Die mandäische Religion und der aramäische Hintergrund des Manichäismus Forschungsgeschichte, Textvergleiche, historisch-geographische Verortung
معرفی کتاب «Die mandäische Religion und der aramäische Hintergrund des Manichäismus Forschungsgeschichte, Textvergleiche, historisch-geographische Verortung» نوشتهٔ Ionuţ Daniel Băncilă، منتشرشده توسط نشر Harrassowitz در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Im Mandäismus, der einzigen noch lebendigen gnostischen Religion, wurden verschiedene religiöse Traditionen unterschiedlicher Identität reflektiert, aufgenommen, bewertet und damit transformiert. Obwohl sich eine „mandäische Identität“ erst nach der islamischen Eroberung Mesopotamiens herausgebildet hat, kann man davon ausgehen, dass „mandäisches Gedankengut“ bereits früher in verschiedenen aramäischsprachigen Gruppen Mesopotamiens vertreten war. In seiner Studie zur mandäischen Religion fragt Ionuţ Daniel Băncilă danach, ob sich Spuren dieses „mandäischen Gedankengutes“ im Manichäismus, der zweiten wichtigen gnostischen Religion in der Region, nachweisen lassen. Dabei nähert er sich dieser Frage in drei verschiedenen methodischen Herangehensweisen: Eine ausführliche Forschungsgeschichte zum Thema zeigt, inwieweit frühere Versuche, die Beziehungen zwischen Manichäismus und Mandäismus zu erklären, den kulturellen Moden unterschiedlicher Epochen unterworfen waren; der textvergleichende Teil der Studie untersucht Motive im Manichäismus, die sich als „mandäisches Gedankengut“ identifizieren lassen auf philologisch-literarkritischer Basis. In einem dritten Teil wird das mandäische Geschichtsverständnis kritisch gewürdigt und der Versuch unternommen, die Beziehungen zwischen den beiden Religionen geographisch-historisch zu erklären. Inhalt Vorwort ................................................................................................................ IX Einleitung .......................................................................................................... 1 1. Zum Problem der religiösen Identität des „Mandäismus“ .......................... 6 2. Zur Problematik der Chronologie der mandäischen Quellen ...................... 7 3. Zum Thema: Beziehungen zwischen Manichäismus und „Mandäismus“ .. 8 4. Zu den Hauptquellen: das Problem ihrer Datierung .................................... 10 5. Zum Problem der Identität der „Täufer“ Manis .......................................... 16 6. Zur Problematik der Erforschung von Manichäismus und Mandäismus .... 17 7. Zur Transkription ........................................................................................ 23 I. Das Verhältnis zwischen Manichäismus und Mandäismus: eine Forschungsgeschichte ...................................................................... 24 1. Die Anfänge der Mandäismus- und Manichäismusforschung................... 25 2. Die Anfänge der mandäischen Textforschung........................................... 28 3. Auf dem Weg zu einer religionsgeschichtlichen Erklärung de r mandäischen und manichäischen Religion ................................................ 32 4. Mandäismus und Manichäismus in der „religionsgeschichtlichen Schule“ 37 5 . Gegen die „religionsgeschichtliche Schule “ ............................................. 46 6 . Die „religionsgeschichtliche Schule“ in den USA .................................... 50 7 . Die französischsprachige „Religionsgeschichte“ des Mandäismu s und Manichäismus: Befürworter und Widerleger...................................... 52 8. Die englische Mandäer- und Manichäerforschung.................................... 54 9. Die schwedische Schule der „Religionsgeschichte“ ................................. 57 10. Die italienische „Religionsgeschichte“ ..................................................... 62 11. Kritische Ansätze nach 1950 ..................................................................... 68 12. Die esoterische Auslegung ........................................................................ 78 13. Neue Entwicklungen ................................................................................. 80 Schlussfolgerungen ......................................................................................... 81 II. Literarische Beziehungen zwischen Mandäismus und Manichäismus .................................................................................... 83 1. Geistige Pflanzen und Erkenntnis stiftendes Wasser ................................... 85 1.1 Vorüberlegungen: Der Kölner Mani-Kodex als Streitschrift ................. 85 1.2 Die „Einleitung“ zum „Brief Manis nach Edessa“ ................................ 85 1.3 Manis Nachfolger als geistige „Sprösslinge“ ........................................ 89 1.4 „Einpflanzen“ im griechischen manichäischen Kodex .......................... 91 1.5 Das manichäische „heilige Wasser“ ....................................................... 95 1.6 Das Wasser als Gnosis ........................................................................... 98 2. Trübes Wasser im griechischen manichäischen Kodex und im Mandäismus . 101 2.1 Lebendiges Wasser und erstarrtes/totes Wasser ..................................... 101 2.2 Bestimmungen des Wassers als Namen der manichäischen metaphysischen Prinzipien.................................................................... 104 2.3 „Trübes Wasser“: mia tahmia ................................................................ 106 2.4 Schlussfolgerungen ................................................................................ 111 3. Die manichäische Taufe in der Lichtsäule und der mandäische kosmische Rumpf ........................................................................................ 111 3.1 Täufer und Wasser im Manichäismus .................................................... 112 3.2 Die manichäische Lichtsäule und der mandäische kosmische Rumpf ... 119 3.3 Die Säulen-Thematik in der mandäischen anti-manichäischen Polemik .... 124 3.4 Die Taufe in der Säule der Herrlichkeit/Lichtsäule ................................ 128 3.5 Schlussfolgerungen ................................................................................ 132 4. Die mandäische „dualistische Formel“ und die manichäische Zwei-Prinzipien-Lehre ................................................................................ 133 4.1 Die mandäischen dualistischen „Bekenntnisse“: Fassungen und theologische Einordnung .............................................. 134 4.2 Die „dualistische Formel“ in den aramäischen und mandäischen magischen Texten .................................................................................. 145 4.3 Die manichäische Zwei-Prinzipien-Lehre ............................................. 151 4.4 Die aramäischen „dualistischen Formeln“ und die dualistische Frühauffassung Manis ........................................................................... 155 Schlussfolgerungen ......................................................................................... 157 III. Mandäische und manichäische mythische und historische Geographie ................................................................................................. 158 1. Jerusalem als heils- und offenbarungsgeschichtlicher Erinnerungsort ........ 159 1.1 Offenbarungstheologische Konkurrenz um die Stadt Jerusalem ........... 161 1.2 Die Erbauung der Stadt Jerusalem und der Jerusalemer Tempel ........... 165 1.3 Christus als Streitfigur in der mandäischen „Offenbarungstheologie“ .. 170 1.4 Der mandäische Johannes als Prophet und der Kampf um die Wiedergewinnung der Stadt Jerusalem als offenbarungstheologisches Thema .. 173 1.5 Die Stadt Jerusalem bei den Manichäern ............................................... 179 1.6 Jerusalem in der mandäischen Schrift Haran gauaita ........................... 184 Schlussfolgerungen ...................................................................................... 189 2. Die Täufer (βαπτισται) im griechischen manichäischen Kodex: geographisch-historische Erläuterungen ..................................................... 190 2.1 Die Täufer um Ktesiphon ...................................................................... 191 Exkurs I: Manichäische „Brüder“ in Aserbaidschan? .................................. 208 Exkurs II: Mani vs. Zauberer – CMC 137 .................................................... 215 2.4 Die südbabylonischen Täufer ................................................................ 221 2.5 Südbabylonien in den mandäischen Kolophonen und das manichäische Interesse an den masiqta-Hymnen ...................... 226 2.6 „Textgemeinschaften“ ........................................................................... 231 Schlussfolgerungen ......................................................................................... 232 Zusammenfassung der Argumentation ................................................................. 234 Abkürzungsverzeichnis ........................................................................................ 237 Literaturverzeichnis .............................................................................................. 247 Im Mandäismus, der einzigen noch lebendigen gnostischen Religion, wurden verschiedene religiöse Traditionen unterschiedlicher Identität reflektiert, aufgenommen, bewertet und damit transformiert. Obwohl sich eine "mandäische Identität" erst nach der islamischen Eroberung Mesopotamiens herausgebildet hat, kann man davon ausgehen, dass "mandäisches Gedankengut" bereits früher in verschiedenen aramäischsprachigen Gruppen Mesopotamiens vertreten war. In seiner Studie zur mandäischen Religion fragt Ionut Daniel Bancila danach, ob sich Spuren dieses "mandäischen Gedankengutes" im Manichäismus, der zweiten wichtigen gnostischen Religion in der Region, nachweisen lassen. Dabei nähert er sich dieser Frage in drei verschiedenen methodischen Herangehensweisen: Eine ausführliche Forschungsgeschichte zum Thema zeigt, inwieweit frühere Versuche, die Beziehungen zwischen Manichäismus und Mandäismus zu erklären, den kulturellen Moden unterschiedlicher Epochen unterworfen waren; der textvergleichende Teil der Studie untersucht Motive im Manichäismus, die sich als "mandäisches Gedankengut" identifizieren lassen auf philologisch-literarkritischer Basis. In einem dritten Teil wird das mandäische Geschichtsverständnis kritisch gewürdigt und der Versuch unternommen, die Beziehungen zwischen den beiden Religionen geographisch-historisch zu erklären Im Mandäismus, der einzigen noch lebendigen gnostischen Religion, wurden verschiedene religiöse Traditionen unterschiedlicher Identität reflektiert, aufgenommen, bewertet und damit transformiert. Obwohl sich eine "mandäische Identität“ erst nach der islamischen Eroberung Mesopotamiens herausgebildet hat, kann man davon ausgehen, dass "mandäisches Gedankengut“ bereits früher in verschiedenen aramäischsprachigen Gruppen Mesopotamiens vertreten war. In seiner Studie zur mandäischen Religion fragt Ionuţ Daniel Bancila danach, ob sich Spuren dieses "mandäischen Gedankengutes“ im Manichäismus, der zweiten wichtigen gnostischen Religion in der Region, nachweisen lassen. Dabei nähert er sich dieser Frage in drei verschiedenen methodischen Herangehensweisen: Eine ausführliche Forschungsgeschichte zum Thema zeigt, inwieweit frühere Versuche, die Beziehungen zwischen Manichäismus und Mandäismus zu erklären, den kulturellen Moden unterschiedlicher Epochen unterworfen waren; der textvergleichende Teil der Studie untersucht Motive im Manichäismus, die sich als "mandäisches Gedankengut“ identifizieren lassen auf philologisch-literarkritischer Basis. In einem dritten Teil wird das mandäische Geschichtsverständnis kritisch gewürdigt und der Versuch unternommen, die Beziehungen zwischen den beiden Religionen geographisch-historisch zu erklären
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