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Die Mitte der Reformation : Eine Studie zu Buchdruck und Publizistik im deutschen Sprachgebiet, zu ihren Akteuren und deren Strategien, Inszenierungs- und Ausdrucksformen

معرفی کتاب «Die Mitte der Reformation : Eine Studie zu Buchdruck und Publizistik im deutschen Sprachgebiet, zu ihren Akteuren und deren Strategien, Inszenierungs- und Ausdrucksformen» نوشتهٔ Thomas Kaufmann; Mohr Siebeck GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Bedeutung des Buchdrucks für Verlauf und Gestalt der Reformation ist seit der Reformationszeit ein zentrales Thema. Unklar war allerdings bisher, wie die unterschiedlichen Akteure des reformatorischen Kommunikationsprozesses - die theologischen Schriftsteller, die Buchdrucker, Verleger und Buchführer, Formschneider, Leser etc. - auf der Mikroebene interagierten. Hier setzt Thomas Kaufmann an und rekonstruiert zunächst, inwiefern die Reformatoren als "Printing Natives" frühzeitig Kontakte zu Buchdruckern unterhielten, bereits vor der Reformation an Herstellungsprozessen beteiligt und routinierte Editoren, Korrektoren und Publizisten waren, Verfahren beschleunigter Buchherstellung entwickelten und die Strukturen des Buchmarkts genauestens kannten. Sodann arbeitet der Verfasser die Rolle der Buchdrucker und ihrer Familien heraus; hierbei zeigt sich, dass sie eine vielfach unterschätzte Rolle bei der Gestaltung und Inszenierung eines Buches spielten und originelle Strategien der Transformation des überkommenen Buchmarktes entwickelten. In einem letzten Schritt arbeitet der Autor anhand von Schlüsselgattungen und -texten der frühen Reformation (Thesenreihen; Disputationsberichten; druckgraphischen Serien; Editionen; Gebet- und Liederbüchern etc.) heraus, dass die reformatorischen Publizisten einen immensen Drang in die publizistische Öffentlichkeit entwickelten, innerhalb kürzester Zeit traditionelle akademische Diskursformen wie Disputationen vermittels des Buchdrucks radikal veränderten und neue, ihren Bedürfnissen entsprechende Gattungen schufen. Nach Auffassung des Verfassers bildete die Interaktion zwischen den reformatorischen Inhalten und ihrer typographischen Reproduktion die Mitte der Reformation. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Abkürzungen, Siglen und Zitierweise Einleitung 1. Zum wissenschaftsgeschichtlichen Kontext 2. Zum eigenen Ansatz 3. Zur Anlage dieser Studie 4. Ein weiter Horizont Kapitel I: Büchermenschen – Die werdenden Reformatoren und die zeitgenössische Buchkultur 1. Annäherungen 2. Der Besitz von Büchern und der Umgang mit ihnen 3. Strukturen des Marktes 4. Briefkorrespondenzen und Buchtransfer 5. Typographische Infrastruktur im Zeichen der Reformation 6. Oekolampad als exemplarischer ‚Buchakteur‘ 7. Praktische Aspekte der Buchherstellung 8. Von der Handschrift zum Druck – Beobachtungen zu Luthers Arbeitsweise 9. ‚Autorschaft‘ und ihre Beziehungen 10. Publizistische Dynamik 11. Reglementierungen, Repressionen, Bücherverbrennungen und Zensur 12. Buchpolitische Identitätspflege Kapitel II: Die Reformation der Drucker – Die Buchdrucker und einige ihrer Familien; ausgewählte Druckorte und exemplarische Produktionsprofile im Zeichen des Umbruchs der reformatorischen Buchherstellung 1. Einleitende Bemerkungen 2. Exemplarische Entwicklungen einiger Druckerfamilien im Umbruchprozess der Reformation 2.1 Die Schönsperger in Augsburg und Zwickau 2.2 Die Petri in Basel und Nürnberg 2.3 Die Schott in Straßburg 2.4 Die Schöffer in Mainz, Worms und Straßburg 2.5 Die Prüss und Schürer, Reinhard Beck, Johannes Schwan und Balthasar Beck (Straßburg, Schlettstadt) 2.6 Die Lotter in Leipzig, Wittenberg und Magdeburg 2.7 Zusammenfassende Bemerkungen 3. ‚Neue‘ Druckorte und Offizinen 4. ‚Protokonfessionelle‘ richtungstheologische Konsolidierungs- und Konzentrationsprozesse 5. Bilanzierende Bemerkungen Kapitel III: Literarische und publizistische Strategien, Gattungen und Ausdrucksformen 1. Einleitende Bemerkungen 2. Akademische Formen 2.1 Disputationsthesen, Thesensammlungen und Verwandtes 2.2 Die Leipziger Disputation in publizistischer Perspektive 2.3 Das Urteil der Pariser Fakultät und seine publizistischen Folgen 2.4 Die Travestie akademischer Disputationen: Zürich 1523 und die Folgen 3. Editorisches – Legitimatorische Traditionspolitik durch vorreformatorische ‚Wahrheitszeugen‘ und Verwandtes 3.1 Kirchenväter 3.2 Die sogenannte Theologia deutsch 3.3 Inkriminierte Theologen der jüngeren Vergangenheit, ‚Vorreformatoren‘ 3.4 Ambivalentes und Widersprüchliches 4. Literarische und publizistische Formen evangelischer Frömmigkeit 4.1 Luthers Erbauungsschriften am Beispiel seines Traktats über die christliche Freiheit 4.2 Die buchgraphische Holzschnittserie Passional Christi und Antichristi aus dem Frühjahr 1521 4.3 Wittenberger katechetische und Gebetsliteratur – bis hin zum Büchlein für die Laien und Kinder (1525 ff.) 4.4 Die ersten reformatorischen Gesangbücher 5. Abschließende Bemerkungen Anhang: Einige Beobachtungen zu frühreformatorischen Interaktionen zwischen deutschen und englischen ‚Buchakteuren‘ Quellen- und Literaturverzeichnis Quellen Literatur Register Personen Orte Sachen Benutzte Drucke (nach GW-, VD 16-, ZV-Nummern) "Thomas Kaufmann bietet in diesem Werk mikrologische Analysen des Zusammenwirkens diverser Buchakteure (Schriftstellern, Druckern, Verlegern, Buchführern, Formschneidern, etc.) im Kommunikationsprozess der frühen Reformation. Ausgehend von Beobachtungen zu den Reformatoren als "Büchermenschen", als Vertreter der Generation der "Printing Natives", zeigt er, dass die Mehrzahl von ihnen von frühester Jugend an intensivste Kontakte zu Buchgewerbe und -markt besessen hat. Sodann identifiziert er die Buchdrucker als Gestalter und Inszenatoren reformatorischen Schrifttums; in vielen Fällen wird erkennbar, dass sie den von ihnen gedruckten Werken ihre, Stempel' aufdrückten und überays jreatuv ayf due Herausforderungen des sich rapide wandelnden Buchmarktes reagierten. Anhand unterschiedlicher Gattungen wie Gebet- und Gesangbüchern, religiösen Traktaten oder Editionen konturiert der Verfasser den literarisch-publizistischen Neubau der Reformation."--Résumé de l'éditeur Wie wurden die reformatorischen Ideen konkret in den Druck gebracht? Welchen Anteil hatten die Schriftsteller, welche Rolle spielten die Drucker und Buchdistributoren (Buchführer) bei dem Verbreitungsprozess reformatorischer Literatur und wie wirkten diese auf Gestaltung und Inhalt der Bücher zurück? Wie vollzog sich die Transformation des Buchmarktes im Zuge der frühen Reformation? Thomas Kaufmann bietet in diesem Werk mikrologische Analysen über das Zusammenwirken von diversen Buchakteuren im Kommunikationsprozess der frühen Reformation
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