Der Tod Gottes Als Lebensgefuhl Der Moderne: Geschichte, Deutung Und Kritik Eines Krisenphanomens (Dogmatik in der Moderne, 50) (German Edition)
معرفی کتاب «Der Tod Gottes Als Lebensgefuhl Der Moderne: Geschichte, Deutung Und Kritik Eines Krisenphanomens (Dogmatik in der Moderne, 50) (German Edition)» نوشتهٔ Philipp David، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebrek Ek در سال 2024. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Ende des 19. Jahrhunderts kündigte Friedrich Nietzsche den'Tod Gottes'als das'grösste neuere Ereigniss'an und stellte zugleich fest: dieses'ungeheure Ereigniss ist noch unterwegs und wandert'. Die Idee des Todes Gottes und die Vorstellung vom Sterben der Götter wanderten jedoch bereits seit Jahrtausenden durch die Geistes- und Kulturgeschichte und werden bis heute in unzähligen Schattierungen aufgegriffen, die von mythischen Narrativen über radikale Atheismen bis hin zu kreuzestheologischen Integrations- und ethischen Substitutionsversuchen variieren. In der Moderne spitzt sich diese Gemengelage epistemisch zu. Der Tod Gottes wird nun zum Lebensgefühl einer Zeit, die als auf Dauer gestellte Krise des Verlustes metaphysischer Letztbegründungen erlebt wird. Philipp David verfolgt die Geschichte eines polyphonen Motivs in Theologie und Philosophie, Literatur und Kultur und fragt, wie sich nach und mit dem Tode Gottes - aber keinesfalls an ihm vorbei - Theologie treiben lässt. Cover Titel Vorwort Einleitungsteil: Fragestellung und Zeitsituation 1 Der Tod Gottes als Lebensgefühl der Moderne? 1.1 Zur Fragestellung, These und Durchführung der Arbeit 1.2 Zur Methode der Arbeit 1.3 Zum Stand der Forschung: Überblick über die Rezeption der Idee vom Tode Gottes vorwiegend in der deutschsprachigen Theologie nach dem Zweiten Weltkrieg 1.3.1 Monographien (Dissertations- und Habilitationsschriften) und Studien 1.3.2 Lexikon- und Handbuchartikel 1.3.3 Beiträge und Berichte in Zeitschriften, Forschungsüberblicke und Einführungen 1.3.4 Monothematische systematische Entwürfe 1.3.5 Lehrbücher der Dogmatik und Entwürfe Systematischer Theologie 1.3.6 Theologiegeschichtliche Darstellungen 1.4 Systematischer Ausgangspunkt und Begriffsklärungen 1.4.1 Die Moderne als gegenwärtiges Zeitalter 1.4.2 Die Sinnkrise der präzisierten Lebenswelt 1.4.3 Der Tod Gottes als epochales Lebensgefühl 1.5 Aufgabenstellung: Geschichte, Deutung und Kritik eines Krisenphänomens Hauptteil A: Der Tod Gottes als sprachlicher Ausdruck von Sinnkrisen Teil I: Herkunft und Variationen des Motivs Tod Gottes 2 Mythen sterbender und auferstehender Götter: Der Tod Gottes als Motiv in der Religionsgeschichte 2.1 Erste Motivvariation: Der zerstückelte Gott (Osiris: toter Gott des Totenreichs) 2.2 Zweite Motivvariation: Der Untergang der antiken Götterwelt (Plutarchs Ausspruch „Der große Pan ist tot!“) 2.3 Dritte Motivvariation: Der gekreuzigte Gott (Jesus Christus) 2.4 Fazit und Ausblick: Vom variantenreichen Mythos zum präzisierten Christus 3 Das Gefühl der Gottverlorenheit als Vorahnung des Todes Gottes (Bewusstseinsdiagnostische Deutungsvarianten) 3.1 „... un Dieu perdu“ – Das Aufkommen des schmerzlichen Gefühls der Gottverlorenheit (Blaise Pascal) 3.2 Natur statt Gott: Radikaler Materialismus in der Französischen Aufklärung (Im Salon des Baron d’Holbach) 3.3 Um 1800 – Streit um Gott und Religionskritik (Von der Lessingzeit bis zu Hegels Erben) 3.4 Von der Religion ohne Gott zur Auflösung des Gottesgedankens in den subjektiven Christusglauben (Friedrich Schleiermacher) 3.5 Fazit und Ausblick: Bewusstseinswandel – Plausibilitätsverlust des (Mono-)Theismus und Beginn des christologischen Zeitalters des Christentums 4 Das Erlebnis des Todes Gottes als Ausdruck eines Erfahrungswandels (Literarische Deutungsvarianten) 4.1 „... daß kein Gott sei“: Die Traumvision vom toten Christus als Dekonstruktion des christlichen Diskurses (Jean Paul) 4.2 Jehova, Christus, Pan: Bilder vom „sterbenden Gott“ (Heinrich Heine) 4.3 „When God died I went to Sea with Ishmael ...“ – Überleben nach dem Tode Gottes auf dem offenen Meer (Herman Melville) 4.4 Nachkriegszeit und Trümmerliteratur: Das Begräbnis des lieben Gottes (Wolfdietrich Schnurre) 4.5 Fazit und Ausblick: Dem neuen Erfahrungsraum Sprache geben Teil II: Den Tod Gottes denken (Philosophische Deutungsvarianten) 5 Der Tod Gottes als Deutungskategorie für die europäische Moderne und als philosophische Denkfigur 5.1 Hegels und Nietzsches Diagnosen der neuen Zeit 5.1.1 Vom Gefühl zum Moment: Religion als Übergangsphänomen und Aufhebung Gottes in den Geist der Gemeinde (G. W. F. Hegel) 5.1.2 „Gott ist todt! Gott bleibt todt! Wir Alle sind seine Mörder“ – Diagnose des „größten neueren Ereignisses“ (Friedrich Nietzsche) 5.2 Radikale Endlichkeit des Daseins 5.2.1 Zur Freiheit verurteilt: Atheistischer Existentialismus (Jean-Paul Sartre) 5.2.2 Zwischen der Flucht der Götter und der Ankunft des letzten Gottes – Zukünftiges Denken: Vom Ereignis (Martin Heidegger) 5.3 Neuansätze Philosophischer Theologie 5.3.1 Das Vonwoher radikaler Fraglichkeit: Philosophische Theologie im Schatten von Atheismus und Nihilismus (Wilhelm Weischedel) 5.3.2 Transzendentalkritisches, existenziales Nachfragen: Philosophische Theologie als Widerruf des Todes Gottes (Wolfgang Janke) 5.4 Fazit und Ausblick: Philosophische Theologie nach dem größten neueren Ereignis Teil III: Den Tod Gottes denken (Theologische Deutungsvarianten) 6 Der Tod Gottes als Denkfigur in der US-amerikanischen Theologie 6.1 US-amerikanische Death of God Theologies in den ,langen‘ 1960er Jahren 6.2 Das Ereignis des Todes Gottes als Anstoß für die Radical Theology 6.2.1 Radikale Theologie als Literaturwissenschaft (William Hamilton) 6.2.2 Apokalyptische Selbstaufhebung Gottes in die Welt (Thomas J. J. Altizer) 6.3 After (the Death of) God 6.3.1 Kultivierung des komplexen Netzwerks des Lebens (Mark C. Taylor) 6.3.2 Perhaps – Ironische Theologie des Ereignisses (John D. Caputo) 6.3.3 Religiöser Atheismus als Glaube an einen objektiven Wertehimmel (Ronald Dworkin) 6.3.4 The Second Coming of the Death of God: Ein radikaler Gegenentwurf zum religiösen Fundamentalismus 6.3.5 After the Death of God the Father: Feministische Theologie jenseits des Patriarchats 6.4 Fazit und Ausblick: Ideologiekritik kultivieren 7 Der Tod Gottes als Denkfigur in der deutschsprachigen Theologie 7.1 Theologia post mortem Dei? 7.1.1 Mit einem Umweg über England: Zur Debatte um eine nachtheistische Theologie im kulturellen Umbruch der ,langen‘ 1960er Jahre 7.1.2 Post Bultmann Locutum – Entmythisierung des Gottesbegriffes in Existentialbezüge (Herbert Braun) 7.2 Theologie und Christologie nach Auschwitz 7.2.1 Der Tod Gottes als geschichtliches Ereignis und Befreiung zur Verantwortung für die Welt (Dorothee Sölle) 7.2.2 „Theologie im Hören des Todesschreis Jesu“ – Der zukunftseröffnende Kreuzestod in Gott und die Passion Gottes (Jürgen Moltmann) 7.2.3 Bleibende Anfragen einer Post-Holocaust Theology 7.3 Der Tod Gottes als trinitarische Denkfigur 7.3.1 Christologische Heimholung des Todes Gottes (Eberhard Jüngel) 7.3.2 Der Tod der Gottheit Gottes als Anfang der christlichen Religion (Falk Wagner) 7.4 Fazit und Ausblick: Variantenreiche Vereindeutigungsbestrebungen Hauptteil B: Systematische Perspektiven und kritische Revisionen 8 Dem Lebensgefühl der Moderne neue Reflexionsräume anbieten 8.1 Auf Dauer gestellt: Krise und Kritik der Theologie 8.2 „Dazwischen-Lesen“: Von der bleibenden Angewiesenheit auf intellektuelle Kritik 8.3 Radikale Fraglichkeit als existentialhermeneutisches Verfahren 9 Der Tod Gottes als metaphorisches Ereignis: Ein Deutungsversuch 9.1 Zum innovativen Störpotential der Metapher „Gott ist todt!“ 9.2 Zur narrativen Strategie der Metapher „Gott ist todt!“ 9.3 Die Metapher „Gott ist todt!“ als semantische Innovation 9.4 Zwischen Verlust und Befreiung: Ambivalenzen und Irritationspotentiale aushalten 10 Anfänglich leben: Kritische Revision des Schöpfungsgedankens 10.1 Zur Krise des Schöpfungsgedankens und zu seiner Transformation in religiöse Endlichkeitsreflexion 10.2 Zum Sinn des Schöpfungsgedankens 10.3 „Du kannst neu anfangen!“: Überlegungen im Anschluss an die Idee der Natalität (Hannah Arendt) 11 Halt in Haltungen: Ethische Perspektiven 11.1 Abschiedlich leben: Zur Haltung der Abschiedlichkeit 11.2 Bildung als Gabe Besonnener Anfang einer Ethik der Selbstsorge 11.3 Die Maßgabe der Besonnenheit als Lebensfülle Schlussteil 12 Zusammenfassung und typologische Systematisierung der Tod-Gottes-Idee 12.1 Zusammenfassende Betrachtung 12.2 Systematik der Deutungsmotivkreise der Tod-Gottes-Idee 12.2.1 Die Herkunft der Tod-Gottes-Idee aus dem Gewand des Mythos 12.2.2 Präfigurationen des modernen Tod-Gottes-Phänomens 12.2.3 Zeitdiagnostische Konkretionen des modernen Tod-Gottes-Phänomens 12.2.4 Strategien zur Überwindung des Tod-Gottes-Phänomens 12.2.5 Strategien zur Bekämpfung der Tod-Gottes-Idee 12.2.6 Strategien zur Integration der Tod-Gottes-Idee 12.2.7 Strategien des Aushaltens der Gott-ist-tot-Erfahrung 12.3 Ausklang Literaturverzeichnis Personenregister Sachregister
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