Der frankokanadische Roman der dreißiger Jahre : Eine ideologieanalytische Darstellung
معرفی کتاب «Der frankokanadische Roman der dreißiger Jahre : Eine ideologieanalytische Darstellung» نوشتهٔ Ertler, Klaus-Dieter، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die frankokanadische Literatur hat sich in ihrer Entwicklung maßgeblich über den Widerstand gegen die englische Vorherrschaft auf dem amerikanischen Kontinent definiert und weist daher tendenziell stark nationalistische Züge auf. Als Modell diente ihr zumeist ein verklärtes Bild von einem vorrevolutionären Frankreich, das mit der Realität eines modernen europäischen Staates wenig gemein hatte. Nach der Wirtschaftskrise von 1929 machten sich im globalen Diskurs "kompakte" Ideologien stark, wodurch die frankokanadische Identität in Argumentationsdruck geriet und im literarischen System spezifische Formen hervorbrachte: Einerseits wurde der beliebte, wenngleich ideologisch belastete Landroman (roman de la terre) noch weiterhin zur dominanten Gattung erhoben und bis zum Ende der dreißiger Jahre kultiviert, andererseits drängten von allen Seiten liberalistische Denkmuster heran, die das idyllische Bild von einem ruralen Frankokanada ins Schwanken brachten und die konsekrierte Gattung letztlich auflösten.
Zu klären war daher, wie sich die ideologischen Metaerzählungen der Dekade im literarischen System manifestierten und wie sie als Spruchbänder in den einzelnen narrativen Texten wirkten. Dafür mußten traditionelle ideologiekritische Modelle mit systemtheoretischer Optik zu einer leistungsfähigen ideologieanalytischen Methode weiterentwickelt und mit neueren Erzähltheorien kombiniert werden. Erst eine spektrale Analyse der Problematik ergab ein differenziertes Bild dieses bislang unterbelichtet gebliebenen Abschnitts.
Die frankokanadische Literatur hat sich in ihrer Entwicklung ma�geblich �uber den Widerstand gegen die englische Vorherrschaft auf dem amerikanischen Kontinent definiert und weist daher tendenziell stark nationalistische Z�uge auf. Als Modell diente ihr zumeist ein verkl�artes Bild von einem vorrevolution�aren Frankreich, das mit der Realit�at eines modernen europ�aischen Staates wenig gemein hatte. Nach der Wirtschaftskrise von 1929 machten sich im globalen Diskurs "kompakte" Ideologien stark, wodurch die frankokanadische Identit�at in Argumentationsdruck geriet und im literarischen System spezifische Formen hervorbrachte: Einerseits wurde der beliebte, wenngleich ideologisch belastete Landroman (roman de la terre) noch weiterhin zur dominanten Gattung erhoben und bis zum Ende der drei�iger Jahre kultiviert, andererseits dr�angten von allen Seiten liberalistische Denkmuster heran, die das idyllische Bild von einem ruralen Frankokanada ins Schwanken brachten und die konsekrierte Gattung letztlich aufl�osten. Zu kl�aren war daher, wie sich die ideologischen Metaerz�ahlungen der Dekade im literarischen System manifestierten und wie sie als Spruchb�ander in den einzelnen narrativen Texten wirkten. Daf�ur mu�ten traditionelle ideologiekritische Modelle mit systemtheoretischer Optik zu einer leistungsf�ahigen ideologieanalytischen Methode weiterentwickelt und mit neueren Erz�ahltheorien kombiniert werden. Erst eine spektrale Analyse der Problematik ergab ein differenziertes Bild dieses bislang unterbelichtet gebliebenen Abschnitts Die frankokanadische Literatur hat sich in ihrer Entwicklung maßgeblich über den Widerstand gegen die englische Vorherrschaft auf dem amerikanischen Kontinent definiert und weist daher tendenziell stark nationalistische Züge auf. Als Modell diente ihr zumeist ein verklärtes Bild von einem vorrevolutionären Frankreich, das mit der Realität eines modernen europäischen Staates wenig gemein hatte. Nach der Wirtschaftskrise von 1929 machten sich im globalen Diskurs "kompakte" Ideologien stark, wodurch die frankokanadische Identität in Argumentationsdruck geriet und im literarischen System spezifische Formen hervorbrachte: Einerseits wurde der beliebte, wenngleich ideologisch belastete Landroman (roman de la terre) noch weiterhin zur dominanten Gattung erhoben und bis zum Ende der dreißiger Jahre kultiviert, andererseits drängten von allen Seiten liberalistische Denkmuster heran, die das idyllische Bild von einem ruralen Frankokanada ins Schwanken brachten und die konsekrierte Gattung letztlich auflösten. Zu klären war daher, wie sich die ideologischen Metaerzählungen der Dekade im literarischen System manifestierten und wie sie als Spruchbänder in den einzelnen narrativen Texten wirkten. Dafür mußten traditionelle ideologiekritische Modelle mit systemtheoretischer Optik zu einer leistungsfähigen ideologieanalytischen Methode weiterentwickelt und mit neueren Erzähltheorien kombiniert werden. Erst eine spektrale Analyse der Problematik ergab ein differenziertes Bild dieses bislang unterbelichtet gebliebenen Abschnitts Vorwort Einleitung Erster Teil: Voraussetzungen und Grundfragen I. Erkenntnistheoretische Überlegungen zum Ideologiebegriff 1. Genese eines Begriffe 2. Typologisierung 3. Neue Parameter in Sicht? II. Die Beobachtung von Ideologie durch Literatur 1. Theoretische Voraussetzungen 2. Erzähltheoretische Implikationen 3. Ideologie als gattungskonstituierendes Phänomen III Metaerzählungen der frankokanadischen 30er Jahre 1. Die orthodox-nationalistische Metaerzählung und ihre Medien 2. Die (nationalistisch-)liberalistische Metaerzählung und ihre Medien Zweiter Teil: Die frankokanadischen Erzähltexte der 30er Jahre I. Der historisch ausgerichtete Erzähltext 1. Damase Potvin: La Robe noire 2. Alain Grandbois: Né à Québec 3. Léo-Paul Desrosiers: Nord-Sud II. Le roman de la terre 1. Félix-Antoine Savard: Menaud, maître draveur 2. Claude-Henri Grignon: Un homme et son péché 3. Ringuet: Trente arpents III. Die erzählte Stadt 1. Claude Robillard: Dilettante 2. Jean-Charles Harvey: Les Demi-civilisés 3. Rex Desmarchais: LTnitiatrice Zusammenfassung Literaturverzeichnis Personenregister Sachregister In its development, Franco-Canadian literature has defined itself very centrally in terms of resistance to English-speaking supremacy on the American continent. Accordingly, it tends to display strongly nationalist features. The model it originally proceeded on was in most cases an idealized image of pre-revolutionary France which had very little in common with the realities of a modern European nation. After the economic crisis in 1929, there was an upsurge of 'compact' ideologies in global discourse putting strong argumentative pressure on Franco-Canadian identity and producing specific forms within the literary system such as the rural novel (roman de la terre) . Klaus-dieter Ertler. Based On The Author's Thesis (doctoral)--karl-franzens-universität, Graz, 1999. Includes Bibliographical References (p. [399]-413) And Indexes.