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Der Text, der (produktive) Unverstand des Abschreibers und die Literaturgeschichte : Johann Friedrich Oberlins Bericht 'Herr L...' und die Textüberlieferung bis zu Georg Büchners 'Lenz'-Entwurf

معرفی کتاب «Der Text, der (produktive) Unverstand des Abschreibers und die Literaturgeschichte : Johann Friedrich Oberlins Bericht 'Herr L...' und die Textüberlieferung bis zu Georg Büchners 'Lenz'-Entwurf» نوشتهٔ Gersch, Hubert، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

The book is a study of Johann Friedrich Oberlin's report "Herr L..." (1778), an account of Storm and Stress poet Jakob M. R. Lenz' sojourn in Steintal/Alsace. The account has a dual relevance for literary historians. It is a) the most important testimony we have for Lenz' enigmatically disastrous biography, and b) it served as Georg Büchner's main source when he was writing his (ultimately unfinished) novella "Lenz" in 1835. The material and the studies assembled in this volume cover a spectrum ranging from text critique and editing to historical-critical text interpretation. The findings they come up with have a bearing on the source material itself and are of interest in terms of literary history, the history of __mentalité__, and deep psychology.

Das Buch bietet die Resultate eines langjährig verfolgten Projekts 'forschenden Lernens', das sich in der akademischen Lehre als eine Schule in Philologie wie analytischer Interpretation herausbildete und bewährte. Es widmet sich Johann Friedrich Oberlins Bericht "Herr L..." von 1778, der den Aufenthalt des Sturm-und-Drang-Dichters Jacob M.R. Lenz im elsässischen Steintal überliefert und eine doppelte literaturgeschichtliche Relevanz erlangt hat: Der Bericht ist das bedeutendste Zeugnis zur rätselhaft katastrophalen Biographie von Lenz und diente Georg Büchner 1835 als Hauptquelle für sein Erzählprojekt "Lenz". Die Darstellungen und Studien des Buchs repräsentieren ein breitgefächertes literaturwissenschaftliches Untersuchungsspektrum und vermitteln quellenkundliche, literarhistorische, mentalitätsgeschichtliche und tiefenpsychologische Erkenntnisse. Die Teile I bis III enthalten die Kritische Ausgabe der Handschrift "Herr L...", eine Dokumentation der Textüberlieferung des Berichts und die Kritik der Textüberlieferung August Stöbers, der mit seinem Textverständnis und den von ihm produzierten Varianten das literaturgeschichtliche Bild vom angeblichen 'Wahnsinn' des melancholiekranken Lenz nachhaltig bestimmt hat; als Fallstudie ermöglicht diese Untersuchung einen konkreten Begriff von der Praxis und den Hintergründen des vor-kritischen Editionsverfahrens. Teil IV, Kritik der Quellentextgeschichte zu Büchners Lenz-Entwurf, analysiert den verzwickten Überlieferungsweg des Oberlin-Berichts, erstellt das Stemma und gibt der quellenkundlichen und der textgenetischen Forschung zu Büchners "Lenz" eine philologische Grundlage. Teil V als Analyse und Interpretationsbeispiel macht den Ertrag philologischer Arbeit in ihrer hermeneutischen Tragweite sichtbar, indem hier ein Detail der Textkritik als autobiographisches Deutbild Lenzens erschlossen wird, mit dem er seine problematische Lebenssituation - nach der Verbannung aus Weimar und dem Verlust der Freundschaft Goethes - begriff und das er auch von anderen verstanden haben wollte.

Das Buch bietet die Resultate eines langjährig verfolgten Projekts 'forschenden Lernens', das sich in der akademischen Lehre als eine Schule in Philologie wie analytischer Interpretation herausbildete und bewährte. Es widmet sich Johann Friedrich Oberlins Bericht "Herr L ..." von 1778, der den Aufenthalt des Sturm-und-Drang-Dichters Jacob M.R. Lenz im elsässischen Steintal überliefert und eine doppelte literaturgeschichtliche Relevanz erlangt hat: Der Bericht ist das bedeutendste Zeugnis zur rätselhaft katastrophalen Biographie von Lenz und diente Georg Büchner 1835 als Hauptquelle für sein Erzählprojekt "Lenz". Die Darstellungen und Studien des Buchs repräsentieren ein breitgefächertes literaturwissenschaftliches Untersuchungsspektrum und vermitteln quellenkundliche, literarhistorische, mentalitätsgeschichtliche und tiefenpsychologische Erkenntnisse. Die Teile I bis III enthalten die Kritische Ausgabe der Handschrift "Herr L ... ", eine Dokumentation der Textüberlieferung des Berichts und die Kritik der Textüberlieferung August Stöbers, der mit seinem Textverständnis und den von ihm produzierten Varianten das literaturgeschichtliche Bild vom angeblichen 'Wahnsinn' des melancholiekranken Lenz nachhaltig bestimmt hat; als Fallstudie ermöglicht diese Untersuchung einen konkreten Begriff von der Praxis und den Hintergründen des vor-kritischen Editionsverfahrens. Teil IV, Kritik der Quellentextgeschichte zu Büchners Lenz-Entwurf, analysiert den verzwickten Überlieferungsweg des Oberlin-Berichts, erstellt das Stemma und gibt der quellenkundlichen und der textgenetischen Forschung zu Büchners "Lenz" eine philologische Grundlage. Teil V als Analyse und Interpretationsbeispiel macht den Ertrag philologischer Arbeit in ihrer hermeneutischen Tragweite sichtbar, indem hier ein Detail der Textkritik als autobiographisches Deutbild Lenzens erschlossen wird, mit dem er seine problematische Lebenssituation - nach der Verbannung aus Weimar und dem Verlust der Freundschaft Goethes - begriff und das er auch von anderen verstanden haben wollte Einleitung und Überblick I. TEIL. J. F. Oberlins Bericht Herr L. .... Kritische Ausgabe der Handschrift (H). in Zusammenarbeit mit Hartmut Dedert, Stephan Oswald, Stefan Schmalhaus und Reinhard F. Spieß Editorische Vorbemerkungen 1. Text 2. Lesarten II. TEIL. J. F. Oberlins Bericht Herr L. .... Dokumentation der Textüberlieferung. in Zusammenarbeit mit Paulus Kuchta Editorische Vorbemerkungen Texte 1. Auszug aus D. E. Stöbers Biographie Vie de J. F. Oberlin 2. Abdruck von A. Stöbers Teilabschrift (h3) 3. Teildruck von A. Stöbers Aufsatz Der Dichter Lenz (d1) 4. Abdruck von A. Stöbers Textfassung Der Dichter Lenz, im Steinthale (d2) 5. Varianten zu d2 aus A. Stöbers Textfassung in seinem Sammelband Der Dichter Lenz und Friedericke von Sesenheim (d3) III. TEIL. J. F. Oberlins Bericht Herr L. ... und der (produktive) Unverstand des Abschreibers Kritik der Textüberlieferung A. Stöbers. in Zusammenarbeit mit Andreas Daniel, Harry Fröhlich, Paulus Kuchta und Petra Raymond Methodische Vorbemerkungen 1. Entziffern, Abschreiben und Korrigieren 2. Mechanismen des Abschreibens 3. Bearbeiten 4. Veröffentlichen 5. Redigieren und Nachdrucken IV. TEIL. J. F. Oberlins Bericht Herr L. ... als Vorlagentext für G. Büchners Lenz-Entwurf Kritik der Quellentextgeschichte. in Zusammenarbeit mit Andreas Pilger Methodische Vorbemerkungen 1. Quellengeschichte 2. Voruntersuchungen zur Quellentextkritik 3. Quellentextkritik 4. Fazit und Stemma der Quellentextgeschichte V. TEIL. J. F. Oberlins Bericht Herr L. ... und die Bedeutung des Details: Lenz, Goethe, Abbadona und der »Abschied« Analyse- und Interpretationsbeispiel. in Zusammenarbeit mit Stefan Schmalhaus Methodische Vorbemerkungen 1. Lenz, Abbadona und Goethe 2. Lenz, Abbadona und der »Abschied« Quellen- und Literaturverzeichnis Main description: The book is a study of Johann Friedrich Oberlin's report "Herr L ..." (1778), an account of Storm and Stress poet Jakob M.R. Lenz' sojourn in Steintal/Alsace. The account has a dual relevance for literary historians. It is a) the most important testimony we have for Lenz' enigmatically disastrous biography, and b) it served as Georg Büchner's main source when he was writing his (ultimately unfinished) novella "Lenz" in 1835. The material and the studies assembled in this volume cover a spectrum ranging from text critique and editing to historical-critical text interpretation. The findings they come up with have a bearing on the source material itself and are of interest in terms of literary history, the history of mentalité, and deep psychology Hubert Gersch In Zusammenarbeit Mit Mitgliedern Münsterscher Forschungsseminare. Includes Bibliographical References (p. 191-198).
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