Der Richter und seine Ankläger : Eine narratologische Untersuchung der Rechtsstreit- und Prozessmotivik im Johannesevangelium
معرفی کتاب «Der Richter und seine Ankläger : Eine narratologische Untersuchung der Rechtsstreit- und Prozessmotivik im Johannesevangelium» نوشتهٔ Benjamin Lange; Mohr Siebeck GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر JCB Mohr (Paul Siebeck) در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Das Johannesevangelium ist durch die häufige Erwähnung von Zeugen, Anklagen, verhörartigen Befragungen und anderen Bestandteilen eines Gerichtsprozesses stark von forensischen Termini und Motiven des Rechtsstreites geprägt. Doch weshalb fehlt gerade in diesem Evangelium ein formeller Prozess vor dem jüdischen Synedrium? Durch eine detaillierte narrative Untersuchung zeigt Benjamin Lange, dass bereits die erste Hälfte des Evangeliums einen metaphorischen Prozess entfaltet. Dieser enthält nicht nur alle Bestandteile eines Gerichtsprozesses, sondern findet auch auf einer doppelten Ebene statt, bei der einerseits Jesus, andererseits die Welt vor Gericht stehen. Die damit verbundenen konfliktären Rollenbelegungen spitzen sich auf das Paradoxon des angeklagten Richters zu und sind fest in der christologischen Zielsetzung des Evangeliums verankert, indem sie den Lesenden zum Glauben an Jesus als Christus und Sohn Gottes führen. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Verzeichnis der Tabellen und Abbildungen Einleitung Kapitel I: Grundlagen 1. Forschungsüberblick 2. Zielrichtung der Studie 2.1. Identifikation von weiterem Forschungsbedarf 2.2. Ziel der Untersuchung 3. Verwendete Analysemethoden 3.1. Narratologische Analyse 3.2. Metaphorische Analyse 4. Vorgehensweise und Gliederung Kapitel II: Griechisch-römischer und alttestamentlichjüdischer Rechtsstreit 1. Griechisch-römisches und jüdisches Prozessrecht 1.1. Das griechische Prozessrecht 1.2. Das römische Prozessrecht 1.2.1. Legisaktionenverfahren 1.2.2. Formularprozess 1.2.3. Quaestionsprozess 1.2.4. Kognitionsverfahren 1.2.5. Forensische Rollen des römischen Prozessrechts 1.3. Das jüdische Prozessrecht 1.3.1. Das Prozessrecht der Thora 1.3.2. Das Prozessrecht im Frühjudentum 1.3.3. Forensische Rollen des jüdischen Prozessrechts 1.4. Das literarische Prozess-Setting 1.4.1. Rechtsstreit und Prozess 1.4.2. Ankläger und Angeklagter 1.4.3. Zeuge 1.4.4. Richter 1.4.5. Prozesszuschauer 2. Der Motivkomplex des alttestamentlichen Rechtsstreites 2.1. Der Rechtsstreit zwischen Menschen 2.2. Der Rechtsstreit Gottes mit Menschen 2.2.1. Gott als Ankläger 2.2.2. Gott als Angeklagter 2.2.3. Der Rechtsstreit Gottes mit der Welt 2.2.4. Makrokomplex von Rechtsstreitszenen in Jes 40–45 2.3. Ertrag 2.3.1. Rollenfunktionen 2.3.2. Rollenbelegungen 2.3.3. Darstellungsebenen 2.3.4. Darstellungsformen 2.3.5. Rhetorische Funktion Kapitel III: Prozessdarstellung als Thema des Johannesevangeliums 1. Die narrative Prozessdarstellung in Joh 18–19 1.1. Verhaftung und informelle Befragung (Joh 18,1–23) 1.2. Das absichtsvolle Fehlen eines jüdischen Prozesses (Joh 18,19–24) 1.2.1. Antiklimaktischer Erzählfokus 1.2.2. Intratextuelle Verweise 1.3. Rollenumkehrung im Prozess vor Pilatus (Joh 18,28–19,16) 1.4. Ertrag 2. Überblick über die Prozessmotivik in Joh 1–12 2.1. Wichtige Lexeme und Semanteme 2.2. Bestandteile des literarischen Prozess-Settings 2.3. Verweise auf den alttestamentlichen Rechtsstreit 2.4. Bildersprache 2.5. Rechtsstreitmotivik und narrative Struktur 2.6. Ertrag Kapitel IV: Joh 1–12 als narrativer Gerichtsprozess 1. Einführung in den kosmischen Prozess (Joh 1,1–34) 1.1. Der Prolog als Prozesseinführung (Joh 1,1–18) 1.2. Die Vorstellung des ersten Zeugen (Joh 1,19–34) 1.3. Ertrag 2. Die Prozesseröffnung (Joh 2,13–25; 3,11–21; 3,31–36) 2.1. Die erste Begegnung der Kontrahenten (Joh 2,13–25) 2.2. Das Zeugnis Jesu und des Erzählers (Joh 3,11–21) 2.3. Resümee des ersten Zeugen (Joh 3,31–36) 2.4. Ertrag 3. Die Formulierung der Anklagen (Joh 5,1–47) 3.1. Die Schilderung des Vergehens (Joh 5,1–15) 3.2. Die Anklage der Juden (Joh 5,16–18) 3.3. Die Anklage Jesu (Joh 5,19–30) 3.4. Der Aufruf der Zeugen (Joh 5,31–47) 3.5. Ertrag 4. Beweissammlung vor den Prozesszuschauern (Joh 7,14–8,59) 4.1. Einführung der Prozesszuschauer (Joh 7,14–24) 4.2. Jesus als Zeuge (Joh 8,12–20) 4.3. Umfassende Verhandlung weiterer Anklagen (Joh 8,37–59) 4.4. Ertrag 5. Anklageplädoyers und Geständnis des Angeklagten (Joh 9,1–10,39) 5.1. Verhandlung in absentia (Joh 9,1–39) 5.2. Die Hirtenrede als Anklagerede (Joh 9,40–10,21) 5.3. Das Geständnis des Angeklagten (Joh 10,22–39) 5.4. Ertrag 6. Die Urteilsverkündung (Joh 11,47–57; 12,37–50) 6.1. Das Urteil der Juden (Joh 11,47–53) 6.2. Das Urteil Jesu und des Erzählers (Joh 12,37–50) 6.3. Ertrag Kapitel V: Zusammenfassung und Auswertung 1. Die forensische Dimension: Rollen und Sachverhalte 1.1. Forensische Rollen und Prozess-Settings 1.2. Forensische Sachverhalte 2. Die narrative Dimension: Joh 1–12 als Prozess-Narration 2.1. Narrative Ebenen des Rechtsstreites 2.2. Narrativer Verlauf des Makro-Rechtsstreites 2.3. Der narrative Zusammenhang zwischen Joh 1–12 und Joh 18–19 3. Die metaphorische Dimension: Der Bildbereich des Rechtsstreites 3.1. Der Motivhintergrund des alttestamentlichen Rechtsstreites 3.2. Das Bildmosaik des Rechtsstreites als Träger theologischer Aussagen 3.3. Prozessmetaphorik als Theologie 4. Die rezeptionsästhetische Dimension: Funktion und Wirkung der Rechtsstreitmotivik 4.1. Rechtsstreitmetaphorik als persuasive Technik 4.2. Die Inklusion des Lesenden im Rechtsstreit 4.3. Wahrnehmungshorizonte und Erkenntnisprozesse des Lesenden Ergebnis und Ausblick Literaturverzeichnis Stellenregister Autorenregister Sachregister "Weshalb fehlt in der Passionserzählung des Johannesevangeliums ein formeller Prozess vor dem jüdischen Synedrium? Benjamin Lange zeigt auf, dass bereits die erste Hälfte des Evangeliums als metaphorischer Gerichtsprozess gelesen werden kann und damit einen neuen blick auf das Evangelium und seine Botschaft eröffnet. Im Zentrum der Darstellung steht das Paradoxen vo Jesus als angeklagtem Richter." -- Publisher, page four of cover
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