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Der deutschsprachige Nachkriegsroman und die Tradition des unzuverlässigen Erzählens (Abhandlungen zur Literaturwissenschaft) (German Edition)

معرفی کتاب «Der deutschsprachige Nachkriegsroman und die Tradition des unzuverlässigen Erzählens (Abhandlungen zur Literaturwissenschaft) (German Edition)» نوشتهٔ Matthias Aumüller (editor), Tom Kindt (editor)، منتشرشده توسط نشر Metzler'sche Verlagsbuchhandlung & Carl Ernst Poeschel GmbH در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Dieser im Open Access erscheinende Band nimmt eine bislang kaum beachtete Tendenz der Nachkriegsepik in den Blick:„Ich bin nicht Stiller!“ heißt es in Max Frischs Roman gleich zu Beginn des ersten Teils, der den Titel „Stillers Aufzeichnungen im Gefängnis“ trägt. Der das sagt, nennt sich White, wird aber von seiner Umgebung für Stiller gehalten. Stiller ist mit seinem provokanten Beginn vielleicht der markanteste unter den unzuverlässig erzählten Romanen der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, von denen im Band einige zwischen 1945 und den 1970er Jahren veröffentlichte vorgestellt und analysiert werden, darunter Texte von Friedrich Dürrenmatt, Hugo Loetscher, Peter Weiss, Alfred Andersch, Arno Schmidt, Uwe Johnson, Günter de Bruyn und Fred Wander; aber auch von älteren Autoren, die noch nach dem Krieg publiziert haben, wie Leo Perutz und Thomas Mann. Ein Schwerpunkt der Auswahl liegt darin, die Variabilität des Verfahrens zu zeigen und den theoretischen Randbereich des Begriffs ‚narrative Unzuverlässigkeit‘ auszuleuchten. Er erweist sich als heuristisch fruchtbares Analysetool, mit dem auch Texte gewinnbringend untersucht werden können, die nicht im strengen Sinne unzuverlässig erzählt sind. Inhaltsverzeichnis Autorenverzeichnis Einleitung Zusammenfassung 1 Narratologie/Interpretationstheorie 2 Literaturgeschichte 3 Literarizität 4 Abschließende Anmerkungen Literatur Rätselhafte Artefakte. Leo Perutz und das unzuverlässige Erzählen Zusammenfassung 1 Das unzuverlässige Erzählen in Perutz’ Romanen. Ein Überblick 2 Gibt es (nur) eine Poetik des unzuverlässigen Erzählens? Literatur Unzuverlässiges Erzählen und Life-Writing. Zwei konfligierende Konzepte in Vladimir Nabokovs The Real Life of Sebastian Knight und Thomas Manns Doktor Faustus Zusammenfassung 1 Die gefährliche Suche nach des Rätsels Lösung. Nabokovs The Real Life of Sebastian Knight 2 Grenzen des Verstehbaren. Thomas Manns Doktor Faustus 3 Fazit Literatur ,Fieberhafte Steigerung‘. Zur Zuverlässigkeit des Erzählers in Thomas Manns Doktor Faustus (1947) Zusammenfassung 1 Manns Medium 2 Zeitbloms (Un-)Zuverlässigkeit Literatur „Du bist der Letzte gewesen“. Brand’s Haide (1951): Arno Schmidt erzählt Arno Schmidt? Zusammenfassung 1 Frühe Schmidt-Klischees 2 Das Triptychon Brand’s Haide 3 Schmidts „Schmidt“ und andere Realien 4 Der unzuverlässige Erzähler 5 Polyphonie durch Montage? 6 Unzuverlässigkeit als Weltanschauung Literatur Zuverlässiges und unzuverlässiges Erzählen in Friedrich Dürrenmatts Kriminalromanen (1952–1958) Zusammenfassung 1 Unzuverlässiges Erzählen in Kriminalliteratur 2 Unzuverlässiges Erzählen in Der Richter und sein Henker 3 Unzuverlässiges Erzählen in Das Versprechen 4 Zur Gattung der beiden Romane 5 Zu Dürrenmatts Poetik 6 Zuverlässiges Erzählen in Der Verdacht Literatur Wer bin ich – und was kann ich dagegen tun? Fiktionale Wahrheit und mimetisch unzuverlässiges Erzählen in Max Frischs Stiller (1954) Zusammenfassung 1 These 2 Fiktionale Wahrheit und fiktive Welten 3 Was ist der Fall? 4 Mimetisch unzuverlässiges Erzählen 5 Wer ist zuverlässiger? 6 Und White? 7 Aufspaltung einer fiktiven Welt 8 Autorisierung fiktiver Welten 9 Sein und Tun 10 Schluss Literatur „nicht mehr zu erzählen gewusst als unzuverlässige unsichere Gerüchte“ Zu den Grenzen unzuverlässigen Erzählens in Uwe Johnsons Mutmassungen über Jakob (1959) Zusammenfassung 1 Narratologische Vorüberlegungen zur (Un-)Zuverlässigkeit in den Erzählerpartien des Romans 2 Wiederholendes Erzählen oder szenische Vergegenwärtigung? Zu ausgewählten Bewusstseinswiedergaben des Erzählers 3 Das Spiel mit der mimetischen (Un-)Zuverlässigkeit und die „schwierige Suche nach der Wahrheit“ Literatur „... aber es könnte ebensogut anders sein“. Modernistisches Erzählen um 1960, zum Beispiel Peter Weiss Zusammenfassung 1 Die Krise des Erzählens um 1960 2 Zuverlässigkeit und Unzuverlässigkeit des Erzählers 3 Experimentelle Prosa 4 Jenseits der empirischen Welt Literatur Das Gutachten als Evasionsmanöver. Hugo Loetschers unzuverlässig erzählter Roman Abwässer (1963) und die schweizerische Neutralitätspolitik Zusammenfassung 1 Einleitung 2 Unzuverlässiges Erzählen in Abwässer 3 Der Inspektor als ambige Figur 4 Neutralitätspolitik in Abwässer? 5 ‚Neutralismus‘ in Abwässer? 6 Fazit: Abwässer als Ausdruck moralischer Verunsicherung Literatur Gegen den Zufall anschreiben. Zu Tradition und Funktion des unzuverlässigen Erzählens in Alfred Anderschs Efraim (1967) Zusammenfassung 1 Die Diagnose: George Efraims mimetische Unzuverlässigkeit 2 Die Frage nach der Tradition 3 Kognitive und emotionale Funktionen der narrativen Unzuverlässigkeit 3.1 Die Zufallstheorie als Ausgangspunkt eines Erkenntnisprozesses 3.2 Die Zufallstheorie als Bemäntelung der eigenen Verzweiflung 3.3 Extratextuelle Funktionen der Zufallstheorie Literatur „Es gibt eine Art moralischen Handelns, bei der die Moral in die Binsen geht!“ Zur Axiologie in Günter de Bruyns Buridans Esel (1968) Zusammenfassung 1 Die literaturpolitische Gretchenfrage: Lob oder Radikalkritik des Sozialismus? 2 Die ‚Normen des Werks‘ 3 Welcher Erzähler? 4 Ist der Erzähler axiologisch unzuverlässig? 5 Fazit Literatur Eine Ethik des unzuverlässigen Erzählens. Fred Wanders Erzählung Der siebente Brunnen (1971) Zusammenfassung 1 Ein unzuverlässiger Erzähler ohne unzuverlässige Erzählung 2 Die Epistemologie des Holocaust 3 Die Ethik des unzuverlässigen Erzählens 4 Unzuverlässiger Erzähler vs. Trauma Literatur
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