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Dialogische Verantwortung : Konzepte der Vermittlung und des Fremdverstehens im jüdisch-deutschen Kontext des 19. und 20. Jahrhunderts

معرفی کتاب «Dialogische Verantwortung : Konzepte der Vermittlung und des Fremdverstehens im jüdisch-deutschen Kontext des 19. und 20. Jahrhunderts» نوشتهٔ Sabine Sander، منتشرشده توسط نشر Brill | Fink. ein Imprint der Brill Deutschland GmbH در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Welches Menschen- und Weltbild teilen wir? Die Arbeit untersucht Sprach-, Kultur- und Sozialtheorien von jüdisch-deutschen Gelehrten über einen Zeitraum von rund 100 Jahren – vom Wilhelminischen Kaiserreich über die Weimarer Republik bis zum Zweiten Weltkrieg und im Exil. Erkundet wird, wie sich diese Gelehrten – die selbst zwischen Inklusion und Exklusion lebten – das Miteinander verschiedener Nationen, Konfessionen und sozialer Kreise vorstellten. Ihr Vertrauen setzten sie nicht in rechtsförmige Lösungen; vielmehr bezeugen ihre Theorien einen Dialogoptimismus, der die Begegnung zwischen Menschen in Miniaturen über Gleichheit, Anerkennung, Fremdverstehen, Geselligkeit, Takt, Humor, Liebe und Mitmenschlichkeit würdigte und das verantwortungsvolle Miteinander den handelnden und sprechenden Akteuren anvertraute. Titel Impressum Inhalt Dank Anmerkung zum Umschlagbild Vorwort Einleitung Das ‚Wunder‘ der Sprache zwischen Natur und Kultur des Menschen Fragestellung und Hintergrund Methodische Rahmung 1. Jüdisch-deutsche Lebenswelten als Inspiration der Theorie? Zum wissenssoziologischen und ideengeschichtlichen Kontext 1.1 Der Aufklärungshumanismus des liberalen Reformjudentums 1.2 Die ‚Renaissance jüdischer Kultur‘ in der Weimarer Republik 1.3 Erzwungene Emigration im ‚Zeitalter der Extreme‘ 1.4 Vergleichendes Resümee 2. Wilhelm von Humboldt: Die schöpferische Energie des Menschen und die Varietät der Weltansichten in den Sprachen 2.1 Die Humboldts – ein Kosmos kosmopolitischer Universalgelehrsamkeit 2.2 ‚Licht‘ und ‚Wärme‘: Mit Kant über Kant hinaus 2.3 Der Topos der ‚inneren Sprachform‘ 2.4 Sprache als ‚energeia‘ – tätiges Leben statt ‚todtes Gerippe‘ 2.5 ‚... das Zurückstrahlen aus einer fremden Denkkraft‘ – Humboldts ‚Dualis‘ 2.6 ‚... daß jedes Verstehen ein Nichtverstehen einschließt‘ 2.7 Humboldts Sprachprojekt als Grundlage einer Kulturhermeneutik 3. Heymann Steinthal: Psychologische Anthropologie der Sprache als Kulturhermeneutik 3.1 Steinthals geistige Ahnen: Hegel, Humboldt und Herbart 3.2 Interventionen in das Rätsel um den Sprachursprung 3.3 Theorie der Apperzeption und psychische Elementarprozesse des Sprechens 3.4 Verständnis als ‚geistiger Springpunkt‘ der Sprache 3.5 Sprache zwischen sozialdarwinistischen und kulturphilosophischen Positionen 3.6 Grundloses Vertrauen in Gemeinschaft? 4. Moritz Lazarus: Sprachgemeinschaft und Gespräche. Völkerpsychologie als Proto-Soziologie 4.1 Die Konzeption des ‚Volksgeistes‘ 4.2 Das Programm der Völkerpsychologie und Simmels ‚Beerbung‘ 4.3 Philosophie des Individuums und Relationalität des Selbst 4.4 Die Rolle der Sprache in der Völkerpsychologie 4.5 Gespräche als das Band, das die Welt im Innersten zusammenhält 5. Ernst Cassirer: ‚Unbedingtes Vertrauen zur Weltgestaltung und Welterneuerung‘. Der Mensch als ‚animal symbolicum‘ 5.1 Cassirers Referenz auf Kants Vernunft und Humboldts Sprachgeist 5.2 Sprache und Sprechen als Basisstrukturen menschlicher Kulturalität 5.3 Sein oder Sinn, Freiheit oder Fatum: Der Zank auf dem Davoser ‚Zauberberg‘ 5.4 ‚Nur der Mensch kann Menschen erkennen‘: Das Fremdpsychische 5.5 Cassirers Auseinandersetzung mit Simmels ‚Tragödie der Kultur‘ 5.6 Kulturkritik im Exil: Der Mensch – ‚a citizen of two worlds‘ 5.7 ‚It was a real witches sabbath‘: Die Depotenzierung des Subjekts in politischen Mythen des 20. Jahrhunderts 5.8 Trotz allem: Intaktes Sprachvertrauen und ideelle Gegenwelten 6. Alfred Schütz: Die Intersubjektivität der Lebenswelt und Möglichkeiten des Fremdverstehens 6.1 Die phänomenologische Begründung der ‚verstehenden Soziologie‘ 6.2 Sinn in Akten der Selbstauslegung und im echten Fremdverstehen 6.3 Die kommunikative Verständigung in der Lebenswelt 6.4 Die Einheit der Personalität in der Sozialwelt 6.5 Verantwortung als Privileg und Pflicht: Der ‚gut informierte Bürger‘ 6.6 Der Mensch zwischen Typisierung, Vorurteil, Gleichheit und Chancen 7. Martin Buber: Antwort als Verantwortung. Dialogisches Sein als responsive Ethik und Anerkennung von Alterität 7.1 Dialogische Philosophie in der Nachfolge Wilhelm von Humboldts 7.2 Die Entdeckung des Chassidismus als dialogisches Erweckungserlebnis 7.3 Die ‚Ich-Du-Relation‘: Das dialogische Seinsprinzip des Menschen 7.4 „Nichts kann sich weigern, dem Wort Gefäß zu sein“. Zwiesprache mit Gott 7.5 Der relationale Mensch zwischen Schuld und Schuldgefühlen 7.6 Anthropologische Dimension der Dialogik: Urdistanz und Beziehung 7.7 Krisen der Selbsterkenntnis und der verlorene monologische Mensch 8. Der ‚Fremde‘: Biblische Figur und soziologischer Typus. Sozialethische Dimensionen der Sprach- und Kulturtheorie der Vermittlung 8.1 Dem Mitmenschen Gehör und Anerkennung verschaffen 8.2 Die Figur des ‚Fremden‘ in den Quellen des Judentums 8.3 Die Figur des ‚Fremden‘ in der jüdischen Sozialethik 8.4 Antwort auf eine Kultur der Differenz: Geselligkeit, Takt und Humor 8.5 Der Fremde als Typus der Sozialtheorie bei Simmel und Schütz 8.6 Die Rolle des Fremden für Vergesellschaftungsprozesse bei Simmel 8.7 Die Krise des Fremden und Möglichkeiten der Bewältigung bei Schütz 8.8 Die Typologie des Fremden bei Simmel und Schütz: Ungleiche Zwillinge 8.9 Die vielen ‚Gesichter‘ des Fremden 9. Cum grano salis: Dialogoptimistische Variationen des Vertrauens 9.1 Zusammenfassung: Die Repräsentanten der jüdisch-deutschen Gelehrtenkultur 9.2 Thesen 9.3 Der ‚Schatz im Acker‘: Zur Aktualität der Konzepte für eine kritische Kultur- und Sozialtheorie heute Literaturverzeichnis Primärliteratur Sekundärliteratur Personenregister Sachregister Preliminary Material -- Dank -- Anmerkung zum Umschlagbild -- Vorwort -- Einleitung -- Jüdisch-deutsche Lebenswelten als Inspiration der Theorie? Zum wissenssoziologischen und ideengeschichtlichen Kontext -- Wilhelm von Humboldt: Die schöpferische Energie des Menschen und die Varietät der Weltansichten in den Sprachen -- Heymann Steinthal: Psychologische Anthropologie der Sprache als Kulturhermeneutik -- Moritz Lazarus: Sprachgemeinschaft und Gespräche. Völkerpsychologie als Proto-Soziologie -- Ernst Cassirer: 'Unbedingtes Vertrauen zur Weltgestaltung und Welterneuerung'. Der Mensch als 'animal symbolicum' -- Alfred Schütz: Die Intersubjektivität der Lebenswelt und Möglichkeiten des Fremdverstehens -- Martin Buber: Antwort als Verantwortung. Dialogisches Sein als responsive Ethik und Anerkennung von Alterität -- Der 'Fremde': Biblische Figur und soziologischer Typus. Sozialethische Dimensionen der Sprach- und Kulturtheorie der Vermittlung -- Cum grano salis: Dialogoptimistische Variationen des Vertrauens -- Literaturverzeichnis -- Personenregister -- Sachregister
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