وبلاگ بلیان

Die Bürde des Weißen Zaren: Russische Vorstellungen einer imperialen Zivilisierungsmission in Zentralasien

معرفی کتاب «Die Bürde des Weißen Zaren: Russische Vorstellungen einer imperialen Zivilisierungsmission in Zentralasien» نوشتهٔ Ulrich Hofmeister; Franz Steiner Verlag، منتشرشده توسط نشر Franz Steiner Verlag Wiesbaden GmbH در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Als das Zarenreich ab den 1860er Jahren Zentralasien eroberte, war die russische Öffentlichkeit davon überzeugt, dass man damit einer moralischen Verpflichtung nachkomme: die europäische Zivilisation in Asien zu verbreiten. Obwohl Russland selbst häufig als rückständig gesehen wurde, argumentierten russische Politiker und Publizisten, dass auch das Zarenreich die "Bürde des weißen Mannes" schultern müsse, mit der die europäischen Großmächte ihre Kolonialherrschaft in Asien und Afrika rechtfertigten. Ulrich Hofmeister analysiert die Strategien, die zur vermeintlichen Zivilisierung Zentralasiens diskutiert wurden und stellt die russische Herrschaft in Zentralasien dabei in den Kontext des globalen Kolonialismus. Er zeigt, wie die russischen Zivilisierungsansprüche letztlich daran scheiterten, dass das Zarenreich nicht bereit war, Vorstellungen der Einheimischen zu berücksichtigen, und stattdessen auf seiner kolonialen Vormachtstellung beharrte. Dennoch diente die Idee einer Zivilisierungsmission bis in die Sowjetzeit hinein als Rechtfertigung für die koloniale Beherrschung Zentralasiens. INHALT DANKSAGUNGEN TERMINOLOGIE UND SCHREIBWEISE 1 EINLEITUNG 1.1 FRAGESTELLUNGEN 1.2 FORSCHUNGSSTAND 1.3 METHODE UND QUELLEN 2 THEORETISCHER UND HISTORISCHER HINTERGRUND 2.1 DER BEGRIFF DER ZIVILISIERUNGSMISSION 2.2 DIE ZIVILISIERUNGSMISSIONSIDEE UND DER WESTEUROPÄISCHE KOLONIALISMUS 2.3 DIE ENTSTEHUNG EINER RUSSISCHEN ZIVILISIERUNGSMISSIONSIDEE 2.4 HISTORISCHER HINTERGRUND: DAS ZARENREICH IN ZENTRALASIEN 3 OTHERING: DIE DISKURSIVE KONSTRUKTION ZIVILISATORISCHER DIFFERENZ 3.1 VIELFALT UND DIFFERENZ IN DER KOLONIALEN BEVÖLKERUNG 3.2 BEZEICHNUNGEN FÜR KOLONIALHERREN UND KOLONISIERTE 3.3 DER ZIVILISATIONSBEGRIFF IM RUSSISCHEN 3.4 DEUTUNGEN VON „ZIVILISATION“: FORTSCHRITT, STILLSTAND UND NIEDERGANG 3.5 DEUTUNGEN VON „ZIVILISATION“: HUMANITÄT UND BARBAREI 3.6 DEUTUNGEN VON „ZIVILISATION“: AUFKLÄRUNG, IGNORANZ UND FANATISMUS 3.7 RUSSLAND UND EUROPA: DIE DARSTELLUNG DES ZARENREICHS ALS BESSERE KOLONIALMACHT 3.8 ZUSAMMENFASSUNG 4 KONZIPIEREN: DEBATTEN ZUR GESTALT DER ZIVILISIERUNGSMISSION 4.1 BEGRÜNDUNGEN FÜR DIE ZIVILISIERUNGSMISSION 4.2 KATEGORISIERUNG UND BEWERTUNG VON NOMADEN UND SESSHAFTEN 4.3 DER UMGANG MIT EINHEIMISCHEN ELITEN 4.3.1 Die Stammesführer der Nomaden 4.3.2 Mediatoren bei den Sesshaften 4.4 RELIGION: ISLAM-POLITIK UND DISKUSSIONEN ZUR MISSIONIERUNG 4.4.1 Der Islam 4.4.2 Mission 4.5 DAS VERHÄLTNIS VON ZIVILISIERUNG UND RUSSIFIZIERUNG 4.6 ZUSAMMENFASSUNG 5 MASSNAHMEN: VORSCHLÄGE ZUR UMSETZUNG DER ZIVILISIERUNGSMISSION 5.1 ZIVILISIERUNG DES ZENTRALASIATISCHEN RAUMES 5.1.1 Etablierung von Gesetz und Ordnung 5.1.2 Erschließung des Raumes: Telegraphen, Eisenbahnen, Bewässerung und Siedlungen 5.2 VERMISCHUNG VON KOLONIALHERREN UND KOLONISIERTEN 5.3 STAATLICHE SCHULEN ALS ZIVILISIERUNGSINSTRUMENT 5.3.1 Gemeinsame Schulen für Russen und Einheimische 5.3.2 Die Russisch-Einheimischen Schulen 5.4 WESTLICHE MEDIZIN ALS ZIVILISIERUNGSINSTRUMENT 5.5 FRAUENPOLITIK ALS ZIVILISIERUNGSINSTRUMENT 5.6 ÜBERGANG DER NOMADEN ZUR SESSHAFTIGKEIT 5.7 DISKUSSIONEN ÜBER MÖGLICHE ZIVILISATIONSTRÄGER 5.7.1 Beamte 5.7.2 Siedler 5.7.3 Die Unkultiviertheit der Zivilisationsträger 5.8 ZUSAMMENFASSUNG 6 DIE RUSSISCHE ZIVILISIERUNGSMISSIONSIDEE IN DER DEFENSIVE: KRITIK UND KONKURRENZ 6.1 FRÜHE PRINZIPIELLE EINWÄNDE GEGEN DIE ZIVILISIERUNGSMISSION 6.2 BILANZEN UND ERNÜCHTERUNG UM DIE JAHRHUNDERTWENDE 6.3 KONKURRENZ FÜR DIE RUSSISCHE ZIVILISIERUNGSMISSION 6.3.1 Džadidismus und die Furcht vor dem Panislamismus 6.3.2 Der Džadidismus als Konkurrenz zur russischen Zivilisierungsmission 6.3.3 Der Fortschritt als Bedrohung 6.3.4 Das geplante Scheitern der Zivilisierungsmission 6.4 ZUSAMMENFASSUNG 7 NEUSTART AB 1916: ZIVILISIERUNGSMISSION REVISITED 7.1 AUF DEM WEG ZU NEUEN STRATEGIEN 7.2 AUSBLICK: DIE ZIVILISIERUNGSMISSION IN SOWJETISCHER FORM 7.3 ZUSAMMENFASSUNG 8 SCHLUSSBETRACHTUNGEN: PERSPEKTIVEN AUF DIE ZIVILISIERUNGSMISSION ANHANG BIOGRAPHISCHE SKIZZEN QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS QUELLENANGABEN BEI ARCHIVMATERIALIEN QUELLEN SEKUNDÄRLITERATUR VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN UND KARTEN KARTEN UND ABBILDUNGEN IM FLIESSTEXT FARBTAFELN ORTS- UND SACHREGISTER PERSONENREGISTER FARBTAFELN Als das Zarenreich ab den 1860er Jahren Zentralasien eroberte, war die russische Öffentlichkeit davon überzeugt, dass man damit einer moralischen Verpflichtung nachkomme: die europäische Zivilisation in Asien zu verbreiten. Obwohl Russland selbst häufig als rückständig gesehen wurde, argumentierten russische Politiker und Publizisten, dass auch das Zarenreich die "Bürde des weißen Mannes" schultern müsse, mit der die europäischen Großmächte ihre Kolonialherrschaft in Asien und Afrika rechtfertigten. 0Ulrich Hofmeister analysiert die Strategien, die zur vermeintlichen Zivilisierung Zentralasiens diskutiert wurden und stellt die russische Herrschaft in Zentralasien dabei in den Kontext des globalen Kolonialismus. Er zeigt, wie die russischen Zivilisierungsansprüche letztlich daran scheiterten, dass das Zarenreich nicht bereit war, Vorstellungen der Einheimischen zu berücksichtigen, und stattdessen auf seiner kolonialen Vormachtstellung beharrte. Dennoch diente die Idee einer Zivilisierungsmission bis in die Sowjetzeit hinein als Rechtfertigung für die koloniale Beherrschung Zentralasiens
دانلود کتاب Die Bürde des Weißen Zaren: Russische Vorstellungen einer imperialen Zivilisierungsmission in Zentralasien