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Die Abwesenheit der Idole : Bildkonflikte und Anachronismen in der Frühen Neuzeit

معرفی کتاب «Die Abwesenheit der Idole : Bildkonflikte und Anachronismen in der Frühen Neuzeit» نوشتهٔ Kapustka, Mateusz، منتشرشده توسط نشر Böhlau Verlag در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

'Bildkonflikte machen Geschichte sichtbar. Zerrissen zwischen Beschleunigung und Verspätung, zeigt Geschichte sich in ihnen als ein dynamischer Prozess der Aktualisierung, der zur Aufrechterhaltung unterschiedlicher Erfüllungsmythologien Opfer fordert. Zu einem stummen Akteur auf der historischen Bühne avanciert dabei das Idol, das aus seiner Abwesenheit über gesamte Bildkulturen einen Schatten wirft und in jeder Neuzeit wieder als Gespenst umgeht. Die an der Schnittstelle zwischen Bildgeschichte und Geschichtsphilosophie angesiedelte Studie untersucht im Sinne einer kritisch-analytischen Beschreibung den bildlichen Topos der Zerstörung von antiken und außereuropäischen (Vor-)Bildern im christlichen Machtdiskurs des 16.–18. Jahrhunderts. Besprochen werden in diesem Kontext visuelle Typologien des christlichen Herrschers oder Märtyrers, der als Bilderzerstörer den Akt der Vernichtung von ägyptischen Idolen durch Christus während seiner Flucht nach Ägypten strukturell nachahmt. Diese beiden Figuren werden vor allem im katholischen Barock zu Prototypen der konfessionellen Geschichtsauslegung. Sie tragen zur anachronistischen Fiktionalisierung des Mittelalters als Gründerzeit der Rechtgläubigkeit und zugleich als Vorstufe der globalen Missionierung bei. Die Zerstörung der'fremden'Bilder geht dabei mit der semantischen Normierung von'eigenen'Bildern als Werkzeugen einer kontrollierten metaphorischen Übertragung einher. Diese Thematik wird v. a. anhand von Fallstudien zur kirchlichen und kaiserlichen Bildpropaganda im Rahmen der Rekatholisierung in den Ländern der habsburgischen Krone veranschaulicht. „Bildkonflikte machen Geschichte sichtbar. Zerrissen zwischen Beschleunigung und Verspätung, zeigt Geschichte sich in ihnen als ein dynamischer Prozess der Aktualisierung, der zur Aufrechterhaltung unterschiedlicher Erfüllungsmythologien Opfer fordert. Zu einem stummen Akteur auf der historischen Bühne avanciert dabei das Idol, das aus seiner Abwesenheit über gesamte Bildkulturen einen Schatten wirft und in jeder Neuzeit wieder als Gespenst umgeht."Die an der Schnittstelle zwischen Bildgeschichte und Geschichtsphilosophie angesiedelte Studie untersucht im Sinne einer kritisch-analytischen Beschreibung den bildlichen Topos der Zerstörung von antiken und außereuropäischen (Vor-)Bildern im christlichen Machtdiskurs des 16.–18. Jahrhunderts. Besprochen werden in diesem Kontext visuelle Typologien des christlichen Herrschers oder Märtyrers, der als Bilderzerstörer den Akt der Vernichtung von ägyptischen Idolen durch Christus während seiner Flucht nach Ägypten strukturell nachahmt. Diese beiden Figuren werden vor allem im katholischen Barock zu Prototypen der konfessionellen Geschichtsauslegung. Sie tragen zur anachronistischen Fiktionalisierung des Mittelalters als Gründerzeit der Rechtgläubigkeit und zugleich als Vorstufe der globalen Missionierung bei. Die Zerstörung der ‚fremden’ Bilder geht dabei mit der semantischen Normierung von ‚eigenen’ Bildern als Werkzeugen einer kontrollierten metaphorischen Übertragung einher. Diese Thematik wird v. a. anhand von Fallstudien zur kirchlichen und kaiserlichen Bildpropaganda im Rahmen der Rekatholisierung in den Ländern der habsburgischen Krone veranschaulicht Die an der Schnittstelle zwischen Bildgeschichte und Geschichtsphilosophie angesiedelte Studie untersucht im Sinne einer kritisch-analytischen Beschreibung den bildlichen Topos der Zerstörung von antiken und außereuropäischen Vor-(Bildern) im christlichen Machtdiskurs des 16.-18. Jh. Besprochen werden in diesem Kontext bildliche Typologien des rechtgläubigen Herrschers oder Märtyrers, der als gewalttätiger Bilderzerstörer den Akt der Vernichtung von ägyptischen Idolen durch Christus während seiner Flucht nach Ägypten strukturell nachahmt.0Diese beiden Figuren werden vor allem im katholischen Barock zu Prototypen der konfessionellen Geschichtsauslegung. Sie tragen in der Frühen Neuzeit zur anachronistischen Fiktion des Mittelalters als Gründerzeit der christlichen Rechtgläubigkeit und zugleich als Vorstufe der globalen Missionierung bei. Die Zerstörung der ?fremden? Bilder geht dabei mit der metaphorischen Normierung und der semantischen Ermächtigung von ?eigenen? Bildern einher. Die Thematik wird anhand von Fallstudien zur kirchlichen und kaiserlichen Bildpropaganda in den Ländern der böhmischen und der österreichischen Krone veranschaulicht, die nach 1620 einer Rekatholisierung unterzogen wurden
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