معرفی کتاب «Die Konstituierung des literarischen Feldes in Deutschland nach 1871 : Berliner Moderne, Literaturkritik und die Anfänge der Literatursoziologie» نوشتهٔ Magerski, Christine، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
It is now generally considered an established fact that literature and society are closely connected. But what were the conditions that made it possible to attain this insight and how has it developed into the present? The study attempts to answer these questions by tracing the emergence, around 1900, of sociological issues in connection with literature relating to (a) the genesis of a literary >field< and (b) to the correlation between aesthetic and sociological inquiries into the nature of cultural modernism observable in Germany at the time. Einleitung.................................................................................................... 1 I. Die Theorie des literarischen Feldes und ihre Anwendung .......................................... 11 1. Die Konstituierung des literarischen Feldes in Frankreich ................................................. 13 1.1. Die Ausbildung konkurrierender Positionen....................................................................... 13 1.2. Die Verlagerung der Kämpfe in den Raum der Formen..................................................... 23 1.3. Die kollektive Produktion des Glaubens.......................................................................... 31 2. Struktur und Eigengesetzlichkeit des literarischen Produktionsfeldes................................. 35 3. Rahmen und Methode der Untersuchung zur Genese des literarischen Feldes in Deutschland.............................................................................................. 45 II. Literaturkritische Reflexionen auf die Moderne .......................................................... 55 1. Vor Sonnenaufgang: Aufbruchstimmung und Richtungssuche in den 1880er Jahren........... 55 1.1.Die Kritischen Waffengänge der Brüder Heinrich und Julius Hart.................................... 57 1.2. Karl Bleibtreus Revolution der Literatur........................................................................ 64 2. Das Heraustreten der Polarität in den 1890er Jahren.......................................................... 71 2.1. Der Naturalismus als Kristallisation des Feldes.............................................................. 74 a) Gesetzgebung: Konsequenter Naturalismus ............................................................ 76 b) Naturalistische Praxis: Eroberung eines autonomen Sektors.................................... 81 2.2. Die Symbolische Reaktion gegen den Naturalismus......................................................... 85 a) Die Zeitgenossenschaft der Ungleichzeitigen und ihre Konsequenzen.................... 87 b) Gesetzgebung: “Ästhetischer Fundamentalismus” ................................................... 96 Zusammenfassung und Ausblick............................................................................................. 105 III. Anfänge der Literatursoziologie in Deutschland ....................................................... 113 1. Frühe Systematisierungsversuche der literarischen Moderne: Samuel Lublinski............... 113 1.1.Lublinskis Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts ....................................................... 116 a) Abfolge der Positionen: Klassik, Romantik, Junges Deutschland, Realismus......... 116 b) Gleichzeitigkeit der Positionen als Problematisierung des Konzepts der Nationalliteratur........................................................................... 122 1.2. Bilanz der Moderne (1904)............................................................................................ 126 a) Zur problematischen Stellung der Literaten im sozialen Feld ihrer Zeit...................... 126 b) Von der Soziologie zur Mythologie............................................................................. 131 c) Das Verhältnis der literarischen Moderne zum Publikum........................................... 136 1.3. Ausgang der Moderne (1909)........................................................................................ 140 a) Die Hoffnung auf das Ende der Revolution................................................................. 140 b) Lublinskis eigene Position im literarischen Feld.......................................................... 144 2.Georg Lukács’ literatursoziologische Methode................................................................. 150 2.1.Die Unzulänglichkeit einer getrennten Anwendung ästhetischer und soziologischer Anschauungen........................................................................................... 150 a) Grundbegriffe der synthetischen Methode: Form – Stil – Wirkung...................... 159 b) Die Unverträglichkeit der Tragödie mit dem soziokulturellen Feld der Moderne... 166 2.2. Die Anwendung der literatursoziologischen Methode..................................................... 173 a) Das literarische Erbe: Klassik – Romantik – Bürgerliche Tendenz......................... 173 b) Die literarische Revolution des Naturalismus............................................. 182 c) Die Entstehung der dualistischen Struktur.............................................................. 190 2.3. Lukács’ eigene Position im literarischen Feld.................................................................... 194 Literaturverzeichnis................................................................................................................. 200 Personenregister ....................................................................................................................... 214 Literatur und Gesellschaft, dies gilt heute als gesichert, stehen in enger Beziehung zueinander. Auf welchen Bedingungen aber gründete die Möglichkeit dieser Erkenntnis und wie schreibt sie sich bis in die Gegenwart fort? Auf beide Fragen antwortet die Untersuchung, indem sie die Entstehung literatursoziologischer Fragestellungen um 1900 einerseits auf die Genese eines literarischen Feldes und andererseits auf die gleichzeitig in Deutschland zu beobachtende Korrelation ästhetischer und soziologischer Selbstverständigungsversuche hinsichtlich der kulturellen Moderne zurückführt. Die zentrale These der Untersuchung zur Frühgeschichte der Literatursoziologie und Literaturgeschichtsschreibung lautet, daß die Entstehung literatursoziologischer Fragestellungen divergierende und konkurrierende literarische Positionen und mithin die Genese eines literarischen Feldes voraussetzt. Im Anschluß an die genaue Rekonstruktion der Theorie des literarischen Feldes von Pierre Bourdieu wird im Vergleich der französischen und deutschen Verhältnisse in der zweiten Hälfte des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts gezeigt, daß die frühe Literatursoziologie maßgeblich durch die Kultursoziologie Georg Simmels mitbestimmt worden ist und der heute beinahe vergessene Literat Samuel Lublinski eine wichtige Verbindung zwischen Literaturkritik, Literaturwissenschaft und Literatursoziologie hergestellt hat. Besondere Beachtung erfahren dabei die Entwicklungstendenzen zu einem ästhetische und soziale Momente umfassenden Formbegriff. In genauen Einzeluntersuchungen wird dies insbesondere am Beispiel der Verbindung von Georg Simmel und Georg Lukács belegt, über dessen Stilbegriff - verstanden als "historische Kategorie" und als "synthetische Methode" - die Komplementarität zwischen Bourdieu und Lukács herausgearbeitet wird.
Die zentrale These der Untersuchung zur Frühgeschichte der Literatursoziologie und Literaturgeschichtsschreibung lautet, daß die Entstehung literatursoziologischer Fragestellungen divergierende und konkurrierende literarische Positionen und mithin die Genese eines literarischen Feldes voraussetzt. Im Anschluß an die genaue Rekonstruktion der Theorie des literarischen Feldes von Pierre Bourdieu wird im Vergleich der französischen und deutschen Verhältnisse in der zweiten Hälfte des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts gezeigt, daß die frühe Literatursoziologie maßgeblich durch die Kultursoziologie Georg Simmels mitbestimmt worden ist und der heute beinahe vergessene Literat Samuel Lublinski eine wichtige Verbindung zwischen Literaturkritik, Literaturwissenschaft und Literatursoziologie hergestellt hat. Besondere Beachtung erfahren dabei die Entwicklungstendenzen zu einem ästhetische und soziale Momente umfassenden Formbegriff. In genauen Einzeluntersuchungen wird dies insbesondere am Beispiel der Verbindung von Georg Simmel und Georg Lukács belegt, über dessen Stilbegriff - verstanden als "historische Kategorie" und als "synthetische Methode" - die Komplementarität zwischen Bourdieu und Lukács herausgearbeitet wird.
Siglenverzeichnis Einleitung I. Die Theorie die literarischen Feldes und ihre Anwendung 1. Die Konstituierung des literarischen Feldes in Frankreich 1.1. Die Ausbildung konkurrierender Positionen 1.2. Die Verlagerung der Kämpfe in den Bereich der Formen 1.3. Die kollektive Produktion des Glaubens 2. Struktur und Eigengesetzlichkeit des literarischen Produktionsfeldes 3. Rahmen und Methode der Untersuchungen zur Genese des literarischen Feldes in Deutschland II. Literaturkritische Reflexionen auf die Moderne 1. Vor Sonnenaufgang: Aufbruchstimmung und Richtungssuche in den 1880er Jahren 1.1. Die Kritischen Waffengänge der Brüder Hart 1.2. Karl Bleibtreus Revolution der Literatur 2. Das Heraustreten der Polarität in den 1890er Jahren 2.1. Der Naturalismus als Kristallisation des Feldes 2.2. Die symbolistische Reaktion gegen den Naturalismus Zusammenfassung und Ausblick III. Die Anfänge der Literatursoziologie in Deutschland 1. Frühe Systematisierungsversuche der literarischen Moderne: Samuel Lublinski 1.1. Lublinskis Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts 1.2. Bilanz der Moderne (1904) 1.3. Ausgang der Moderne. Ein Buch der Opposition (1909) 2. Georg Lukács’ literatursoziologische Methode 2.1. Die theoretische Verbindung ästhetischer und soziologischer Anschauungen 2.2. Die Anwendung der literatursoziologischen Methode 2.3. Lukács’ eigene Position im literarischen Feld Literaturverzeichnis Quellen Sekundärliteratur Register Christine Magerski. Includes Bibliographical References (p. 166-173) And Index.