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Der lange Schatten der Vertreibung: Ethnizität und Aufbau des Sozialismus in tschechischen Grenzgebieten (1945-1960). Aus dem Tschechischen von Andreas R. Hofmann

معرفی کتاب «Der lange Schatten der Vertreibung: Ethnizität und Aufbau des Sozialismus in tschechischen Grenzgebieten (1945-1960). Aus dem Tschechischen von Andreas R. Hofmann» نوشتهٔ Matěj Spurný، منتشرشده توسط نشر Harrassowitz در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

In diesem Buch widmet sich Matej Spurny drei Minderheitengruppen im tschechischen Grenzland zwischen 1945 und 1960, also den Jahren der grossen Aus- und Umsiedlungsaktionen in der fruhen Nachkriegszeit und der Konsolidierung der sozialistischen Diktatur in der Tschechoslowakei. Er rekonstruiert die Politik gegenuber den auch nach der Vertreibung verbliebenen Deutschen, den Wolhynien-Tschechen und den Roma. Dabei nimmt er verschiedene Ebenen staatlicher Politik in den Blick: von den zentralen Entscheidungsgremien in Staat und Partei uber regionale und lokale Institutionen bis hin zu einzelnen Akteuren. Die Analyse ergibt ein differenziertes Bild der Genese von Politik und Praxis gegenuber den drei Minderheitengruppen im "wiederbesiedelten" Grenzland. Spurny legt die Konkurrenzen und Konflikte zwischen den genannten Ebenen offen und zeigt auch die Unfahigkeit oder den Unwillen lokaler Beamter bei der Umsetzung zentraler Befehle auf. Nicht zuletzt rekonstruiert er die Haltung der tschechischen Mehrheitsgesellschaft, die in vielen Fallen von den Behorden ein harteres Vorgehen gegenuber den Minderheiten forderte. Cover Title Pages Inhaltsverzeichnis Danksagung I. Einleitung I.1. Die Tschechoslowakei 1945‒1960 in der Geschichtsschreibung nach der Samtenen Revolution I.2. Prämissen, Fragestellung, Hypothesen I.3. Begriffe Sozialistische Diktatur oder totalitäres Regime? Minderheiten, Marginalisierung, Integration Grenzgebiet oder Sudeten? II. Das tschechische Grenzland an der Schwelle einer neuen Zeit II.1 Programm Das Land der glücklichen Slawen: Entwürfe zum neuen Grenzgebiet II.1.1. „Machen wir die Schlacht am Weißen Berg ungeschehen“ II.1.2. Ein Labor der nationalen und sozialen Wiedergeburt II.1.3. Vom Programm zum Plan II.2. AlltagDie Besiedlung des Grenzlandes anhand von Einzelbeispielen und Situationsberichten II.2.1. Die Kolonisierung nach dem Krieg (1945‒1947) II.2.2. Die Anfänge der sozialistischen Diktatur im Grenzland:Stabilisierung, Entvölkerung, Zusiedlung II.3. BilderSiedlungspropaganda und zeitgenössische Wahrnehmung II.3.1. Das offiziöse Bild vom Siedlungsland II.3.2. Das Grenzgebiet der Nachkriegszeit in der Presse II.3.3. Literarische Darstellungen des Grenzlands zwischen kritischer Reflexion und sozialistischem Realismus III. Die homogene GesellschaftEin nationales oder sozialistisches Projekt?Kontinuitäten und Diskontinuitäten III.1. Marxismus-Leninismus, Stalinismus und Ethnizität III.2. Ablehnung der Minderheitenpolitik der Ersten Republik III.2.1. Die Minderheitenpolitik der Ersten Republik und ihre Modifizierung nach 1938 III.2.2. Die Bewertung der Minderheitenpolitik der Zwischenkriegszeit durch die KSČ nach 1945 III.3. Die gesäuberte GesellschaftKontinuitäten der politischen Praxis in der Nachkriegs-Tschechoslowakei III.4. Veränderungen im Verhältnis zu den Minderheiten im Grenzgebiet nach 1945 III.4.1. Alte und neue Minderheiten im Grenzgebiet (1945‒1948) III.4.2. Veränderungen und Kontinuitäten beim Aufbau der kommunistischen Diktatur IV. Unerwünscht und doch gebrauchtMarginalisierung und Integration der deutschen Minderheit (1945‒1960) IV.1. Wer darf bleiben?Die deutsche Restbevölkerung als Objekt von Politik und Wirtschaft IV.1.1. Achtung des Familienverbands? IV.1.2. Scheingerechtigkeit IV.1.3. Unverzichtbar? IV.1.4. Eine neue Fünfte Kolonne?Reaktionen auf die im Grenzland verbliebenen Deutschen nach Einstellung der Massenaussiedlung IV.2. Zwischen Segregation, Integration und EmigrationIdeologien, Parteiendiskurse und Rechtsentwicklung IV.2.1. Zerstreuung als Ersatzlösung IV.2.2. Von Strenge zu Wohlwollen IV.2.3. Gewinnung der Deutschen für Staat und SozialismusDer Weg zur kollektiven Verleihung der Staatsbürgerschaft IV.2.4. Verbesserung der sozialen Lage der Deutschen und Beseitigung der Diskriminierung IV.2.5. „Fürsorge“ statt MinderheitenpolitikDie Ideologie hinter der Deutschenpolitik in den fünfziger Jahren IV.2.6. Die Externalisierung der „deutschen Gefahr“ und die staatliche Ausreiseregulierung IV.2.7. 1960 ‒ ist die „deutsche Frage“ gelöst? IV.3. „In unserem Betriebssender wird kein deutsch gesprochen“Aushandlungen des gemeinsamen Alltags IV.3.1. Behörden, Beamte, Funktionäre IV.3.2. Rückgabe konfiszierten Besitzes IV.3.3. Betriebe und Arbeitgeber IV.3.4. „Normales“ Zusammenleben trotz Politisierung?Nachbarn, Arbeitskollegen, Genossen IV.3.5. Rückzug in die lokale Gemeinschaft und engagierte KritikDeutsche Normalität in den fünfziger Jahren V. Opfer des Kapitalismus oder unverbesserliche Asoziale?Die Roma 1945‒1960 V.1. „Das Grenzland ist keine Müllgrube der Republik!“Die Roma als ungebetene Gäste im Grenzland der Nachkriegszeit V.2. Umerziehung und AssimilationIdeologie und Praxis der Romapolitik nach 1948 V.2.1. Regierungsdiskurse zu den Roma V.2.2. Die Praxis im Grenzgebiet und Gründe für eine veränderte Romapolitik V.3. Die „Zigeunerfrage“ und die Legitimität der sozialistischen Diktatur VI. Slawische Brüder oder unzuverlässige Elemente?Remigration, Segregation, Assimilation (1945‒1957) VI.1. Nationale Kraft versus unerwünschte AlteritätDie Haltung zu den Remigranten in der frühen Nachkriegszeit VI.1.1. Ideologische und pragmatische Motive der Remigration VI.1.2. Die Remigranten als Interessengruppe: Auseinandersetzungen um das Konfiskat VI.1.3. „Sie sind nicht wie wir“: Das Misstrauen gegenüber den Remigranten und seine nationalen und ideologischen Ursachen VI.2. Gemeinschaft als Grundlage der IdentitätDie Wolhynientschechen beim „Aufbau der neuen Ordnung“ VI.2.1. Die KSČ und die Remigranten aus Wolhynien VI.2.2. Staatstreue und Gruppenzusammenhalt VII. SchlussDer Ort der sozialistischen Diktatur in der modernen tschechischen Geschichte aus der Perspektive der peripheren Gruppen VII.1. Die Kontinuität der Säuberungslogik VII.2. Von der nationalen über die sozialistische Utopie zur Erhaltung der Ordnung.Wandlungen zentraler Diskurse Quellen‐ und Literaturverzeichnis Unveröffentlichte Quellen NA Národní archiv (Nationalarchiv) AÚV KSČ Archiv des ZK der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei AMV Archiv Ministerstva vnitra (Archiv des Ministeriums des Innern) MZA Moravský zemský archiv (Mährisches Landesarchiv) SOA Litomeřice Státní oblastní archiv (Staatliches Gebietsarchiv) SokA Most Státní okresní archiv (Staatliches Bezirksarchiv) VÚA Vojenský ústřední archiv (Militärisches Zentralarchiv), Prag Zeitgenössische Zeitungen und Zeitschriften Veröffentlichte Quellen und Literatur Abbildungsverzeichnis
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