Deutsche Politikwissenschaftler in der Emigration : Studien zu ihrer Akkulturation und Wirkungsgeschichte ; mit einer Bibliographie
معرفی کتاب «Deutsche Politikwissenschaftler in der Emigration : Studien zu ihrer Akkulturation und Wirkungsgeschichte ; mit einer Bibliographie» نوشتهٔ Alfons Söllner (auth.)، منتشرشده توسط نشر VS Verlag für Sozialwissenschaften در سال 1996. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Dr. Alfons Söllner ist Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Technischen Universität Chemnitz. Front Matter....Pages I-3 Front Matter....Pages 4-4 Die Emigration deutscher Wissenschaftler nach 1933, ihr Einfluß auf die Transformation einer Disziplin....Pages 5-28 Front Matter....Pages 29-29 Gruppenbild mit Jäckh — Die „Verwissenschaftlichung“ der Deutschen Hochschule für Politik während der Weimarer Republik....Pages 31-54 Linke Schüler der konservativen Revolution? — Franz Neumann, Otto Kirchheimer und Herbert Marcuse am Ende der Weimarer Republik....Pages 55-71 Die Zerstörung der internationalen Geltung Berlins und die Wirkung der Berliner Emigranten auf die Gastländer....Pages 72-80 Front Matter....Pages 81-81 On Transit to America — Political Scientists from Germany in Great Britain after 1933....Pages 83-97 „Kronjurist des Dritten Reiches“ — Das Bild Carl Schmitts in den Schriften der Emigranten....Pages 98-117 Wissenschaftliche Kompetenz und politische Ohnmacht — Deutsche Emigranten im amerikanischen Staatsdienst 1942–1949....Pages 118-132 Front Matter....Pages 133-133 Vom Völkerrecht zur science of international relations — Vier Typen der Internationalisierung....Pages 134-145 Hans J. Morgenthau — ein deutscher Konservativer in Amerika....Pages 146-165 Politische Dialektik der Aufklärung — Zum Nachkriegswerk von Franz Neumann und Otto Kirchheimer....Pages 166-196 Front Matter....Pages 197-197 „The Philosopher not as King“ — Herbert Marcuses politische Theorie in den vierziger Jahren....Pages 199-211 Von Jerusalem nach Athen — der Denkweg von Leo Strauss....Pages 212-225 Hannah Arendt: „Vita Activa oder Vom tätigen Leben“ — ein Lektüreversuch....Pages 226-248 Front Matter....Pages 249-249 Emigranten beurteilen die deutsche Entwicklung nach 1945....Pages 250-272 Reimport aus der Emigration? — ein hypothetischer Ausblick auf die Gründung der westdeutschen Politikwissenschaft....Pages 273-288 Back Matter....Pages 289-356 Der hier vorgelegte Band versammelt Studien und Essays, die ich, bis auf zwei frühere Auf sätze, in den Jahren 1985 bis 1990 geschrieben habe. Ich war damals Mitarbeiter des Berli ner Zentrums für Antisemitismusforschung und hatte das Glück, an einem längerfristigen Forschungszusammenhang mitwirken zu dürfen, der großenteils von der Volkswagen Stiftung finanziert wurde. Dieses Pilotprojekt trug den Arbeitstitel: "Wissenstransfer durch Emigration" und nahm sich vor, den Verlauf und die Wirkungsgeschichte der Wissen schaftsemigration als ganze ins Auge zu fassen. Eingelöst wurde dieses globale Anliegen durch die Konzentration auf je eine Fachrichtung aus dem konventionellen Trias der Wis senschaften -rur die Naturwissenschaften diente als Exempel die Physik, für die Geisteswis senschaften die Judaistik, rur die Sozialwissenschaften die Politologie. Erkenntnisleitend war die methodische Koppelung von zwei bislang getrennten Perspektiven: der sozialge schichtlichen, deren Leitbegriff, Akkulturation", und der wissenschaftsgeschichtlichen, de ren Fokus "Disziplin" hieß. Aus der Distanz von einem halben Jahrzehnt wird deutlich, wie abhängig von den zeitge schichtlichen Bedingungen die scheinbar so unabhängigen Fragen der Forschung sind, wie rasch sie sich verändern können, wenn der Kontext sich wandelt. Die sogenannte Emigrati onsforschung war in Deutschland bekanntlich erst zu Anfang der 80er Jahre systematisch in Gang gekommen, angestoßen nicht zuletzt durch eine großzügige Schwerpunktbildung der Deutschen Forschungsgemeinschaft Die Vertreibung zahlreicher Wissenschaftler durch das Hitler-Regime markiert nicht nur einen schmerzlichen politischen und sozialen Eingriff in die deutsche Geschichte, sondern schlägt ein besonderes Kapitel in der Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts auf. An der Gruppe der Politikwissenschaftler läßt sich sogar studieren, wie die Erfahrung der Emigration zum Promotor wurde, um eine moderne Wissenschaft von der Politik im Nachkriegsdeutschland erst auf den Weg zu bringen. Entscheidend dafür war die Konfrontation der juristisch geprägten deutschen Staatswissenschaft mit der andersartigen Disziplin der amerikanischen political science, die sich als der selbstbewußte Kern einer demokratischen Kulturtradition präsentierte. Der Autor folgt der eigenartigen wissenschaftlichen Wirkungsgeschichte dieser Gruppe über vier Stationen - Weimarer Ausgangspunkt, Wanderung und Internationalisierung, Akkulturation in den USA, Rückwirkung auf die Bundesrepublik - und entwirft das kollektivbiographische Bild einer politisch konditionierten Disziplingeschichte. Ergänzt wird die Darstellung durch die erste Gesamtbibliographie der deutschen Politikwissenschaftler in der Emigration.'(...) Für die Geschichte unseres Faches ist dieser Band unverzichtbar (...)'Zeitschrift für Politikwissenschaft, 1/97 Entscheidend dafur war die Konfrontation der juristisch gepragten deutschen Staatswissenschaft mit der andersartigen Disziplin der amerikanischen political science, die sich als der selbstbewusste Kern einer demokratischen Kulturtradition prasentierte.
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