Die Beobachtungen der Erdbodentemperaturen : im Beobachtungsnetze des Preußischen Meteorologischen Instituts während der Jahre 1912 bis 1927
معرفی کتاب «Die Beobachtungen der Erdbodentemperaturen : im Beobachtungsnetze des Preußischen Meteorologischen Instituts während der Jahre 1912 bis 1927» نوشتهٔ H. R. Scultetus (auth.)، منتشرشده توسط نشر Springer Berlin Heidelberg : Imprint : Springer در سال 1930. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Für verschiedene Fragen der Landwirtschaft (bezw. Botanik), der Technik und des Gewerbes ist es von erheblicher praktischer Bedeutung, über die Bodentemperaturen bis zu etwa 100 cm Tiefe unterrichtet zu sein. Aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts datieren in Deutschland die ersten derartigen Untersuchungen 1 ). Aber erst die Messungen im Stationsnetz des Preußischen Meteorologischen Instituts brachten Einheitlichkeit in die Beobachtungstermine und -tiefen innerhalb des Deutschen Reiches. Die Beobachtung der Erdbodentemperatur erfolgt in den Tiefen von 10, 20, 50 und 100 cm. Für die geringen 'l'iefen wird die durch Figur 1 erläuterte / Aufstellung und Form der Thermometer angewandt. Denn dabei erfolgt die Ein-') R. Sürin g, Der tägliche Temperaturgang in geringen Rodentiefen. Abhandlungen des Preuß. Meteorol. lnst. Bd. V, Nr. 6. Berlin 1919. H. R. Scultetus, Die Beobachtungen der Erdbodentemperaturen während der Jahre 1912 bis 1927. Bernka.stel liegt ungefähr 60 km unterhalb Trier in malerischer Lage am rechten Moselufer und ist mit Cues am linken Ufer durch eine eiserne Brlicke verbunden und zu einer Gemeinde vereinigt. Die meteorologische Station liegt auf dem linken Moselufer auf dem Gelände der Rebt-nveredelungsanstalt, inmitten einer großen Wiese in 50 m Entfernung vom eigentlichen Dienstgebäude. Das Gelinde steigt von der Mosel langsam an, so daß sich die Gebäude und Anlagen auf einem Abhange befinden. Die meteorologische Station liegt etwa 40 m über dem Moselspiegel. Bei den beiden letzten ßesichti~ongen (1915 und 1925) zeigten die Tiefen der Erdbodenthermometer zum Teil nicht unerhebliche Fehler. Da das Feld am Bergbange liegt, sammelt sich nach längeren Regenfll.llen Wasser in den Röhren. Oberlahnstein liegt am rechten Ufer des Rheines, zu beiden Seiten dor dort mündenden Nahe. Die etwa 2 km von Oberlahnstein stromaufwärts gelegene Landwirtschaftliche Versuchsstation dient ihnliehen Zwecken wie diejenige in Bernkastel-Cues, also der Rebenveredeluog. Das sich hier am Rhein entlang ziehende Gelände ist in einer Breite von einigen hundert Metern ziemlich flach. Erst in größerer Entfernung schließen sich Höhenzüge an. Bis zu diesen erstreckt sich der Versuchsgarten, in dessen letztem Teile die meteorologische Station untergebracht ist. Der Garten hat hier einen muldenartigen Charakter. Im Sommer 1925 mußten Thermometerhütte, Regenmesser und Erdbodenthermometer wegen anderweitiger Verwendung des Geländes um 250 m nach SSW und 25 m tiefer umgestellt werden. Sie befinden sich jetzt in dem Rehschulgelände bei dem Dienst-und Wohngebäude, 15m nördlich von diesem in einwandfreier Aufstellung. Bekannt ist die Lage von RMesheim, am Rbeinknie, Bingen gegenüber, also recbtsuferig. Da der Rhein hier auf einer kurzen Strecke westwärts fließt, so fällt das schmale Tal-Gelände von dem nahen Niederwald-(Taunus)Gebirge aus südwärts ab (genauer gegen SSE). Fast ganz dasselbe gilt für den Ort Geisenbeim, der nur einige Kilometer ostwärts von Rüdesheim und wie dieses unmittelbar am Rheine gelegen ist. An dem westlichen Rande von Geisenheim befindet sich die meteorologische Station in der Lehranstalt für Obst-und Weinbau. Diese verfügt naturgemäß über ein großes Gartengelände, in dem die meteorologischen Instrumente sehr gut untergebracht werden konnten. Seit Oktober 1915 stehen Thermometerhü.tte, Regenmesser und Erdbodenthermometer anf einer Wiese östlich des Pflanzenpathologischen Instituts. Die im Jahre 1913 errichtete meteorologische Station Schloßböckelbeim liegt auf einem Abhange des linken Naheufers inmitten von Weinbergen, etwa 60 m über dem Flusse auf der Höhe des nach Süden vorspringenden Weinbergs, den die Nahe in einem großen Bogen im Süden umfließt. Unmittelbar neben dem zur Dienstwohnung des Verwalters der Weinbandomäne gehörenden Garten, wo das Gelände ziemlich eben verläuft, steht die Hütte und neben ihr befindet sich das Erdbodenthermometerfeld. Oldenburg liegt im weiten Niederungslande der Hunte, ringsum von Wiesen, Mooren und Feldern uq~geben. Seit 1. Januar 1914 besteht an der Versuchs-und Kontrollstation der Landwirtschaftskammer eine Station II. Ordnung. Sie liegt im Versuchsgarten der Kammer, 50 m nördlich des Kammergebäudes an der Mars-la-tour-Straße am Nordrande der Stadt. Die Erdbodenthermometer stehen südlich der Hütte.Herford liegt in beinahe ebenem, nur in größerer Entfernung von Hügeln und niedrigeiJ Bergen umgebenem Gelände zwischen dem Teutoburger Walde und den Weserbargen am Einflusse der Aa in die Werre. Am Nordrande der Stadt an der schwach ansteigenden Mindener Chanssee ist in freier Lage bei der Bürgerschule unter recht günstigen Verhältnissen die meteorologische Station untergebracht. Seit Mitte Oktober 1909 steht die Thermometerhütte (und der Regenmesser) 30 m südsüdwestlich des Schulgebäudes in einem benachbarten Gemüsegarten. Westlich davon befinden sich die Erdbodenthermometer. Grandwasser ist an diesem Platze erst bei etwa 2m zu finden. Bis etwa 50 cm besteht der Erdboden aus Lehm, weiter unten ist er mit Ton und grobem Sand vermischt. Eine Beschattung des Thermometerfeldes findet nur im Sommer in den frühesten Morgenstunden und am Abend statt.Bildesbeim liegt an der Austrittsstelle der Ionerste ans dem dem Harz nach NW zu vorgelagerten Berglande in die Ebene. In einer Entfernung von wenigen Kilometern erreichen die Erhebungen der Bergzüge noch Höhen von über 200m über dem Meeresspiegel. Die Thermometerhütte, die Regenmesser nnd die Erdbodenthermometer befinden sich an einem gaten Platz, auf einem, unweit des Bahnhofes, am Südrande der Hildesheim-Brauuschweiger Bahn sich hinziehenden, der Stadt gehörigen, von kleinen Gärtchen eingenommenen Landstreifen.Köthen liegt mitten im Anhalter Lande, halbwegs zwischen Bernbnrg an der Saale und Dessau an der Mulde. Nur flache Bodenwellen durchziehen die Landschaft, auf deren schwerem Lößboden die Zuckerrüben vortrefflich gedeihen. Die meteorologische Station befindet sich 75 m südlieb des hohen Gebäudes des ehemaligen Landesseminars, der jetzigen Deutschen Oberschule, am südlichen Außenrande der Stadt. Nach Süden wird die Station, die auf dem weiten Schulhole liegt, in geringer Entfernung von einem Baumkranze umgeben.Dessan liegt am linken Ufer der sich hier mehrfach verzweigenden Mulde, einige Kilometer oberhalb deren Einmündung in die Eibe. Die Umgebung ist nahezu eben, reich an Wald und Wiesen. Die Station Dessau II besteht seit Oktober 1905 und befindet sich in dem südlich der Stadt sehr frei gelegenen Obstmustergarten. Thermometerhütte und Regenmesser stehen im Garten, die Erdbodenthermometer westlich der Hütte.Das Observatorium Potsdam liegt auf hügeligem Gelände, am Rande großer Waldungen, in der Nähe ansgedehnter Wasserllä.chen. Das Thermometerfeld befindet sich südlich des Hauptgebäudes. Ia NE-SE sowie in SW-NW reichen Kiefern bis auf 25 m an das Feld heran und verhindern, daß dieses gleich nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang beschienen wird. Die Besonnung beginnt erst bei etwa 12.5° Sonnenhöhe. Somit können vor• und nachmittags bis zu je 2 Stunden verloren gehen 1 ). Das eigentliche Erdbodenthermometerfeld, von 3x 6 m Größe, wurde bis zu 6 m Tiefe ans möglicbt reinem Sand hergestellt. Die größeren Tiefen müssen hier natürlich außer Betracht bleiben. Leider wird bei den geringen Tiefen seit 1919 der 21h-Beobachtungstermin ausgelassen. Deshalb bleibt nur eine achtjährige Vergleichsreihe übrig. Ein wesentlicher Unter;;chied gegenüber der Behandlung der anderen Erdbodenthermometerfelder besteht darin, daß die Schneedecke entfernt wird. Die durch die Strahlungsvorgänge bedingten Temperaturveränderungen pflanzen sich infolgedessen zu rasch nach unten fort. Auf der anderen Seite wird namentlich am Ende von Frostperioden der zu geringe Feuchtigkeitsgehalt des Bodens die Wärmeleitung verzögern 1). I) R. Sü ring, a. a. 0., S. 9. 2) Näheres siehe Ergebnisse der meteorologischen Beobachtungen in Potsdam 1893. Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben. Front Matter....Pages 1-2 Die Beobachtungen der Erdbodentemperaturen....Pages 3-44
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