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Die Hieroglyphe im 18. Jahrhundert: Theorien zwischen Aufklärung und Esoterik (Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung 51) (German Edition)

معرفی کتاب «Die Hieroglyphe im 18. Jahrhundert: Theorien zwischen Aufklärung und Esoterik (Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung 51) (German Edition)» نوشتهٔ Graczyk, Annette، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

During the 18 th century, hieroglyphics posed a challenge to the Enlightenment but at the same time, they were cherished material for esotericism. They were seen as puzzling remnants of a now extinct form of communication, somewhere between pictorial writing, gestural language, and symbolism. Hieroglyphics figured prominently in the theory of language and writing, cultural anthropology, theology, theosophy, as well as physiognomy and art theory. Danksagung Inhalt Einführung 1. Stationen der Hieroglyphik seit der Antike 2. Die Hieroglyphik im 18. Jahrhundert 3. Zum Begriff der Esoterik in dieser Arbeit A Die Hieroglyphik als Merkmal frühgeschichtlicher Kulturen 1. Hieroglyphen und poetische Charaktere in Giambattista Vicos Theorie der Kulturentstehung 1.1 Vicos Wirkung und seine Sonderstellung im Hieroglyphendiskurs 1.2 Vicos Geschichtsphilosophie: „mondo civile“ und hieroglyphische Archaik 1.3 Die hieroglyphische Geistesverfassung der Archaik als „Kindheit der Menschheit“ 1.4 Das programmatische Frontispiz 1.5 Die drei Zeitalter und ihre Sprachen 1.6 Natur- und Körperbezug der hieroglyphischen Sprache; ihre Bestimmung als „natürliche Sprache“ 1.7 „Poetische Logik“ in „poetischen Charakteren“ und „fantastischen Universalien“ 1.8 Geschichtsabläufe und das Prinzip des verum-factum 2. Von den Schriftstufen der Ägypter zu den Sprachstufen der Bibel: William Warburtons Hieroglyphentheorie 2.1 Warburtons Hieroglyphentheorie als verselbständigter Teil seines Buches The Divine Legation of Moses 2.2 Zum Ägyptenbezug der Divine Legation of Moses 2.3 Warburtons Sprachtheorie im Vergleich zu Vico 2.4 Rhetorische Figuren bei Warburton 2.5 Die Hieroglyphen in ihrer Entwicklung 2.6 Die Archäologie der Bibel: Sprachstufen der Menschheit 2.7 Warburtons Systematik der ägyptischen Schriftarten 2.8 Die „dunkle Rede“ der Propheten – Warburtons Anwendung der Hieroglyphik auf das Alte Testament 3. Göttliche Weisheit und Beginn der Kultur: Johann Gottfried Herders Schöpfungshieroglyphe 3.1 Allgemeine Charakterisierung von Herders Hieroglyphenbegriff 3.2 Die Schöpfungshieroglyphe 3.3 Die Genesis im orientalischen Zusammenhang 3.4 Biblische Schöpfungshieroglyphe und ägyptische Hermesfiguren 3.5 Prototypus und Homologie in der Schöpfungshieroglyphe 3.6 Der variable Bauplan: die Schöpfungshieroglyphe in anderen Religionen 3.7 Die Esoterik in Herders Hieroglyphentheorie 3.8 Herder als Geistlicher und als Wissenschaftler 3.9 Morgenröte und menschliches Ebenbild Gottes als natursprachliche Entsprechungen der Schöpfungshieroglyphe B. Die Hieroglyphe in der Kunsttheorie von Denis Diderot 1. Zur inneren Verwandtschaft von Essay und Hieroglyphe 2. Hieroglyphe und Körpersprache 3. Poetische, malerische und musikalische Hieroglyphen 4. Die Einzigartigkeit der künstlerischen Hieroglyphen 5. Hieroglyphe, Emblem und Allegorie 6. Hieroglyphen als „expressions heureuses“ 7. Die suggestive Kraft der künstlerischen Hieroglyphe 8. Die Nachwirkung der Hieroglyphik: Ausblick auf Diderots Entwicklung C. Der Körper als göttliche Natursprache in der Physiognomik von Johann Caspar Lavater 1. Lavaters Physiognomik zwischen Hieroglyphik und Natursprache 2. Lavaters Abgrenzung von der älteren Physiognomik 3. Die Physiognomischen Fragmente als kommentiertes Bildarchiv 4. Die Mitarbeit von Zeitgenossen an den Physiognomischen Fragmenten 5. Die Physiognomik als das Äußere eines Inneren 6. Die Physiognomischen Fragmente und die Bildkünste 7. Wissenschaftliche Neutralität versus allegorische Wertung 8. Gottesebenbildlichkeit und Zergliederungskunst 9. Die Physiognomien als göttliche Natursprache 10. Vom Frosch zu den Engeln: Lavaters Stufenleiter der Wesen 11. Eschatologische Physiognomik: Lavaters Aussichten in die Ewigkeit D. Die Hieroglyphe als Abglanz des Göttlichen in theosophischen Konstruktionen 1. Natursprache, Naturschrift und Hieroglyphik in der Theosophie von Louis-Claude de Saint-Martin 1.1 Saint-Martin und der Martinismus 1.2 Saint-Martins Spiritualisierung von Anthropologie und Geschichte als Voraussetzung seiner Konzepte von Natursprache und Hieroglyphik 1.3 Theosophie und Aufklärung bei Saint-Martin 1.4 Natur und göttliche Naturhieroglyphe 1.5 Göttliche und menschliche Hieroglyphen 1.6 Die Künste als Medien der Spiritualisierung 1.7 Die Hieroglyphik des geheimen Buches 2. Die Hieroglyphen in der Theosophie von Karl von Eckartshausen 2.1 Bedeutung und Einfluss von Eckartshausen 2.2 Eckartshausen und die Aufklärung 2.3 Natursprachliche Zahlensymbolik und religiöse Hieroglyphen 2.4 Allgemeine Bestimmung der Hieroglyphe 2.5 Die Hieroglyphe in der „äußeren Kirche“ seit Moses 2.6 Die Hieroglyphe in der „inneren Kirche“ und ihre Transzendierung 2.7 Die mystische Innenschau. Eckartshausens Missionierung in der inneren Kirche 2.8 Hieroglyphik und Vergeistigung in Eckartshausens Initiationsroman Kostis Reise von Morgen gegen Mittag (1795) Zusammenfassung Literaturverzeichnis 1. Quellen 2. Forschungsliteratur Verzeichnis der Abbildungen und ihrer Nachweise Namenregister

Die Hieroglyphen waren im 18. Jahrhundert eine Herausforderung für die Aufklärung und zugleich ein willkommener Gegenstand für die Esoterik. Sie galten - über den Ägyptenbezug hinaus - als rätselhafte Reste einer vorzeitigen, unbekannt gewordenen Kommunikation zwischen Bilderschrift, Gestensprache und Symbolik und erlangten eine Schlüsselstellung in der Sprach- und Schrifttheorie, der Kulturanthropologie, der Theologie und der Theosophie, aber auch in Physiognomik und Kunsttheorie.
Man sah in ihnen die dunklen Anfänge jeglicher Kultur, in denen die Menschen gleichsam noch mit den Göttern verkehrten. Teils wurden sie dabei kulturanthropologisch interpretiert: Die Hieroglyphen waren die heilige Zeichen einer theokratischen Kultur, die sich durch Religion und Göttervorstellungen ihr Weltbild schuf. Teils wurden sie mit Hilfe hermetischer und neuplatonistischer Traditionen zu Botschaften des Göttlichen sakralisiert.
Insgesamt erweist sich die Hieroglyphe im 18. Jahrhundert für Aufklärer und Esoteriker als Begriff, mit dem scheinbar disjunktive Phänomene wie Bild, Gestik und Schrift, Mythos und Logos sowie Metapher, Gleichnis, Metonymie und Allegorie als miteinander zusammenhängend oder zumindest kombinierbar angesprochen werden

During the 18th century, hieroglyphics posed a challenge to the Enlightenment but at the same time, they were cherished material for esotericism. They were seen as puzzling remnants of a now extinct form of communication, somewhere between pictorial writing, gestural language, and symbolism. Hieroglyphics figured prominently in the theory of language and writing, cultural anthropology, theology, theosophy, as well as physiognomy and art theory. -- Provided by publisher Main description: Die Hieroglyphen waren im 18. Jh. eine Herausforderung für die Aufklärung und zugleich ein willkommener Gegenstand für die Esoterik. Sie galten als rätselhafte Reste einer vorzeitigen, unbekannt gewordenen Kommunikation zwischen Bilderschrift, Gestensprache und Symbolik und erlangten eine Schlüsselstellung in der Sprach- und Schrifttheorie, der Kulturanthropologie, der Theologie und der Theosophie, aber auch in Physiognomik und Kunsttheorie
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