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Der medizinische Orient : Wien und die Begegnung der europäischen Medizin mit dem Osmanischen Reich (1800-1860)

معرفی کتاب «Der medizinische Orient : Wien und die Begegnung der europäischen Medizin mit dem Osmanischen Reich (1800-1860)» نوشتهٔ Marcel Chahrour، منتشرشده توسط نشر BWV Berliner Wissenschafts-Verlag. in Franz Steiner Verlag GmbH در سال 2022. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begegnet die deutschsprachige Medizin dem "Anderen": dem als "Orient" konstruierten Südosten Europas, dem Osmanischen Reich und den Gebieten Nordafrikas, Persiens und der arabischen Halbinsel. In der Fachliteratur, in Debatten und in den Erfahrungen vor Ort tätiger Ärzte spiegelt sich die Begegnung unterschiedlicher medizinischer Systeme – die "akademische Medizin" integriert das Wissen der heilkundlichen Lehren des Osmanischen Reichs, nutzt es als Experimentierfeld und Erfahrungsraum. Später verändert sich die Position der ärztlichen Akteure: Von Beobachtern und vereinzelt Teilnehmenden werden auch deutschsprachige Ärzte im Osmanischen Reich und Ägypten zu Betreibern eines grundlegenden strukturellen Wandels, der auf eine Verdrängung der traditionellen heilkundlichen Methoden abzielt. Die Periode einer als "Modernisierung" und "Reform" verstandenen Machtübernahme europäischer medizinischer Strukturen im Osmanischen Reich beginnt. Marcel Chahrour wirft einen Blick auf die Vorgeschichte dieser "Reformperiode" und zeigt vom Standpunkt Wiens, wie die sich verändernde Medizin Europas das "Andere" konstruiert, während sie sich selbst findet. Vorwort Inhalt 1 Einleitung: Kontexte der Begegnung der Europäischen Medizin mit dem Osmanischen Reich 1.1 Wissen 1.2 Denken 1.3 Politik 2 Die Geschichte des Gipsverbands: Außereuropäisches Wissen in den Händen von „Reformern“ und „Orientalisten“ 2.1 Die „Erfindung“ des Gipsverbandes und die Verbreitung von Idee und Urheberschaft 2.2 Gipsanwendungen bei Knochenbrüchen – die verschwiegene Vorgeschichte 2.3 Der Sieg der „Reformer“ 3 Aneignung und Ablehnung des Impfgedankens: Zur Zirkulation von Wissen zwischen dem Osmanischen Reich und der europäischen akademischen Medizin 3.1 Die „Einimpfung“ und ihre Rezeption in der Medizin der Aufklärung 3.2 Die Frage des Anton de Haen 3.3 Die Kuhpockenimpfung 3.4 Der Kampf um die Köpfe der Menschen 3.5 Wien, ein Mittagessen und die Kuhpocken 3.6 Wissen im Glasrohr 3.7 Mit den Pocken gegen die Pest: Versuche zur Kreuzimmunität im „Orient“ 3.8 Konzeptionen der Krankheitsentstehung und der Umgang mit lokalem Wissen 3.9 Impfung und Fatalismus. Wie sich das Bild vom „rückständigen Orient“ verfestigte 4 Von der Angst, das Gesicht zu verlieren: Die Ägyptische Augenkrankheit und die Veränderung des ärztlichen Denkens in Europa 4.1 Augenkrankheiten in Ägypten und Europa 4.2 Die Expedition Napoleons nach Ägypten 4.3 Die „Ägyptische Augenentzündung“ erreicht die Wiener Medizin 4.4 Die Epidemie von Klagenfurt 4.5 Kontagiös, oder doch nicht? 4.6 Eine oder mehrere Krankheiten? 4.7 Die Augenentzündung wird „orientalisch“ 4.8 Die Entfernung der „Ägyptischen Augenentzündung“ vom „Orient“ 5 Die Angst vor der Pest und der „Orient“ als Bedrohung: Medizinische Diskurse über den „Orient“ als Krankheitsherd 5.1 Die Pest als ärztliche Idee 5.2 Der Pestkordon. Krieg gegen eine Krankheit 5.3 Die Vorstellung vom „Orient“ als Pestherd 5.4 Der „Orient“ als Versuchslabor 5.5 Der Fatalismus und die Entstehung der Pest 5.6 Ägypten und die Sphinx der Pest 5.7 „Orient“, Geschichte und Geographie der Medizin 6 Im Kampf gegen Pest und Cholera: Wie der „Orient“ zum Aktionsfeld für Medizin und Politik wurde 6.1 Die Cholera in Wien 6.2 Die Gründung der Gesellschaft der Ärzte und ihre Wechselwirkung mit der Sanitätspolitik der Monarchie 6.3 Eine Sphinx tritt ab: Die Verlegung der Pestfront ins Osmanische Reich 6.4 Die Vermessung des „Orients“: Ärztliche Berichte aus dem Osmanischen Reich und Ägypten 6.5 „Pestkämpfe“: Medizin und europäische Politik im Osmanischen Reich und Ägypten 7 „Ein einziger denkender Arzt kann ein Land vor dem Untergang retten“: Die deutschsprachige Medizin auf „Zivilisierungsmission“ 7.1 Der „Zustand der Heilkunde“ im Osmanischen Reich 7.2 „A doctor may do what he likes“: Von der Macht des Arztes und dem Kampf der europäischen Medizin gegen die „Scharlatanerie“ 7.3 Die Sanitätsräte als Plattformen für mittelbare Einflussnahme 7.4 Medizinische Schulen als „reiche Quelle des Segens“ 7.5 „Die schönsten Talente verkümmern“: Meinungen europäischer Ärzte über Forschung und Lehre im Osmanischen Reich 7.6 Versuche zur Strukturierung des Gesundheitswesens nach europäischen Vorbildern 7.7 „Der Orient ist kein gelobtes Land“: Scheitern am eigenen Anspruch 8 Ausblick auf eine Wirkungsgeschichte des „Medizinischen Orients“ 9 Quellen- und Literaturverzeichnis 9.1 Archivalien und Übersicht der verwendeten Medizinischen Periodika 9.2 Literaturverzeichnis
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