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Die Politik der großen Zahlen: Eine Geschichte der statistischen Denkweise German

معرفی کتاب «Die Politik der großen Zahlen: Eine Geschichte der statistischen Denkweise German» نوشتهٔ Alain Desrosières (auth.)، منتشرشده توسط نشر Springer-Verlag Berlin Heidelberg در سال 2005. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Statistik ("Staatenkunde"), Wahrscheinlichkeitsrechnung und die Philosophie der Wahrscheinlichkeit sind auch als "siamesische Drillinge" bekannt. Das Buch analysiert den Werdegang der Statistik und zeigt Verbindungen zwischen der internalistischen Geschichte der Formalismen und Werkzeuge sowie der externalistisch orientierten Geschichte der Institutionen auf. Der Spannungsbogen erstreckt sich vom Vorabend der Französischen Revolution bis hin zum Ende des Zweiten Weltkriegs, wobei Frankreich, Deutschland, England und die USA ausführlich behandelt werden. Was haben Richter und Astronomen gemeinsam? Wer waren die "politischen Arithmetiker"? Was ist ein "Durchschnittsmensch"? Wie ändert sich im Laufe der Zeit das, was man "Realismus" nennt? Kann man vom Teil auf das Ganze schließen? Und wenn ja, warum? Welche Rolle spielt der Franziskanerorden? Wir begegnen Adolphe Quetelet, Karl Pearson, Egon Pearson, Francis Galton, Emile Durkheim und vielen anderen. Glücksspiele, Zufall, Bayesscher Ansatz, das St. Petersburger Paradoxon, der Choleravibrio, Erblichkeit, das Galtonsche Brett, Taxonomie, Wahlprognosen, Arbeitslosigkeit und Ungleichheit, die Entstehung der Arten, die Ordnung der Dinge und die Dinge des Lebens – das sind die Themen des Buches. Aus den Rezensionen der englischen Auflage: __"Das Buch ist eine philosophische und soziologische Reflexion über die Geschichte der Statistik. Statistik liefert nicht nur eine Beschreibung der Welt, sondern trägt gleichzeitig zu deren Neugestaltung bei. [...] Die Kluft zwischen dem Erfundenen und dem Entdeckten, zwischen dem Realen und dem Konstruierten hat unter Historikern, Philosophen, Soziologen und Naturwissenschaftlern zu einer zunehmend fruchtlosen Debatte über das Wesen der Wissenschaft geführt. [...] Das große Verdienst des Buches besteht darin, daß es einen Weg aus der Sackgasse zeigt, indem es statistische Entitäten als gleichzeitig real und konstruiert, als entdeckt und erfunden darstellt. Die kreativsten Metaphysiker sind heutzutage möglicherweise nicht in den Kreisen der Philosophen, Poeten oder Physiker zu finden, sondern unter den Verwaltungsstatistikern."__ **Lorraine Daston, London Review of Books** Inhaltsverzeichnis......Page 10 Einleitung: Soziale Tatbestände als Dinge......Page 13 Eine anthropologische Sicht auf die Wissenschaften......Page 16 Beschreibung und Entscheidung......Page 19 Wie man dauerhafte Dinge macht......Page 22 Zwei Arten der historischen Forschung......Page 26 1 Präfekten und Vermessungsingenieure......Page 31 Deutsche Statistik: Identifizierung der Staaten......Page 34 Englische politische Arithmetik: Entstehung der Expertise......Page 38 Französische Statistik des Ancien Régime: Intendanten und Gelehrte......Page 42 Revolution und Erstes Kaiserreich: Die „Adunation“ Frankreichs......Page 48 Peuchet und Duvillard: schreiben oder rechnen?......Page 52 Wie man Diversität durchdenkt......Page 58 2 Richter und Astronomen......Page 63 Aleatorische Verträge und faire Abmachungen......Page 64 Konstruktiver Skeptizismus und Überzeugungsgrad......Page 70 Der Bayessche Ansatz......Page 76 Der „goldene Mittelweg“: Mittelwerte und kleinste Quadrate......Page 82 Messungsanpassungen als Grundlage für Übereinkünfte......Page 87 3 Mittelwerte und Aggregatrealismus......Page 89 Nominalismus, Realismus und statistische Magie......Page 91 Das Ganze und seine Trugbilder......Page 93 Quetelet und der „Durchschnittsmensch“......Page 96 Konstante Ursache und freier Wille......Page 100 Zwei kontroverse Fälle aus der medizinischen Statistik......Page 105 Eine Urne oder mehrere Urnen?......Page 111 Der angefochtene Realismus: Cournot und Lexis......Page 115 Durchschnittstyp und Kollektivtyp bei Durkheim......Page 120 Der Realismus der Aggregate......Page 126 4 Korrelation und Ursachenrealismus......Page 128 Karl Pearson: Kausalität, Kontingenz und Korrelation......Page 131 Francis Galton: Vererbung und Statistik......Page 138 Schwer zu widerlegende Berechnungen......Page 149 Fünf Engländer und der neue Kontinent......Page 155 Kontroversen über den Realismus der Modelle......Page 163 Yule und der Realismus der administrativen Kategorien......Page 167 Epilog zur Psychometrie: Spearman und die allgemeine Intelligenz......Page 173 5 Statistik und Staat: Frankreich und Großbritannien......Page 176 Französische Statistik – eine diskrete Legitimität......Page 180 Entwurf und Scheitern eines Einflußnetzwerks......Page 186 Statistik und Wirtschaftstheorie – eine späte Verbindung......Page 193 Britische Statistik und öffentliche Gesundheit......Page 197 Sozialenqueten und wissenschaftliche Gesellschaften......Page 204 6 Statistik und Staat: Deutschland und die Vereinigten Staaten......Page 210 Deutsche Statistik und Staatenbildung......Page 211 Historische Schule und philosophische Tradition......Page 217 Volkszählungen in der amerikanischen politischen Geschichte......Page 222 Das Census Bureau: Aufbau einer Institution......Page 229 Arbeitslosigkeit und Ungleichheit: Die Konstruktion neuer Objekte......Page 233 7 Pars pro toto: Monographien oder Umfragen......Page 245 Die Rhetorik des Beispiels......Page 248 Halbwachs: Die soziale Gruppe und ihre Mitglieder......Page 253 Die Armen: Wie beschreibt man sie und was macht man mit ihnen?......Page 256 Von Monographien zu systematischen Stichprobenerhebungen......Page 261 Wie verbindet man „was man schon weiß“ mit dem Zufall?......Page 267 Wohlfahrtsstaat, Inlandsmarkt und Wahlprognosen......Page 268 8 Klassifizierung und Kodierung......Page 273 Statistik und Klassifikation......Page 274 Die Taxonomien der Lebewesen......Page 276 Die Durkheimsche Tradition: sozio-logische Klassifizierungen......Page 280 Die Zirkularität von Wissen und Handeln......Page 284 Gewerbliche Tätigkeiten: instabile Verbindungen......Page 287 Vom Armen zum Arbeitslosen: Die Entstehung einer Variablen......Page 293 Ein hierarchischer, eindimensionaler und stetiger sozialer Raum......Page 298 Vom Gewerbe zur qualifizierten Tätigkeit......Page 303 Vier Spuren der Französischen Revolution......Page 307 Eine Urne oder mehrere Urnen: Taxonomie und Wahrscheinlichkeit......Page 312 Wie man einer Sache Zusammenhalt verleiht......Page 316 9 Modellbildung und Anpassung......Page 320 Wirtschaftstheorie und statistische Beschreibung......Page 323 Glaubensgrad oder Langzeithäufigkeit......Page 326 Zufälligkeiten und Regelmäßigkeiten: Frisch und der Schaukelstuhl......Page 332 Mittel gegen die Krise: Das Modell von Tinbergen......Page 337 Ingenieure und Logiker......Page 342 Über den richtigen Gebrauch der Anpassung......Page 345 Autonomie und Realismus von Strukturen......Page 352 Drei Methoden zur Berechnung des Nationaleinkommens......Page 356 Theorien testen oder Diversität beschreiben?......Page 360 Schlußfolgerung: Das Unbestreitbare in Zweifel ziehen......Page 367 Ein zu praktischen Zwecken konstruierter kognitiver Raum......Page 368 Mittelwerte und Regelmäßigkeiten, Skalen und Verteilungen......Page 371 Ein Raum für Verhandlungen und Berechnungen......Page 376 Statistische Argumentation und soziale Debatten......Page 380 Einige zwischen 1993 und 2000 veröffentlichte Arbeiten......Page 383 Wie verbindet man die Aspekte der Geschichte der Statistik?......Page 386 Wie bedienen sich die Sozialwissenschaften dieser Aspekte?......Page 388 Kritiken und Diskussionsthemen......Page 393 Anhang: Abkürzungen......Page 396 Literaturverzeichnis......Page 399 B......Page 419 E......Page 420 H......Page 421 M......Page 422 P......Page 423 T......Page 424 Z......Page 425 A......Page 426 B......Page 427 D......Page 428 F......Page 429 H......Page 430 K......Page 431 L......Page 432 M......Page 433 O......Page 434 Q......Page 435 S......Page 436 W......Page 438 Z......Page 439 Arbeitslosigkeit, Inflation, Wachstum, Armut, Fertilitat - diese Objekte und ihre statistischen Messungen dienen als Anhaltspunkte zur Beschreibung okonomischer Situationen, zur Denunziation sozialer Ungerechtigkeiten und zur Rechtfertigung politischer Aktionen.
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