Der Körper der Moral: Versuch über das Ende und den Anfang des Menschlichen
معرفی کتاب «Der Körper der Moral: Versuch über das Ende und den Anfang des Menschlichen» نوشتهٔ Helmut Pape، منتشرشده توسط نشر Velbrück Wissenschaft در سال 2024. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Der Körper der Moral ist das, was immer wirksam wird, wenn Menschen zur Moral befähigt sind. Durch ihn verbinden sich Moral und Menschlichkeit. Er wird gebildet durch jene nahen Beziehungen, die Menschen so miteinander durchleben, dass sie dadurch den Anderen und sich selbst als Menschen annehmen. Erst durch das Teilen von Nähe verstehen Menschen sich zusammen mit dem nahen Anderen als Menschen und sind dadurch zum moralischen und menschlichen Handeln für den Anderen befähigt. Es besteht also ein Zusammenhang zwischen menschlichen Beziehungen – die wie die Menschen selbst endlich sind – und Moral, den etwa die kantische Konzeption des moralischen Subjekts als beziehungs- und umgebungsloses Wesen nicht kennt. Dies nachzuweisen, setzt sich das vorliegende Buch zum Ziel. Entscheidend ist der Begriff der Beziehung, um zu verstehen, wie der Körper und das Selbst im Miteinander sich bilden. Denn die miteinander geteilte Nähe ist eine unumgängliche Beziehung: Sie ermöglicht es erst, menschlichen Lebenssinn und die Fähigkeit zur Moral körperlich zu verbinden. Das prägende Durchleben von Beziehungen des Teilens von Gegenwart besteht in einer gleichwertigen, augenblicklichen Nähe des Einen zum Anderen. Sie ist es, die für moralische und ethische Themen wichtig ist. Die Befähigung zum lebensteiligen Eingehen von Beziehungen bleibt wirksam, auch wenn Leben zeitweise manifest behindert wird, misslingt oder zerstört wird. Denn das augenblickliche Gelingen von befähigender Nähe bleibt immer wieder möglich, was alle Moral, Politik, Ideale und Lebensziele stets voraussetzen. Das Verstehen der Kraft von Beziehungen ist, so zeigt Helmut Pape eindrücklich auf, mit dem Verstehen des Entstehens moralischer Fähigkeiten verbunden. Vorwort. Eigene Erfahrungen: Wie ein Problem sichtbar wird Einleitung Menschen vom Körper aus denken Wie die Menschlichkeit des Lebens in Beziehungen zu verstehen ist Die Ontologie der Lebensmöglichkeiten Beziehungen – wofür und wozu? Welche Ebene, welche Beziehungen, welches Ganze? Kontingenz: Der Zufall und das Mögliche in lebenszeitlichen Relationen Der Augenblick und das philosophische Verallgemeinern Das Normative und die unvermeidbare Kontingenz des Lebens Die erste Freiheit: Mit nahen Anderen leben können Das weitere Vorgehen Erstes Kapitel: Beziehungen 1. Menschen und Beziehungen Beziehungen und Endlichkeit Relation und Beziehung: Formale Begriffe und menschliche Umgebungen Die Relationenlogik und die Eigenschaften von Relationen Drei Formen von Relationen 2. Die Offenheit des relationalen Seins Relationen und Gefüge Wenn Menschen einander als Menschen verstehen Schwach, krumm und tierisch: Einige Selbstverständigungen In menschlicher Umgebung: Warum die Intentionalität des Bewusstseins keine Relation ist, aber Relationalität erfordert Das Werden in und durch Beziehungen 3. Praktische Beziehungen des Widerstehens: Vagheit und Differenz Die unhintergehbare Flüchtigkeit der handelnd zugänglichen kontingenten Relationen Welche Menschen, welche Beziehungen, welche Moral? Im Netz der Beziehungen aller Augenblicke Zweites Kapitel: Gelingen Das Gelingen als Anfang Was gelingende Lebensteilung von anderen Beziehungen unterscheidet Lebensteilung als anfänglich einfache Beziehung 1. Wechselseitigkeit Gelebte Gegenseitigkeit: Im Blick den Blickenden sehen Ökonomie des Teilens 2. Zeitlichkeit: Die Zeit im Augenblick Die Gegenwart als Augenblick teilen Das Muster der Augenblicke kontingenter Lebensteilung: Geburt und Tod Die Entschiedenheit zum Leben und zum Gelingen von Lebensteilung 3. Offenheit und Freiheit Freiheit im Augenblick des vormoralischen Guten Was der soziale, kulturelle und gesellschaftliche Rahmen für oder gegen Lebensteilung bewirken kann 4. Die Unvermeidbarkeit des Gelingens Der unvermeidbare Alltag Bedingungen der Unvermeidbarkeit Die Semantik der Unvermeidbarkeit des Geschehens In welchem Sinne mit dem Menschlichen das Gute gelingt: Lebensbefähigung und Wiederholung 5. Vom vormoralischen zum moralischen Guten: Ein unvermerkter Übergang Drittes Kapitel: Zerstörung 1. Menschlichkeit und moralische Praxis: Die Gleichzeitigkeit von Zerstörung und Gelingen Wie moralischer Pessimismus und die Zerstörung von Menschlichkeit ideologisch aufeinander bezogen sind 2. Holocaust und Genozid: Formen und Möglichkeiten von Menschlichkeit in der Gegenwart ihrer Zerstörung Zerstörte und verformte Lebensteilung: Wie Entmenschlichung entsteht und durchbrochen wird Die Unerkennbarkeit und die Wiedergewinnung des Gegenübers Die Veränderung und Überformung von Lebensteilung: Moralische Beziehungen Retter und Gerettete: Körperlich und moralisch für den Anderen einstehen Verkörperte Gefühle und geteilte Nähe: Was zum rettenden Einstehen für Andere befähigt 3. Wie Menschlichkeit und ihre Zerstörung beginnt, endet und ideologisch verbunden ist Das Gelingen und die Aufhebung des Menschlichen: Das Paradigma negativer Anthropologie Die Öffentlichkeit von Misslingen und Gelingen Zerstörung und das Fortbestehen der Befähigung zur Menschlichkeit 4. Menschlichkeit im Zusammenhang der Lebenszeit: Gefühle und die Positionalität moralischen Handelns Viertes Kapitel: Gefühle 1. Moralische Gefühle: Zugänge und Einbettungen Gefühle – in Beziehung zueinander 2. Barmherzigkeit und Mitgefühl: Wie motivierende Gefühle eingebunden werden Gefühle und Moral: Güte, Mitleid, Ungerührtheit Ordnungen des Lebens: Gewohnheiten als zeitabhängige Relationen 3. Beziehungen gefühlt – Gefühle bezogen Unbedachte Güte: Für den Anderen Handeln Das Teilen von Gefühlen als Befähigung 4. Wie widerstreitende Gefühle zusammengehören Der Mythos der Selbstevidenz von Gefühlen Unbedachte Güte und Ungerührtheit: Komplementäre Gefühlspraktiken Gefühle als Bedingungen und Teil von Moral Fünftes Kapitel: Befähigungen 1. Warum durch Befähigungen aus Zufällen Möglichkeiten werden Von der Ökologie der Möglichkeiten zu jener des Menschen Menschliche Möglichkeiten und was auch ohne Menschen möglich ist Real möglich – Zufälle ohne die Chance des Handelns? Die Wirklichkeit des praktisch Möglichen Menschliche Möglichkeiten und Fähigkeiten im Schatten des Selbst 2. Praktisch befähigt: Die Weisen des Umgangs mit Möglichkeiten und dem Unmöglichen Die erste Freiheit: Das Sich-Einlassen auf den nahen Anderen Der praktische Umgang mit und die Befähigung zum Unmöglichen Was im Augenblick des Sprechens geschieht Der geteilte Aussagedialog: Eine rhetorische Analyse Zwang und Freiheit im Dialog 3. Miteinander essen und träumen: Gemeinschaften des Lebens und die Fiktion ihrer Unendlichkeit Lebensteilung und moralisches Handeln Warum alltägliche Dialoge moralisch wirksam sein können Die Befähigung zu einer Lebensform und die Ökonomie des Teilens Befähigt zur Menschlichkeit Literatur
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