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Der kollektive Gott [Elektronische Ressource] zur Ideengeschichte des "Neuen Menschen" in Russland

معرفی کتاب «Der kollektive Gott [Elektronische Ressource] zur Ideengeschichte des "Neuen Menschen" in Russland» نوشتهٔ Thomas Tetzner، منتشرشده توسط نشر Wallstein Verlag GmbH در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Eine revolutionäre Idee und ihre religiösen Wurzeln werden erstmals umfassend entschlüsselt. Die russische Revolution richtete sich nicht nur gegen überkommene Eigentums- und Machtverhältnisse. Auch der bisherige Typ Mensch sollte überwunden werden, um einer neuen, höheren Existenzform Platz zu machen – dem »Neuen Menschen". So träumte man etwa vom Beherrschen des Unterbewusstseins, der genetischen Veränderung des Körpers, seiner Verschmelzung mit der Maschine oder vom Aufheben der Grenzen zwischen den Geschlechtern und Individuen. Thomas Tetzner zeigt anhand zahlreicher Quellen, dass es sich bei der Idee vom »Neuen Menschen" um das ursprünglich religiöse Motiv einer »korporativen Vergöttlichung" handelte. Demnach konnten »göttliche" Eigenschaften wie Unsterblichkeit oder Schöpferkraft durch den Zusammenschluss zu einer größeren, »allmenschlichen" Einheit erlangt werden. Der Autor rekonstruiert die entsprechenden Vorstellungen des frühen Christentums und legt die geistesgeschichtliche Entwicklung jener Idee bis ins Russland des 19. und frühen 20. Jahrhunderts offen. Erstmals wird hier eine zentrale utopische Hoffnung der russischen Revolution ideengeschichtlich entschlüsselt und erklärt. Umschlag Titel Inhalt Einleitung Erster Teil. Religionsgeschichtliche Voraussetzungen 1. Einleitung: Schamane, Gilgamesch, Pharao 2. Griechische Antike: Von den Heroen zu Platon 3. Christentum 3.1. Altes Testament und hebräische Tradition 3.2. Der Neue Mensch in Christus Das Neue Testament Taufe und Abendmahl 3.3. Die Urkirche und ihre Väter 3.4. Der byzantinische Gottesthron 3.5. Russland: Das Dritte Rom 4. Exkurs: Die Entwicklung im Westen 4.1. Glaube und Fortschritt 4.2. Das bürgerliche Zeitalter: Fichte/Marx Zweiter Teil. Intellektuelle Auseinandersetzung 1. Einleitung: Westler und Slawophile 2. Wegbereiter 2.1. Tschaadajew: Menschheitspolitik Der russische Gottesacker Jenseits von Ich und Zeit 2.2. Belinski: Sozialistische Menschwerdung 3. Aufbruch und Ernüchterung 3.1. Bakunin: Die freie Persönlichkeit Tier – Mensch – Gott Tier – Christ – Mensch 3.2. Herzen: Die neuen Christen Das alte Europa Ein neues Russland 3.3. Tschernyschewski: Der höhere Mensch 4. Religiöser Rekurs 4.1. Dostojewski: Der russische Allmensch Die Erlösung Europas (und der Welt) Die Eroberung des Orients (und Asiens) 4.2. Solowjew: Die Gottmenschheit Der Weltprozess Universale Kirche und christliche Politik Arbeiter und Übermensch Dritter Teil. Anthropopolitische Perspektiven 1. Einleitung: Utopisten, Realisten 2. Berdjajew: Die anthropologische Offenbarung 2.1. Das ›Neue religiöse Bewusstsein‹ und das ›apokalyptische Christentum‹ 2.2. Der achte Schöpfungstag und das neue Geschlecht 2.3. Der ewige Mensch und der endgültige Bürger 3. Neue Körper. Biopolitische Utopien 3.1. Eugenik und Klassenkampf 3.2. Der Kosmonaut 3.3. Die Planung der Evolution von der Utopie ... ... zur Wissenschaft 3.4. Konditionierung 4. Parteinahe Diskurse 4.1. Die Gottbildner Sozialismus als Menschheitsreligion: Lunatscharski Sozialismus als Theurgie: Gorki (I) 4.2. Der Proletkult Die Organisation des Wir: Bogdanow Gott aus der Maschine: Gastew, Gladkow 4.3. Stalinistischer Realismus Baustelle Mensch: Gorki (II) Die sozialistische Persönlichkeit Schluss Abkürzungen Literatur Dank Impressum

Eine revolutionäre Idee und ihre religiösen Wurzeln werden erstmals umfassend entschlüsselt.Die russische Revolution richtete sich nicht nur gegen überkommene Eigentums- und Machtverhältnisse. Auch der bisherige Typ Mensch sollte überwunden werden, um einer neuen, höheren Existenzform Platz zu machen – dem »Neuen Menschen". So träumte man etwa vom Beherrschen des Unterbewusstseins, der genetischen Veränderung des Körpers, seiner Verschmelzung mit der Maschine oder vom Aufheben der Grenzen zwischen den Geschlechtern und Individuen.Thomas Tetzner zeigt anhand zahlreicher Quellen, dass es sich bei der Idee vom »Neuen Menschen" um das ursprünglich religiöse Motiv einer »korporativen Vergöttlichung" handelte. Demnach konnten »göttliche" Eigenschaften wie Unsterblichkeit oder Schöpferkraft durch den Zusammenschluss zu einer größeren, »allmenschlichen" Einheit erlangt werden. Der Autor rekonstruiert die entsprechenden Vorstellungen des frühen Christentums und legt die geistesgeschichtliche Entwicklung jener Idee bis ins Russland des 19. und frühen 20. Jahrhunderts offen.Erstmals wird hier eine zentrale utopische Hoffnung der russischen Revolution ideengeschichtlich entschlüsselt und erklärt.

Hauptbeschreibung Die russische Revolution richtete sich nicht nur gegen überkommene Eigentums- und Machtverhältnisse. Auch der bisherige Typ Mensch sollte überwunden werden, um einer neuen, höheren Existenzform Platz zu machen - dem ""Neuen Menschen"". So träumte man etwa vom Beherrschen des Unterbewusstseins, der genetischen Veränderung des Körpers, seiner Verschmelzung mit der Maschine oder vom Aufheben der Grenzen zwischen den Geschlechtern und Individuen. Thomas Tetzner zeigt anhand zahlreicher Quellen, dass es sich bei der Idee vom ""Neuen Menschen"" um das ursprünglich religi
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