Die Theorien in der Kulturproduktion: Aspekte der Performativität von Kultur- und Sozialwissenschaften (Soziologie der Konventionen) (German Edition)
معرفی کتاب «Die Theorien in der Kulturproduktion: Aspekte der Performativität von Kultur- und Sozialwissenschaften (Soziologie der Konventionen) (German Edition)» نوشتهٔ Guy Schwegler، منتشرشده توسط نشر Springer VS در سال 2024. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
## Soziologie der Konventionen Konventionen sind Koordinationslogiken, die in Situationen von kompetenten Akteuren pragmatisch ins Werk gesetzt werden. Die in Frankreich entstandene, transdisziplinäre Wissenschaftsbewegung der Konventionentheorie ("Economie des conventions") hat sich seit einigen Jahren in den deutschsprachigen Sozialwissenschaften etabliert. War es anfangs die Rezeption durch die Wirtschaftssoziologie und die Sozioökonomik, die die Konventionentheorie prominent gemacht hat, so hat sich schnell gezeigt, dass der Ansatz ein deutlich breiteres Anwendungsspektrum hat wie Arbeit und Organisation, Erziehung und Bildung, Recht, Gesundheit und andere sozialwissenschaftliche Forschungsbereiche. Die Konventionentheorie liefert sowohl grundlegende Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Theoriebildung sowie zur Methodologie im Spannungsfeld zwischen Pragmatismus und Strukturalismus also auch empirische Anwendungen und Forschungsbefunde in verschiedenen institutionellen Bereichen, so dass man von diesem Ansatz auch als von einem komplexem pragmatischen Institutionalismus sprechen kann. Um diese weite Perspektive auf die Konventionentheorie zum Ausdruck zu bringen hat sich in der deutschsprachigen konventionentheoretischen Forschung die Bezeichnung "Soziologie der Konventionen" etabliert -dabei wird "Soziologie" weit verstanden und nicht nur auf die Fachwissenschaft beschränkt. Die Transdisziplinarität dieses Ansatzes ermöglicht nicht nur die Vermittlung mit anderen institutionentheoretischen Ansätzen, sondern auch die gegenstandsbezogene Integration sozialwissenschaftlicher Forschung, die bislang in "Bindestrichdisziplinen" getrennt bleibt. Die SPRINGER VS-Buchreihe "Soziologie der Konventionen" präsentiert aktuelle deutschsprachige Beiträge zu diesem transdisziplinären Feld. Es werden sowohl Monographien als auch thematisch fokussierte Herausgeberschaften publiziert. Vorwort Inhaltsüberblick Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis 1 Einleitung: Kulturproduktion als Zentrum gegenwärtiger Gesellschaften 1.1 Die Verwendung von wissenschaftlichem Wissen in der Gesellschaft 1.2 Perspektive, Fragestellung und Aufbau der Arbeit 2 Performativität und Valorisierung: Wertigkeitskonstruktion durch Theorien 2.1 Die Perspektive der Performativität 2.1.1 Auffassungen von Performativität 2.1.2 Die Performativität von wirtschaftswissenschaftlichen Theorien 2.1.3 Dimensionen von Performativität 2.1.4 Schlussfolgerung: Ein theoretisches Modell für performative Effekte 2.2 Theorien im Prozess der Valorisierung 2.2.1 „Berechenbarkeit“ in kultur- und sozialwissenschaftlichen Theorien 2.2.2 Wertzuschreibung im Kulturkapitalismus 2.2.3 Valorisierung mittels kultur- und sozialwissenschaftlicher Theorien 2.2.4 In die Valorisierung hinein: Wertigkeiten in den Theorien 2.2.5 Ermöglichung von Valorisierung: Parapraktik und Form 2.2.6 Schlussfolgerung: Die Auslegung von Wertigkeiten durch Akteur*innen 2.3 Die Herkunft der Theorien 2.3.1 Die Auswirkungen von Universitäten und Fachhochschulen 2.3.2 Ein „Turn to the Social“ in der Kulturproduktion 2.3.3 Theorien als Alltagsressourcen 2.3.4 Schlussfolgerung: Eine Durchdringung mit Theorien 3 Konzepte zur Analyse von Performativität in der Kulturproduktion 3.1 Theorien als Lebensstil-Ressource 3.1.1 Ein Interesse für Sozialstruktur und Lebensstile 3.1.2 Distinktion über Kulturprodukte 3.1.3 Distinktion mittels kultur- und sozialwissenschaftlicher Theorien 3.1.4 Die Möglichkeit eines pluralen Habitus 3.1.5 Reflexivität und Performativität 3.1.6 Schlussfolgerung: Handlungen in Lebensstilen 3.2 Felder und Kulturwelten: Theorien im sozialen Kontext der Kulturproduktion 3.2.1 Felder als soziale Kontexte der Kulturproduktion 3.2.2 Performativität und die (Un-)Abhängigkeit von Feldern 3.2.3 Von den Feldern zu den sozialen Welten der Kulturproduktion 3.2.4 Konzepte zur Analyse von Kulturwelten 3.2.5 Authentische Produktion und Performativität 3.2.6 Schlussfolgerung: Zwei Interessen am sozialen Kontext von Performativität 3.3 Mediation durch Theorien 3.3.1 Erweiterung der Perspektive durch Mediation 3.3.2 Naturalisierung und Sozialisierung der Objekte 3.3.3 Wert in der Mediation 3.3.4 Von der Mediation zu Attachements 3.3.5 Schlussfolgerung: Übersetzung der Theorien als Attachements 4 Methodologien und Methoden für die Analyse von Performativität 4.1 Die Sozio-Epistemologie der Performativität 4.1.1 Eine gemeinsame Wissensproduktion erster und zweiter Ordnung 4.1.2 Graduelle Differenz – 1. Konsequenzen der ersten Ordnung 4.1.3 Generalisierte Symmetrie und ein neuer Bruch – 2. Konsequenz der ersten Ordnung 4.1.4 Performativität als Phänomenotechnik – 1. Konsequenz der zweiten Ordnung 4.1.5 Teilnehmende Objektivierung – 2. Konsequenz der zweiten Ordnung 4.2 Eine qualitative Methodologie zwischen Paradigmen 4.2.1 Die methodologischen Konsequenzen zwischen Pragmatismus und Strukturalismus 4.2.2 Bewährung einer qualitativen Methodologie zwischen den Paradigmen 4.2.3 Von der Grounded Theory zur Situationsanalyse 4.2.4 Situationsanalyse als Methodologie zwischen Pragmatismus und Strukturalismus 4.2.5 Mapping als ergänzende Analysepraxis 4.3 Methoden zur Analyse der performativen Effekte 4.3.1 Startpunkt des empirischen Vorgehens und Techniken der Datenerhebung 4.3.2 Systematik und Techniken der Datenanalyse 4.3.3 Hinweise zur Aufbereitung der Daten für die Ergebnispräsentation 5 Die Veränderung der Kulturproduktion 5.1 Feldtheoretische Betrachtung der Kulturwelt 5.2 Die Situation der Intermediation der Theorien 5.2.1 Eine neue Problematisierung von Kulturproduktion 5.2.2 Die „Studies“ als Intermediäre 5.2.3 Formen der Intermediation 5.2.4 Eine Fraktion der neuen Mittelklasse als sozialstrukturelle Einbettung 5.2.5 Die selbstverständliche wissenschaftliche Perspektive 5.2.6 Nahelegungen der Verwendung von Theorie 5.2.7 Exkurs zur Situation der Intermediation: Design 5.2.8 Schlussfolgerung: Eine konventionelle Grundlage für Performativität 5.3 Die Situation der Verwendung der Theorien 5.3.1 Anrufung der Akteur*innen durch die Theorien 5.3.2 Formen der Kulturproduktion als Einfallstore für Theorien 5.3.3 Übersetzung 1: Von der Wissenschaft in die Kulturwelt 5.3.4 Effekte im Bereich der normativen Praxisprinzipien 5.3.5 Effekte im Bereich der Ausführungsmediationen 5.3.6 Effekte im Bereich der Ontologie und Autorschaft 5.3.7 Performative Effekte als Prozesse des Attachements 5.3.8 Übersetzung 2: Effekte zwischen den Bereichen der Kulturproduktion 5.3.9 Exkurs zur Situation der Verwendung: Informatik 5.3.10 Schlussfolgerung: Radikale Veränderungen und die Schwierigkeit barnesischer Performativität 5.4 Die Situation der neuen Prozesse durch Theorien 5.4.1 Dekonstruktion der Evidenzen 5.4.2 Das benötigte „Mehr“ 5.4.3 Generische Performativität als Valorisierungsstrategie 5.4.4 Die Metaebene der performativen Kulturproduktion 5.4.5 Eine Kulturwelt als „unsichtbares College“ 5.4.6 Ein Feld für die Reise durch Institutionen 5.4.7 Theorie als Grenzobjekt und Garant von universalem Wissen 5.4.8 Das Aussetzen der Performativität 5.4.9 Exkurs zur Situation der neuen Prozesse: Zeitgenössischer Tanz 5.4.10 Schlussfolgerung: Die Nutzung der Theorien 6 Fazit: Änderungen in den Wertigkeiten von Kulturproduktion 6.1 Theoretische Konzepte in Kulturwelten 6.2 Systematisierung der performativen Effekte 6.3 Die gesellschaftliche Bedeutung von Kulturproduktion Anhang: Übersicht der analysierten Fälle Literatur Kultur- und sozialwissenschaftliches Wissen hat ber die letzten 50 Jahre eine bestndige Verbreitung erfahren und wurde zu einem festen Bestandteil gegenwrtiger Gesellschaften. Dies bezieht sich allerdings nicht nur auf die Ergebnisse der Disziplinen, sondern trifft im besonderen Mae auf deren grundlegende theoretische Konzepte zu. In verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen reprsentiert dieses Wissen eine Ressource fr die Akteur*innen, um Produktionsprozesse anzuleiten. Die Theorien liefern daher nicht nur Beschreibungen des Sozialen, sondern sie wirken performativ. Diese Open-Access-Publikation fokussiert auf den Bereich der Kulturproduktion und zeigt auf, welche Bedingungen zur Verwendung der theoretischen Konzepte auerhalb der Wissenschaft gefhrt haben, wie die Theorien in Prozessen zur Anwendung kommen und welche Vernderungen daraus folgen. Hierzu wird zuerst ein konzeptioneller sowie methodologischer Rahmen prsentiert, bevor die empirische Studie einer Kulturwelt detaillierte Einblicke in die Wirkungsweisen ermglicht. Anhand der so verdeutlichten Aspekte der Performativitt von kultur- und sozialwissenschaftlichen Theorien lsst sich schlussendlich aufzeigen, wie Kulturproduktion in gegenwrtigen Gesellschaften eine zentrale Stellung einnehmen konnte. Der Autor Guy Schwegler studierte Soziologie an der Universitt Luzern sowie an der Universitt Basel. Seit 2017 ist er wissenschaftlicher Assistent an der Universitt Luzern. Kultur- und sozialwissenschaftliches Wissen hat über die letzten 50 Jahre eine beständige Verbreitung erfahren und wurde zu einem festen Bestandteil gegenwärtiger Gesellschaften. Dies bezieht sich allerdings nicht nur auf die Ergebnisse der Disziplinen, sondern trifft im besonderen Maße auf deren grundlegende theoretische Konzepte zu. In verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen repräsentiert dieses Wissen eine Ressource für die Akteur*innen, um Produktionsprozesse anzuleiten. Die Theorien liefern daher nicht nur Beschreibungen des Sozialen, sondern sie wirken „performativ“. Diese Open-Access-Publikation fokussiert auf den Bereich der Kulturproduktion und zeigt auf, welche Bedingungen zur Verwendung der theoretischen Konzepte außerhalb der Wissenschaft geführt haben, wie die Theorien in Prozessen zur Anwendung kommen und welche Veränderungen daraus folgen. Hierzu wird zuerst ein konzeptioneller sowie methodologischer Rahmen präsentiert, bevor die empirische Studie einer Kulturwelt detaillierte Einblicke in die Wirkungsweisen ermöglicht. Anhand der so verdeutlichten Aspekte der Performativität von kultur- und sozialwissenschaftlichen Theorien lässt sich schlussendlich aufzeigen, wie Kulturproduktion in gegenwärtigen Gesellschaften eine zentrale Stellung einnehmen konnte.
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