. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Einleitung I. Der Missionar, der Codex und der Tod II. Vorüberlegungen 1. Thematik 2. Quellen zur consolatio mortis 3. Forschungsüberblick 4. Methodik 5. Aufbau III. Ein Bischof zwischen römischer Tradition und Christentum: Ambrosius von Mailand 1. Herkunft und soziokultureller Hintergrund 2. Der Bischof und seine Gemeinde in Mailand 3. Der Tod des Ambrosius A. Theoretische Grundlegungen der consolatio mortis I. Todesvorstellungen und Trost in der antiken Tradition 1. Tod und Trost im Denken der antiken Philosophie 2. Die argumentative Struktur der consolatio mortis II. Die Jenseitstopographie des Ambrosius 1. Der leibliche Tod des Menschen 2. Die unteren Regionen der Himmel: Der Lufthimmel und der Fixsternhimmel 3. Das Prüfungs- bzw. Reinigungsfeuer 4. Das Paradies 5. Der Hades 6. Die Auferstehung der Körper und das allgemeine Gericht 7. Das Königreich der Himmel 8. Die Hölle 9. Zusammenfassung III. Der Traktat über den Tod: De bono mortis 1. Einleitung 2. Der Sitz im Leben von de bono mortis: Der katechetische Unterricht 3. Zeitgeschichtlicher und situativer Hintergrund 4. Inhalt und Argumentation 4.1 Ist der Tod ein Übel? (bon. mort. 1,1 – 2) 4.2 Die drei Gattungen des Todes (bon. mort. 2,3 – 7) 4.3 Die imitatio mortis im Leben (bon. mort. 3,8 – 12) 4.4 Der Tod als Straffolge und Ende der Sünde (bon. mort. 4,13 – 15) 4.5 Die Vereinigung von Seele und Logos (bon. mort. 5,16 – 21) 4.6 Die Seele als Herrscherin über den Körper (bon. mort. 6,22 – 7,29 / 30) 4.7 Die Strafen nach dem Tod (bon. mort. 8,31 – 8,37) 4.8 Das Wesen der unsterblichen Seele (bon. mort. 9,38 – 10,44) 4.9 Der Zwischenzustand (bon. mort. 10,45 – 10,47) 4.10 Der processus claritatis (bon. mort. 11,48 – 51) 4.11 Das Land der Lebendigen (bon. mort. 12,52 – 54) 4.12 Der Aufstieg durch Christus (bon. mort. 12,55 – 57) 5. Zusammenfassung B. Praktische Anwendungen der consolatio mortis I. Die erste Leichenrede für Satyrus: De excessu fratris Satyri liber primus 1. Einleitung 2. Zielsetzung 3. Zeitgeschichtlicher und situativer Hintergrund 4. Inhalt und Argumentation 4.1 Das allgemeine Los der Sterblichkeit 4.2 Der Tod als Befreiung von Leid und Sünde 4.3 Das Fortleben des Verstorbenen 5. Zusammenfassung II. Die Rede über die Auferstehung: De excessu fratris Satyri liber secundus 1. Einleitung 2. Zielsetzung 3. Inhalt und Argumentation 3.1 Die Ablehnung der Trauer angesichts des Todes (exc. Sat. 2,3 – 34) 3.1.1 Die allgemeine Sterblichkeit (exc. Sat. 2,3 – 6) 3.1.2 Der rechte Umgang mit Trauer (exc. Sat. 2,7 – 20) 3.1.3 Der Tod als Ruhe von den Mühen des Lebens (exc. Sat. 2,21 – 34) 3.2 Der Tod als ein Gut (exc. Sat. 2,35 – 49) 3.2.1 Die drei Gattungen des Todes (exc. Sat. 2,35 – 37) 3.2.2 Der natürliche Tod unter der Voraussetzung der mors mystica (exc. Sat. 2,38 – 49) 3.3 Die Beweisgründe für die Auferstehung (exc. Sat. 2,50 – 89) 3.3.1 Universitatis exemplum (exc. Sat. 2,53 – 65) 3.3.2 Testimonia rei gestae (exc. Sat. 2,66 – 86) 3.3.3 Ratio (exc. Sat. 2,52.88) 3.3.4 Decorum (exc. Sat. 2,89 – 131) 3.4 Die conclusio (exc. Sat. 2,132 – 135) 4. Zusammenfassung III. Die exemplarische Darstellung des Todes Gratians: De obitu Gratiani (exp. Ps. 61,16 – 27) 1. Einleitung 2. Zielsetzung 3. Zeitgeschichtlicher und situativer Hintergrund 4. Die Darstellung der Ermordung Gratians in de obitu Gratiani 4.1 Die Einführung des exemplum des Gratian (exp. Ps. 61,16 – 19) 4.2 Die Ermordung Gratians in Analogie zur Passion Christi (exp. Ps. 61,20 – 23) 4.3 Die Anklage der beteiligten Personen (exp. Ps. 61,24 – 26) 5. Trostargumente 5.1 Gratians Tod als imitatio Christi 5.2 Die Rache Gottes für die Ermordung 6. Zusammenfassung IV. Die Leichenrede für Kaiser Valentinian II.: De obitu Valentiniani 1. Einleitung 2. Zielsetzung 3. Zeitgeschichtlicher und situativer Hintergrund 4. Die Umstände des Todes des Valentinian II. in der Diskussion 4.1 Der Tod Valentinians II. – Mord oder Suizid 4.2 Die Bewertung des Suizids in der Antike 4.2.1 Die Bewertung des Suizids als gesellschaftliches Phänomen 4.2.2 Die Bewertung des Suizids in der antiken Philosophie 4.2.3 Die Bewertung des Suizids in der christlichen Tradition 4.2.4 Die Bewertung des Suizids in den Werken des Ambrosius 4.3 Zusammenfassung 5. Die Leichenrede de obitu Valentiniani als Reaktion auf den Suizid des Kaisers 5.1 Der lexikalische Befund der Beschreibung des Todes 5.2 Die assoziative Darstellung des Todes als mors immatura in Analogie zu Christi Passion 5.3 Die Begierdentaufe Valentinians II. als kompensierendes Konstrukt 5.4 Die Darstellung des Todes in Parallelität und Abgrenzung zur Ermordung Gratians 5.5 Die Bedeutung Gratians als advocatus Valentinians II. im Paradies 6. Das Fehlen Valentinians II. in der Leichenrede de obitu Theodosii 7. Zusammenfassung V. Die Leichenrede für Kaiser Theodosius: De obitu Theodosii 1. Einleitung 2. Zielsetzung 3. Zeitgeschichtlicher und situativer Hintergrund 4. Die Rede de obitu Theodosii als politisches Instrument der Loyalitätsverpflichtung 4.1 Die rechtliche Grundlegung der Nachfolge der Kaisersöhne Honorius und Arcadius 4.2 Die Kompensation des Jugendalters der Nachfolger 4.3 Die repraesentatio Theodosii als Garantie gegenseitiger Loyalität 4.4 Die Kreuzauffindungslegende in ob. Theod. 41 – 51 als Ätiologie der Reichsreliquien 4.4.1 Die Kreuzauffindungslegende: Der Inhalt der ambrosianischen Version 4.4.2 Die Kreuzauffindungslegende: Interpretation 5. Die Rede de obitu Theodosii als Ersatz für die Konsekration des Kaisers 5.1 Vorbemerkung: Die consecratio der römischen Kaiser bis Theodosius 5.1.1 Die consecratio in vorkonstantinischer Zeit 5.1.2 Die consecratio in nachkonstantinischer Zeit 5.2 Die Terminologie der consecratio in de obitu Theodosii 5.3 Die Darstellung des Theodosius als Märtyrer 5.4 Die den Tod des Theodosius begleitenden prodigia 5.5 Der Aufstieg des Theodosius in das Königreich der Himmel 5.6 Die Interzessorenrolle des Theodosius 5.7 Die damnatio memoriae der Usurpatoren Maximus und Eugenius 5.8 Die postmortale Existenz in der domus Augustana 5.9 Der triumphale adventus des Kaisers 6. Die Rede de obitu Theodosii als protreptische Rede 6.1 Vorbemerkung: Die Werbung für das Christentum als pastorales Anliegen des Ambrosius 6.1.1 Die Protreptik 6.1.2 Die Struktur des Publikums und der Gemeinde in Mailand 6.2 Der gläubige Kaiser als Vorbild und Schützling Gottes 6.3 Der Glaube des Theodosius 6.4 Die Überbietung der Philosophie durch den Inhalt des christlichen Glaubens 6.5 Die Darstellung der gratia Dei 6.6 Die Zusage der Taufgnade 6.7 Die christliche Deutung von Tod und Jenseits 6.8 Die Kreuzauffindungslegende als Teil der Heilsgeschichte 7. Zusammenfassung VI. Die Trostbriefe 1. Die Briefsammlung des Ambrosius 2. Die Gattung des Trostbriefes VII. Der Trostbrief zum Tod des Bischofs Acholius: Epistula 51 (15) 1. Einleitung 2. Zielsetzung 3. Zeitgeschichtlicher und situativer Hintergrund 4. Inhalt und Argumentation 4.1 Der Briefbeginn (ep. 51,1 – 2) 4.2 Acholius sanctus – Der Trost in der Heiligkeit des Verstorbenen (ep. 51,3 – 4) 4.3 Raptus est nobis murus fidei – Klage und Lob (ep. 51,5) 4.4 Helisaei intus imitatorem degere – Acholius als neuer Elisa (ep. 51,5 – 9) 4.5 Discipulus imitatione – Die Nachfolge des Acholius (ep. 51,9 – 14) 4.6 Briefschluss (ep. 51,14) 4.7 Die Antwort an Anysius (ep. 52) 5. Zusammenfassung VIII. Der Trostbrief an Faustinus: Epistula 8 (39) 1. Einleitung 2. Zielsetzung 3. Inhalt und Argumentation 3.1 Exhortatio (ep. 8,1 – 4) 3.2 Consolatio (ep. 8,5 – 8) 4. Zusammenfassung C. Konturen einer Theologie des Trostes I. Trost als allgemein anthropologisches Bedürfnis II. Trost angesichts der soteriologischen Dimension des Todes III. Trost im Tod als eschatologischer Übergang IV. Der tröstende Prediger als politischer Akteur Anhang: Zeittafel Literaturverzeichnis I. Quellen 1. Ambrosius 1.1 Editionen 1.2 Übersetzungen 2. Biblische Schriften 3. Inschriften 4. Werke christlicher Autoren 5. Werke nichtchristlicher Autoren II. Hilfsmittel III. Sekundärliteratur Stellenregister Autorenregister Personen- und Sachregister
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