Die Tradition der Familienbücher : Das Katalanische während der Decadència
معرفی کتاب «Die Tradition der Familienbücher : Das Katalanische während der Decadència» نوشتهٔ Jungbluth, Konstanze، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Forschungsarbeit stellt die Geschichte der Textsorte des Familienbuchs (livre de raison, libro di famiglia etc.) im europäischen Raum seit dem 16. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts dar, die den erst später entstandenen Textsorten des Tagebuchs und der Autobiographie vorausgeht. Konkret werden drei katalanische Familienbücher vorgestellt, die repräsentativ für den Typus, die Form und die Überlieferungsbedingungen dieser Art von nähesprachlich geprägter Privatliteratur sind. Die Unterscheidung zwischen Sprechen bzw. Schreiben (universelle Ebene), Sprache (Ebene der Einzelsprache und ihrer Varietäten) und Text (Ebene der Texttraditionen in Europa) wird zugrundegelegt. Eine These, die in der Diskussion mit Sprachwissenschaftlern, aber auch mit Historikern, Kultur- und Literaturwissenschaftlern überprüft und in Bezug zu anderen Quellen gesetzt werden soll, sei hier bereits genannt: Es gibt eine vormoderne, alteuropäische, übereinzelsprachliche Art des Schreibens, die unter oder sogar neben der Produktion hoher Literatur unverändert seit Beginn der Neuzeit bis ins 19. oder sogar bis ins frühe 20. Jahrhundert fortbesteht. Vor allem aber will dieses Beiheft einen Beitrag zur Sprachgeschichte des Katalanischen während der Decadència leisten. Ergänzend wird eine der Quellen, namentlich der Chronikteil (1836-1902) des Familienbuchs von J. Seriñana, in transkribierter Form erstmalig der Wissenschaft zugänglich gemacht. Der deskriptive Teil der Arbeit trägt zu einer näheren Kenntnis der Schrifttradition der katalanischen Sprache bei. Die Affinität der untersuchten Texte zur nähesprachlichen Varietät (mit Koch und Oesterreicher) zeigt sich in besonderer Weise in der Diskussion um das auch in beiordnender Funktion verwendete que. Der Gebrauch ist hier vergleichbar mit Belegen aus dem Gaskognischen und Französischen, wobei die Texte hinsichtlich der Sprachvarietät eng verwandt sind. Die auf den drei Ebenen Sprechen bzw. Schreiben, Sprache und Text gestellten Fragen werden abschließend zu einem Gesamtbild zusammengefügt, dabei wird versucht, die am Anfang gestellten Fragen zu beantworten: Worauf konnte die nachfolgende Epoche der Renaixença aufbauen? Welche bestehenden Schrifttraditionen hat sie ignoriert, weil sie sich vor allem für die hohe Literatur interessierte?
Die Forschungsarbeit stellt die Geschichte der Textsorte des Familienbuchs (livre de raison, libro di famiglia etc.) im europäischen Raum seit dem 16. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts dar, die den erst später entstandenen Textsorten des Tagebuchs und der Autobiographie vorausgeht. Konkret werden drei katalanische Familienbücher vorgestellt, die repräsentativ für den Typus, die Form und die Überlieferungsbedingungen dieser Art von nähesprachlich geprägter Privatliteratur sind. Die Unterscheidung zwischen Sprechen bzw. Schreiben (universelle Ebene), Sprache (Ebene der Einzelsprache und ihrer Varietäten) und Text (Ebene der Texttraditionen in Europa) wird zugrundegelegt. Eine These, die in der Diskussion mit Sprachwissenschaftlern, aber auch mit Historikern, Kultur- und Literaturwissenschaftlern überprüft und in Bezug zu anderen Quellen gesetzt werden soll, sei hier bereits genannt: Es gibt eine vormoderne, alteuropäische, übereinzelsprachliche Art des Schreibens, die unter oder sogar neben der Produktion hoher Literatur unverändert seit Beginn der Neuzeit bis ins 19. oder sogar bis ins frühe 20. Jahrhundert fortbesteht. Vor allem aber will dieses Beiheft einen Beitrag zur Sprachgeschichte des Katalanischen während der Decadència leisten. Ergänzend wird eine der Quellen, namentlich der Chronikteil (1836-1902) des Familienbuchs von J. Seriñana, in transkribierter Form erstmalig der Wissenschaft zugänglich gemacht. Der deskriptive Teil der Arbeit trägt zu einer näheren Kenntnis der Schrifttradition der katalanischen Sprache bei. Die Affinität der untersuchten Texte zur nähesprachlichen Varietät (mit Koch und Oesterreicher) zeigt sich in besonderer Weise in der Diskussion um das auch in beiordnender Funktion verwendete que. Der Gebrauch ist hier vergleichbar mit Belegen aus dem Gaskognischen und Französischen, wobei die Texte hinsichtlich der Sprachvarietät eng verwandt sind. Die auf den drei Ebenen Sprechen bzw. Schreiben, Sprache und Text gestellten Fragen werden abschließend zu einem Gesamtbild zusammengefügt, dabei wird versucht, die am Anfang gestellten Fragen zu beantworten: Worauf konnte die nachfolgende Epoche der Renaixença aufbauen? Welche bestehenden Schrifttraditionen hat sie ignoriert, weil sie sich vor allem für die hohe Literatur interessierte? Vorwort 9 1. Das Familienbuch – eine europäische Tradition 13 1.1. Texttradition, Texttyp und Alltagssprache/llenguatge popular 13 1.2. Formen des Familienbuchs 18 1.3. Beschreibung des Texttyps Familienbuch 28 1.4. Listen 33 2. Der Gebrauch des Katalanischen zu Ende der Decadància: Sprachverfall oder Sprachentfaltung? 39 2.1. Die Periodisierung der katalanischen Sprachgeschichte 39 2.2. Die Sprachen in Katalonien um 1800 42 2.3. Zur externen Sprachgeschichte 48 2.4. Grammatikographie und Lexikographie 60 3. Die ausgewählten Familienbücher und vergleichbaren Quellen 67 3.1. Die Auswahl der Manuskripte 67 3.2. Die Vorstellung der Manuskripte 69 4. Beschreibung der Alltagssprache der menestrals und pagesos im 18. und 19. Jahrhundert/ El llenguatge popular 128 4.1. Zur Relevanz einer Beschreibung auf der Grundlage überlieferter Texte 128 4.2. Einzelsprachliche Beschreibungen zum Katalanischen des 18. Jahrhunderts und des català colloquial 129 4.3. Kriterien der Beschreibung 132 4.4. Zur Graphie der Manuskripte 132 4.5. Phonologie 136 4.6. Morphosyntax 144 4.7. Lexik 171 4.8. Pragmatik 175 4.9. Der Varietätenraum 182 5. Kontinuität und Bruch 185 6. Transkription 189 6.1. Kriterien der Transkription 189 6.2. Transkription der Notas del tems aus dem Familienbuch von Joan Seriñana 190 7. Abbildungsverzeichnis 225 8. Bibliographie/bibliografia 226 Main description: This study traces the history of the text variety 'family chronicle' (Familienbuch, livre de raison, libro de famiglia) in Europe from the 16th century to the early 20th century, not least in its function as a forerunner of the later text varieties 'diary' and 'autobiography'. The text analysis sections of the book are devoted to three Catalan chronicles representative of the type and form of this kind of private literature and the way it was handed down to following generations. One of the chief sources the study draws upon, the chronological record of events (1836-1902) in J. Seriñana'ss chronicle, is here made available to interested scholars in transcribed form for the first time. The descriptive section of the study enhances our knowledge of the traditions of Catalan as a written language during the decadència period Konstanze Jungbluth. Includes Bibliographical References (p. 214-227).