Die Selbstbindung des Erblassers im deutschen und französischen Recht
معرفی کتاب «Die Selbstbindung des Erblassers im deutschen und französischen Recht» نوشتهٔ Fabian Laurent Schirmer; Mohr Siebeck GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Ein Odium, heißt es, begleitet die erbrechtliche Bindung, wie sie durch Erbvertrag oder Schenkung von Todes wegen durch den Erblasser selbst hervorgebracht werden kann. Sie gilt sowohl im deutschen als auch im französischen Recht als eine Beschränkung der Testierfreiheit, sodass von Freiheit auch dann gesprochen wird, wenn dem Erblasser verboten ist, eine erbrechtliche Bindung einzugehen. Nicht nur das Verbot der Erbverträge im Code civil, die prohibition des pactes sur succession future, sondern auch die Vorgaben des BGB offenbaren hier ein restriktives Verständnis erbrechtlicher Privatautonomie. Vor diesem Hintergrund wird in beiden Rechtsordnungen große Sorgfalt auf die diffizile Unterscheidung zwischen Vertragsfreiheit auf der einen und Ausübung von Testierfreiheit auf der anderen Seite gelegt, d.h. die Abgrenzung von Rechtsgeschäften unter Lebenden und von Todes wegen. Die vorliegende Arbeit wurde mit dem Fachbereichs-Preis des Fachbereichs Rechtswissenschaften für das akademische Jahr 2017/2018 der Philipps-Universität Marburg ausgezeichnet. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Einleitung Kapitel 1: Historische Grundlagen § 1 Römisches Recht A. Testament und Testierfreiheit B. Testierfreiheit und Bindung I. Das votum mortis II. Unveräußerliche Testierfreiheit C. Donatio mortis causa I. Erscheinungsformen II. Bindungsoption § 2 Recht des Mittelalters A. Germanische Ursprünge I. Vergabungen von Todes wegen II. Erbrechtliche Verfügungen B. Renaissance des römischen Rechts I. Widerstand mittelalterlicher Gewohnheiten II. Rolle der Eheverträge § 3 Der Weg zum Code civil A. Ordonnance von 1731 I. Donation à cause de mort II. Schenkung künftigen Vermögens B. Französische Revolution Kapitel 2: Nachlass- und Erbverträge § 1 Pactes sur succession future A. Das Verbot von 1804 I. Eine Quadratur II. Definition des Erbvertrages III. Rechtsfolgen IV. Motive 1. Auswirkungen der Revolution 2. Les bonnes moeurs 3. Unveräußerliche Testierfreiheit B. Institution contractuelle I. Rechtsnatur 1. Erbrechtliche Grundlagen a) Die réserve héréditaire b) Vindikationsvermächtnisse 2. Hybrides System II. Anwendungsbereich 1. Zuwendungsgegenstand a) Biens à venir b) Promesse d’égalité 2. Anlassbezogenheit a) Historischer Hintergrund b) Exkurs: Ehegattenschenkungen aa) Donation de biens à venir entre époux bb) Reform 2004 3. Persönlicher Anwendungsbereich a) Instituant b) Institué III. Widerrufs- und Unwirksamkeitsgründe 1. Ingratitude 2. Survenance d’enfants IV. Bindungswirkung 1. Stellung des Erblassers a) Lebzeitige Verfügungsfreiheit b) Beeinträchtigende Liberalitäten 2. Stellung des Bedachten a) Droit éventuel b) Nach dem Erbfall aa) Droit d’option bb) Herausgabeklage (1) Noterbenschutz (2) Analoge Anwendung c) Sonderfall der donation cumulative V. Rolle der Privatautonomie 1. Sicherung der Erwerbsaussicht a) Clause d’inaliénabilité b) Mesures conservatoires 2. Révocation conventionnelle § 2 (Gegen-)Modell des BGB A. Das Verbot der „Erbverträge“ B. Erb- und Vermächtnisvertrag I. Wandelbare Rechtsnatur 1. Erbeinsetzungsvertrag 2. Schenkung künftigen Vermögens II. Anwendungsbereich 1. Unbeschränkte Zulassung 2. Zuwendungsgegenstand 3. Unbeschränkbare Testierfreiheit III. Bindungswirkung 1. Stellung des Erblassers a) Erbrechtliche Bindung b) Lebzeitige Verfügungsfreiheit 2. Stellung des Bedachten a) Erwerbsaussicht b) Beeinträchtigende Schenkungen aa) §§ 2287, 2288 BGB (1) Grundsatzentscheidungen (2) Sicherung des Anspruchs bb) Unzureichender Schutz (1) Aushöhlung der Bindung (2) Allgemeine Vorschriften (3) Lebzeitiges Eigeninteresse 3. Selbstanfechtung IV. Rolle der Privatautonomie 1. Sicherung der Erwerbsaussicht a) Anfechtungsverzicht b) Einschränkung lebzeitiger Verfügungsfreiheit aa) Fehlende Disposivität bb) Verfügungsunterlassungsverträge cc) Sicherungsschenkung 2. Einschränkung der Bindungswirkung a) Aufhebungsvertrag und Rücktritt b) Änderungs- und Schenkungsvorbehalte c) Zustimmung zur Beeinträchtigung § 3 Reformbedarf und Neuerungen im Code civil A. Von Regel und Ausnahme I. Clause commerciale 1. Entdeckung des droit éventuel 2. Intervention des Gesetzgebers 3. Parallelen im deutschen Recht II. Erbrechtliche Nachfolgeklauseln 1. Zulässigkeit in beiden Rechtsordnungen 2. Ausnahme vom Verbot B. Prinzip im Wandel I. Status quo II. Reformen 2001 und 2006 1. Renonciation anticipée 2. Bindung über Generationen a) Libéralités-partages b) Libéralités graduelles bzw. résiduelles 3. Übergeordnete Bedeutung Kapitel 3: Rechtsgeschäfte auf den Todesfall § 1 Donation à cause de mort A. Irrévocabilité spéciale I. Donner et retenir ne vaut II. Rechtfertigung III. Donation de biens à venir B. Pacte post mortem I. Donations payables au décès du donateur II. Reconnaissance de dette III. Promesse de vente IV. Ehegattenschenkungen post mortem 1. Clause de réversibilité d’usufruit 2. Anpassung durch die Reform 2006 C. Pacte conditionnel I. Clause de retour conventionnel 1. Auflösende Überlebensbedingung 2. Wirkungen zu Lebzeiten 3. Bedingungseintritt II. Aufschiebende Überlebensbedingung 1. Clause de tontine a) Rückwirkung b) Unveräußerlichkeit 2. Bedingter Erlass § 2 Schenkung von Todes wegen A. Anwendungsbereich I. Schenkungsversprechen II. Aufschiebende Überlebensbedingung 1. Auflösende Bedingung 2. Betagt oder befristet a) Ausweitungsversuche b) Dogmatische Unterschiede B. Rechtsfolgen C. Vollzug der Schenkung I. Lebzeitiges Vermögensopfer 1. Leistungshandlung 2. Anwartschaftsrecht II. Donner et retenir ne vaut 1. Widerrufliche Schenkung 2. Widerruflicher Vollzug Schluss Literaturverzeichnis Rechtsprechungsverzeichnis Sachregister "From the donatio mortis causa of Roman law to the codifications of the nineteenth and twentieth centuries, the self-commitment of the testator is still a challenge for legal systems in continental Europe, particularly because the testator is bound by legal transactions, whether dead or alive. Fabian Laurent Schirmer investigates parallels in the private autonomy of German and French inheritance law and finds some remarkable similarities"-- Publisher's website Das im französischen Recht auf zwei Säulen ruhende Verbot erbrechtlicher Selbstbindung hat bemerkenswerte Parallelen im BGB. Das gilt sowohl für die restriktiven Vorschriften zum Erbvertrag als auch für § 2301 BGB, der den Grundsatz donner et retenir ne vaut in sich aufgenommen hat
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