Die Macht der memoria: Die ""Noctes Atticae"" des Aulus Gellius im Licht der Erinnerungskultur des 2. Jahrhunderts n. Chr. (Untersuchungen Zur Antiken Literatur Und Geschichte, 104) (German Edition)
معرفی کتاب «Die Macht der memoria: Die ""Noctes Atticae"" des Aulus Gellius im Licht der Erinnerungskultur des 2. Jahrhunderts n. Chr. (Untersuchungen Zur Antiken Literatur Und Geschichte, 104) (German Edition)» نوشتهٔ von Christine Heusch، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Das Buch findet und verfolgt einen Leitfaden durch die bisher der Buntschriftstellerei zugeordneten Noctes Atticae , in denen Aulus Gellius die formale und inhaltliche Inhomogenität zum literarischen Programm erhoben hat: Ausgehend von der Praefatio des Autors, in der er sein Werk als „eine Art Bildungsvorrat zur Gedächtnisstütze“ angekündigt hat, wird vor dem Hintergrund der modernen kulturwissenschaftlichen Erinnerungs- und Gedächtnisforschung die memoria als das Zusammenhang stiftende Konzept des Bildungskompendiums beschrieben. Nicht nur mit ihrem Begriff, sondern in ihren verschiedenen Erscheinungsformen, als individuelle Gedächtniskunst ebenso wie als kollektives kulturelles Gedächtnis, ist memoria darin allgegenwärtig. Dass ihre unterschiedlichen Manifestationen in Baudenkmälern und literarischen Denkmälern, insbesondere in Bibliotheken und Büchern, aber auch in Etymologien, Institutionen und geschichtlichen Exempla sichtbar werden, spiegelt das ausgeprägte kulturhistorische Interesse des Gellius wider. Bei aller kulturellen, literarischen und sprachlichen Traditionsorientierung ist das Werk zugleich ein Dokument der griechisch-römischen Bikulturalität und Zweisprachigkeit der Gebildeten sowie der Bildung des 2. Jh.s n. Chr. Vorwort 9 Inhaltsverzeichnis 11 1. Einleitung: 15 1.1. Stand der Gelliusforschung 15 1.2. Methoden und Ziele der Untersuchung 27 2. Aspekte der memoria in der römischen Kultur 37 2.1. Der Begriff der memoria 37 2.2. Memoria und der römische Traditionalismus 39 2.3. Memoria im öffentlichen Kult 46 2.4. Memoria und Schriftkultur 48 2.5. Memoria in Kunst und Literatur 51 2.6. Vergangenheits- und Zukunftsbezug der memoria 54 2.7. Erinnerungskultur und ars memoriae 56 2.8. Memoria und Vergessen 58 3. Spuren und Formen der memoria in den ‘Noctes Atticae‘ de Gellius 63 3.1. Die Präsenz der memoria in den ‘Noctes Atticae‘ 63 3.1.1. Die ‘Noctes Atticae‘ als monumenta memoriae 63 3.1.2. Die sprachlich-literarische Erscheinung der memoria in den ‘Noctes Atticae‘ 67 3.2. Medien der memoria in den ‘Noctes Atticae‘ 72 3.2.1. Memoria von Grabdenkmälern und anderen Monumenten 72 3.2.2. Memoria in Bibliotheken 76 3.2.3. Memoria und Bücher 80 3.3. Immaterielle Formen der memoria in den ‘Noctes Atticae‘ 91 3.3.1. Institutionalisierte memoria 91 3.3.2. Memoria und Geschichte 95 3.3.3. Etymologie als Vergangenheitsbezug 97 3.4. Memoria zwischen Speichergedächtnis und Gedächtniskunst 111 3.4.1. Memoria und penus litterarum 111 3.4.2. Memoria als ‘kommunikatives Gedächtnis‘ 113 3.4.3. Memoria und individuelle Gedächtniskunst 115 3.4.4. Gedächtniskunst, Traditionsbildung und Zitat 131 3.4.5. „Gedächtniskünstler“ als Vermittler zwischen kollektiver und individueller memoria 176 3.4.6. Memoria als Arbeit und Reserve gegen das Vergessen 196 4. Griechisch-römische Erinnerungskultur in den ‘Noctes Atticae‘ 205 4.1. Die ‘Noctes Atticae‘ im griechisch-römischen Kultur- und Erinnerungsraum 205 4.1.1. Die Durchdringung griechischer und römischer Erinnerungskultur in den ‘Noctes Atticae‘ 205 4.1.2. Der Titel ‘Noctes Atticae‘ als Programm 210 4.2. Bilinguismus und bikulturelle Identität 219 4.2.1. Zweisprachigkeit und Übersetzung in den ‘Noctes Atticae‘ 219 4.2.2. ‘Archaismus‘ und ‘Attizismus‘ als parallele Phänomene des Sprachpatriotismus 243 4.3. Protagonisten der griechisch-römischen Bildungskultur in den ‘Noctes Atticae‘ 265 4.3.1. M. Cornelius Fronto 266 4.3.2. Calvenos Tauros 271 4.3.3. Favorinus von Arelate 275 4.4. Vorbilder und Formen griechisch-römischer Synkrisis 285 4.4.1. Modelle kultur- und literaturgeschichtlicher Synkrisis 285 4.4.2. Synkrisis und Synchronismus in den ‘Noctes Atticae‘ 297 5. Das Bildungskonzept der ‘Noctes Atticae‘ im Schnittpunkt griechischer und römischer Traditionen 317 5.1. Die pädagogische bzw. didaktische Intention der ,Noctes Atticae‘ 317 5.2. Otium als Voraussetzung und Grundlage der Bildung 320 5.3. quasi libamenta ingenuarum atrium – Enzyklopädische Bildung in Verbindung griechischer und römischer Wissenstraditionen 342 5.3.1. Dominanz von Grammatik und Rhetorik 355 5.3.2. Nutzen der Medizin 366 5.3.3. Sinn und Wert der Philosophie 370 5.4. Der Bildungsbegriff der ‘Noctes Atticae‘: zwischen honesta eruditio und humanitas 384 5.5. Fortleben gellianischer humanitas und memoria in europäischen Humanismus-Epochen 409 6. Fazit und Ausblick 417 7. Literaturverzeichnis 423 7.1. Textausgaben 423 7.1.1. Ausgaben der ‘Noctes Atticae‘ 423 7.1.2. Textausgaben anderer Autoren in Auswahl 424 7.2. Sekundärliteratur 425 8. Register 447 8.1. Begriffe, Personen und Sachen 447 8.2. Stellen 465 Die Noctes Atticaedes Aulus Gellius mit ihrer ausdrücklich zum Programm erhobenen formalen und inhaltlichen Inhomogenität wurden bislang der sogenannten Buntschriftstellerei des 2. Jahrhunderts n. Chr. zugeordnet. Der Autorin gelingt es, einen Leitfaden durch die verwirrende Vielfalt der Darstellungsformen und Themen des gellianischen Bildungskompendiums zu finden: Ausgehend von der Vorrede des antiken Autors und unter Bezug auf die modernen Kulturwissenschaften wird die memoria als ein das ganze Werk durchwirkendes Konzept beschrieben "In Aulus Gellius' Noctes Atticae the lack of homogeneity of form and content is an explicitly declared programme, and the work has been assigned to the miscellanies of the 2nd century AD. This volume finds and follows a common thread through the confusing variety of forms of representation and themes of Gellius' commonplace book. Starting with the ancient author's opening remarks and drawing on modern cultural sciences, memoria is described as a concept that permeates the entire work."--Publisher's website. Review text: " ... wird der an Aulus Gellius und der literarischen Kultur des 2. Jahrhunderts interessierte Leser das Buch wegen seines umfassenden Zugriffs und der Fülle der zusammengetragenen Beobachtungen unbedingt als Bereicherung empfinden."Ute Tischer in: BMCR 2012.02.34
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