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Die internationale Produkthaftung nach Inkrafttreten der Rom II-VO im Vergleich zu der Rechtslage in den USA

معرفی کتاب «Die internationale Produkthaftung nach Inkrafttreten der Rom II-VO im Vergleich zu der Rechtslage in den USA» نوشتهٔ Sarah Sammeck، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2017. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Zur Bestimmung des anwendbaren Rechts in grenzüberschreitenden Produkthaftungsfällen hat der europäische Gesetzgeber mit Art. 5 der Rom II-VO eine komplexe Kollisionsnorm geschaffen, die sehr kontrovers diskutiert wird. Sarah Sammeck geht der Frage nach, ob die Kollisionsnorm des Art. 5 Rom II-VO mit seiner starren Anknüpfungssystematik oder die flexibleren Ansätze in den Bundesstaaten New York und Louisiana die überzeugendere Lösung zur Ausbalancierung der antagonistischen Regelungsziele Vorhersehbarkeit und Einzelfallgerechtigkeit bereitstellen und zu einem angemessenen Ausgleich der Interessen der Beteiligten eines Produkthaftungsfalles führen. Die vergleichende Bewertung zeigt, dass es aufgrund der Vielfalt kollisionsrechtlicher Sachverhalte aus dem Bereich der Produkthaftung unangemessen ist, nach Art. 5 Rom II-VO schematisch einzelne Anknüpfungsmerkmale zu isolieren und unter ihnen eine Priorisierung vorzunehmen. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass die Eröffnung der Möglichkeit einer vielfältigeren Kombination von Anknüpfungsmomenten kodifizierbar ist und nicht zwangsläufig zu Lasten der Vorhersehbarkeit und damit der Rechtssicherheit gehen muss. Studium der Rechtswissenschaften in Hamburg; 2003-04 Studienaufenthalt an der Università Luiss Guido Carli in Rom; Referendarin am OLG Celle; 2009 zweites juristisches Staatsexamen, 2010-11 Forschungsaufenthalt als Visiting Research Scholar an der Fordham Law School, New York; 2015 Promotion; seit 2016 Geschäftsführerin der Deutsch-Amerikanischen Juristen-Vereinigung e.V.(DAJV). Cover Vorwort Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Einleitung und Aufgabenstellung 1. Kapitel: Eine neue europäische Kollisionsnorm für die internationale Produkthaftung A. Der lange Weg der Rechtsvereinheitlichung im internationalen Produkthaftungsrecht B. Die Kollisionsnorm des Art. 5 Rom II-VO für die internationale Produkthaftung I. Charakter, Regelungsinhalt und Ziele 1. Rom II-VO im Allgemeinen a) Charakter b) Ziele 2. Art. 5 der Rom II-VO a) Charakter b) Ziele aa) Abbau von Wettbewerbsnachteilen bb) Vereinfachung der Rechtsverfolgung für Geschädigte II. Der Anwendungsbereich 1. Anwendungsbereich der Rom II-VO 2. Anwendungsbereich des Art. 5 Rom II-VO a) Der Begriff des Produktes b) Produkt als Schadensursache c) Die Parteien aa) Anspruchsinhaber bb) Anspruchsgegner III. Die Systematik 1. Systematische Prüfungsreihenfolge für Art. 5 Rom II-VO 2. Vorrang der Rechtswahl a) Rechtswahl ex post b) Rechtswahl ex ante aa) Stand der Diskussion bb) Stellungnahme c) Fragestellung im Kontext internationaler Produkthaftungsfälle 3. Geltungsvorrang des Rechts des Staates des gemeinsamen gewöhnlichen Aufenthalts IV. Die Anknüpfung 1. Allgemein 2. Inverkehrbringen des Produktes 3. Die einzelnen Anknüpfungspunkte des Art. 5 a) Gewöhnlicher Aufenthalt des Geschädigten aa) Gewöhnlicher Aufenthalt einer natürlichen Person bb) Gewöhnlicher Aufenthalt einer natürlichen Person im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit cc) Gewöhnlicher Aufenthalt einer juristischen Person b) Erwerbsortanknüpfung c) Erfolgsortanknüpfung d) Anknüpfung an den Ort des gewöhnlichen Aufenthalts des Haftpflichtigen aa) Bedeutung der Vorhersehbarkeitsklausel bb) Bestehen einer Regelungslücke cc) Zweitkonsumenten-Konstellationen dd) Bystander-Konstellationen 4. Ausweichklausel der offensichtlich engeren Verbindung a) Anwendung der Ausweichklausel in bystander-Konstellationen b) Stellungnahme V. Art. 17 Rom II-VO ‒ Sicherheits- und Verhaltensregeln am Ort des haftungsbegründenden Ereignisses VI. Das Verhältnis der Rom II-VO zu völkerrechtlichen Übereinkommen, insbesondere zum HPÜ VII. Anwendungsbeispiele 2. Kapitel: Kollisionsrechtliche Lösungsansätze für grenzüberschreitende Produkthaftungsfälle in den USA A. Einleitung B. Ursprung des conflict of laws I. Die territorialen Ansätze 1. Joseph Story 2. Joseph Beales vested rights theory II. Die conflicts revolution 1. Brainerd Curries interest analysis a) Fallkonstellationen aa) False conflicts bb) True conflicts cc) No interest pattern b) Anwendung und Kritik 2. Weiterentwicklung a) Functional analysis b) Der comparative impairment-Ansatz 3. Weitere Ansätze jener Zeit a) Better law-Ansatz b) Lex fori-Ansatz 4. Das Restatement Second a) Das Grundprinzip: Der most significant relationship test b) Die Grundregel für kollisionsrechtliche Deliktsfälle C. Das Deliktskollisionsrecht in den USA I. Überblick über die derzeit angewendeten kollisionsrechtlichen Lösungsansätze in den einzelnen Bundesstaaten II. Aktuelle Rechtslage der Deliktskollisionsfälle im Bereich der Produkthaftung in den USA 1. Neue Entwicklungen a) Abkehr von der klägerfreundlichen Haltung b) Class Actions stärken die Verhandlungsposition der Opfer c) Multi district litigation- und multi party-Fälle d) Settlements als bessere Alternative zu kostspieligen Prozessen 2. Anknüpfung und Fallkonstellationen in interlokalen und internationalen Kollisionsfällen im Produkthaftungsrecht a) Anknüpfungspunkte b) Die Fallmuster aa) Fälle mit drei Anknüpfungspunkten im selben Staat bb) Fälle mit zwei Anknüpfungspunkten im selben Staat (1) Domicile des Geschädigten und Erfolgsort sind im selben Staat belegen (2) Domicile des Geschädigten und Erwerbsort im selben Staat III. Das New Yorker Kollisionsrecht 1. Die Entwicklung der Rechtsprechung in Deliktskollisionsfällen a) Die Anfänge: Babcock v. Jackson b) Von Babcock zu Neumeier c) Schultz v. Boy Scouts of America d) Cooney v. Osgood Machinery e) Mixed approach seit 1993 aa) Fälle zu den conduct regulating rules bb) Fälle zur 1. Neumeier-Regel cc) Fälle zur 2. Neumeier-Regel (1) Erster Teil der 2. Neumeier Regel (2) Zweiter Teil der 2. Neumeier-Regel dd) Fälle zur 3. Neumeier-Regel (1) Grundsatz lex loci delicti (2) Abweichung von der lex loci delicti-Regel 2. Die Entwicklung der Rechtsprechung im Kollisionsrecht der grenzüberschreitenden Produkthaftungsfälle a) Die Anwendung der interest analysis zur Lösung von grenzüberschreitenden Produkthaftungsfällen b) Case law aa) Interlokale Produkthaftungsfälle (1) Champlain Enterprises, Inc., v. United States (2) Monroe v. Numed, Inc. (3) Class action: Simon v. Philip Morris (4) Devore v. Pfizer, Inc. bb) Internationale Produkthaftungsfälle (1) Kramer v. Showa Denko K.K (2) Playwell Toy, Inc. v. Bureau Veritas Consumer Products Services, Inc. c) Einordnung der wesentlichen Ergebnisse aa) Allgemein bb) Einteilung der untersuchten Kollisionsfälle in Fallgruppen IV. Forum non conveniens-Fälle 1. Ursprung und Anwendungsbereich der forum non conveniens-Lehre a) Ursprung b) Anwendungsbereich c) Die Lehre vom forum non conveniens im prozessrechtlichen Kontext 2. Zweck der forum non conveniens-Doktrin 3. Voraussetzungen für eine Klagabweisung aus forum non conveniens-Gründen a) Existieren eines alternativen und adäquaten Forums aa) Adäquanz des Forums bb) Availability des alternativen Forums (1) Allgemeine Hindernisse (2) Blocking statutes als Hindernisse (3) Resümee zu availability b) Bedeutung der klägerischen Forumswahl c) Abwägung der Parteiinteressen und Erwägung von öffentlichen Interessen aa) Parteiinteressen bb) Öffentliche Interessen (1) Rechtspolitische Erwägungen (2) Conveniens für das Gericht: Jury-duty, administrative difficulties und Vermeidung komplizierter conflict of laws-Problematik (i) Belastung des Gerichts allgemein (ii) Belastung des Gerichts durch die Anwendung fremden Rechts und die Bedeutung der conflict of law-Analyse 4. Forum non conveniens-Fälle aus dem Bereich der grenzüberschreitenden Produkthaftung a) Carlenstolpe v. Merck & Co., Inc b) Doe v. Hyland Therapeutics Div. 5. Bewertung 6. Zusammenfassung V. Das Kollisionsrecht in Louisiana 1. Die Kodifizierung 2. Die Systematik des IV. Buches des Civil Code von Louisiana 3. Genereller kollisionsrechtlicher Ansatz 4. Die Regelungen zum Deliktskollisionsrecht 5. Die spezielle Kollisionsnorm für grenzüberschreitende Produkthaftungsfälle a) Anwendungsbereich b) Case law aa) Interlokale Kollisionsfälle (1) Einordnung (2) Zusammenfassung bb) Internationale Kollisionsfälle 6. Haftungsumfang 3. Kapitel: Vergleich A. Wesentliche Unterschiede im Kollisionsrecht der Produkthaftung I. Gewichtung der Anknüpfungspunkte II. Bedeutung der einzelnen Anknüpfungspunkte 1. Gewöhnlicher Aufenthalt/domicile a) Gemeinsamer gewöhnlicher Aufenthalt/common domicile b) Domicile/gewöhnlicher Aufenthalt des Geschädigten 2. Marktort 3. Erfolgsort 4. Place of business/Sitz des Herstellers 5. Handlungsort a) Lokalisation b) Bedeutung III. Kumulation von Anknüpfungspunkten versus hierarchische Abstufung IV. Wechselwirkungen zu übergeordneten Politiken 1. Wechselwirkung zum materiellen Recht 2. Berücksichtigung des Rechtsanwendungsinteresses der berührten Rechtsordnungen B. Gemeinsamkeiten im Kollisionsrecht der Produkthaftung I. Die Bedeutung von Rechtssicherheit und Entscheidungseinklang II. Vereinfachung gerichtlicher Entscheidungsprozesse III. Keine Bevorzugung einer Partei IV. Leitprinzipien Zusammenfassung und Ausblick Zusammenfassung zur Rechtslage in Europa und den USA Abschließende Bewertung zu der Rom II-VO Ausblick Literaturverzeichnis USA: Onlineressourcen Weiterführende Quellen aus Onlineressourcen Entscheidungsregister I. Europa EuGH EuG II. USA Sachregister Long description: In the field of private international law products, liability conflicts are difficult to solve. In cross-border product liability cases, the question arises whether preference should be given to particular connecting factors such as the place of action or the place of injury, or whether connecting factors should be combined. In 2009 the EU legislature adopted a specific rule for cross-border product liability cases to unify the choice-of-law rules of the member states. Article 5 of the Rome II Regulation has often been criticized for its complexity. Sarah Sammeck takes a closer look at Article 5 and compares it to the conflict of law approaches followed in New York and Louisiana. She examines whether the strict hierarchical order of connecting factors in Article 5 or the more flexible conflict of law rules in New York and Louisiana provide for the right balance between legal certainty and predictability on the one hand, and the need for flexibility and equity on the other. The author favors a more flexible approach and draws the conclusion that without compromising on predictability a conflict rule can be designed, which allows for a combination of the relevant connecting factors instead of forcing them into a specific hierarchical corset Long description: Zur Bestimmung des anwendbaren Rechts in grenzüberschreitenden Produkthaftungsfällen hat der europäische Gesetzgeber mit Art. 5 der Rom II-VO eine komplexe Kollisionsnorm geschaffen, die sehr kontrovers diskutiert wird. Sarah Sammeck geht der Frage nach, ob die Kollisionsnorm des Art. 5 Rom II-VO mit seiner starren Anknüpfungssystematik oder die flexibleren Ansätze in den Bundesstaaten New York und Louisiana die überzeugendere Lösung zur Ausbalancierung der antagonistischen Regelungsziele Vorhersehbarkeit und Einzelfallgerechtigkeit bereitstellen und zu einem angemessenen Ausgleich der Interessen der Beteiligten eines Produkthaftungsfalles führen. Die vergleichende Bewertung zeigt, dass es aufgrund der Vielfalt kollisionsrechtlicher Sachverhalte aus dem Bereich der Produkthaftung unangemessen ist, nach Art. 5 Rom II-VO schematisch einzelne Anknüpfungsmerkmale zu isolieren und unter ihnen eine Priorisierung vorzunehmen. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass die Eröffnung der Möglichkeit einer vielfältigeren Kombination von Anknüpfungsmomenten kodifizierbar ist und nicht zwangsläufig zu Lasten der Vorhersehbarkeit und damit der Rechtssicherheit gehen muss Long description: Sarah Sammeck examines whether the strict hierarchical order of connecting factors in Article 5 or the more flexible conflict of law rules in New York and in Louisiana provide for the right balance between legal certainty and predictability on the one hand, and the need for flexibility and equity on the other Welche Anknüpfungsmerkmale sind bei der Suche nach dem anwendbaren Recht in einem grenzüberschreitenden Produkthaftungsfall maßgeblich? Sarah Sammeck geht dieser Frage nach und vergleicht Art. 5 Rom II-VO mit dem Deliktskollisionsrecht der Bundesstaaten New York und Louisiana
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