معرفی کتاب «Der Kolchoz-Archipel im Privatisierungsprozess : Wege und Umwege der russischen Landwirtschaft in die globale Marktgesellschaft» نوشتهٔ Peter Lindner، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2008. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Reorganisation der Kollektivbetriebe im ländlichen Raum Russlands stellt das größte jemals durchgeführte Privatisierungsprojekt überhaupt dar. Einbezogen waren über 10 Mio. Beschäftigte und eine Fläche, die dem fünffachen Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland entsprach. Sie musste meist gegen den Willen der Betroffenen durchgesetzt werden und erreichte ihr ursprüngliches Ziel, die Etablierung kleinbäuerlicher Strukturen, nicht einmal in Ansätzen. Die Studie geht den Ursachen dieses Scheiterns nach und setzt sich dabei insbesondere kritisch mit der verbreiteten These auseinander, kulturell verankerter Kollektivismus und Egalitarismus determinierten die Entwicklungen im ländlichen Raum. Stattdessen wird gezeigt, dass der Schlüssel zum Verständnis des Verlaufs der Transformation in der symbiotischen Beziehung zwischen Hofwirtschaften und Großbetrieben zu sehen ist, deren Auflösung durch die Einführung marktwirtschaftlicher Strukturen erzwungen wird. Globalisierung,Russland,Transformation,Landwirtschaft,Privatisierung,Kolchose,Wirtschaft,Raum,Sozialgeographie,Kulturgeographie,Wirtschaftssoziologie,Geographie,Globalization,Economy,Space,Social Geography,Cultural Geography,Economic Sociology,Geography Inhalt Danksagung Verzeichnis der Abbildungen Verzeichnis der Tabellen Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen Verzeichnis der verwendeten russischen Termini Technische Vorbemerkung Vorwort Grundkategorien im Fokus der Privatisierung: staatlich, kollektiv, privat Privatisierung als Aushandlungsprozess Themen und Positionen Aufbau des Buches 1 Egalitär und kollektiv? Erzählungen über das russische Dorf zwischen Feudalherrschaft und Zwangsprivatisierung Individualistisch – kollektiv: Grenzen und Identitäten Strukturelle Analogien: Familie und Staat Zur falschen Zeit am falschen Ort: Die Stellung der Landkommunen im unilinearen Entwicklungsmodell der marxistischen Orthodoxie Das »neue Paradigma« »Sowjetische Kultur«? Kollektivismus und Egalitarismus als Deutungsrahmen 2 »Was die Kommune anordnet, hat den Segen Gottes!« Landumverteilungen und Steuererhebung Ein Netzwerk in Grenzen Haushalt und Kommune 3 »Alles hier gehört dem Kolchoz, alles hier gehört mir!« Die interne Verfasstheit des Kolchoz: Das dritte Musterstatut Kolchoz und kommunale Verwaltung Kolchoz und Hoflandwirtschaft 4 Die Entstehung »paralleler Halböffentlichkeiten« Die vorrevolutionären Landkommunen: lokale Gemeinschaften Die vorrevolutionären Landkommunen: lokale Gemeinschaften Egalitarismus und Kollektivismus als Praktiken der kommunalen Halböffentlichkeit Öffentlichkeit als Medium der Repräsentation Die lokal-informelle Sphäre Exkurs: Das Mysterium der Selbstkosten Das Kolchoz-Kollektiv 5 Föderale Vorgaben und lokale Antworten Die Reformgesetzgebung Methodische Annäherung I: Auswahl von Beispielbetrieben Methodische Annäherung II: empirische Vorgehensweise 6 Hofwirtschaften und Großbetriebe auf dem Weg in die Marktgesellschaft Die Privatisierung der Großbetriebe »Wir haben euch ins Wasser geworfen – schwimmt!« Kolchozbauern, Arbeiter und Miteigentümer Die neue Rolle der Hofwirtschaften Wahlmöglichkeiten und Entscheidungsprozesse Subsistenzlandwirtschaft, Marktorientierung und Lohneinkommen Postsowjetischer Patrimonialismus Infrastruktur und Isolation Macht und Verantwortung 7 Der postsowjetische ›Kolchoz-Archipel‹ Literatur
Die Reorganisation der Kollektivbetriebe im ländlichen Raum Russlands stellt das größte jemals durchgeführte Privatisierungsprojekt überhaupt dar. Einbezogen waren über 10 Mio. Beschäftigte und eine Fläche, die dem fünffachen Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland entsprach. Sie musste meist gegen den Willen der Betroffenen durchgesetzt werden und erreichte ihr ursprüngliches Ziel, die Etablierung kleinbäuerlicher Strukturen, nicht einmal in Ansätzen.Die Studie geht den Ursachen dieses Scheiterns nach und setzt sich dabei insbesondere kritisch mit der verbreiteten These auseinander, kulturell verankerter Kollektivismus und Egalitarismus determinierten die Entwicklungen im ländlichen Raum. Stattdessen wird gezeigt, dass der Schlüssel zum Verständnis des Verlaufs der Transformation in der symbiotischen Beziehung zwischen Hofwirtschaften und Großbetrieben zu sehen ist, deren Auflösung durch die Einführung marktwirtschaftlicher Strukturen erzwungen wird.
Besprochen in:Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie, 2/54 (2010), Jörg Stadelbauer