معرفی کتاب «Der Dialog in Der Antike: Formen Und Funktionen Einer Literarischen Gattung Zwischen Philosophie, Wissensvermittlung Und Dramatischer Inszenierung ... (German, English and Italian Edition)» نوشتهٔ Herausgegeben von Sabine Föllinger und Gernot Michael Müller، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Der literarische Dialog gehörte in der Antike zu den zentralen Gattungen der Philosophie wie des theoretischen Diskurses im Allgemeinen. Den Gründen für die durchgängige Beliebtheit der Gattung in den unterschiedlichen Feldern der Wissensvermittlung nachzugehen, ist Ziel der 17 Beiträge des Sammelbands. Sie sind aus einer internationalen altertumswissenschaftlichen Tagung über den antiken Dialog, die 2011 in Bamberg stattgefunden hat, hervorgegangen. Der gemeinsame Fragehorizont der Beiträge gilt dem Verhältnis von Form, Inhalt und Funktion, mithin dem Dialog als literarischer Gattung. Dabei wird bewusst von einer eingeschränkten Definition der Gattung Dialog abgesehen, welche den hierarchiefreien Austausch unterschiedlicher Positionen sowie die Ergebnisoffenheit des inszenierten Gesprächs als entscheidende gattungsrelevante Kriterien betrachtet. Stattdessen liegt den Beiträgen ein offeneres, auf dem formalen Kriterium der Wechselrede basierendes Gattungsverständnis des literarischen Dialogs zugrunde, da dieses eine wertungsfreie Betrachtung der unterschiedlichen Formen und ihrer Intentionen ermöglicht. Erst ein solcher offener Zugang erlaubt es, die gesamte Bandbreite des literarischen Dialogs auszumessen. Sie reicht von seiner Nutzung als Medium eines offenen philosophischen Diskurses, wie ihn etwa ein Teil der Dialoge Platons bietet, bis zu seiner Inanspruchnahme für die Memorierung eines begrenzten Wissensbereichs, wie man sie in Unterrichtsgesprächen katechetischer Form findet. Auf diese Weise kann das Feld an Möglichkeiten, das die Gattung im Laufe ihrer antiken Wirkungsgeschichte herausgebildet hat, erschlossen werden. Aus diesem Grunde ist es Anliegen des Bandes, im Rahmen seiner Möglichkeiten ein nicht nur in chronologischer, sondern auch in formaler Hinsicht breites Spektrum an Dialogen zu analysieren und dabei in unterschiedlicher Ausprägung theoretische und literaturgeschichtliche Perspektiven aufeinander zu beziehen. Anspruch des Bandes ist es somit, ein wo nicht vollständiges, so doch umfassendes und theoretisch reflektiertes Panorama des literarischen Dialogs der Antike in seiner Vielfalt zu bieten und auf diese Weise zu weiteren komparatistischen Studien der Gattung anzuregen. Entsprechend der Tatsache, dass die Beliebtheit des literarischen Dialogs weit über die Antike hinaus bis in die Moderne reicht, richtet sich der Sammelband in gleichem Maße an Altertumswissenschaftler wie an Mediävisten, Neuphilologen und, insofern es sich beim literarischen Dialog um eine der produktivsten Gattungen des theoretischen Diskurses handelt, nicht zuletzt an Philosophiehistoriker.
Der literarische Dialog gehörte in der Antike zu den zentralen Gattungen der Philosophie wie des theoretischen Diskurses im Allgemeinen. Den Gründen für die durchgängige Beliebtheit der Gattung in den unterschiedlichen Feldern der Wissensvermittlung nachzugehen, ist Ziel der 17 Beiträge des Sammelbands. Sie sind aus einer internationalen altertumswissenschaftlichen Tagung über den antiken Dialog, die 2011 in Bamberg stattgefunden hat, hervorgegangen.
Der gemeinsame Fragehorizont der Beiträge gilt dem Verhältnis von Form, Inhalt und Funktion, mithin dem Dialog als literarischer Gattung. Dabei wird bewusst von einer eingeschränkten Definition der Gattung Dialog abgesehen, welche den hierarchiefreien Austausch unterschiedlicher Positionen sowie die Ergebnisoffenheit des inszenierten Gesprächs als entscheidende gattungsrelevante Kriterien betrachtet. Stattdessen liegt den Beiträgen ein offeneres, auf dem formalen Kriterium der Wechselrede basierendes Gattungsverständnis des literarischen Dialogs zugrunde, da dieses eine wertungsfreie Betrachtung der unterschiedlichen Formen und ihrer Intentionen ermöglicht. Erst ein solcher offener Zugang erlaubt es, die gesamte Bandbreite des literarischen Dialogs auszumessen. Sie reicht von seiner Nutzung als Medium eines offenen philosophischen Diskurses, wieihn etwa ein Teil der Dialoge Platons bietet, bis zu seiner Inanspruchnahme für dieMemorierung eines begrenzten Wissensbereichs, wie man sie in Unterrichtsgesprächen katechetischer Form findet. Auf diese Weise kann das Feld an Möglichkeiten, das die Gattung im Laufe ihrer antiken Wirkungsgeschichte herausgebildet hat, erschlossen werden.
Aus diesem Grunde ist es Anliegen des Bandes, im Rahmen seiner Möglichkeiten ein nicht nur in chronologischer, sondern auch in formaler Hinsicht breites Spektrum an Dialogen zu analysieren und dabei in unterschiedlicher Ausprägung theoretische und literaturgeschichtliche Perspektiven aufeinander zu beziehen. Anspruch des Bandes ist es somit, ein wo nicht vollständiges, so doch umfassendes und theoretisch reflektiertes Panorama des literarischen Dialogs der Antike in seiner Vielfalt zu bieten und auf diese Weise zu weiteren komparatistischen Studien der Gattung anzuregen. Entsprechend der Tatsache, dass die Beliebtheit des literarischen Dialogs weit über die Antike hinaus bis in die Moderne reicht, richtet sich der Sammelband in gleichem Maße an Altertumswissenschaftler wie an Mediävisten, Neuphilologen und, insofern es sich beim literarischen Dialog um eine der produktivsten Gattungen des theoretischen Diskurses handelt, nicht zuletzt an Philosophiehistoriker.
Einleitung 9 I. Zum Verhältnis von Dialogstruktur und Erkenntnis 29 Charakteristika des ‚Lehrdialogs‘ 31 Ancient question-and-answer literature and its role in the tradition of dialogue 45 Das Orakel und das Dialogische. Zu Plutarchs Schriften. De Pythiae oraculis und De defectu oraculorum 73 Die Aporie und ihre Prämissen. Zur Argumentationsstruktur in Augustins De ordine 95 The Epistemological Background of Augustine’s Dialogues 115 Il dialogo negli scritti ermetici 131 Zum philosophischen und philosophisch-theologischen Dialog in der paganen und christlichen Spätantike 149 II. Die Bedeutung von Personenkonstellation und -interaktion für die Interpretation literarischer Dialoge 161 Das Spiel der Generationen. Dramatis Personae, Dialogstruktur und ἀνδρεία in Platons Laches 163 Dialog, Argument und der implizite Leser in Ciceros staatsphilosophischen Schriften 181 III. Zum Verhältnis von literarischem Dialog und politisch-gesellschaftlichem Kontext 207 Die Dialogisierung historischer Darstellung: der Melierdialog in einer Wissenskultur im Umbruch 209 Structure, Meaning and Authority in Cicero’s Dialogues 229 Cicero’s Dialogues: Historiography Manqué and the Evidence of Fiction 243 Humor, Witz und Ironie in Varros Dialog De re rustica 283 Gelehrte Tischgespräche beim panhellenischen Fest. Bildungs- und Deutungskonkurrenz in den Symposialdialogen des Plutarch 303 „Si mihi mea sententia proferenda ac non disertissimorum, ut nostris temporibus, hominum sermo repetendus esset.“ Zur Funktion der Gesprächshandlung in Tacitus’ Dialogus de oratoribus 335 IV. Zur Poetologie des Dialogs 373 „Nur das Gründliche (ist) wahrhaft unterhaltend“ (Thomas Mann). Zum Verhältnis lebensweltlicher und philosophischer Wirklichkeit in Platons Dialogen 375 Auctor & Actor. Formen auktorialer Präsenz in antiken Dialogen 391 Orts- und Namenregister 429 Stellenregister 433 Gegenstand des Bandes ist der antike Dialog als Gattung, wobei der Schwerpunkt der 17 Beiträge auf dem Verhältnis von Form, Inhalt und Funktion, also auf deren literarischen Aspekten liegt. Da die Fortüne des literarischen Dialogs über die Antike hinaus bis in die Moderne reicht, richtet sich der Sammelband gleichermaßen an Altertumswissenschaftler wie an Mediävisten, Neuphilologen und nicht zuletzt an Interessenten der Philosophie. This study examines ancient dialogue as a genre, and its 17 essays explore the relationship between its form, content, and function, with a focus on the literary aspects of dialogue. The contributions address the development of the genre over time as well as the formal aspects of dialogue