Der Schulddiskurs in der frühen Nachkriegszeit: Ein Beitrag zur Geschichte des sprachlichen Umbruchs nach 1945 (Studia Linguistica Germanica 78) (German Edition)
معرفی کتاب «Der Schulddiskurs in der frühen Nachkriegszeit: Ein Beitrag zur Geschichte des sprachlichen Umbruchs nach 1945 (Studia Linguistica Germanica 78) (German Edition)» نوشتهٔ Kämper, Heidrun در سال 2005. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Untersuchung beantwortet die Frage, wie in der deutschen Nachkriegszeit der Jahre 1945 bis 1955 über die Schuld der Deutschen geredet wurde. Dieser Nachkriegsdiskurs wird unterschieden nach den drei Sprecherperspektiven Opfer, Täter und Nichttäter und als Umbruch der deutschen Sprachgeschichte nach 1945 bewertet. Methodisch ist die Arbeit als diskurs- und argumentationsanalytisch orientierte kulturwissenschaftliche Sprachgeschichte des 20. Jahrhunderts angelegt. Der Schulddiskurs ist insofern ein Phänomen des sprachlichen Umbruchs nach 1945, als zum ersten Mal im Neuhochdeutschen überhaupt ein Diskurs zu einer Schuld, wie die des Nationalsozialismus, nachweisbar ist, an dem sich eine, nach ethisch-moralischen bzw. rechtlichen Kategorien unterscheidbare Diskursgemeinschaft beteiligt. Deren jeweiliger Beitrag besteht in der Dokumentation der Gewalt (Opfer), in Strategien der Schuldabwehr und Rechtfertigung (Täter) und in der Konstruktion und Demontage von Identität (Nichttäter). Vorwort 1. Einführung 2. Die Diskursgemeinschaft: Beteiligungsrollen und Texte 2.1. Die Diskursgemeinschaft der Opfer Juden Antifaschisten Bürgertum und Militär Geistliche und religiös Inspirierte 2.2. Die Diskursgemeinschaft der Täter Regierung Planer Exekutor Schrittmacher Legitimator Distributor Militär Vertreter 2.3. Die Diskursgemeinschaft der Nichttäter Politiker/Gesellschaftskritiker Theologen Juristen Wissenschaftler/Philosophen Künstler/Dichter 3. Methodische Implikationen des Schulddiskurses 3.1 Kulturgeschichte 3.2 Sprachgebrauchsgeschichte 3.2.1 Diskurs 3.2.2. Argumentation 3.2.3. Lexik Schlüsselwort Stereotyp Begriff Deutungsmuster 4. Die Konfiguration der Diskursaussagen: Zeitreferenz und Schuldreflexion 5. Gegenwart: Umbruch - das Jahr 1945 5.1. Opfer: Freiheit 5.1.1. Überlebensschuld: Die Besten sind geblieben 5.1.2. Überlebensstolz: Wir sind gestählt 5.2. Täter: zum outlaw gemacht 5.3. Nichttäter: Abgrund der Vergangenheit – Berggrat der Zukunft 5.3.1. Die Deutschen in der Gegenwart 5.3.2. Die Zeit, in der wir leben Ende der Geschichte Wendest 6. Vergangenheit: Erinnerungsorte 1933 — 1945 6.1. Die Berichte der Opfer: L'Univers Concentrationnaire 6.1.1. Seinsweisen 6.1.2. Seelenlagen 6.1.3. Schauplätze 6.1.4. Gegenmenschen 6.1.5 „Selbstbefreiung“ 6.2. Die Strategien der Täter: Ich bin unschuldig 6.2.1. Umdeuten 6.2.2. Geständnisse Marginalisieren Idealisieren Egalisieren 6.2.3. Gegenklage 6.3. Die Analysen der Nichttäter: Die Epoche der Kollektivschuld 6.3.1. Abgrenzungen: Die Gesellschaft der Schuldigen 6.3.2. Erklärungen: Die Deutschen und der Nationalsozialismus Idealismus Hybris Militarismus Politische Unmündigkeit Gesetze unseres Werdens Verschüttet 7. Zukunft: deutsch werden 7.1. Die Restituierung der guten Kinderstube 7.1.1. Reinigung – Genesung 7.1.2. Verantwortung – Haftung – Wiedergutmachung 7.2. Systemabhängige Projekte 7.2.1. Kulturelle Identitäten 7.2.2. Politische Kultivierung Kampf für den Frieden Frieden undFreiheit Freiheit des Volkes Persönliche Freiheit antifaschistisch-demokratisch vs freiheitlich-demokratisch Antifaschistisch-demokratisch Freiheitlich-demokratisch 8. Zusammenfassung 8.1. Der Schulddiskurs der Opfer Wortliste 8.2. Der Schulddiskurs der Täter Wortliste 8.3. Der Schulddiskurs der Nichttäter Wortliste 9. Der Schulddiskurs als Phänomen eines sprachlichen Umbruchs 9.1 Dokumentation der Gewalt 9.2 Strategien der Schuldabwehr und Rechtfertigung 9.3 Identität – Konstruktion und Demontage 10. Bibliographisches Verzeichnis 10.1. Quellenverzeichnis 10.1.1 Sammlungen 10.1.2 Primärquellen 10.1.3 Sekundärquellen 10.2. Literaturverzeichnis 10.2.1. Linguistische Sekundärliteratur und Hilfsmittel 10.2.2. Histrioographische und sonstige Sekundärliteratur 11. Register 11.1. Wortregister 11.2. Namenregister 11.2.1. Namenregister der Primär- und Sekundärquellen 11.2.2. Register sonstiger Namen Wie reden Opfer, wie reden Täter und wie reden diejenigen, die sich vom Nationalsozialismus fern halten konnten über die Schuld der Deutschen? Dieser Frage geht die Autorin nach und rekonstruiert dazu drei verschiedene Subdiskurse, in denen die Beteiligten den Begriff der Schuld jeweils aus ihren unterschiedlichen Perspektiven konstruieren. Review text: "Die Arbeit zeugt von großer Sorgfalt wie von starkem Engagement. Sie ist eine wertvolle Bereicherung sprachgeschichtlicher Erkenntnisse aus der Frühe der Nachkriegszeit."Erich AStraßner in: Germanistik 1-2/2006
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