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Der Althistoriker Franz Hampl zwischen Nationalsozialismus und Demokratie: Kontinuität und Wandel im Fach Alte Geschichte

معرفی کتاب «Der Althistoriker Franz Hampl zwischen Nationalsozialismus und Demokratie: Kontinuität und Wandel im Fach Alte Geschichte» نوشتهٔ Claudia Deglau، منتشرشده توسط نشر Harrassowitz در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Der österreichische Althistoriker Franz Hampl (1910-2000) gilt als ein besonders "kritischer Geist" seiner Zeit, womit nicht nur seine Persönlichkeit umrissen, sondern insbesondere auch sein Werk und sein Wirken als Professor in Innsbruck (1947-1981) charakterisiert werden. Sein Leben und sein akademischer Werdegang waren geprägt von den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. Wissenschaftlich sozialisiert wurde er bei Helmut Berve in Leipzig, einem der einflussreichsten Althistoriker in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Auswirkungen seiner Teilnahme am Zweiten Weltkrieg auf sein Geschichtsdenken sind kaum zu überschätzen. Nach 1945 gehörte Franz Hampl zu den wenigen Althistorikern seiner Generation, die sich um eine erneuerte Althistorie bemühten. Er hinterfragte gängige Geschichtsbilder, wandte sich gegen eine "beschönigende Historie" und stand häufig quer zur "communis opinio". Claudia Deglau rekonstruiert auf Grundlage der archivalischen Überlieferung erstmals umfassend Franz Hampls wissenschaftlichen Werdegang und analysiert Werk und Geschichtsverständnis im Verlauf der Zeit. Indem sie Hampls intellektuelle Biografie mit den gesellschaftlichen und (hochschul-)politischen Strukturen sowie den zeitgenössischen Strömungen im Fach Alte Geschichte kontextualisiert, wird anhand seines individuellen Werdegangs ein umfassendes Bild der Entwicklung der Althistorie in einem "Zeitalter der Extreme" geboten. Cover Title pages Inhalt Abkürzungen Vorwort 1. Einleitung 1.1 Gegenstand der Untersuchung 1.2 Erkenntnisinteresse, Methodik und Aufbau der Arbeit 1.3 Forschungsstand und Quellenlage 2. Sozialisation in der Donaumonarchie und der Ersten Republik Österreich 2.1 Herkunft und Familie 2.2 Kindheit und Schulzeit 3. Akademisches, intellektuelles und politisches Umfeld in der Weimarer Republik 3.1 Studium an der Universität Leipzig 1929-1931 3.2 Studium an der Christian-Albrechts-Universität Kiel 1931 3.3 Studium an der Universität Frankfurt 1931-1932 4. Althistoriker werden im "Dritten Reich" 4.1 Die Universität Leipzig zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus 4.2 Hampls Verhältnis zum Nationalsozialismus 4.3 Das Engagement des akademischen Lehrers 4.4 Promotion: Der König der Makedonen 4.5 Habilitation 4.6 Dozentur 4.7 Frühe Schriften 1934-1939 4.8 Die lakedämonischen Periöken (1937) 5. Der Zweite Weltkrieg 5.1 Hampls soldatisches Kriegserlebnis 5.2 Kriegserfahrungen 6. Karriere im Krieg: die Besetzungen der althistorischen Lehrstühle 1939-1945 6.1 Ausgangslage 6.2 Die personelle "Säuberung" im Fach Alte Geschichte 6.3 Berufungsverfahren im Spannungsfeld von Fakultät, REM und Partei 6.4 Wissenschaft im Zweiten Weltkrieg 6.5 Die Alte Geschichte aus Sicht des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS 6.6 Die personelle Lage im Fach Alte Geschichte im Jahr 1940: die Gutachter Helmut Berve, Wilhelm Weber und Walter Otto 6.7 Ludwigs-Universität Gießen 6.8 Hampls Unabkömmlichkeits-Stellung im Juli 1944 6.9 Friedrich-Schiller-Universität Jena 6.10 Albertus-Universität Königsberg 6.11 Reichsuniversität Posen 6.12 Universität Freiburg 6.13 Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau 6.14 Reichsuniversität Straßburg 6.15 Christian-Albrechts-Universität Kiel 6.16 Zu einigen weiteren Lehrstuhlbesetzungen 6.17 Zwischenfazit 7. Alte Geschichte in der "Stunde Null" 7.1 Zur Ausgangslage in Deutschland 7.2 Universität Gießen 1945-1946 7.3 Die Gründung der Universität Mainz 7.4 Das Berufungsverfahren 7.5 Heros Ktistes in Mainz 1946-1947 7.6 Im Visier des amerikanischen Geheimdienstes: die Gerüchte um die NS-Belastung der Mainzer Professoren und die französische Deutschland- und Besatzungspolitik 7.7 Hampl und die Entnazifizierung seines akademischen Lehrers Berve 7.8 Zur Situation in Österreich 7.9 Leopold Franzens-Universität Innsbruck 7.10 Das Berufungsverfahren 8. Kontinuität und Wandel: Alte Geschichte nach 1945 8.1 Tendenzen und Entwicklungen des Faches Alte Geschichte 8.2 Zwischen Schwarzenberg und Innsbruck: die ersten Jahre als Professor in Österreich 8.3 Zur Situation der Alten Geschichte in der BRD: die Besetzung des Bonner Lehrstuhls 1952/53 (Nachfolge Oertel) 8.4 Angekommen: Professor in Innsbruck 9. Alte Geschichte im beginnenden Zeitalter der "Massenuniversität" 9.1 Der Ruf an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn 9.2 Der Ruf an die Karl-Franzens-Universität Graz 9.3 Berufungsabwehr 10. Hampl als kritischer Althistoriker und Lehrer 10.1 Hampls Umgang mit den Quellen 10.2 Alexander der Große und die "Dämonie der Macht" 10.3 Universalgeschichte als Methode am Beispiel des "Kulturverfalls" 10.4 Hampls Engagement in der Lehre und Kritik von links 10.5 Bilanz und Ausblick: Alte Geschichte in Innsbruck nach Hampl 11. Schluss 12. Quellen- und Literaturverzeichnis 12.1 Ungedruckte Quellen 12.2 Gedruckte Quellen und Literatur ANHANG I. Stefan Dietrich: Interview mit Franz Hampl (1986) II. Verzeichnis der Lehrveranstaltungen III. Personenregister Tafeln The Austrian ancient historian Franz Hampl (1910-2000) is considered a particularly "critical spirit" of his time, which not only outlines his personality, but also characterizes his work and his work as a professor in Innsbruck (1947-1981). His life and his academic career were shaped by the political upheavals of the 20th century. He was scientifically socialized with Helmut Berve in Leipzig, one of the most influential ancient historians during the Nazi era. The impact of his participation in World War II on his historical thinking can hardly be overestimated. After 1945, Franz Hampl was one of the few ancient historians of his generation who endeavored to restore ancient history.He questioned common historical images, opposed a "glossing over history" and was often at odds with the "communis opinio". On the basis of archival records, Claudia Deglau is the first to comprehensively reconstruct Franz Hampl's academic career and analyze his work and understanding of history over time. By contextualizing Hampl's intellectual biography with the social and (university) political structures as well as the contemporary currents in the subject of ancient history, a comprehensive picture of the development of ancient history in an "age of extremes" is offered on the basis of his individual career
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