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Die Logik der Weltbilder: Sinnstrukturen im Wandel der Geschichte (Gesammelte Schriften, 3) (German Edition)

معرفی کتاب «Die Logik der Weltbilder: Sinnstrukturen im Wandel der Geschichte (Gesammelte Schriften, 3) (German Edition)» نوشتهٔ Günter Dux (auth.)، منتشرشده توسط نشر VS Verlag für Sozialwissenschaften در سال 2017. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Der Band wird von zwei Zielen bestimmt: Zum einen, Weltbilder, die für Epochen spezifisch sind, in ihren Inhalten zu bestimmen und zum andern, die Gründe zu eruieren, weshalb sie sich an Strukturen gebunden bilden. Dabei tritt zutage, was der Titel verspricht: Es gibt eine Logik in ihrer historischen Abfolge. Die Logik bildet sich aus der Verarbeitung der Erfahrungen, die der Mensch vermöge seiner Stellung in der Natur macht. Die Erfahrungen ändern sich in der Geschichte und gehen mit dem Wandel der Sinnstrukturen in eins. Im Fokus der Untersuchung steht die Struktur des Denkens in primitiven Gesellschaften. Mit ihrer Rekonstruktion entwickelt der Autor ein Verständnis der Religion, das der Thematisierung der Grundstruktur primitiven Denkens verhaftet ist. Eine herausragende Bedeutung gewinnt in der Entwicklung der Religion die Ausbildung des Monotheismus; sie wird exemplarisch am Bildungsprozess des israelischen Monotheismus erörtert. Für die Entwicklung der Logik der Weltbilder bestimmend wird die Entwicklung des Naturverständnisses. Sie ist es, die in der Neuzeit einen Bruch in der Logik des Weltverständnisses bewirkt. Durch ihn kommt der Religion diejenige Welt abhanden, an die sie eine Geschichte lang gebunden war. Inhalt 6 Einleitung Unter Ideologieverdacht: Der Streit um das Weltbild 14 1 Das Postulat der Irrationalität 14 1.1 Legitimation von schierer Macht 15 1.2 Widerspruch 16 2 Das Problem des Anfangs 17 2.1 Die Metaphysik der » tabula rasa « 17 2.2 Eine abgründige Erfahrung 18 2.3 Vorgaben 19 3 Der Boden verfügbaren Wissens 21 3.1 Die Stellung des Menschen in der Natur 22 3.2 Der Anschluß der geistig-kulturellen Daseinsweise 23 3.3 Rekonstruktion der Geschichte 24 Kapitel I Die Stellung des Menschen in der Natur 27 1 Der Rekurs auf die Naturgeschichte 27 1.1 Eines unter vielen 27 1.2 Zur Strategie der naturgeschichtlichen Argumentation 28 2 Biologische Systeme 29 2.1 Das Prinzip der Selbstregulation 29 2.1.1 Organisationsplan und Wissen 30 2.1.2 Das Innen-Außen-Schema 31 2.2 Das Grundmuster tierischer Organisation 32 2.2.1 Instinkte 32 2.2.2 Die artspezifische Organisation der Umwelt 32 2.2.3 Instinktive Verkehrsregelungen unter Artgenossen 33 2.2.4 Die Plastizität der Instinkte 35 3 Evolution und Lernen 36 3.1 Struktur und Entwicklung 36 3.2 Lernen 37 3.2.1 Lernen und Arten des Lernens 37 3.2.2 Instinkt und Lernen als oppositonelle Prinzipien 39 3.2.3 Defizite bei Lernausfällen 41 4 Die anthropologische Organisationsform 44 4.1 Instinktreduktion 46 4.2 Konsequenzen der Instinktreduktion 47 4.2.1 Selbstbestimmung der Tätigkeitsformen 47 4.2.2 Die Notwendigkeit, Wissen zu erwerben 47 4.2.3 Die Selbstbestimmung der sozialen Organisationsform 48 4.2.4 Die Ausbildung der Subjektivität 49 4.2.5 Evolution zur Freiheit 50 5 Resümee 51 Kapitel II Der Einstieg in die Geschichte. Anweisung zu ihrer Rekonstruktion aus der Ontogenese 53 1 Die Fortsetzung der Naturgeschichte 53 1.1 Man makes himself3 55 2 Anweisung zur Rekonstruktion 56 2.1 Der absolutistische Konstruktivismus 57 2.2 Leben unter Bedingungen 59 3 Die sozietäre Lage 61 3.1 Die subhumane Phase 61 3.2 Niveauänderung von Lernen 63 4 Geschichte und Ontogenese 64 4.1 Genetisches versus traditionalistisches Enkulturations- und Geschichtsverständnis 66 4.1.1 Imprägnierung und Internalisierung 66 4.1.2 Die gesellschaftliche Organisation 67 4.1.3 Verarbeitung schon verarbeiteter Erfahrungen 68 4.1.4 Lernen auf der Symbolebene 69 5 Die Entwicklungslogik in der Geschichte 69 6 Resümee 71 Kapitel III Konstruktiver Realismus. Der Aufbau des Wissens 73 1 Kategorien aus Erfahrung. Eine Aporie 73 1.1 Die Aporie des a-priori 74 1.2 Die naturgeschichtliche Ausgangslage 75 2 Der Antrieb, Wissen zu erwerben 79 2.1 Der Zwang zu lernen 80 2.2 Erkenntnis und Interesse 82 3 Objekt- und Ereignisschema 83 3.1 Die Gegenlage 83 3.2 Grenze, Substanz, Raum 85 3.3 Substanz, Eigenschaft 87 3.4 Die Dynamik des Objekts: das Ereignisschema 89 3.4.1 Das Objekt der Erfahrung 89 3.4.2 Die Mechanik des Aufbaus 89 4 Operante Mechanismen 92 4.1 Schema und Paradigma 92 4.2 Die Universalität des subjektivischen Schemas 93 4.3 Die Leistungsfähigkeit des subjektivischen Schemas 94 4.4 Die subjektivische Satzform 94 5 Resümee 96 Kapitel IV Das primitive Denken und das Denken der Primitiven 98 1 Der Begriff des Primitiven 98 1.1 Noch einmal: die anthropologische Ausgangslage 99 1.2 Das Verstehen primitiver Gesellschaften 100 1.3 Die Grenzen der Primitivität 102 2 Das primitive interpretative Paradigma 103 2.1 Das subjektivische Schema als immanentes Objekt- und Ereignisschema 104 2.2 Konstruktiver Realismus 108 3 Die Kausalschemata: Das relationale und subjektivische 110 3.1 Die » natürlichen Erklärungen « 110 3.2 Primitive » Wissenschaft « 112 3.3 Das subjektivische Kausalschema 114 3.4 Generalität und Dominanz des subjektivischen Schemas 115 3.5 Das Entwicklungspotential 117 4 Der Ursprung: Substanz und Subjekt in einem 117 4.1 Rekurs auf den Anfang 117 4.2 Die Substanzialität des Ursprungs 118 4.2.1 Philosophische Ableger 119 4.3 Die innere Logik subjektivischer Deutung 121 5 Die mythische Welt 123 5.1 Mythische Einheit 123 5.2 Synkretistische Verbindungen 124 5.2.1 Totemistische Verbindungen 126 5.2.2 Analogisches Denken 126 5.3 Mythische Kausalität 127 5.4 Die mythische Zeit 128 5.5 Noch einmal: Rekonstruktion und Verstehen 131 Die Geschichte vom Skarabäus; ein Exkurs 132 6 Die Rationalität primitiven Denkens 135 6.1 Prälogisches Denken 135 6.2 Die absolutistische Logik 136 6.3 Wirklichkeit und Wirklichkeiten 138 6.3.1 Konstruktiver Realismus 139 Kapitel V Der Grund der Religion 141 1 Rekonstruieren und Erklären 141 1.1 Grenzverkehr mit dem Unendlichen 145 1.2 Naturalismus und Pragmatismus 148 2 Handlungsprobleme und Thematisierung der Struktur 150 2.1 Wenn Routine fehlschlägt 150 2.2 Leben unter Unsicherheit 152 2.3 Religion und Magie 154 2.4 Profane und sakrale Provinzen 160 2.4.1 Die profane Provinz 162 2.4.2 Die sakrale Provinz 163 2.4.3 Sakralität und Naturgeschichte 165 3 Die Sinnhaftigkeit der primitiven Welt. Religion als ihr Sachwalter 166 4 Der affirmative Konservatismus der Religionen 170 4.1 Der revolutionäre Konservatismus 171 Kapitel V.1 Die Herkunft der Götter 173 1 Religion und Gottesvorstellung 173 1.1 Mangel an Logik oder infantile Angstbewältigung 174 2 Präanimistische und animistische Vorstellungen 176 3 Götter 178 3.1 Sagen, was ist 179 3.1.1 Erfahrung und Erlebnis 180 3.1.2 Die Individuierung der Götter 180 3.1.3 Der Götter-Schematismus. Naturgötter 181 3.1.4 Begriffsgötter 184 3.2 Personifikation 187 3.3 Transzendenz 188 3.4 Mensch und Gott 190 3.4.1 Erfahrungen mit Göttern 190 Kapitel V.2 Gott. Zur Logik des Monotheismus 194 1 Zum Begriff 194 2 Die Logik der vielen und des einen 196 2.1 Der theoretische Einschlag 197 3 Die Logik von Schöpfung und Schöpfergott 198 3.1 Gott und Welt 199 3.1.1 Die Substanzseite des Ursprungs 200 3.1.2 Die Subjektivität des Ursprungs 205 4 Die Schöpfungsgeschichten 206 4.1 Naturalistische Versionen 206 4.2 Schöpfung durch das Wort 209 4.2.1 Die Logik der Handlung 210 4.2.2 Die Einheit von Wort und Sache 211 4.2.3 Die logische Überlegenheit des Schöpferwortes 212 5 Der Eine hinter den Vielen 214 5.1 Der Eine neben den Vielen 214 5.2 Konvergenz und Synkretismus 217 5.3 Primitiver und systematischer Monotheismus 219 5.3.1 Primitiver Monotheismus 219 5.3.2 Systematischer Monotheismus 220 6 Der israelitische Monotheismus 221 6.1 Der Stammesgott 222 6.2 Die Ethisierung 223 6.3 Der einzige 225 6.3.1 Die Übernahme der Schöpferrolle 227 6.3.2 Die Schöpfung aus dem Nichts 229 6.3.3 Die Schöpfung kraft des Wortes 230 6.3.4 Transzendenz 233 Kapitel VI Geschichte als Lernprozeß. Der Fortschritt im Naturverständnis 235 1 Der Anfang durch Lernen 235 2 Das Interesse, die Welt festzustellen 237 2.1 Kategoriale Schemata. Interesse und Objektivität 238 2.2 Sprachformen 239 2.2.1 Die Zuschreibung von Eigenschaften 240 2.2.2 Begriffshierarchien 242 2.2.3 Satz und Tätigkeitsform 242 3 Die vorwissenschaftliche Phase 244 3.1 Die Phase der Sammler und Jäger 244 3.1.1 Barrieren gegen Lernen 246 3.1.2 Selbstbild und Naturbeherrschung 247 3.2 Garten- und Ackerbaugesellschaften. Die neolithische Revolution 249 4 Natur und Sozialwelt in der griechischen Antike. Die zweite Revolution 251 4.1 Die Einheit der geltenden Ordnung 251 4.2 Die Absonderung des Nomos 251 4.3 Physis und Nomos 253 4.3.1 Physis/Natur 253 4.3.2 Der Nomos der Sozialwelt 255 4.4 Das Selbstverständnis des Menschen 258 5 Die Entstehung der Naturwissenschaften. Vom subjektivischen zum funktionalen Verständnis 260 5.1 Die Anlaufperiode der Naturwissenschaften 261 5.1.1 Der Fortschritt im Mittelalter 262 5.1.2 Theologische Spekulationen 263 5.2 Änderungen im Selbstverständnis 264 6 Der Wechsel des interpretativen Paradigmas 265 6.1 Interesse und Methode 265 6.2 Konstanz und Mechanisierung 266 7 Die Logik in der Entwicklung 268 7.1 Kumulation und Revolution 269 Kapitel VII Das Selbstverständnis des Menschen im Weltbild der Gegenwart 274 1 Welt, die Einheit des Systems 274 2 Objektivität und Konvergenz 279 3 Verlusttheorien 281 4 Rettungsversuche kosmologischen Sinns 283 4.1 Rückverlagerung des Sinns 283 4.2 Reinterpretation von Sinn 284 5 Rückverwiesen auf sich selbst 286 5.1 Das Ende der Religion 286 5.1.1 Die Basis der Vergangenheit 287 5.1.2 Die Situation in der Neuzeit 288 Literatur 291 Personenregister 304 Sachregister 309 Der Band wird von zwei Zielen bestimmt: Zum einen, Weltbilder, die für Epochen spezifisch sind, in ihren Inhalten zu bestimmen und zum andern, die Gründe zu eruieren, weshalb sie sich an Strukturen gebunden bilden. Dabei tritt zutage, was der Titel verspricht: Es gibt eine Logik in ihrer historischen Abfolge. Die Logik bildet sich aus der Verarbeitung der Erfahrungen, die der Mensch vermöge seiner Stellung in der Natur macht. Die Erfahrungen ändern sich in der Geschichte und gehen mit dem Wandel der Sinnstrukturen in eins. Im Fokus der Untersuchung steht die Struktur des Denkens in primitiven Gesellschaften. Mit ihrer Rekonstruktion entwickelt der Autor ein Verständnis der Religion, das der Thematisierung der Grundstruktur primitiven Denkens verhaftet ist. Eine herausragende Bedeutung gewinnt in der Entwicklung der Religion die Ausbildung des Monotheismus; sie wird exemplarisch am Bildungsprozess des israelischen Monotheismus erörtert. Für die Entwicklung der Logik der Weltbilder bestimmend wird die Entwicklung des Naturverständnisses. Sie ist es, die in der Neuzeit einen Bruch in der Logik des Weltverständnisses bewirkt. Durch ihn kommt der Religion diejenige Welt abhanden, an die sie eine Geschichte lang gebunden war. Der Inhalt · Unter Ideologieverdacht: Der Streit um das Weltbild · Die Stellung des Menschen in der Natur · Der Einstieg in die Geschichte. Anweisung zu ihrer Rekonstruktion aus der Ontogenese · Konstruktiver Realismus. Der Aufbau des Wissens · Das primitive Denken und das Denken der Primitiven · Der Grund der Religion · Die Herkunft der Götter · Gott. Zur Logik des Monotheismus · Geschichte als Lernprozess. Der Fortschritt im Naturverständnis · Das Selbstverständnis des Menschen im Weltbild der Gegenwart Der Autor Dr. Günter Dux ist Prof. emeritus am Institut für Soziologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Front Matter....Pages I-XII Einleitung Unter Ideologieverdacht: Der Streit um das Weltbild....Pages 1-13 Die Stellung des Menschen in der Natur....Pages 15-40 Der Einstieg in die Geschichte. Anweisung zu ihrer Rekonstruktion aus der Ontogenese....Pages 41-60 Konstruktiver Realismus. Der Aufbau des Wissens....Pages 61-85 Das primitive Denken und das Denken der Primitiven....Pages 87-129 Der Grund der Religion....Pages 131-162 Die Herkunft der Götter....Pages 163-183 Gott. Zur Logik des Monotheismus....Pages 185-225 Geschichte als Lernprozeß. Der Fortschritt im Naturverständnis....Pages 227-265 Das Selbstverständnis des Menschen im Weltbild der Gegenwart....Pages 267-283 Back Matter....Pages 285-312
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