Die Bestrafung wissenschaftlichen Fehlverhaltens : Zwischen Selbstreinigung und autoritativer Sanktion
معرفی کتاب «Die Bestrafung wissenschaftlichen Fehlverhaltens : Zwischen Selbstreinigung und autoritativer Sanktion» نوشتهٔ Felicitas Hesselmann، منتشرشده توسط نشر transcript transcript Verlag در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Wie reagiert die Wissenschaft auf Fehlverhalten innerhalb ihrer Gemeinschaft, an welchen Normen und Werten orientiert sie sich dabei und wie begründet sie diese? Felicitas Hesselmann untersucht die institutionellen Umgangsweisen mit wissenschaftlichem Fehlverhalten anhand von Interviews und Dokumentenanalysen. Theoretisch fundiert zeichnet sie das diese Verfahren prägende Spannungsfeld zwischen einer Ordnungsvorstellung wissenschaftlicher Selbstreinigung und einer Ordnungsvorstellung autoritativer Sanktion nach. Wissenschaft erscheint so als der seltene Fall einer sozialen Gemeinschaft ohne geteilte Normen, die an die Stelle des rechtsstaatlichen Versprechens auf Universalität und Stabilität ein Versprechen auf Unvorhersehbarkeit und Interpretationsoffenheit setzt. Cover Inhalt Danksagung 1. Einleitung 2. Theoretische Annäherung 2.1. Norm und Strafe als Symbole für die öffentliche Ordnung 2.2. Die symbolische Ordnung der Strafpraxis 2.2.1. Souveränitäts- und Disziplinarstrafe bei Michel Foucault 2.2.2. Symbolische Ordnung und Legitimität der Sanktion bei Philip Smith 2.3. Die symbolische Ordnung der Gerichtsverhandlung 2.3.1. Strafe und symbolische Ordnung bei Joseph R. Gusfield 2.3.2. Norm und Strafe bei Stanley Fish und Michael Dellwing 2.3.3. Performative Rechtserzeugung bei Sabine Müller-Mall 2.4. Norm und Strafe revisited 2.5. Der Rechtsstaat als Kontext und als universelle Ordnungsvorstellung 2.6. Forschungsfragen 2.7. Der empirische Fall: Wissenschaftliches Fehlverhaltenund wissenschaftliche Autonomie 2.8. Theoretische Perspektiven auf wissenschaftliches Fehlverhalten 2.9. Zwischenfazit: Der Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten als Aufruf einer wissenschaftlichen Ordnungsvorstellung 3. Analytische Strategie 3.1. Methodologische Überlegungen 3.2. Auswahl der empirischen Gegenstände 3.2.1. Retraction Notices 3.2.2. Interviews 4. Ergebnisse der Retraction Notices 4.1. Retractions in der wissenschaftlichen Literatur 4.2. Daten und Methoden 4.2.1. Daten 4.2.2. Methoden 4.3. Motive der Retraction Notices 4.3.1. Wissenschaftliche Informationen 4.3.2. Beschuldigung und Entschuldigung 4.3.3. Untersuchungsmethoden und Wissensproduktion 4.3.4. Sanktionsentscheidungen und Sanktionshandeln 4.3.5. Regeln und Verfahren 4.3.6. Gegenhorizont: Das Innere der Grenze 4.4. Zwischenfazit: Retractions als Nicht-Entscheidungen 5. Ergebnisse der Interviews 5.1. Daten und Methoden 5.1.1. Daten 5.1.2. Methoden 5.2. Verfahrensbeschreibungen 5.2.1. Verfahren an Universitäten 5.2.2. Verfahren bei Zeitschriften 5.3. Ordnungsvorstellungen 5.3.1. Ordnung der wissenschaftlichen Selbstreinigung 5.3.2. Ordnung der Sanktion 5.3.3. Gefährliche Wechselwirkungen 5.4. Verfahrensordnung 5.4.1. Multiple Regelsysteme 5.4.2. Verteilte Zuständigkeiten 5.4.3. Lokale Verfahren 5.5. Zwischenfazit: Untersuchungen als Un-Ordnung 6. Theoretische Zusammenführung 6.1. Informelle Ordnungsstrukturen 6.2. Aufgerufene Machtpositionen 6.3. Aufgerufene Normen 6.4. Wissenschaftliche Ordnung: Partikularität vs. Universalismus 7. Ausblick: Der Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten als Gegenstand einer kritischen Strafsoziologie Anhang Kodierschema Retraction Notices Analyseschema Narrativanalyse Literaturverzeichnis Long description: Wie reagiert die Wissenschaft auf Fehlverhalten innerhalb ihrer Gemeinschaft, an welchen Normen und Werten orientiert sie sich dabei und wie begründet sie diese? Felicitas Hesselmann untersucht die institutionellen Umgangsweisen mit wissenschaftlichem Fehlverhalten anhand von Interviews und Dokumentenanalysen. Theoretisch fundiert zeichnet sie das diese Verfahren prägende Spannungsfeld zwischen einer Ordnungsvorstellung wissenschaftlicher Selbstreinigung und einer Ordnungsvorstellung autoritativer Sanktion nach. Wissenschaft erscheint so als der seltene Fall einer sozialen Gemeinschaft ohne geteilte Normen, die an die Stelle des rechtsstaatlichen Versprechens auf Universalität und Stabilität ein Versprechen auf Unvorhersehbarkeit und Interpretationsoffenheit setzt. - Biographical note: Felicitas Hesselmann, geb. 1989, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin und am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Sie forscht zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten, Devianzsoziologie und zu Bewertungsverfahren in der Wissenschaft Wie reagiert die Wissenschaft auf Fehlverhalten innerhalb ihrer Gemeinschaft, an welchen Normen und Werten orientiert sie sich dabei und wie begründet sie diese? Felicitas Hesselmann untersucht die institutionellen Umgangsweisen mit wissenschaftlichem Fehlverhalten anhand von Interviews und Dokumentenanalysen. Theoretisch fundiert zeichnet sie das diese Verfahren prägende Spannungsfeld zwischen einer Ordnungsvorstellung wissenschaftlicher Selbstreinigung und einer Ordnungsvorstellung autoritativer Sanktion nach. Wissenschaft erscheint so als der seltene Fall einer sozialen Gemeinschaft ohne geteilte Normen, die an die Stelle des rechtsstaatlichen Versprechens auf Universalität und Stabilität ein Versprechen auf Unvorhersehbarkeit und Interpretationsoffenheit setzt. Wissenschaftliches Fehlverhalten,Devianz,Strafe,Soziale Ordnung,Norm,Sanktion,Symbolische Ordnung,Retraction,Michel Foucault,Strafsoziologie,Wissenschaft,Wissenschaftssoziologie,Soziologie,Scientific Misconduct,Deviance,Penalty,Social Order,Sanction,Symbolic Order,Sociology of Punishment,Science,Sociology of Science,Sociology In the field of tension between scientific self-purification and authoritative sanctions - how does science deal with misconduct and how does it justify its power to impose sanctions?
دانلود کتاب Die Bestrafung wissenschaftlichen Fehlverhaltens : Zwischen Selbstreinigung und autoritativer Sanktion