Die doppelte Katastrophe : Klima und Kultur in der europäischen Hungerkrise 1770–1772
معرفی کتاب «Die doppelte Katastrophe : Klima und Kultur in der europäischen Hungerkrise 1770–1772» نوشتهٔ Collet, Dominik، منتشرشده توسط نشر Vandenhoeck & Ruprecht. ein Imprint der Brill Deutschland GmbH در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Am Ende des 18. Jahrhunderts durchlebte Europa, im Zuge einer extremen Klimaanomalie der Kleinen Eiszeit eine der schwersten Hungerkrisen seiner Geschichte. Das fatale Zusammenspiel von Klima und Kultur machte sie zur »doppelten« Katastrophe. Ihre Auswirkungen erfassten den gesamten Kontinent und kosteten hunderttausende Menschen das Leben. Die Krise beförderte neben Ausgrenzung, Auswanderung und Antisemitismus aber auch politische Reformen, Humanitarismus und neue Wissenschaften. Das Buch zeigt am Beispiel dieses Ereignisses, wie frühere Gesellschaften Witterungsextreme bewältigten und wie vielfältig Klimaimpulse »sozialisiert« werden konnten. Dominik Collet plädiert für einen integrativen, sozionaturalen Zugang zur Geschichte. Es erzählt eine Verflechtungsgeschichte von Mensch und Umwelt, in der kurzfristige Ereignisse und langfristige, sozioökologische Strukturen eng miteinander verkoppelt sind. Daher offenbart der Blick auf die Hungersnot schlaglichtartig grundlegende ökonomische und ökologische Problemlagen der Gesellschaften des 18. Jahrhunderts. In diesem Umfeld erweisen sich vermeintliche Naturkatastrophen immer auch als Kulturkatastrophen. Die Studie stellt deterministische Zugänge in Frage und zeigt, dass eine dynamische Perspektive auf das Zusammenwirken von Klima und Kultur ebenso notwendig wie praktikabel ist. Sie regt dazu an, die Natur nicht länger als Gegenteil, sondern als Teil der Geschichte zu begreifen. At the end of the 18th century Europe suffered one of the worst subsistence crises of the Little Ice Age. The disastrous fatality of this „double” catastrophe was a result of both climate and culture. The effects of earth and famine were felt throughout Europe and claimed hundreds of thousands of lives. The crisis initiated mass migration, discrimination and bouts of antisemitism but also political reform, early humanitarianism and new fields of science. It linked the revolts of the Steelboys in Ireland with the absolutist coup in Sweden and the bourgeois reform movements in Saxony. Dominik Collet draws on these crises to trace, how climate anomalies have been “socialised” in the past and to highlight the surprising plurality of societal responses. His book calls for a socionatural approach to writing history. It narrates an entangled history of environment and society that pursues the links between short-term events and long-term, socio-ecological structures. Due to these interconnections the crisis of the 1770s reveals the deeper, underlying conflicts of the affected societies in the fields of economy, ecology and governance. They reveal the inherent vulnerability of Europe’s “grain societies” and sketch the actions of governments, subjects and “experts”. In this complex environment catastrophes constitute both social and natural disasters. The study challenges social and climatic determinism and illustrates that more dynamic connections of climate and culture are both necessary and feasible. It calls for a fresh perspective that – instead of separating nature and culture – treats nature as history Verlagsinfo: Am Ende des 18. Jahrhunderts durchlebte Europa, im Zuge einer extremen Klimaanomalie der Kleinen Eiszeit eine der schwersten Hungerkrisen seiner Geschichte. Das fatale Zusammenspiel von Klima und Kultur machte sie zur "doppelten" Katastrophe. Ihre Auswirkungen erfassten den gesamten Kontinent und kosteten hunderttausende Menschen das Leben. Die Krise beförderte neben Ausgrenzung, Auswanderung und Antisemitismus aber auch politische Reformen, Humanitarismus und neue Wissenschaften. Das Buch zeigt am Beispiel dieses Ereignisses, wie frühere Gesellschaften Witterungsextreme bewältigten und wie vielfältig Klimaimpulse »sozialisiert« werden konnten. Dominik Collet plädiert für einen integrativen, sozionaturalen Zugang zur Geschichte. Es erzählt eine Verflechtungsgeschichte von Mensch und Umwelt, in der kurzfristige Ereignisse und langfristige, sozioökologische Strukturen eng miteinander verkoppelt sind. Daher offenbart der Blick auf die Hungersnot schlaglichtartig grundlegende ökonomische und ökologische Problemlagen der Gesellschaften des 18. Jahrhunderts. In diesem Umfeld erweisen sich vermeintliche Naturkatastrophen immer auch als Kulturkatastrophen. Die Studie stellt deterministische Zugänge in Frage und zeigt, dass eine dynamische Perspektive auf das Zusammenwirken von Klima und Kultur ebenso notwendig wie praktikabel ist. Sie regt dazu an, die Natur nicht länger als Gegenteil, sondern als Teil der Geschichte zu begreifen Am Ende des 18. Jahrhunderts durchlebte Europa im Zuge einer extremen Klimaanomalie eine der schlimmsten Hungersnöte seiner Geschichte. Die Krise beförderte neben Ausgrenzung, Auswanderung und Antisemitismus aber auch politische Reformen, Humanitarismus und neue Wissenschaften. Dominik Collet analysiert, wie die Gesellschaften des 18. Jahrhunderts. Witterungsextreme nicht bloß erlitten, sondern kreativ bewältigten. Der Blick auf die Hungersnot offenbart schlaglichtartig grundlegende ökonomische und ökologische Probleme dieser Zeit. Dadurch zeichnet er ein Bild vermeintlicher Naturkatastrophen als Kulturkrisen ***Angaben zur beteiligten Person Trischler: Dr. Helmuth Trischler ist Forschungsdirektor des Deutschen Museums in München sowie Professor für Neue und Neuste Geschichte Ludwig-Maximilians Universität München Der Band zeigt anhand einer der schwersten Hungerkrisen der Kleinen Eiszeit, wie frühere Gesellschaften mit Klimaanomalien umgegangen sind und wie vielfältig Klimaimpulse »sozialisiert« werden konnten ***Angaben zur beteiligten Person Mauch: Dr. Christof Mauch ist Professor für Amerikanische Kulturgeschichte und Direktor des Rachel Carson Center for Environment and Society an der LMU in München ***Angaben zur beteiligten Person Collet: Dr. Dominik Collet ist Professor für Umweltgeschichte an der Universität Oslo Zusammenhang von Klima und Kultur anhand der schweren europäischen Hungersnot im 18. Jahrhundert
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