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Die Macht der Sünde im Römerbrief: Eine Untersuchung vor dem Hintergrund antiker Argumentationstheorie und -praxis. Dissertationsschrift

معرفی کتاب «Die Macht der Sünde im Römerbrief: Eine Untersuchung vor dem Hintergrund antiker Argumentationstheorie und -praxis. Dissertationsschrift» نوشتهٔ Patrick Bahl; Mohr Siebeck GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Mit welchem Ziel schreibt Paulus den römischen Christen von der Sünde? Vor dem Hintergrund griechisch-römischer Argumentationstheorie und jüdisch-hellenistischer Argumentationspraxis untersucht Patrick Bahl in seiner exegetisch-theologiegeschichtlichen Studie die argumentative Funktion des Sündenbegriffs im Römerbrief. Indem er Schritt für Schritt Aufmerksamkeitslenkung, Begründungsstruktur und Logik der Argumentation von Röm 1-8 analysiert, rückt er Paulus als argumentierenden Briefschreiber ins Licht, dessen Argumentation, gemessen an antiken Maßstäben, zielorientiert, strukturiert und durchaus vernünftig ist. Dabei zeigt sich, dass Paulus nicht etwa systematisch-lehrhaft von der Sünde redet, sondern ihr semantisches Potential strategisch dafür nutzt, den römischen Heidenchristen sein Grundanliegen vor Augen zu führen: Da Christus alle, Juden wie Heiden, von der Sünde befreit hat, hat das Gesetz jegliche Bedeutung für sie verloren. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Einleitung: „Magnificare peccatum“? Welches Ziel verfolgt Paulus, wenn er im Römerbrief mit der Sünde argumentiert? Teil I: Macht der Argumentation – Macht des Begriffs. Der Zusammenhang zwischen Ziel und Begriffsinventar einer Argumentation I. Macht der Argumentation: Die Argumentationstheorie der griechisch-römischen Rhetorik als heuristisches Rahmenmodell zur Bestimmung des Skopus paulinischer Texte 1. Klärung der Forschungsfrage im Kontext argumentationskritischer Ansätze in der Paulusforschung 1.1. Die Frage nach dem Argumentationsziel aus inventorisch- kommunikativer Perspektive 1.2. Die Frage nach dem Argumentationsziel aus dialektischer Perspektive 1.3. Die Frage nach dem Argumentationsziel aus struktureller Perspektive 1.4. Die Frage nach dem Argumentationsziel aus der Perspektive der Adressatenlenkung und persuasio 1.5. Zwischenbilanz: Die Bestimmung des Argumentationsziels eines paulinischen Textes als methodische Herausforderung 2. Die Argumentationstheorie der griechisch-römischen Rhetorik als Skopustheorie und ihre heuristische Relevanz für die Auslegung theologischer Texte des hellenistischen Judentums 2.1. „...non tam ad recte dicendum, quam ad prudenter intelligenda aliena scripta“ – Rhetorik als Skopustheorie? 2.2. Zielorientierung auf inventorischer Ebene: Argumentation als strategisches Abrufen etablierter Begründungskonventionen 2.2.1. Theoretische Erwägungen der griechisch-römischen Rhetorik 2.2.2. Die heuristische Relevanz der Argumentationstheorie: Spuren der inventio in hellenistisch-jüdischen Texten 2.2.3. Fazit 2.3. Zielorientierung auf rationaler Ebene: Argumentation als Gedankenbewegung und Erkenntnisprozess 2.3.1. Theoretische Erwägungen der griechisch-römischen Rhetorik 2.3.2. Die heuristische Relevanz der Argumentationstheorie: Die Rationalität theologischer Argumentationen in hellenistisch- jüdischen Texten auf dem Prüfstand 2.3.3. Fazit 2.4. Zielorientierung auf struktureller Ebene: Argumentation als Anordnung interdependenter Begründungssegmente 2.4.1. Theoretische Erwägungen der griechisch-römischen Rhetorik 2.4.2. Die heuristische Relevanz der Argumentationstheorie: Argumentationsstrukturen in hellenistisch-jüdischen Texten 2.4.3. Fazit 2.5. Zielorientierung auf attentionaler Ebene: Argumentation als Aufmerksamkeitslenkung 2.5.1. Theoretische Erwägungen der griechisch-römischen Rhetorik 2.5.2. Die heuristische Relevanz der Argumentationstheorie: Beispiele für Aufmerksamkeitslenkung in hellenistisch-jüdischen Texten 2.5.3. Fazit 2.6. Zwischenbilanz: Die Argumentationstheorie als multiperspektivische Skopustheorie 3. Der ideelle Redner und Paulus als Briefschreiber in argumentativer Verantwortung II. Macht des Begriffs: Die Funktion des Begriffs hinsichtlich des Argumentationsziels 1. Theoretische Überlegungen bei Quintilian: Das Ziel der argumentatio als Richtpunkt ihres semantischen Inventars 2. Beobachtungen zur semantischen Dimension zweier Argumentationen Ciceros 2.1. Beispiel 1: „iudices“ in Cic. inv. I,70 2.2. Beispiel 2: „lex“ in Cic. inv. I,68f 3. Die Frage nach dem Ziel der Verwendung eines Begriffs als Frage nach seiner Funktion hinsichtlich des Argumentationsziels III. Die Untersuchungsmethode 1. Argumentationsanalyse 2. Die argumentative Funktion des Sündenbegriffs Teil II: Macht der Argumentation – Macht der Sünde. Die argumentative Funktion des Sündenbegriffs im Römerbrief vor dem Hintergrund antiker Argumentationstheorie IV. Die Relevanz von Röm 1,1–17 für die Argumentation von Röm 1,18–8,4 1. Der Heidenapostel und seine heidenchristlichen Adressaten als Argumentationspartner 2. Röm 1,16f als These hinsichtlich des „römischen Problems“ und Hinweis auf die argumentative Strategie des Römerbriefes 3. Röm 1,1–17 als attentionales Zentrum von Röm 1–8 und die argumentative Architektur von Röm 1–8 V. Macht der Argumentation – Macht der Sünde: Exegetische Untersuchung 1. Röm 1,18–2,8: Das Schweigen von der Sünde in Röm 1,18–2,8 als Ausdruck einer argumentativen Programmatik 1.1. Argumentationsanalyse: Röm 2,1–8 als Skopus der in Röm 1,18 beginnenden Argumentation 1.2. Das programmatische Schweigen von der Sünde in Röm 1,18–2,8 1.3. Zwischenbilanz 2. Röm 2,9–29: Die uneingeschränkte Sanktionierung der Sünde als Argument gegen die Parteilichkeit (προσωπολημψία ) Gottes 2.1. Argumentationsanalyse: Röm 2,25–29 als Skopus der in Röm 2,9 beginnenden Argumentation 2.2. Die argumentative Funktion des Sündenbegriffs 2.3. Zwischenbilanz 3. Röm 3,1–31: Zwei Präzisierungen zu Röm 2,25–29 3.1. Röm 3,1–8 als polemischer Übergang: Der ?μa?t???? als Argument gegen eine libertinistische Fehldeutung der Treue Gottes 3.1.1. Argumentationsanalyse: Schwierigkeiten bei der Bestimmung des Skopus 3.1.2. Die argumentative Funktion des Sündenbegriffs 3.2. Röm 3,9–31: Die universale Macht der Sünde als Argument gegen die Gerechtigkeit aus dem Gesetz 3.2.1. Argumentationsanalyse: Röm 3,27–31 als Skopus der in Röm 3,9 beginnenden Argumentation 3.2.2. Die argumentative Funktion des Sündenbegriffs 3.3. Zwischenbilanz 4. Röm 4,1–5,11: Gottes Absehen von der Sünde als Argument für Gottes Gnade jenseits des Gesetzes 4.1. Argumentationsanalyse: Röm 4,23–5,11 als Skopus der in Röm 4,1 beginnenden Argumentation 4.2. Die argumentative Funktion des Sündenbegriffs 4.3. Zwischenbilanz 5. Röm 5,12–8,4: „magnificare peccatum“? – ein Argumentationskomplex zur Klärung der Bedeutung des Gesetzes für die heidenchristlichen Adressaten 5.1. Röm 5,12–21: Erstes Argument gegen das Gesetz – die Vorzeitigkeit von Sünde und Gnade 5.1.1. Argumentationsanalyse: Röm 5,18–21 als Skopus der in Röm 5,12 beginnenden Argumentation? 5.1.2. Die argumentative Funktion des Sündenbegriffs 5.1.3. Zwischenbilanz 5.2. Röm 6,1–14: Zweites Argument gegen das Gesetz – die unmittelbare Partizipation der Gläubigen an der Heilszuwendung durch die Taufe 5.2.1. Argumentationsanalyse: Röm 6,11–14 als Skopus der in Röm 6,1 beginnenden Argumentation 5.2.2. Die argumentative Funktion des Sündenbegriffs 5.2.3. Zwischenbilanz 5.3. Röm 6,15–7,6: Drittes Argument gegen das Gesetz –die Befreiung aus dem Herrschaftsbereich der Sünde als Eintritt in den Dienst für Gott 5.3.1. Argumentationsanalyse: Röm 7,4–6 als Skopus der in Röm 6,15 beginnenden Argumentation 5.3.2. Die argumentative Funktion des Sündenbegriffs 5.3.3. Zwischenbilanz 5.4. Röm 7,7–8,4: Viertes Argument gegen das Gesetz –die Überwindung des Gesetzes der Sünde durch die Überwindung der somatischen Existenz des Menschen 5.4.1. Argumentationsanalyse: Röm 8,1–4 als Skopus der in Röm 7,7 beginnenden Argumentation 5.4.2. Die argumentative Funktion des Sündenbegriffs 5.4.3. Zwischenbilanz 6. Echo der Sündenargumentation in Röm 8,10; 11,27 und 14,23 6.1. Röm 8,10: Der Sündenbegriff an der Schnittstelle von Argumentation (Röm 1,18–8,4) und Affirmation (Röm 8,5–39) 6.2. Röm 11,27: Israel als Teil der sündigen Menschheit 6.3. Röm 14,23: Die Sünde als Erkenntnismöglichkeit der gefallenen Welt Bilanz: Ein Portrait der Sündenargumentation des Römerbriefs Literaturverzeichnis Weitere Abkürzungen 1. Quellen 1.1. Antike jüdische und christliche Quellen 1.2. Quellen zur antiken Rhetorik 1.3. Kirchengeschichtliche Quellen 2. Hilfsmittel 3. Kommentare, Monographien, Aufsätze, Artikel Stellenregister Begriffe, Personen, Orte Autorenregister "Mit welchem Ziel schreibt Paulus den römischen Christen von der Sünde? Vor dem Hintergrund griechischrömischer Argumentationstheorie und jüdisch-hellenistischer Argumentationspraxis untersucht Patrick Bahl in seiner exegetisch-theologie-geschichtlichen Studie die argumentative Funktion des Sündenbegriffs im Römerbrief. Indem er Schritt für Schritt Aufmerksamkeitslenkung. Begründungesstruktur und Logik der Argumentation von Röm 1-8 analysiert, rückt er Paulus als argumentierenden Briefschreiber ins Licht, dessen Argumentation, gemessen an antiken Maßstäben, zielorientiert, strukturiert und durchaus vernünftig ist. Dabei zeigt sich, dass Paulus nicht etwa systematisch-lehrhaft von der Sünde redet, sondern ihr semantisches Potential strategisch dafür nutzt, den römischen Heidenchristen sein Grundanliegen vor Augen zu führen: Da Christus alle, Juden wie Heiden, von der Sünde befreit hat, hat das Gesetz jegliche Bedeutung für sie verloren." -- Publisher, inside front flap of dust jacket
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