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Die Berücksichtigungsfähigkeit ausländischer Anlagengenehmigungen : Eine Analyse im Rahmen der grenzüberschreitenden Umwelthaftung nach der Rom II-Verordnung

معرفی کتاب «Die Berücksichtigungsfähigkeit ausländischer Anlagengenehmigungen : Eine Analyse im Rahmen der grenzüberschreitenden Umwelthaftung nach der Rom II-Verordnung» نوشتهٔ Philipp Rüppell، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Co. KG در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Ein wichtiges Instrument zum Ausgleich von Umweltschädigungen sind die Abwehr-, Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche der zivilrechtlichen Umwelthaftung. Bei grenzüberschreitenden Umweltschädigungen können diese Ansprüche verschiedenen Hindernissen begegnen. Philipp Rüppell hinterfragt, wie Gerichte mit ausländischen Anlagengenehmigungen verfahren und wie sie von einer ausländischen Rechtsordnung angeordnete Ausschlüsse bewerten. Das Thema ist sowohl durch die neuen kollisionsrechtlichen Regelungen der Verordnung über das auf außervertragliche Schuldverhältnisse anzuwendende Recht ('Rom II') als auch durch eine junge Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur Atomhaftung (Oberösterreich ./. ?EZ) in Bewegung gekommen. Der Autor entwickelt einen neuen Lösungsansatz aus den die Umwelthaftung betreffenden Bestimmungen der Rom II-VO (Art. 7 und 17) und den völkerrechtlichen Vorgaben für Planungsverfahren aus den UNECE-Konventionen (Espoo und Aarhus) und deren Umsetzungen. Geboren 1978; Studium der Rechtswissenschaften in Passau, London und Würzburg; Referendariat beim Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg mit Stationen in New York und Brüssel; Rechtsanwalt für Prozessführung im Hamburger Büro einer US-amerikanischen Law Firm. Cover Vorwort Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis 1. Kapitel - Einleitung I. Umweltschutzrecht und Rom II-Verordnung 1. Umweltschutzrecht 2. Zivilrechtliche Umwelthaftung 3. Rom II-Verordnung II. Ziel der Arbeit und Gang der Darstellung 2. Kapitel - Grundlagen der zivilrechtlichen Umwelthaftung I. Einleitung II. Grundlagen der zivilrechtlichen Umwelthaftung III. Definition der Umweltschädigung 1. Allgemeines 2. Völkerrecht 3. Europarecht a) IVU-Richtlinie b) Umwelthaftungsrichtlinie c) Rom II-Verordnung 4. Zivilrechtliche Bedeutung einer „Umweltschädigung" 3. Kapitel - Anspruchsgrundlagen der zivilrechtlichen Umwelthaftung I. Einleitung II. Unterlassungsanspruch III. Anspruch auf Schutz Vorkehrungen IV. Schadensersatz 1. Deliktischer, verschuldensabhängiger Schadensersatzanspruch a) § 823 Abs. 1 BGB b) § 823 Abs. 2 BGB 2. Aufopferungshaftung 3. Gefährdungshaftung a) § 89 WHG b) § 1 ff. UmweltHG 4. Kapitel - Autonomes Internationales Privatrecht I. Einleitung II. Kein einheitliches Kollisions- oder Sachrecht III. Staatsverträge IV. Autonomes Internationales Delikts- und Nachbarrecht 1. Deutschland a) Keine Sonderanknüpfung für Umweltschädigungen b) Grundanknüpfung (Art. 40 Abs. 1 EGBGB) c) Anknüpfung an die gemeinsame Rechtsumwelt (Art. 40 Abs. 2 EGBGB) d) Korrekturanknüpfung (Art. 41 EGBGB) e) Nachträgliche Rechtswahlmöglichkeit (Art. 42 EGBGB) f) Nachbarrechtliche Immissionsabwehransprüche (Art. 44 EGBGB) g) Art. 6 und 40 Abs. 3 EGBGB 2. Österreich a) Internationales Deliktsrecht b) Internationales Nachbarrecht c) ordre public 3. Schweiz a) Grundanknüpfungen und Sonderregeln b) Sonderanknüpfung bei Umweltschädigungen c) ordre public V. Zusammenfassung 5. Kapitel - Die Rom II-Verordnung I. Einleitung II. Entstehung der Rom II-VO III. Regelungen der Rom II-VO 1. Anwendungsbereich 2. Anknüpfungssystem der Rom II-Verordnung für Unerlaubte Handlungen a) Grundanknüpfungen (Art. 4 Abs. 1 und 2 Rom II-VO) b) Offensichtlich engere Verbindung (Art. 4 Abs. 3 Rom II-VO) c) Sonderanknüpfungen (Art. 5 bis 9 Rom II-VO) 3. Sonderanknüpfung für die Haftung für Umweltschädigungen a) Allgemeines b) Telos c) Kritik an der Sonderanknüpfung für Umweltschädigungen aa) Notwendigkeit der Sonderanknüpfung bb) Einführung des Ubiquitätsprinzips 4. Der Begriff der Umweltschädigung in der Rom II-Verordnung 5. Anknüpfung bei Umweltschädigungen a) Unterlassungs- und Beseitigungsansprüche b) Grundanknüpfung an den Erfolgsort c) Ubiquitätsprinzip und Wahlmöglichkeit zugunsten des Handlungsortsrechts d) Streudelikte 6. Freie Rechtswahl a) ex post b) ex ante c) Grenzen der Rechtswahl d) Bedeutung für die Haftung für Umweltschäden 7. Gemeinsame und Sonstige Vorschriften der Rom II-Verordnung a) Art. 16 Rom II-VO - Eingriffsnormen aa) Allgemeines bb) Bedeutung für die Frage nach den Auswirkungen von Anlagegenehmigungen b) Art. 17 Rom II-VO - Sicherheits- und Verhaltensregeln aa) Entwicklung und Telos der Vorschrift bb) Sicherheits- und Verhaltensregeln des Handlungsortes cc) „berücksichtigen" dd) „faktisch" und „soweit angemessen" ee) Zeitliche und räumliche Anwendung der Vorschrift ff) Bedeutung für die zivilrechtliche Umwelthaftung c) Art. 26 Rom II-VO IV. Änderung des EGBGB 6. Kapitel - Die Beachtlichkeit ausländischer Anlagengenehmigungen - Problemstellung I. Die privatrechtsgestaltenden Wirkungen des Umweltverwaltungsrechts II. Entwicklung der Fragestellung III. Bedeutung der Fragestellung IV. Die Problemstellung 1. Praktische Relevanz 2. Fallgestaltungen a) Einleitung b) Fall 1: Forumstaat = Erfolg sort/lex causae = lex fori c) Fall 2: Forumstaat = Erfolg sort/lex causae = Handlungsortsrecht d) Fall 3: Forumstaat = Handlung sort/lex causae = lex fori e) Fall 4: Forumstaat = Handlung sort/lex causae = Erfolgsortsrecht f) Weitere Konstellationen 3. Genehmigungsarten a) Bloße Unbedenklichkeitsbescheinigungen b) Genehmigungen mit beschränktem Prüfungsgegenstand c) Ausdrücklich privatrechtsgestaltende Genehmigungen d) Umfänglicher Ausschluss zivilrechtlicher Ansprüche e) Supranationale Genehmigungen 7. Kapitel - Bisherige Lösungsansätze - Internationales Verwaltungsrecht und Internationales Privatrecht I. Einleitung II. Wirkung ausländischer Verwaltungsakte im Inland 1. Allgemeines 2. Nichtbeachtung ausländischer Hoheitsakte nach dem Territorialitätsprinzip 3. Anerkennung ausländischer Hoheitsakte a) Begrifflichkeiten b) Anerkennung als Wirkungsgrund von ausländischen Hoheitsakten 4. Anerkennungspflichten 5. Formelle Anerkennung 6. Anerkennung im Rahmen des Zivilprozesses a) Vorbemerkung b) Vorfrage nach der ausländischen Genehmigung c) Teilfrage nach den privatrechtsgestaltenden Wirkungen d) Anerkennung der Genehmigung durch das erkennende Gericht e) Kritik 7. EuGH zur Rechtsordnung des Euratom-Vertrages 8. Zusammenfassung III. International-privatrechtliche Lösungsansätze 1. Einleitung 2. Individuelle Staats vertrage 3. Sonderanknüpfung der Rechtswidrigkeit 4. Völkerrechtliche Ansätze a) Allgemeines b) Prinzip der beschränkten territorialen Souveränität und Integrität c) Nichtbeachtung völkerrechtswidriger Hoheitsakte d) Lehre von der Sonderanknüpfung ausländischer Eingriffsnormen 5. Tatbestandswirkung ausländischer Genehmigungen - Datumtheorie 6. Kollisionsrechtliche „Anerkennung" der Genehmigung a) Vorbemerkung b) Grenzüberschreitende Verfahrensbeteiligung c) Vergleichbare GenehmigungsVoraussetzungen d) Umweltschutzrechtliches Niveau der beteiligten Staaten e) ordre public f) Kritik 7. Substitution 8. Lehre von der Sonderanknüpfung zwingenden Rechts 9. Privatrechtliche Qualifikation der Präklusions Vorschriften 10.Neuere Lösungsansätze auf Basis von Art. 17 Rom II-VO 8. Kapitel - Eigener Lösungsansatz - Rom II-Verordnung I. Einleitung II. Anwendbarkeit der Rom II-Verordnung 1. Allgemeines 2. Behandlung der Frage durch Art. 17 der Rom II-Verordnung a) Anwendbarkeit der Vorschriften der Rom II-Verordnung aa) Fragestellung bb) Geltungsbereich des Deliktsstatuts und Regelungssystematik der Verordnung cc) Weitere Argumente für die Behandlung durch das Gemeinschaftsrecht dd) Art. 17 Rom II-VO b) Anlagengenehmigungen als „Sicherheits- und Verhaltensregeln"? aa) Art. 17 Rom II-VO bb) Autonomes Recht cc) Telos von Art. 17 Rom II-VO dd) Umweltrechtliche Sicherheit- und Verhaltensregeln ee) Genehmigungspflichtigkeit ff) Zusammenfassung 3. „Berücksichtigung" nach Art. 17 Rom II-VO a) Allgemeines b) Berücksichtigung c) Berücksichtigung als Recht oder als „Faktum"? 4. Zusammenfassung 9. Kapitel - Allgemeine Voraussetzungen einer Berücksichtigung I. Einleitung II. Vorhersehbarkeit III. „soweit angemessen ... zu berücksichtigen“ 1. Vorbemerkung 2. Deklaratorischer Hinweis auf den ordre public-Vorbehalt? 3. Ausschluss gewisser Rechtsbereiche von der Vorschrift? 4. Richterlichen Ermessens 5. Einräumung eines „gelenkten" Ermessens IV. Die Anerkennungsgrundsätze für ausländische Hoheitsakte 1. Vorbemerkung 2. Maßgeblicher Zeitpunkt 3. Verwaltungsrechtliche Fehlerlehre - fehlerhafte Verwaltungsakte 4. ordre public 5. Zusammenfassung V. Die Anerkennungsgrundsätze des Internationalen Zivilverfahrensrechts 1. Übertragbarkeit der Anerkennungsgrundsätze a) Einleitung b) Wirksamkeit der ausländischen Entscheidung c) Zustellung des verfahrenseinleitenden Schriftstücks d) ordre public 2. Zusammenfassung 10. Kapitel - Grenzüberschreitende Verfahrensbeteiligung I. Einleitung II. Allgemeines zur grenzüberschreitenden Verfahrensbeteiligung III. Umweltschutzrechtliche Übereinkommen der UNECE 1. Einleitung 2. Espoo-Konvention von 1991 a) Vorbemerkung b) Regelungsgehalt der Espoo-Konvention - die grenzüberschreitende UVP c) Europarechtliche Umsetzung der Espoo-Konvention in der UVP-Richtlinie d) Nationale Umsetzung der Espoo-Konvention am Beispiel Deutschland 2. Aarhus-Konvention von 1998 a) Vorbemerkung b) Regelungssystem der Aarhus-Konvention c) Europarechtliche Umsetzung der Aarhus-Konvention d) Nationale Umsetzung der Aarhus-Konvention am Beispiel Deutschland 3. Zusammenfassung IV. Folgen des grenzüberschreitenden Öffentlichkeitsbeteiligungsstandards 11. Kapitel - Vergleichbarkeit und ordre public I. Vergleichbarkeit der materiellen Genehmigungsvoraussetzungen 1. Allgemeines zum Vergleichbarkeitskriterium 2. Probleme eines Vergleichbarkeitskriteriums 3. Vorteile der Berücksichtigung ohne spezifisches Vergleichbarkeitskriterium 4. Existenz eines materiellen Grundstandards 5. Korrekturmöglichkeit durch den inländischen ordre public-Vorbehalt 6. Zusammenfassung II. ordre public III. Zusammenfassung der Voraussetzungen für eine Berücksichtigung 12. Kapitel - Genehmigungswirkungen und andere Konstellationen I. Auswirkungen und Rechtsfolgen der Berücksichtigung 1. Problemstellung 2. Wirkungserstreckung 3. WirkungsVerleihung 4. Art. 15 bis 17 Rom II-VO 5. Zusammenfassung II. Weitere Konstellationen 1. Fall 2: Gerichtsstand am Erfolgsort, Recht des Handlungsorts anwendbar 2. Gerichtsstand am Handlungsort a) Fall 3: Recht des Handlungsorts anwendbar b) Fall 4: Recht des Erfolgsorts anwendbar 3. Weitere Konstellationen III. Drittstaatensachverhalte 13. Kapitel - Schlussteil - Zusammenfassung, Thesen und Ausblick I. Zusammenfassung 1. Zivilrechtliche Umwelthaftung und Internationales Deliktsrecht 2. Rom II-Verordnung a) Allgemeines b) Umweltschädigungen 3. Beachtlichkeit ausländischer Anlagengenehmigungen a) Bisherige Lösungsansätze b) Eigener Lösungsansatz II. Thesen III. Ausblick Literaturverzeichnis Sachregister Ein wichtiges Instrument zum Ausgleich von Umweltschädigungen sind die Abwehr-, Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche der zivilrechtlichen Umwelthaftung. Bei grenzüberschreitenden Umweltschädigungen können diese Ansprüche verschiedenen Hindernissen begegnen. Philipp Rüppell hinterfragt, wie Gerichte mit ausländischen Anlagengenehmigungen verfahren und wie sie von einer ausländischen Rechtsordnung angeordnete Ausschlüsse bewerten. Das Thema ist sowohl durch die neuen kollisionsrechtlichen Regelungen der Verordnung über das auf außervertragliche Schuldverhältnisse anzuwendende Recht ('Rom II') als auch durch eine junge Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur Atomhaftung (Oberösterreich./. ČEZ) in Bewegung gekommen. Der Autor entwickelt einen neuen Lösungsansatz aus den die Umwelthaftung betreffenden Bestimmungen der Rom II-VO (Art. 7 und 17) und den völkerrechtlichen Vorgaben für Planungsverfahren aus den UNECE-Konventionen (Espoo und Aarhus) und deren Umsetzungen.
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