Die theologische Deutung des Todes bei Emanuel Hirsch : Eine systematisch-theologische Analyse mit einem Ausblick auf gegenwärtige glaubenspraktische Fragen
معرفی کتاب «Die theologische Deutung des Todes bei Emanuel Hirsch : Eine systematisch-theologische Analyse mit einem Ausblick auf gegenwärtige glaubenspraktische Fragen» نوشتهٔ Anna-Maria Herta Klassen; Mohr Siebeck GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Emanuel Hirschs theologischer Ansatz zeichnet sich durch das Bestreben aus, evangeliumsgemäß und zugleich den Bedingungen der Moderne verpflichtet zu sein. Anna-Maria Klassen entfaltet seine an diesem Maßstab ausgerichtete Transformation der Eschatologie, deren Thema das Verhältnis des Einzelnen zu seinem Tod ist. Hirschs Todesdeutung überzeugt, weil sie die Negativität des Todes mit dem christlichen Gottesbild verbindet. Auch der Glaubende kann sich über das Jenseits des Todes nicht sicher sein. Er steht in der unauflöslichen Spannung zwischen Vollendungsgewissheit und Todesangst. Gott wird zugleich als der Gnädige und der Richtende erfahren. Hirsch liefert mit verschiedenen Formen der Todesangst eine Phänomenologie der modernen Gerichtserfahrung. Diese ist, wie die Autorin in drei exemplarischen Skizzen zeigt, auch für die Reflexion über gegenwärtige glaubenspraktische Fragen hilfreich. Vorwort Inhaltsverzeichnis Siglen für die Schriften Hirschs Einleitung: Die „Nacht, die wir nicht erhellen können“ Grundlegung: Die „bildlose Nacht“ – der eschatologische Rahmen der Todesdeutung 1 Die konzeptionellen Voraussetzungen der Eschatologie 1.A Die modernen Herausforderungen der Eschatologie: Die ‚Umformungskrise‘ des Christentums a) Die Stellung der Religion in der Moderne b) Die Rationalisierung des menschlichen Lebens und die Krise des Christentums c) Der Status der Eschatologie: Die „Nacht der Bildlosigkeit“ d) Résumé: Die Aufgabe der Theologie 1.B Die Berechtigung der Eschatologie: Argumente für die menschliche Ewigkeitsbezogenheit a) Die wahrheitstheoretische Begründung der menschlichen Ewigkeitsbezogenheit b) Die ethische Begründung der menschlichen Ewigkeitsbezogenheit Exkurs: Die Ablösung der Seelen- durch die Herzensmetapher c) Ewigkeit als Grund und Grenze der Zeit 1.C Die Methode der Eschatologie: Die Umformung der christlichen Überlieferung a) Theologie als christliche Rechenschaft b) Die ständige Aufgabe der Theologie: Die Herausarbeitung des Wesens des Christentums c) Zwischenrésumé: Der Zusammenhang zwischen Gegenwartsdiagnose und theologischem Programm d) Die methodische Selbstbegrenzung in der Eschatologie 2 Die Möglichkeitsbedingung der Eschatologie: Die Gewissheit der Liebe Gottes 2.A Die Geheimnishaftigkeit der Offenbarung: Die subjektivitätstheoretische Rekonstruktion des Offenbarungsbegriffs 2.B Die Näherbestimmung der Liebe Gottes durch ihre Unerbittlichkeit a) Die existenzialdialektische Verknüpfung des christlichen und des allgemein-menschlichen Gottesbildes b) Das „Gesetz des Lebens“ und die Offenbarung der Liebe Gottes c) Der zornige Gott: Gottes Verborgenheit unter dem Gesetz 2.C Die Gewissheit der Liebe Gottes im Glauben a) Die unerfüllbare zwischenmenschliche Liebe und der Zweifel an der Liebe Gottes: Die Umformung der Sündenlehre b) Liebesgewissheit: Der Glaube als Lebensmöglichkeit inmitten spannungsreicher Erfahrungen mit Menschen und Gott c) Mit der Liebe gleichzeitig Werden: Die christologische Bestimmtheit des Glaubens 3 Die theologische Transformation der Eschatologie: Die Lehre vom Lebensende 3.A Die Hauptwidersprüche der traditionellen Eschatologie und ihre theologische Bedeutung a) Der individuelle Tod und das Weltende b) Die Auferstehung des Fleisches und die Unsterblichkeit der Seele 3.B Die subjektivitätstheoretische Rekonstruktion des Gerichtsgedankens 3.C Die Neuschöpfung und das innerliche Reich Gottes: Die präsentisch akzentuierte Eschatologie a) Die Vollendung des Glaubens an den Schöpfer: Neuschöpfung im Glauben b) Die Gestaltwerdung der Ewigkeit in der Zeit: Das Reich Gottes in der Innerlichkeit c) Das eschatologische Geheimnis: Die Vollendung der Liebe Gottes d) Résumé: Das Zusammenspiel von traditionell eschatologischen Momenten und Existenzanalyse 3.D Aussagemöglichkeiten im Bereich der futurischen Eschatologie Hauptteil: Der Tod in der Spannung zwischen Nichtigkeit und Vollendung des Lebens 4 Die Bedeutung des Todesthemas für die Theologie 4.A Das Verhältnis des Einzelnen zu seinem Tod als Zentrum der Eschatologie 4.B Das Todesthema in der ChR und im theologischen Spätwerk Hirschs: Die der Analyse zugrunde gelegten Quellen 5 Die „letzte Nacht“: Die existenzanalytische und phänomenologische Grundlegung der Todesdeutung 5.A Das Zulaufen des Lebens auf den Tod 5.B Problematische Deutungen: Der Tod als Nichts und die Relativierung des Todes 5.C Die ideale Deutung: Der Tod als Offenbarungsmacht 5.D Die Todesangst und die Sehnsucht nach dem Leben Exkurs: Der Begriff der Weltangst Exkurs: Hirschs Todesdeutung im Rahmen der existenzphilosophischen Thanatologien Heideggers und Jaspers’ 5.E Résumé: Die Spannungseinheit von Todes- und Ewigkeitsbewusstsein als Grund eines angemessenen Verständnisses menschlichen Lebens 6 Die „Hülle der Nacht“: Der Tod als Gesetzesoffenbarung und Gerichtserfahrung 6.A Das Leben und der Tod im Gottesverhältnis a) Gott ist das Leben. Der Tod ist Gottgeschiedenheit b) Gott tötet und macht lebendig α) Die Argumentation gegen das Bild vom vergeltenden Gott: Der natürliche Tod β) Der Glaube als Lebensmöglichkeit in der Spannung von Leben und Tod γ) Die Doppeldeutigkeit des Todes: Vernichtung und Vollendung 6.B Die Macht des Todes im Leben: Der Stachel der Sünde a) Todesähnliche Erfahrungen im Leben: Unglaube und Einsamkeit b) Sündige Einstellungen zum Tod: Lebensgier und Lebensangst Exkurs: Hirschs Interpretation und Anwendung des ethischen Arguments der Heiligkeit des Lebens 6.C Der Tod am Ende des Lebens: Der Sünde Sold? a) Das Vergehen der Gottlosen im Tod b) Tod als Verdammnis? c) Allerlösung d) Einordnung der verschiedenen Argumentationsfiguren e) Résumé: Der bedingte Zusammenhang von Tod und Sünde 6.D Résumé: Die menschliche Sehnsucht nach dem Leben 7 Die „Nacht, welche alles Lichtes Fülle ist“: Im Tod der Liebe Gottes gewiss sein 7.A Der Tod Jesu: Hingabe an Gott und Mensch a) Jesus als Herr über Leben und Tod b) Jesu Verhältnis zu seinem Tod c) Das Kreuz Jesu – Jesus, der Versöhner α) Die äußere Wirklichkeit des Kreuzesgeschehens: Der Gegensatz β) Die innere Wirklichkeit des Kreuzesgeschehens: Die Aufhebung des Gesetzes γ) Das Versöhnungsgeschehen d) Kreuz und Auferstehung 7.B Die Vollendung des Glaubens im Tod a) Wirklich mit Jesus sterben b) Der Tod in der Spannung zwischen Gesetz und Evangelium – was bleibt c) Der Tod als Möglichkeit der Vollendung der Gotteskindschaft – was neu wird d) Das Wesen des Glaubens als transitus – täglich sterben Ausblick: Die Nacht des Todes vom Heute her deuten 8 Methodische Zwischenreflexion: Die Ausrichtung der systematischtheologischen Arbeit auf die Predigt 9 Die gegenwärtigen Herausforderungen für das theologische Reden vom Tod 9.A Kulturgeschichtliche Faktoren: Der veränderte Umgang mit dem Tod 9.B Gegenwartsdiagnostische Überlegungen: Zwischen Todesverdrängung und Sichtbarkeit des Todes 9.C Die Relevanz einer Predigt über den Tod: Spannungen aushalten 10 Möglichkeiten des Redens vom Tod: Drei Skizzen 10.A Sterben Lernen a) Scham, Schuld, Scheitern und Tod: Die Angst vor der Nichtigkeit des Lebens wahrnehmen b) Die Dialektik von Gericht und Gnade: Die Widersprüchlichkeit des menschlichen Lebens deuten c) Das Leben vor dem Horizont des Todes gestalten 10.B Erinnerung und Vergegenwärtigung der Toten a) Die Beziehung zwischen Lebenden und Toten b) Die Angst vor der gnadenlosen Erinnerung c) Die Unvollkommenheit gelebten Lebens und seiner Beziehungen 10.C Todesangst und Weltende a) Die Todesangst als Angst des Menschen um sich selbst b) Das Leben vor dem Horizont des Weltendes c) Die Angst vor dem Weltende als Angst des Menschen um sich selbst d) Theologische Konsequenzen – Die Uneigentlichkeit der Bildsprache Literaturverzeichnis Schriften Emanuel Hirschs Sekundärliteratur zu Emanuel Hirsch Weitere Literatur Filme und Fernsehsendungen Liedtexte Websites Hilfsmittel Namensregister Sachregister Emanuel Hirsch's approach to theology is set apart by a striving to be both in keeping with the gospel and able to deal with the demands of the present age. In unraveling Hirsch's transformation of eschatology, which follows this approach and focuses on how individuals relate to their own death, Anna-Maria Klassen finds his interpretation of death convincing because it unites death's negativity with the Christian image of God. Even the believer cannot be certain of life after death and is caught between the unsolvable conflict of certainty of completion and death anxiety, where God is perceived as both the giver of mercy and judge. In delivering a phenomenology of the modern experience of judgment through the various forms of death anxiety, Hirsch, as the author shows in three exemplary sketches, remains relevant for reflection on today's practical faith issues
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