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Der Polygraf als Entlastungsbeweis : Grenzen, Probleme und Lösungen bei der Begutachtung von Aussagen im Strafverfahren

معرفی کتاب «Der Polygraf als Entlastungsbeweis : Grenzen, Probleme und Lösungen bei der Begutachtung von Aussagen im Strafverfahren» نوشتهٔ Johannes Makepeace; Mohr Siebeck GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2022. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Steht Aussage gegen Aussage, ist das Gericht mit der oft folgenschweren Frage konfrontiert, wem es Glauben schenken soll. Normalerweise verlassen sich die Richter dann auf ihre vermeintlich durch Erfahrung gewonnene Fähigkeit, Lügen zu erkennen. Nur ausnahmsweise beauftragen Gerichte Sachverständige mit einer aussagepsychologischen Begutachtung. Doch auch diese hat Schwächen und stößt schnell an ihre Grenzen. Johannes Makepeace zeigt diese Probleme auf und wendet sich zur Problemlösung einem Hilfsmittel zur Ermittlung der Glaubhaftigkeit einer Aussage zu, das von den Strafgerichten bislang kategorisch abgelehnt wurde: dem Polygrafen. Dabei untersucht er, was die aussagepsychologische Begutachtung einerseits und die polygrafengestützte Aussageanalyse andererseits zu leisten vermögen. Zusätzlich würdigt er deren Einsatz - vor allem jenen des Polygrafen - im Strafprozess rechtlich, um häufiger richtige und gerechte Ergebnisse zu erzielen. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis 1. Kapitel: Beweiswürdigung bei Aussage gegen Aussage I. Ein paar Worte zur Sexualstrafrechtsreform II. Wann genau steht Aussage gegen Aussage? III. Von der „ureigenen Aufgabe“ und der richterlichen Überzeugung 1. Beweiswürdigung bei Aussage gegen Aussage 2. Der Sachverständige ist die Ausnahme IV. Nonverbale Lügensignale, Menschenkenntnis oder der Wurf mit der Münze V. Der Status quo 2. Kapitel: Die aussagepsychologische Begutachtung I. Terminologie 1. Glaubhaftigkeit ist gleich „Wahrheit“? 2. Glaubwürdigkeit und Glaubhaftigkeit II. Hypothesengeleitete Diagnostik 1. Quellen der Unwahrheit 2. Von der „Nullhypothese“ zur „Lügenhypothese“ a) Nullhypothese b) Lügenhypothese und „Undeutsch-Hypothese“ c) Die Realkennzeichen der kriterienorientierten Aussageanalyse d) Weniger wichtig: Konstanz und Motivation 3. Suggestion: „Tod der Inhaltsanalyse“? III. Grenzen der kriterienorientierten Aussageanalyse 1. Kein ausreichendes Analysematerial 2. Manipulation, Aussagetraining und „Coaching“ 3. Akteneinsicht 3. Kapitel: Beweiswert der aussagepsychologischen Begutachtung: „gesunder Menschenverstand“ oder (Schein-)Wissenschaft? I. „Herrschende Meinung“: eine wissenschaftlich fundierte Methode? II. Validität der Aussagepsychologie III. Allgemeines zu Validitätsstudien 1. Laborstudien 2. Feldstudien und das leidige Problem mit dem Außenkriterium IV. Nur teilweise Bestätigung der Undeutsch-Hypothese 1. Kaum brauchbare Feldstudien a) Die Anfänge b) Eine deutsche Feldstudie c) Hochwertig, aber ernüchternd d) Drei neue Feldstudien 2. Realitätsfremde Laborstudien 3. Ein „glücklicher Umstand“: das Prinzip der Aggregation V. Trefferquoten – und warum es nicht wirklich auf sie ankommt 1. Empirische Forschung zu den Trefferquoten a) Zur Berechnung von Trefferquoten – Statistik für Juristen (Teil 1) b) Studienanalyse zu den Trefferquoten 2. Auf was es wirklich ankommt VI. Ermittlung des „konkreten Beweiswerts“ – Statistik für Juristen (Teil 2) 1. Der prädiktive Wert oder der „vermeintliche Beweiswert“ 2. Die Bayes-Regel im Strafprozess 3. Ein Baumdiagramm zur Veranschaulichung 4. „Strafprozessuale Anfangswahrscheinlichkeit“ 5. Likelihood-Quotient oder „abstrakte Beweiskraft“ VII. Zusammenfassung: Immerhin besser als die Münze 4. Kapitel: Die polygrafengestützte Glaubhaftigkeitsbegutachtung I. Das Urteil des Bundesgerichtshofs von 1998 1. Was bedeutet eigentlich „völlig ungeeignet“? 2. Auch beim Polygrafen geht es um den praktischen Nutzen II. Warum der Polygraf kein „Lügendetektor“ ist 1. Das Instrument 2. Eine konkrete Lügenreaktion gibt es nicht: „no specific lie response“ 3. Der Sachverständige III. Den richtigen Reiz setzen: Methoden polygrafengestützter Glaubhaftigkeitsbegutachtung 1. Das theoretische Fundament 2. Direkte Methoden: Die Vergleichsfragenmethode a) Gemeinsamkeiten b) Die Probable-Lie-Technik c) Das Numerische Scoring System d) Schwächen der Probable-Lie-Technik e) Die Directed-Lie-Technik f) Anhang: Fragensequenz der Directed-Lie-Technik 3. Exkurs: Zur Impraktikabilität der Tatwissenstechnik IV. Zum Vorwurf der Manipulierbarkeit: „Countermeasures“ 5. Kapitel: „Zahlen lügen nicht“: warum der Polygraf kein völlig ungeeignetes Beweismittel ist I. Einführung II. Eine kurze Geschichte des ewigen psychophysiologischen Meinungsstreits 1. Das alte Problem der Repräsentativität von Laborstudien 2. Sind Feldstudien überhaupt geeignet? III. Trefferquoten einschlägiger Feldstudien und der Beweiswert des Polygrafen 1. Die Feldstudie des Bundesgerichtshofs 2. Ein zweites Baumdiagramm 3. Vom Bundesgerichtshof nicht berücksichtigte „high quality field studies“ IV. Neue Forschung zur Vergleichsfragenmethode 1. Die Review des National Research Councils 2. Ein algebraischer Ansatz 3. Was Wiederaufnahmeverfahren mit dem Polygrafen zu tun haben 4. Hochwertige Feldstudien auf einen Blick V. Eine Auswahl von Laborstudien VI. Zwischenergebnis: Alles andere als „völlig ungeeignet“ 6. Kapitel: Der Polygraf im Strafverfahren I. Einführung II. Freiwilligkeit ist und bleibt „zwingend“ III. Die Begutachtung des Beschuldigten 1. Kein Verstoß gegen § 136a StPO a) Kein körperlicher Eingriff, keine körperliche Untersuchung, sondern Sachverständigenbeweis b) Keine Täuschung im Sinne von § 136a Absatz 1 Satz 1 StPO c) § 136a StPO analog: „Einblick in die Seele des Beschuldigten“? 2. Keine verfassungsrechtlichen Bedenken 3. „Richter sind auch nur Menschen“ oder: unzulässig aufgrund des „strafprozessualen Gesamtzusammenhangs“? a) Mehr Begründungsaufwand ist kein Gegenargument b) Nemo tenetur heißt auch, sich äußern zu dürfen c) Das menschliche Problem, wenn der Beschuldigte schweigt 4. Warum nur ein entlastendes Ergebnis verwertbar ist a) Alibi-Rechtsprechung „analog“ b) Der freundliche Gutachter: Gibt es ein „Friendly Examiner Syndrome“? VI. Der Einsatz des Polygrafen beim Zeugen 1. Begutachtungspflicht beim Zeugen? 2. Die vom Zeugen gewünschte Begutachtung 3. Folgen einer verweigerten Begutachtung 7. Kapitel: Abschließende (statistische) Überlegungen: nicht „entweder oder“, sondern „sowohl als auch“ I. Indizienring, Gesamt-Likelihood-Quotient und Gesamtbelastungswahrscheinlichkeit II. Ein letztes Baumdiagramm zur Kombinationslösung 8. Kapitel: Ein Blick in die Zukunft I. Eine kurze Zusammenfassung II. Zukunftsmusik Schrifttum Sachregister
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