Die Literatur, der Skeptizismus und das gute Leben : Stanley Cavell als Leser
معرفی کتاب «Die Literatur, der Skeptizismus und das gute Leben : Stanley Cavell als Leser» نوشتهٔ Bernhard Stricker(auth.)، منتشرشده توسط نشر Springer Berlin Heidelberg J.B. Metzler در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Skeptizismus – das ist die Konfrontation des Menschen nicht mit der Unzulänglichkeit seines Wissens, sondern mit der Endlichkeit seines Lebens. Mit dieser Neu-Interpretation eines erkenntnistheoretischen Grundproblems hat der amerikanische Denker Stanley Cavell nicht nur der Philosophie, sondern auch der Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft neue Wege gewiesen. Die vorliegende Arbeit erschließt Cavells Werk in seinem systematischen Zusammenhang. Sie legt den Schwerpunkt auf seine Essays zur Literatur und trägt so dem eigentümlichen Begriff Cavells von der Philosophie als einer Praxis der engagierten Lektüre Rechnung. Cavells Arbeiten werden damit als inspirierender Beitrag zu einer Poethik der Lebensform gewürdigt. Vorwort Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung: Der Anspruch der Literatur 1.1 Der Philosoph als Leser 1.2 Engagierte Lektüre 1.3 Literatur und Lebenswissen 1.4 Auftritt: Der Skeptiker 1.5 Zum Aufbau und Argumentationsgang der Arbeit 2 Das Leben (mit) der Sprache 2.1 Die ordinary language philosophy als Philosophie des Lebens? 2.2 Philosophieren mit Beispielen: Alltagssprache, Autobiographie und Ästhetik 2.3 Der Skeptizismus als Sprechen außerhalb von Sprachspielen 2.4 Die Unbewusstheit des Alltäglichen 2.5 Emersons Erhabenes oder: Vom Skeptizismus zum Perfektionismus 3 Philosophie als Bekenntnis. Cavells Wittgenstein 3.1 Skeptizismus und Alltäglichkeit: Zu einem therapeutischen Verständnis von Philosophie 3.2 ‚Zauber der Anfänge?‘ Der Zugang zu den Philosophischen Untersuchungen 3.3 Das Bekenntnishafte der Philosophie 3.4 Die Stimme der Versuchung und die Stimme der Korrektur 3.5 Die Phantasie einer Privatsprache 3.6 Was heißt ‚einer Regel folgen‘? 3.7 Szenen der Unterrichtung 3.8 Die Rolle der projektiven Einbildungskraft 3.9 Beschreibung statt Erklärung 3.10 Negative Gemeinschaft: Cavells Kritik am Kontraktualismus 3.11 Lebensform: Natur als Kultur 3.12 ‚Scenes of inheritance‘ 3.13 Die Figur des Kindes 3.14 Sprache und Weltvertrauen in Literatur und Philosophie 4 Vom Drama der Anerkennung zur Tragödie der Theatralität 4.1 Recognition as Insight. Blindheit, Sehen und die Gegenwart des Gewöhnlichen 4.2 Existenzielle Getrenntheit: „Knowing and Acknowledging“ 4.3 Das Drama der Anerkennung 4.4 Liebe‚ Scham und die Privatisierung der Politik 4.5 ‚All you need is love‘? 4.6 Die Tragödie der Theatralität 4.7 Anagnorisis: Die Implikation der Zuschauer/innen in die Tragödie 4.8 Cavells Tragödienpoethik 4.9 Tragödie und Entzauberung: Verpasste oder verlorene Erfahrung? 4.10 Die Theatralisierung der Wirklichkeit: King Lear und der Vietnamkrieg 4.11 ‚Überwindung des Theaters durch das Drama‘? 5 Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen 5.1 Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen 5.1.1 Freuds Verneinungen 5.1.2 Zwei konkurrierende Deutungen des Unheimlichen 5.1.3 Der Blick durch Hoffmanns ‚Perspektiv‘ 5.1.4 Cavell über die Lebenspartnerschaft: Das Phantastische im Alltäglichen 5.1.5 Die Verkennung als die Entdeckung des Gewöhnlichen 5.2 ‚The double staging of human birth‘: Nachträglichkeit in Hamlet 5.2.1 Die doppelte Aufführung: Eine Probe auf die Realität von Geistern 5.2.2 Die Pantomime als Urszene 5.2.3 Hamlet als Skeptiker 5.2.4 Kurze Geschichte der Nachträglichkeit 5.2.5 ‚The double staging of human birth‘ 5.2.6 Wiedererkennung und Autobiographie 6 Gedanken Lesen 6.1 Von der analytischen zur therapeutischen Lektüre (Poe, Lacan, Cavell) 6.1.1 Zwei Szenen: Poe, Lacan und der Wiederholungszwang 6.1.2 Die Unsichtbarkeit des Offensichtlichen 6.1.3 Lacan und Dupin oder: mathematisches vs. analogisches Denken 6.1.4 Der unsichtbare Dritte oder: Der implizierte Leser 6.2 ‚Redemptive Reading‘: Lesen als Gelesenwerden 6.2.1 Die therapeutische Wiedererlangung der Stimme 6.2.2 ‚Philosophy as a kind of reading‘ 6.2.3 Das Schweigen des Textes 6.2.4 ‚A theology of reading‘? Lesen als Wiedergeburt 6.2.5 Die Lektüre als Szene der Übertragung 6.2.6 Sexualität und Sozialität 7 Schweigen im Walde? Cavells Walden 7.1 Leben als Experiment 7.1.1 Die Wiederbelebung der Sprache 7.1.2 Walden als politisch-ökonomischer Traktat 7.1.3 Walden als Neues Testament 7.1.4 Thoreaus Existenzialanalytik oder: Heidegger auf Abwegen 7.1.5 Die Neue Welt bleibt zu entdecken: Walden als Epos und als transzendentale Unabhängigkeitserklärung 7.1.6 Inter-kontinentale Philosophie. Cavells ironisches Verhältnis zur Dekonstruktion 7.1.7 Das eigene Schicksal lesen: Walden als Kritik der Kritik 7.1.8 Sich selbst benachbart sein: Subjektivität als Differenz 7.2 Tiere als Nachbarn? Aus dem Leben der Waldbewohner 7.2.1 Die Nachbarschaft der Tiere 7.2.2 Die Schlacht der Ameisen 7.2.3 Gedanken Lesen: Thoreaus Spiel mit dem Seetaucher 7.2.4 Das Tier als ‚Mitgeschöpf‘ 7.2.5 Die Kosten des eigenen Lebens 7.2.6 Thoreaus Identifikation mit den Vögeln 8 Stimme und Signatur des Denkens 8.1 Schrift- oder Stimmvergessenheit der Philosophie? 8.1.1 Durch ein gemeinsames Anliegen getrennt oder: Was heißt ‚Metaphysikkritik‘? 8.1.2 Philosophie als Er-Bauung oder als De-Konstruktion? Cavells Entdeckung Amerikas 8.1.3 Zwei verpasste Begegnungen 8.1.4 Die metaphysische und die gewöhnliche Stimme 8.1.5 Den Tonfall des Textes treffen oder: Die Stimme ent-spricht dem Gehör 8.1.6 Ernsthaftigkeit und Unernst der Philosophie 8.1.7 Austin als ‚nietzscheanischer Denker‘? Zum Verhältnis von Dekonstruktion und Positivismus 8.1.8 Kontext, Implikation und Intention 8.1.9 Szenarien des Scheiterns von Sprechhandlungen 8.1.10 Austins Signatur: Die Stimme im Text 8.2 Sprechen als Passion 8.2.1 Die Grenze des Entschuldbaren: Austin über die Tragödie 8.2.2 Die passionierte Äußerung 8.2.3 Cavells Poethik als anti-moralistische Moral 8.2.4 Cavells passioniertes Schreiben 8.2.5 Der melodramatische Charakter von Cavells Stimme 9 Die weibliche Stimme im Hollywood-Melodrama 9.1 ‚Was will eine Frau eigentlich?‘ – Psychoanalyse, Feminismus, Film 9.2 Der Fall Dora: Freud und das weibliche Begehren 9.3 Die Gattung des melodrama of the unknown woman 9.4 Die theoretische Nobilitierung des Melodramas 9.5 Die feministische Filmkritik und der Status der Populärkultur 9.6 Kontroverse Stimmen in und über Stella Dallas 9.7 Geschlecht und Skeptizismus oder: Vom Feminismus zum Perfektionismus 9.8 Theatralität und die soziale Exklusivität des Geschmacks in Stella Dallas 9.9 Reflexionen der Filmleinwand: Die Suche nach dem Blick der Mutter 9.10 „Stella for Star“ 9.11 Das Pathos des Denkens und die Lesenden als Resonanz-Körper 10 ‚Einmal ist kein Mal.‘ Hochzeit als Lebensform 10.1 Die empirische Entdeckung des A priori. Cavells Genre-Begriff zwischen Filmontologie und Gattungspoetik 10.1.1 Genre-as-cycle/genre-as-medium 10.1.2 Medium und Moderne 10.1.3 Das Medium als Remedium oder: Film als Welt-Anschauung 10.2 Gelebte Autonomie: Hochzeit als Lebensform 10.2.1 Trennung als beziehungs-konstitutiv 10.2.2 Die Reflexion des Tonfilms im unendlichen Gespräch 10.2.3 Emanzipation als partnerschaftliches Projekt 10.2.4 ‚Einmal ist kein Mal.‘ Gelebte Autonomie als Wiederholung 10.2.5 Ästhetik der Existenz und Poethik der Lebensform (Foucault und Cavell) 10.2.6 Komik und Tragik als Formen der Beziehung zum Alltäglichen 10.3 Was uns trennt, ist, was uns verbindet: It Happened One Night 10.3.1 Die Trennwand als Metapher des Mediums Film 10.3.2 Happy ending – die Originalität der Konventionalität 10.3.3 Die Erziehung der Frau zwischen Paternalismus und Emanzipation 10.3.4 Bestätigung oder Kritik männlicher Autorität? 10.3.5 Von der Vorstellung der ‚Traumfrau‘ zur Anerkennung der Beziehungswirklichkeit 10.3.6 Kant im Kino oder: die filmische Interpretation menschlicher Endlichkeit 10.3.7 Peter als Regisseur? Der Skeptiker auf dem Weg zur Anerkennung seiner filmischen Existenz Anchor 21 10.3.8 Das Glücksversprechen des Films: Die Wiederholung der Hochzeit in It Happened One Night 11 Schluss: ‚Reading (as if) for Life.‘ Siglenverzeichnis Literatur Personenregister
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