Der Teufel und seine poietische Macht in literarischen Texten vom Mittelalter zur Moderne
معرفی کتاب «Der Teufel und seine poietische Macht in literarischen Texten vom Mittelalter zur Moderne» نوشتهٔ Eming, Jutta (editor);Fuhrmann, Daniela (editor)، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Open Access The contributions in this volume examine the productive potentials of literary depictions of the devil in the pre-modern period, which have so far been overlooked in scholarship: what can the devil do as a character in a text that other characters cannot do – in spite of or perhaps even because of his non-conformist evil? What legitimizes the use of this character, and what makes it possible? Die versammelten Beiträge zielen darauf, der forschungsgeschichtlichen ?Verteufelung des Teufels? entgegenzuwirken. Sie gehen von dem Befund aus, dass die in vormoderner Literatur auftretende Teufelsfigur in der Regel in ihrem bösen, antagonistischen, den Weg zu Gott verstellenden und das Gute zerstörenden Charakter wahrgenommen und dergestalt in literatur- und kulturgeschichtlichen Analysen sinntragend werden. Ohne die negative Seite der Figur zu ignorieren, stellt sich die Frage, ob diese etablierte, primär theologisch-moralische Lesart des Teufels nicht den Blick auf schöpferische und gestalterische Eigenschaften der Figur verstellt, die ihr ebenso zu eigen sind und produktiv in die Textgestaltung wie auch deren Sinnstiftung einwirken. Entsteht nicht gerade in Teufelsdarstellungen ein Spielraum, aus dem literarische Texte ihre Gestaltungs-, Deutungs- und Sinnbildungspotentiale schöpfen können? Möglicherweise erklärt sich an mancher Stelle das häufige, oft ausgestaltete Auftreten des Teufels in vormoderner Literatur grundsätzlich eher aus den produktiven als aus den destruktiven Facetten der Figur. Diese poietische Macht des Teufels wird in detaillierten Auseinandersetzungen mit ausgewählten Primärtexten herausgearbeitet Der vorliegende Band versteht sich als ein Versuch, der forschungsgeschichtlichen 'Verteufelung des Teufels' zu begegnen. Er geht von der Hypothese aus, dass die etablierte, primär theologisch-moralische Lesart dieser paradigmatischen Figur der Vormoderne noch immer den Blick auf ihre schöpferischen Eigenschaften verstellt, die jedoch produktiv auf ästhetische Form und Sinnstiftung literarischer Texte einwirken können. Die Einzelstudien verfolgen das Ziel, die ästhetische Dynamik, die sich rund um die Teufelsfigur entfaltet, in ihrer Komplexität zu erfassen; dabei fokussieren sie folgende Fragen: Wozu ermächtigt der Einsatz einer Teufelsfigur im Text? Worin unterscheiden sich sein Aktionsfeld, seine Handlungsweise und kommunikative Kompetenz von denjenigen anderer Figuren? Welcher ästhetische Möglichkeitsraum eröffnet sich um die diabolische Figur herum, aus dem literarische Texte ihre Gestaltungs-, Deutungs- und auch Sinnbildungspotentiale schöpfen können? Die versammelten Beiträge interessieren sich für eben diese produktiven Eigenschaften, die als des Teufels poietische Kraft verstanden werden - sowohl im weiteren Sinne als Form des herstellenden Handelns als auch im engeren Sinne als Dichtung Vorwort Inhaltsverzeichnis Der Teufel und seine poietische Macht Der Antagonist als Heilsvermittler Im Dialog mit dem anderen Partner Vidensque diabolus amorem tantum Der Teufel als poetologische Figur in der Erzählung Das Meerwunder des Dresdner Heldenbuchs Teuflisch theatral Teuflische Synergie Diabolische Einsicht Die alchemische Höllenstrafe „Mein Name ist Legion“ Autor*innen- und Werkregister
دانلود کتاب Der Teufel und seine poietische Macht in literarischen Texten vom Mittelalter zur Moderne