معرفی کتاب «Die Autorität des Sichtbaren: Religionsgravamina im Reich des 18. Jahrhunderts (Pluralisierung & Autorität) (German Edition)» نوشتهٔ Brachwitz, Peter، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
This book explores the disputes between Catholics and Protestants in the 18th century, a period which is often described as “enlightened” and in which such conflicts would therefore not seem typical. In particular, the book investigates to what extent the visibility of the conflicts in the media of the Early Modern Period played a role for the participants. Looking at different levels of the disputes at the same time, the study investigates a wide spectrum of conflicts - ranging from those that took place in small villages and in the larger territorial units of the so-called Old German Empire as well as those that took place in the arenas of Empire politics.
Dass sich im 18. Jahrhundert hunderte von konfessionellen Streitigkeiten finden lassen, muss für den auf Aufklärung fixierten Beobachter geradezu als paradox erscheinen. Die Studie unternimmt es die Grundlagen dieses Phänomens erstmals genauer zu erforschen. Die sog. Religionsgravamina dienen dabei gleichsam als Okular für einen synoptischen Blick auf die politische Kultur des Heiligen Römischen Reiches.
Der umfangreiche Niederschlag der Streitigkeiten in frühmodernen Zeitungen und Zeitschriften wird aber nicht nur als Materialbasis verwendet, sondern es wird gezeigt wie der Gegenstand ‚Religionsbeschwerde‘ überhaupt erst aus derartigen Texten entstand. Statt Öffentlichkeit verwendet die Studie das Begriffspaar Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit als bestimmende Distinktion. Diese kommunikationsgeschichtliche Betrachtung ist das verbindende Glied für eine kombinierte Mikro- und Makrostudie. Von den sog. konfessionellen Corpora bis zur Mikrogeschichte kleiner Dörfer werden einzelne Konfliktszenarien auf den verschiedenen Ebenen der frühneuzeitlichen Gesellschaft verfolgt. Das Buch zeigt schließlich, dass die Religionsgravamina als ein sehr zeitgemäßer Ausdruck der großen gesellschaftlichen Umstrukturierungen am Ende der Frühen Neuzeit angesehen werden können.
Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 1.1 Forschungskontexte 1.2 Fallgruppen 1.3 Quellen 2 Religionsgravamina als sichtbares Phänomen 2.1 Zeitung und mediale Feedbackschleife 2.2 Die historisch-politische Zeitschrift als Archivsubstitut 3 Die Invisibilisierung des Corpus Catholicorum 3.1 Vor der Invisibilisierung: Zwingenberg 1728 3.2 Entdeckungsversuche: das protestantische ius publicum 3.3 Die Praxis der Invisibilisierung – Hohenlohe 1749/50 3.4 Revision? Katholische Projekte im späten 18. Jahrhundert 4 Der Reichswahrnehmungshorizont 4.1 Die Konstruktion des Corpus Evangelicorum 4.2 Die Restitutionsproblematik 4.3 Die Visibilisierung der Konfikte 4.4 Marginalisierung konfessioneller Normativität 5 Territoria (non) clausa 5.1 Entscheidungsfindung territorialer Instanzen 5.2 Information und Steuerung 5.3 Konfliktaustrag 6 Streit vor Ort 6.1 Die Rädelsführer 6.2 Verhetzte Untertanen 6.3 Die Permanenz der Kleinigkeiten 7 Zusammenfassung Danksagung Abkürzungen Archivalien Gedruckte Quellen und Editionen Forschungsliteratur Index Based on the key concepts of ‛pluralization' and ‛authority', the series presents studies on early modern literature and culture from the 15th to the 17th century. The early modern period is increasingly recognized in cultural studies as an age whose cultural paradigms still largely depended on medieval norms and traditions but at the same time also created a set of conditions that facilitated Europe's transition to modernity. As opposed to established historical grand narratives such as modernization or secularization, the volumes in this series attempt to describe the dynamics of the period as a complex interaction of mutually competing world views, knowledge structures and behaviour patterns. The series explores these dynamics from an interdisciplinary perspective, including studies on literature, linguistics, history, philosophy, art, music and legal history. Das Buch beschäftigt sich mit Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten im 18. Jahrhundert - einem oft als 'aufgeklärt' beschriebenen Zeitraum, in dem derartige Konflikte auf den ersten Blick untypisch erscheinen. Es wird insbesondere danach gefragt, welche Rolle die Sichtbarkeit der Konflikte in den frühneuzeitlichen Medien für die Beteiligten spielte.€Die Studie versucht dies durch eine kombinierte Betrachtung der verschiedenen Ebenen der Streitigkeiten. Von einzelnen kleinen Dörfern werden Konflikte, über größere territoriale Einheiten des sog. Alten Reiches bis in die A