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Die poetische Konstruktion des Selbst : Grenzgänge zwischen Frühromantik und Moderne: Novalis, Bachmann, Christa Wolf, Foucault

معرفی کتاب «Die poetische Konstruktion des Selbst : Grenzgänge zwischen Frühromantik und Moderne: Novalis, Bachmann, Christa Wolf, Foucault» نوشتهٔ Schmaus, Marion، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2010. این کتاب در 5 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

The study analyses early Romantic models of individuality and their relevance in the literature and philosophy of aesthetic modernism after 1945. Starting with Novalis, the self as a work of art is delineated in the way it manifests itself in figural constellations of androgynity, role-change, sex-change and various forms of love. Authors like Ingeborg Bachmann, Christa Wolf and Michel Foucault have directly taken their bearings from Novalis in plumbing the potentialities of a liberated creation of the self under the conditions dictated by modern power constellations. Einleitung I. »Ich ist eine Kunst – ein Kunstwerck.« Philosophisch-literarische Selbstverhältnisse im Werk Friedrich von Hardenbergs (Novalis) 1. Variationen auf ein Thema: Entwürfe des Ich in den ›Philosophischen Fragmenten‹ 2. Die poetische Konstruktion des Selbst im ›Heinrich von Ofterdingen‹ 3. Zusammenfassung II. Verzicht auf erpreßte Autorität. Entwürfe des Ich in Ingeborg Bachmanns ›Todesarten‹-Projekt 1. Spurensicherung 2. Das Ich, das nicht eines ist 3. ›Isis und Osiris‹: Formen der Geschwisterliebe im Gespräch zwischen Ingeborg Bachmann und Robert Musil 4. Ein weiterer Akt in der Dialektik der Aufklärung Widerstreitende Identitätskonzepte: Malina und Ich 5. ›Glücklich mit Ivan‹ – Historische Stadien einer Liebesutopie: Novalis, Musil, Ingeborg Bachmann 6. Verhinderte Autorschaft: Die poetische Produktion des weiblichen Ich 7. Eine Dialektik des Absurden: Die Geheimnisse einer Prinzessin, Blumengespräche und das ›Gespräch im Gebirg‹ (Paul Celan) 8. Malina als Erzähler der ›Todesarten‹ III. »Die große Hoffnung oder über die Schwierigkeit, ›ich‹ zu sagen«. Poetische Selbstversuche im Werk Christa Wolfs 1. Gesprächsraum Romantik 2. Romantische Korrespondenzen: Die Initiation zum Dichter, Psychosomatik und Schwierigkeiten mit der ersten Person 3. Zeitschichten und Kindheitsmuster 4. Todesarten und Selbstversuche: Der Rollentausch der Geschlechter und eine andere Ästhetik 5. Zusammenfassung IV. Antike Ästhetik der Existenz und moderne Lebenskunst: Zum Werdegang des etho-poetischen Subjekts im Denken Michel Foucaults 1. Traum und Existenz: Foucaults frühromantische Anfange. Novalis’ träumendes Ich als Gegenentwurf zur ›Traumdeutung‹ Freuds 2. Vorwortpolitik – Die Stile Foucaults 3. Wege des Anders-Denkens: Literatur als Gegendiskurs und das Subjekt im Widerstand 4. Wege des Anders-Seins: Antike Ästhetik der Existenz und moderne Lebenskunst Nachwort Literaturverzeichnis Personenregister

Die Studie untersucht frühromantische Individualitätskonzepte und ihre Aktualität in Literatur und Philosophie der ästhetischen Moderne nach 1945. Ausgehend von Novalis' philosophischen Reflexionen zur intersubjektiven Verfaßtheit des Ich wird die poetische Konstruktion des Selbst in seinem literarischen Werk herausgearbeitet. Ein zentrales Problem der Subjektivitätsphilosophie, die Vermittlung von Gefühl und Gedanke, wird hier in Motiven der Zweigeschlechtlichkeit des Ich, des Traumbewußtseins sowie der Liebesutopie verhandelt und in eine Ethik der 'Lebenskunst' überführt. Diese Verbindung von Philosophie und Literatur, Ethik und Ästhetik ist Kennzeichen der Romantik-Rezeption nach 1945. Dies wird exemplarisch anhand der Werke Ingeborg Bachmanns, Christa Wolfs und Michel Foucaults gezeigt. Das Interesse der Autorinnen gilt der Überschreitung der Geschlechteropposition in der Frühromantik. Bei Foucault werden ästhetische Widerstandspraktiken im Blick auf die moderne Pluralisierung von Diskurs- und Machtformationen entwickelt. Die Arbeit weist sowohl die Novalis-Rezeption der genannten Autorinnen und Autoren nach, als auch die produktive Fortentwicklung seiner Konzeption unter den Bedingungen einer Literatur und Ethik 'nach Auschwitz'.

Die Studie untersucht frühromantische Individualitätskonzepte und ihre Aktualität in Literatur und Philosophie der ästhetischen Moderne nach 1945. Ausgehend von Novalis' philosophischen Reflexionen zur intersubjektiven Verfaßtheit des Ich wird die poetische Konstruktion des Selbst in seinem literarischen Werk herausgearbeitet. Ein zentrales Problem der Subjektivitätsphilosophie, die Vermittlung von Gefühl und Gedanke, wird hier in Motiven der Zweigeschlechtlichkeit des Ich, des Traumbewußtseins sowie der Liebesutopie verhandelt und in eine Ethik der 'Lebenskunst' überführt. Diese Verbindung von Philosophie und Literatur, Ethik und Ästhetik ist Kennzeichen der Romantik-Rezeption nach 1945. Dies wird exemplarisch anhand der Werke Ingeborg Bachmanns, Christa Wolfs und Michel Foucaults gezeigt. Das Interesse der Autorinnen gilt der Überschreitung der Geschlechteropposition in der Frühromantik. Bei Foucault werden ästhetische Widerstandspraktiken im Blick auf die moderne Pluralisierung von Diskurs- und Machtformationen entwickelt. Die Arbeit weist sowohl die Novalis-Rezeption der genannten Autorinnen und Autoren nach, als auch die produktive Fortentwicklung seiner Konzeption unter den Bedingungen einer Literatur und Ethik 'nach Auschwitz' Die Studie analysiert frühromantische Individualitätskonzepte und ihre Aktualität in Literatur und Philosophie der ästhetischen Moderne nach 1945. Ausgehend von Novalis' Werk wird das Ich als Kunstwerk in den Blick genommen, das in Figuren des Androgynen, des Rollentauschs, des Geschlechtswechsels sowie vielfältiger Formen der Liebe Gestalt gewinnt. Autorinnen und Autoren wie Ingeborg Bachmann, Christa Wolf und Michel Foucault haben in direkter Anknüpfung an Novalis die Möglichkeiten dieses freiheitlichen Selbstentwurfs unter den Bedingungen moderner Machtkonstellationen ausgelotet
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