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Die Mathematik im Denken und Dichten von Novalis : Zum Verhältnis von Literatur und Wissen um 1800

معرفی کتاب «Die Mathematik im Denken und Dichten von Novalis : Zum Verhältnis von Literatur und Wissen um 1800» نوشتهٔ Bomski, Franziska، منتشرشده توسط نشر OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Mathematics plays an important part in Novalis’s work that has been underappreciated until now. This study reconstructs and contextualizes Novalis’s sources and analyzes selected passages from __Notes for a Romantic Encyclopedia__ (__Das Allgemeine Brouillon__) and from his novel fragment __Heinrich von Ofterdingen__. It presents Novalis’s treatment of mathematics as being at once scientifically informed and truly poetic. I. Einleitung: Novalis und die Mathematik I.1 Stand der Forschung und Fragestellung der Arbeit I.2 Zur Gliederung der Arbeit I.3 Methodische Überlegungen am Beispiel der chaostheoretischen Novalis-Forschung I.3.1 Zur wissenschaftlichen Originalität von Novalis I.3.2 Der Begriff des Chaos I.3.3 Selbstähnlichkeit als Analogie von Mikro- und Makrokosmos und chemische Mischung I.3.4 Der „Schmetterlingseffekt“ als Disproportion von Ursache und Wirkung I.3.5 Methodische Folgerungen II. Kontexte II.1 Biografischer Kontext: Hardenbergs mathematische Ausbildung II.1.1 Leipziger Studienzeit (1791–1793) II.1.2 Selbstständige Zwischenstudien (1794–1796) II.1.3 Freiberger Studienzeit (1797–1799) II.2 Mathematikhistorischer Kontext: Die Infinitesimalrechnung II.2.1 Die euklidische Mathematik II.2.2 Vom geometrischen Infinitesimal zum epsilontischen Grenzwert II.2.3 Die Ablösung der Geometrie als Leitdisziplin II.3 Mathematikphilosophischer Kontext: Die Mathematik bei Leibniz und Kant II.3.1 Die Mathematik in der Philosophie Gottfried Wilhelm Leibniz’ II.3.2 Die Mathematik in der Philosophie Immanuel Kants III. Mathematik und Enzyklopädistik im Allgemeinen Brouillon III.1 Zur Systematik des Allgemeinen Brouillon III.1.1 Der Stand der Forschung III.1.2 Novalis’ „Anlage zur Ordnung“ III.2 Die Mathematik im Allgemeinen Brouillon III.2.1 Die Mathematik als Wissenschaft und Kunst III.2.2 Die epistemische Bedeutung der Mathematik III.2.3 Die subjektphilosophische Begründung der Wechselrepräsentation III.2.4 Die Wechselrepräsentation als enzyklopädistische Methode III.3 Die Infinitesimalrechnung im Allgemeinen Brouillon III.3.1 Mathematische Methode und Infinitesimalkalkül III.3.2 Differentiation und Integration „nicht ganz in der gewöhnlichen Bedeutung“ III.4 Die Kombinatorische Analysis im Allgemeinen Brouillon III.4.1 „Zeichenflächenform(figuren)bedeutungskunst“ III.4.2 Der Logarithmus und die systematische Einheit des Wissens IV. Mathematik und Dichtung im Heinrich von Ofterdingen IV.1 Einbildungskraft, Dichtung und Mathematik IV.2 Die Kombinatorische Analysis als Modell einer poetischen Weltordnung IV.2.1 Zum Antagonismus von Mathematik und Dichtung IV.2.2 Die poetologische Bedeutung des Zufalls IV.2.3 Die Kombinatorische Analysis im Klingsohr-Märchen IV.3 Die Astronomie als Anschauung des Transzendenten IV.3.1 Astronomie und Astrologie bei Novalis IV.3.2 Vom heliozentrischen Weltsystem zur Vielfalt der Welten IV.3.3 Das Klingsohr-Märchen als theatrum astronomicum IV.3.4 Das Fernrohr als poetologische Metapher V. Fazit VI. Literaturverzeichnis VI.1 Siglen VI.2 Quellen VI.2.1 Zitierte Schriften von Novalis VI.2.2 Zitierte Schriften von Immanuel Kant VI.2.3 Weitere Quellen VI.3 Darstellungen

Ausgehend von der Rekonstruktion zeitgenössischer wissenschaftlicher und wissenschaftsphilosophischer Quellen und Kontexte um 1800 untersucht die Studie Novalis' eigenwilligen, spezifisch poetischen Umgang mit mathematischen Konzepten. Die Textgrundlage bildet dabei einerseits das Enzyklopädistik-Projekt des Allgemeinen Brouillon, in dem Novalis unter anderem die Mathematik auf ihre Eignung als Leitdisziplin befragt. Diese Befragung vollzieht sich nicht in einheitlicher, philosophisch-systematischer Weise, sondern erfolgt in vereinzelten praktischen Versuchen, mittels mathematischer, formaler Strukturen neues Wissen zu generieren. Grundlegend für die Argumentation ist dabei die These, dass sich das Enzyklopädistik-Projekt durch ein systematisches Bestreben auszeichnet, sich jedoch weniger als Entwurf, sondern vielmehr als Suche nach einem System des Wissens verstehen lässt.
Zum anderen untersucht die Studie, welche Bedeutung der Mathematik in Novalis' dezidiert literarischem Romanfragment Heinrich von Ofterdingen zukommt. Sie widerspricht der häufig geäußerten Forschungsmeinung, Novalis inszeniere im sogenannten Klingsohr-Märchen die Ablösung der Wissenschaft, insbesondere der Mathematik, durch die Poesie, und argumentiert, dass es sich stattdessen um eine integrative, synthetische Utopie handelt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das bislang vernachlässigte Verhältnis von Dichtung und Astronomie. Letztere nutzt Novalis, um eine vermögenspsychologische Utopie unter Verzicht auf diskursive Verhandlung erzählend zu gestalten. Er aktualisiert und narrativiert die Metapher des Theatrum astronomicum und schreibt dem Klingsohr-Märchen damit eine selbstreflexive Dimension ein, die eine poetologische Lesart nahelegt.

Ausgehend von der Rekonstruktion zeitgenössischer wissenschaftlicher und wissenschaftsphilosophischer Quellen und Kontexte um 1800 untersucht die Studie Novalis' eigenwilligen, spezifisch poetischen Umgang mit mathematischen Konzepten. Die Textgrundlage bildet dabei einerseits das Enzyklopädistik-Projekt des Allgemeinen Brouillon, in dem Novalis unter anderem die Mathematik auf ihre Eignung als Leitdisziplin befragt. Diese Befragung vollzieht sich nicht in einheitlicher, philosophisch-systematischer Weise, sondern erfolgt in vereinzelten praktischen Versuchen, mittels mathematischer, formaler Strukturen neues Wissen zu generieren. Grundlegend für die Argumentation ist dabei die These, dass sich das Enzyklopädistik-Projekt durch ein systematisches Bestreben auszeichnet, sich jedoch weniger als Entwurf, sondern vielmehr als Suche nach einem System des Wissens verstehen lässt.Zum anderen untersucht die Studie, welche Bedeutung der Mathematik in Novalis' dezidiert literarischem Romanfragment Heinrich von Ofterdingen zukommt. Sie widerspricht der häufig geäußerten Forschungsmeinung, Novalis inszeniere im sogenannten Klingsohr-Märchen die Ablösung der Wissenschaft, insbesondere der Mathematik, durch die Poesie, und argumentiert, dass es sich stattdessen um eine integrative, synthetische Utopie handelt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das bislang vernachlässigte Verhältnis von Dichtung und Astronomie. Letztere nutzt Novalis, um eine vermögenspsychologische Utopie unter Verzicht auf diskursive Verhandlung erzählend zu gestalten. Er aktualisiert und narrativiert die Metapher des Theatrum astronomicum und schreibt dem Klingsohr-Märchen damit eine selbstreflexive Dimension ein, die eine poetologische Lesart nahelegt Ausgehend von der Rekonstruktion zeitgenössischer wissenschaftlicher und wissenschaftsphilosophischer Quellen und Kontexte um 1800 untersucht die Studie Novalis' eigenwilligen, spezifisch poetischen Umgang mit mathematischen Konzepten. Die Textgrundlage bildet dabei einerseits das Enzyklopädistik-Projekt des Allgemeinen Brouillon, in dem Novalis unter anderem die Mathematik auf ihre Eignung als Leitdisziplin befragt. Diese Befragung vollzieht sich nicht in einheitlicher, philosophisch-systematischer Weise, sondern erfolgt in vereinzelten praktischen Versuchen, mittels mathematischer, formaler Strukturen neues Wissen zu generieren. Grundlegend für die Argumentation ist dabei die These, dass sich das Enzyklopädistik-Projekt durch ein systematisches Bestreben auszeichnet, sich jedoch weniger als Entwurf, sondern vielmehr als Suche nach einem System des Wissens verstehen lässt. Zum anderen untersucht die Studie, welche Bedeutung der Mathematik in Novalis' dezidiert literarischem Romanfragment Heinrich von Ofterdingen zukommt. Sie widerspricht der häufig geäußerten Forschungsmeinung, Novalis inszeniere im sogenannten Klingsohr-Märchen die Ablösung der Wissenschaft, insbesondere der Mathematik, durch die Poesie, und argumentiert, dass es sich stattdessen um eine integrative, synthetische Utopie handelt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das bislang vernachlässigte Verhältnis von Dichtung und Astronomie. Letztere nutzt Novalis, um eine vermögenspsychologische Utopie unter Verzicht auf diskursive Verhandlung erzählend zu gestalten. Er aktualisiert und narrativiert die Metapher des Theatrum astronomicum und schreibt dem Klingsohr-Märchen damit eine selbstreflexive Dimension ein, die eine poetologische Lesart nahelegt. Mathematics plays an important part in Novalis's work that has been underappreciated until now. This study reconstructs and contextualizes Novalis's sources and analyzes selected passages from Notes for a Romantic Encyclopedia (Das Allgemeine Brouillon) and from his novel fragment Heinrich von Ofterdingen. It presents Novalis's treatment of mathematics as being at once scientifically informed and truly poetic. Franziska Bomski, Klassik Stiftung Weimar, Germany
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