Die Begründbarkeit der Wahrheit: Zur Notwendigkeit der ontologischen Begründung jedweder Erkenntnistheorie und der prinzipiellen Unzulänglichkeit ... Denken
معرفی کتاب «Die Begründbarkeit der Wahrheit: Zur Notwendigkeit der ontologischen Begründung jedweder Erkenntnistheorie und der prinzipiellen Unzulänglichkeit ... Denken» نوشتهٔ Tino Schmidt, Matthias Schmidt، منتشرشده توسط نشر J.B. Metzler در سال 2024. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Ausgangspunkt dieses Buches ist die Frage, inwieweit Wissen objektiv begründbar ist und inwieweit unsere Aussagen in ihrem Anspruch als wahr zu gelten, einen Bezug zu einer unabhängig von unserem subjektiven Erleben gegebenen Welt notwendig voraussetzen müssen. Insgesamt soll gezeigt werden, dass erstens jeder Wahrheitstheorie korrespondenztheoretische Annahmen (d.h. Wahrheit ist Übereinstimmung einer Aussage bzw. eines Gedankens mit der Wirklichkeit) in irgendeiner Weise zugrundeliegen müssen. Zweitens dass jedoch jede Form der Korrespondenztheorie notwendig entweder zu in sich widersprüchlichen Systemen führt (v.a. Kant, Fichte, Hegel, Aristoteles und Popper) oder zu sich abkapselnden Doktrinen, die per se nicht falsifizierbar sind (Thomas von Aquin, die Stoiker, Platon, Wittgenstein, Habermas). Schlussfolgerung: Da jede Erkenntnistheorie korrespondenztheoretische Grundannahmen beinhalten muss (z.B. der ontologische Grundsatz einer Entsprechung von Sein und Bewusstsein), liegt in ihnen stets eine Erklärungslücke vor. Inhaltsverzeichnis Einleitung: Zu Struktur und Inhalt des Ansatzes 1: Zusammenfassung 2: Darstellung der einzelnen Abschnitte Abschnitt A: Die Wahrheitsfrage Aus Philosophiehistorischer Perspektive 3: Teilaspekte der Wahrheitsfrage 3.1 Problemaufriss: Ist die Wahrheitsfrage ein Scheinproblem? 3.2 Kann Wahrheit mehr sein als subjektive Wahrheit? 4: Moderne und Postmoderne: Die Selbstentmachtung der Philosophie durch die Entmachtung der Wahrheitsfrage 4.1 Der Kern pluralistischen Denkens: Wahrheit als Möglichkeit denken 4.2 Die Anthropozentrierung der Wahrheitsfrage als ethische Basis des säkularen Zeitalters 4.3 Nietzsche 4.4 Die Geburt des empiristischen Erkenntnisbegriffs aus dem Geist der Anthropozentrik 4.5 Diskursethik und Wahrheitsfrage 4.6 Muss jeder Wahrheitsbehauptung ein Transzendenzbezug zugrunde gelegt werden? 5: Der Umgang mit der Wahrheitsfrage in den Strömungen der Gegenwartsphilosophie im Kontext ihrer Entwicklung 5.1 Die Wendung zum Subjekt 5.2 Was ist Gegenwartsphilosophie? – Ein Versuch der Abgrenzung 5.2.1 Die „nachidealistische Identitätskrise“ 5.2.2 Schelling als Grenzpunkt 5.2.3 Die Leerstelle im Programm des deutschen Idealismus: Was der Vernunft entzogen bleibt 5.2.4 Der Eintritt in die Gegenwartsphilosophie als Sollbruchstelle am Rand der akademisch institutionalisierten Philosophie 5.3 Die Zersplitterungshypothese: Gegenwartsphilosophie als permanentes Ende der Philosophie 5.4 Die Frage nach der Wahrheit als verlorenes Zentrum des gemeinsamen Fragens 5.4.1 Die Metapher vom „Wahren als Ganzen“ 5.4.2 Zur Bedeutung des Wahrheitsproblems für die Grundlegung jeder möglichen Philosophie 5.4.3 Die Wahrheitsfrage als Grenze postmodernen bzw. „systemoffenen“ Denkens 5.4.4 Was lohnt zu fragen? – Wahrheit und Fortschritt 6: Wahrheit und Gewissheit: auf welchem Fundament ruht das Denken? Abschnitt B: Wahrheit und Realität: zur Korrespondenztheorie der Wahrheit 7: Einleitende Taxonomie der Wahrheitstheorien 8: Korrespondenztheorie der Wahrheit 8.1 Zur Heterogenität korrespondenztheoretischer Ansätze 8.2 Wahrheitssuche als Suche nach letzter Begründung 9: Aristoteles 9.1 Worauf bezieht sich der aristotelische Wahrheitsbegriff? – Auf das Seiende oder nur auf Aussagen davon? 9.2 Der Substanzbegriff bei Aristoteles 9.2.1 Philosophiegeschichtlicher Hintergrund: Die „Einheit des Seins“ 9.2.2 Die Kategorienschrift: Die „Einheit des Seins“ in den Einzeldingen 9.2.3 Der Übergang zur Metaphysik: Die Erblast der Platonischen Ideenlehre 9.3 Die Hauptprobleme des Aristotelischen Substanzbegriffs 9.3.1 Formulierung der Grundprobleme 9.3.2 Verbindung zur Wahrheitsfrage 9.4 Problem B: Wie „wirklich“ sind Substanzen 9.4.1 Das Substanzkonzept als Ergebnis der Sprachstruktur 9.4.2 Alternativen zum Aristotelischen Substanzbegriff 9.4.2.1 Substratumtheorie 9.4.2.2 Bündeltheorie 9.4.2.3 Die Identität des Nichtunterscheidbaren 9.4.2.4 Die „Eigenschaft“ des Individuellen: „bare particulars“ 9.4.3 Zusammenfassung zu Problem B: Wie „wirklich“ sind Substanzen 9.5 Problem A: Inwiefern kann Allgemeines bestimmendes Wesensmerkmal des Wirklichen sein? 9.5.1 Wie müsste der Substanzbegriff formuliert sein um widerspruchsfrei zu sein? 9.5.2 Ein Lösungsmodell für die inneren Widersprüche der Aristotelischen Metaphysik: das Sein des Seienden als erste Substanz 9.5.3 Die Grenze des Sprachlichen: Was begreifen wir in der Sprache, WENN wir „Das Konkrete“ begrifflich fassen? 9.6 Zusammenfassung: Der Substanzbegriff und das Wahrheitsproblem 9.6.1 Worin liegt der Ursprung der „Wahrheit einer Aussage“? – Im dem der Aussage zugrundeliegenden Denken oder in der der Aussage zugrundegelegten Wirklichkeit? 9.6.2 Die Grundlage der Gültigkeit logischen Schließens: Das Postulat der metaphysischen Identität von Sein und Denken 9.6.3 Substanzbegriff und Wahrheitsfrage 10: Thomas von Aquin 10.1 Philosophiegeschichtlicher Hintergrund 10.2 Das Konzept der „ontologischen Wahrheit“ als Bindeglied zwischen Glauben und Vernunft 10.3 Die Wahrheit und das Wahre 10.3.1 Ausgangsfrage 10.3.2 Wahrheitskriterium, Wahrheitsträger und Tatsachen 10.3.3 Der „Katalepsis“ – begriff der Stoiker: Wie kann Trugbild von Wirklichkeit unterschieden werden 10.3.4 Die Implikationen der Unterscheidung von „Wahrem“ und „Wahrheit“ für die thomistische Wahrheitslehre 10.4 Wahrheit und Freiheit 10.5 Gott als Wahrheitsgrund 10.5.1 Zur notwendigen Einheit der Wahrheit 10.5.2 Thomas‘ Ontologie und Erkenntnislehre als Verständnishintergrund 10.5.3 Die thomistische Ordnung des Seins und der ihr immanente Gott 10.6 Das paradoxe Resultat der „theo-ontologischen“ Begründung der Wahrheit und seine Folgen: Die Wahrheit als Vergleichsmaßstab des Intellekts 10.6.1 Das Sein als Wahrheitsgrund: Die Transzendentalienlehre 10.6.2 Cusanus: Wahrheit als unendlicher Maßstab der Vernunft 10.6.3 Wilhelm von Ockham: Wahrheit als endlicher Maßstab von Vernunft 10.6.4 Zusammenfassung: Verliert das Sein seinen Maßstab im Denken? 11: Immanuel Kant 11.1 Kants Kritik des korrespondenztheoretischen Ansatzes 11.2 Das philosophiegeschichtliche Vorfeld: zum „transzendentalen“ Wahrheitsbegriff bei Wolff und Baumgarten 11.3 Kants Habilitationsschrift: die Grundlagenprobleme der Metaphysik und die Wahrheitsfrage 11.3.1 Die Quelle der „kopernikanischen Wende“: Der Satz der Identität 11.3.2 Erkenntnisgrund versus Seinsgrund: das Problem des positiven Wahrheitskriteriums 11.4 Das Übergangsmoment zur Transzendentalphilosophie: von der 1770er Dissertationsschrift zur Kritik der reinen Vernunft 11.4.1 Die sinnliche Wahrnehmung und das Verstehen des Wahrgenommenen: Der Brief an Herz vom 21. Februar 1772 11.4.2 Der Objektivitätsanspruch menschlicher Vernunfterkenntnis als Kernproblem der Aufklärungsphilosophie 11.4.3 Beweisbarkeit als Wahrheitskriterium: Zur Unterscheidung von Vernunftwahrheiten gegenüber Tatsachenwahrheiten 11.5 Die Bedeutung der Wahrheitsfrage für die kritische Philosophie Kants 11.5.1 Zur Unterscheidung von Beweisstruktur und Beweisverfahren im Urteil 11.5.2 Die Umformulierung der Ausgangsfrage der Metaphysik 11.5.3 Synthetische Urteile a priori als „Grund aller Erfahrung“ 11.5.3.1 Hintergrund und Definition des Konzepts 11.5.3.2 Zur prinzipiellen Möglichkeit der Existenz synthetischer Sätze a priori: das Grundlegungsproblem der Mathematik 11.5.3.3 Synthetische Urteile a priori und das Konzept der Evidenz 11.5.3.4 Das Letztbegründungsproblem und das Konzept der Notwendigkeit 11.5.4 Die Widersprüche der Wahrheitsfrage als Ausgangspunkt der Transzendentalphilosophie 11.6 Transzendentale Wahrheit 11.6.1 Transzendentale Wahrheit als Voraussetzung für die Gültigkeit empirischer Wahrheit 11.6.2 Kants Konzept der Objektivität 11.6.3 Der Kategorienbegriff in der „Kritik der reinen Vernunft“ 11.6.4 Der Status der Naturgesetze 11.6.4.1 „Denknotwendigkeit“ und faktische Geltung 11.6.4.2 Die Doppelnatur der Naturgesetze 11.6.4.3 Das Kausalprinzip als Bezugspunkt zur Welt der Dinge 11.6.5 Selbstbewusstsein und Objektivität 11.7 Kontroversen 11.7.1 Zum Status des „Ding an Sich“ und der menschlichen Freiheit 11.7.2 Zur Begründbarkeit einer „transzendentalen Wahrheit“ in der Einheit des Selbstbewusstseins 11.7.3 Der Schematismus der Urteilskraft und das Problem der Zeit 11.7.4 Heidegger und das Problem der Schematismuslehre 12: Zusammenfassung 12.1 Am Endpunkt der Korrespondenztheorie? 12.2 Wahrheit als Geltung gegenüber den Kriterien der eigenen Vernunft Abschnitt C: Wahrheitsanspruch und Wirklichkeitssicht 13: Kohärenztheorie 13.1 Grundidee 13.2 Quellen der Kohärenztheorie 13.2.1 Idealismus 13.2.2 Identitätstheorie der Wahrheit 13.2.3 Hobbes, Locke, Hume und die Kritik an der Korrespondenztheorie 13.2.4 Berkeley: Kohärenz statt Substanz? 13.3 Voraussetzungen, Erklärungsmöglichkeiten und Grenzen der Kohärenztheorie 13.3.1 Rescher: Wahrheitsdefinition und Wahrheitskriterium 13.3.2 Korrespondenztheoretische Voraussetzungen der Kohärenztheorie 14: Instrumentelle Wahrheitstheorien 14.1 Übersicht und Einführung 14.2 Pragmatismus: William James 14.2.1 Missverständnisse: „The Will to Belief“ 14.2.2 Wahrheit als Prozess: Synthese von Korrespondenz- und Kohärenztheorie 14.3 Karl Reimund Popper: Die Negativität möglicher Erkenntnis 14.3.1 Das Induktionsproblem als Grundproblem unserer Erkenntnisfähigkeit 14.3.2 Das Abgrenzungsproblem und die Protokollsatzsdebatte 14.3.3 Das Falsifikationsprinzip als Weg zur Wahrheit? 14.4 Zwischenbilanz: Der Empirische Anspruch metaphysischer Sätze und die „epistemische Lücke“ 14.5 Jürgen Habermas: diskursive Wahrheit 14.5.1 Vernünftigkeit als gemeinsamer Geltungsanspruch von Sprachakten 14.5.2 Kritik am objektivistischen Geltungsanspruch 14.5.3 Konsensfähigkeit statt Objektivität 14.5.4 Erweiterung und Einschränkung des Wahrheitsbegriffs 14.5.5 Allgemeinverbindlichkeit und Objektivität 15: Sprachanalytische Wahrheitstheorien 15.1 Redundanztheorie 15.2 Prosententiale Theorie der Wahrheit 15.3 Disquotationstheorie der Wahrheit 15.4 Semantische Theorie der Wahrheit 15.4.1 Das Problem der Undefinierbarkeit der Wahrheit 15.4.2 Konvention T 15.4.3 Wahrheit als Grenzfall der Erfüllungsrelation 16: Die ontologische Grundlage formaler Wahrheitstheorien 16.1 Sprachpragmatische Kritik an Tarski 16.2 Realdefinition als Wurzel und Ziel der Begriffsbildung 16.3 Die Grundlage formaler Wahrheitsbegriffe 16.3.1 Worauf beruht die Gültigkeit logischer Schlüsse? 16.3.2 Muss dem formalen Wahrheitsbegriff ein „Wirklichkeitsbezug“ zugrundegelegt werden? 16.3.3 Ist formale Wahrheit mit Beweisbarkeit gleichzusetzen? 16.4 Wahrheit und Wissen 16.4.1 Rechtfertigungskriterium und Letztbegründung 16.4.2 Wissen als Prozess 17: Das Konzept der Metadoxie 17.1 Die Unterbestimmtheit des Begrifflichen 17.2 Das Metadoxon als Grundlage begrifflichen Denkens 17.2.1 Der Kern des Synthesebegriffs 17.2.2 Die „Wirklichkeit“ des Begrifflichen 17.2.3 Eine Metapher über das „Unbegriffliche“ der Wirklichkeit 17.3 Ungewissheit als Funktion des Wissens 17.3.1 Setzt der Zweifel (s)einen Gegenstand voraus? 17.3.2 Gewissheit ohne Wissen: Was heißt es sich zu irren? 17.4 Schluss: Wahrheit oder Rechtfertigung Literatur
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