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Denkraum Spätantike: Reflexionen von Antiken im Umfeld des Koran

معرفی کتاب «Denkraum Spätantike: Reflexionen von Antiken im Umfeld des Koran» نوشتهٔ Nora Schmidt, Nora Katharina Schmid (ed.), Angelika Neuwirth (ed.)، منتشرشده توسط نشر Otto Harrassowitz در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

‚Spätantike‘ ist nicht nur ein hochgradig ambivalenter Begriff in der europäischen Wissenschaftsgeschichte. Lange Zeit bezeichnete er eine Epoche, die durch den Niedergang einer ehemals blühenden antiken Hochkultur geprägt war. In den letzten drei Jahrzehnten ist die Spätantike zunehmend zu einem internationalen und interdisziplinären Forschungsprojekt geworden, und ein Durchbruch zu einer inklusiveren Sicht zeichnet sich ab. Die Autoren dieses Bandes setzen sich aus ihrer jeweiligen Fachperspektive heraus mit spätantiken Wissensformen und -beständen in der formativen Phase des Islams auseinander und führen den Lesern auf diese Weise unterschiedliche Reflexionen von Antiken im unmittelbaren und weiteren Umfeld des Korans vor Augen. Soziale Praktiken, Textkulturen und Materialitäten rücken dabei gleichermaßen in den Blick; historiografische Modelle werden hinterfragt und neu perspektiviert. Statt ‚Spätantike‘ als eine Epoche zu fassen, die mit der Verkündigung des Korans ihr Ende findet, wird diese neu als ein ‚Denkraum‘ konturiert, in dem Religionen, Sprachen, Institutionen und soziale Praktiken in vielfältigen Beziehungen stehen. In einem so aufgespannten epistemischen Raum vollzieht sich Wissenswandel innerhalb komplexer Netzwerke. Die frühislamischen Wissensbestände werden so, anders als die Forschung zum Koran und den frühislamischen Wissenschaften lange postulierte, als Teil des spätantiken Denkraums erkennbar. Vorwort Nora K. Schmid, Nora Schmidt und Angelika Neuwirth: Spätantike. Von einer Epoche zu einem Denkraum Teil 1: Soziale Praktiken und epistemische Netzwerke Daniel Boyarin: Im Land des Talmud – Die textuelle Herausbildung eines Diasporavolks Mischa Meier: Liturgisierung und Hypersakralisierung. Zum Bedeutungsverlust kaiserlicher Frömmigkeit in Konstantinopel zwischen dem 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. Guy Stroumsa: Athen, Jerusalem, Mekka Der patristische Schmelztigel der abrahamitischen Religionen Holger Zellentin: Aḥbār und ruhbān: Religiöse Leitfiguren im Koran in Dialog mit christlicher und rabbinischer Literatur Teil 2: Diskursive Landschaften und deutende Gemeinschaften Angelika Neuwirth: Wissenstransfer durch Typologie. Relektüren des Abrahamsopfers im Koran und im islamischen Kultus Nora K. Schmid: Der zweifache spätantike Kontext altarabischer Sehersprüche Adrian Pirtea: Konkrete und abstrakte Räume in der spätantiken Allegorese: Exegetische Methodik und die Deutung des Perlengleichnisses (Mt 13,45–46) bei Klemens von Alexandria und Origenes“ Nora Schmidt: Hermeneutiken des Literalsinns – Spätantike Debatten um Allegorie und Allegorese im frühislamischen Korankommentar Teil 3: Raum und seine irreduzible Materialität Christian Robin: Die Kalender der Araber vor dem Islam Andreas Kaplony: Die Arabisierung der frühislamischen Verwaltung Syrien-Palästinas und Ägyptens im Spiegel der zweisprachigen griechisch-arabischen Dokumente (550–750): ein Plädoyer für einen regionalen Ansatz Elizabeth Key Fowden: Schreine und Banner: Paläomuslime und ihr materielles Erbe Hannelies Koloska: Spätantikes Bildwissen im Koran. Die Relevanz ikonographischer Darstellungen für das Verständnis des Koran Teil 4: Reflexionen von Epochengrenzen Peter Webb: Muḥammad und die ǧāhilīya Die vorislamische Zeit im prophetischen ḥadīt̲ Renate Jacobi: Die Anfänge der arabischen ġazal-Poesie: Abū Ḏuʾaib al-Huḏalī Garth Fowden: War das erste Jahrtausend eine bedeutsame Periodisierung für die Zeitgenossen? Peter Gemeinhardt: ‚Multiple Spätantiken‘? Denkräume und Ungleichzeitigkeiten in der Geschichte des Christentums Spätantike" ist nicht nur ein hochgradig ambivalenter Begriff in der europäischen Wissenschaftsgeschichte. Lange Zeit bezeichnete er eine Epoche, die durch den Niedergang einer ehemals blühenden antiken Hochkultur geprägt war. In den letzten drei Jahrzehnten ist die Spätantike zunehmend zu einem internationalen und interdisziplinären Forschungsprojekt geworden, und ein Durchbruch zu einer inklusiveren Sicht zeichnet sich ab. 0Die Autoren dieses Bandes setzen sich aus ihrer jeweiligen Fachperspektive heraus mit spätantiken Wissensformen und -beständen in der formativen Phase des Islams auseinander und führen den Lesern auf diese Weise unterschiedliche Reflexionen von Antiken im unmittelbaren und weiteren Umfeld des Korans vor Augen. Soziale Praktiken, Textkulturen und Materialitäten rücken dabei gleichermassen in den Blick; historiografische Modelle werden hinterfragt und neu perspektiviert. Statt ?Spätantike? als eine Epoche zu fassen, die mit der Verkündigung des Korans ihr Ende findet, wird diese neu als ein ?Denkraum? konturiert, in dem Religionen, Sprachen, Institutionen und soziale Praktiken in vielfältigen Beziehungen stehen. In einem so aufgespannten epistemischen Raum vollzieht sich Wissenswandel innerhalb komplexer Netzwerke. Die frühislamischen Wissensbestände werden so, anders als die Forschung zum Koran und den frühislamischen Wissenschaften lange postulierte, als Teil des spätantiken Denkraums erkennbar

'Spätantike' ist nicht nur ein hochgradig ambivalenter Begriff in der europäischen Wissenschaftsgeschichte. Lange Zeit bezeichnete er eine Epoche, die durch den Niedergang einer ehemals blühenden antiken Hochkultur geprägt war. In den letzten drei Jahrzehnten ist die Spätantike zunehmend zu einem internationalen und interdisziplinären Forschungsprojekt geworden, und ein Durchbruch zu einer inklusiveren Sicht zeichnet sich ab. Die Autoren dieses Bandes setzen sich aus ihrer jeweiligen Fachperspektive heraus mit spätantiken Wissensformen und -beständen in der formativen Phase des Islams auseinander und führen den Lesern auf diese Weise unterschiedliche Reflexionen von Antiken im unmittelbaren und weiteren Umfeld des Korans vor Augen. Soziale Praktiken, Textkulturen und Materialitäten rücken dabei gleichermaßen in den Blick; historiografische Modelle werden hinterfragt und neu perspektiviert.Statt 'Spätantike' als eine Epoche zu fassen, die mit der Verkündigung des Korans ihr Ende findet, wird diese neu als ein 'Denkraum' konturiert, in dem Religionen, Sprachen, Institutionen und soziale Praktiken in vielfältigen Beziehungen stehen. In einem so aufgespannten epistemischen Raum vollzieht sich Wissenswandel innerhalb komplexer Netzwerke. Die frühislamischen Wissensbestände werden so, anders als die Forschung zum Koran und den frühislamischen Wissenschaften lange postulierte, als Teil des spätantiken Denkraums erkennbar.

Cover -- Title Page -- Copyright -- Table of Contents -- Body -- Andrew James Johnston und Gyburg Uhlmann: Zum Geleit -- Vorwort -- Nora K. Schmid, Nora Schmidt und Angelika Neuwirth: Spätantike. Von einer Epoche zu einem Denkraum -- Teil 1: Soziale Praktiken und epistemische Netzwerke -- Daniel Boyarin: Im Land des Talmud - Die textuelle Herausbildung eines Diasporavolks -- Mischa Meier: Liturgisierung und Hypersakralisierung. Zum Bedeutungsverlust kaiserlicher Frömmigkeit in Konstantinopel zwischen dem 6. und 7. Jahrhundert n. Chr
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