Denkmodelle Der Hoffnung in Philosophie Und Literatur/ Conceptions of Hope in Philosophy and Literature: Eine Typologische Annäherung/ a Typological ... (German Edition) (Hermaea. Neue Folge, 140)
معرفی کتاب «Denkmodelle Der Hoffnung in Philosophie Und Literatur/ Conceptions of Hope in Philosophy and Literature: Eine Typologische Annäherung/ a Typological ... (German Edition) (Hermaea. Neue Folge, 140)» نوشتهٔ Agnes Bidmon، منتشرشده توسط نشر Walter de Gruyter GmbH & Co KG در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Hoffnung als einer Form der Kontingenzbewältigung kommt im menschlichen Existenzzusammenhang eine zentrale Funktion zu, weshalb sie in zahlreichen theoretischen und literarischen Texten verhandelt wird. Dennoch bildet eine wissenschaftliche Analyse des Hoffnungsdiskurses bislang ein Desiderat. Der vorliegende Band verfolgt ausgehend von diesem Befund eine doppelte Zielsetzung: In einer historischen Perspektivierung nimmt er zunächst eine Archäologie des Hoffnungsdiskurses vor, indem wesentliche kulturgeschichtliche Stationen von den mythischen Anfängen bis in die Spätmoderne nachgezeichnet und Traditionsstränge offengelegt werden. In systematischer Hinsicht erfolgt dann eine typologische Annäherung an Verfahrensweisen mit der Hoffnung in Philosophie und Literatur des 20. Jahrhunderts. Denn in der Spätmoderne mit ihren historischen Bedrohungen und Katastrophen findet eine paradigmatische Umwertung der Hoffnung statt. Bislang gültige Attribute wie Komplexitätsreduktion und Linearität werden verabschiedet. Stattdessen rückt nun vermehrt der ungewisse Prozess des Hoffens in den Fokus, der in absurden, dialektischen und paradoxen Denkmodellen seinen Ausdruck findet und eine sprachliche Annäherung an die unsichere Zukunft ermöglicht. Inhalt I. Einleitung II. Begriffsklärungen 1 Periodisierungen: Vormoderne – Moderne – Spätmoderne 2 Paradoxe Strukturen: Der Widerspruch, die Dialektik, das Absurde 3 Hoffnung und Hoffen: Spes quae und spes qua 4 Die Relation von Hoffnung und Utopie III. Elpis und Tikwa: Die narrative Begründung der Hoffnung im Mythos 1 Hoffnung in der griechischen Mythologie: der Pandora-Mythos bei Hesiod 2 Hoffnung in der Bibel und im Kontext der jüdisch-christlichen Tradition 2.1 Hoffnung in messianischen Konzepten der jüdischen Religions- und Kulturgemeinschaft 2.2 Hoffnung als Zentralkategorie des Christentums IV. Hoffnung als Übel oder Gabe bis ins 19. Jahrhundert 1 Hoffnung als Übel 1.1 Tragiker 1.2 Aristoteles 1.3 Lehre der Stoa 1.4 Exkurs: Hoffnung bei Goethe 2 Hoffnung als Gabe 2.1 Christlicher Diskurs 2.1.1 Römerbrief-Rezeption 2.1.2 Korintherbrief-Rezeption 2.2 Jüdischer Diskurs 2.2.1 Moses ben Maimon 2.2.2 Ascher b. Meir Lemlein Aschkenasi 3 Zwischentöne: erste Brüche mit vereindeutigenden Lesarten 3.1 Immanuel Kant 3.2 Friedrich Schiller 3.3 Johann Gottfried Herder 4 Die Zurückweisung des Idealismus zwischen Moderne und Spätmoderne 4.1 Dialektischer Materialismus: Karl Marx 4.2 Philosophie der Existenz: Sören Kierkegaard 4.3 Umwertung aller Werte und Wille zur Macht: Friedrich Nietzsche V. Denkmodelle und sprachliche Kompositionsprinzipien der Hoffnung in Philosophie und Literatur des 20. Jahrhunderts 1 Das „gleitende Paradox“: Franz Kafka 2 Das ‚Trotzdem‘: Albert Camus 3 Dialektische Denkbewegungen 3.1 Dialektik im Stillstand: Walter Benjamin 3.2 Negative Dialektik: Theodor W. Adorno 3.3 „Offene Dialektik“: Erich Fried 4 Die konkrete Utopie 4.1 Ontologie des Noch-Nicht-Seins: Ernst Bloch 4.2 Literatur als Utopie: Ingeborg Bachmann 4.3 Die real existierende Utopie: Christa Wolf 5 Das Verhoffen: Paul Celan VI. Schlussbetrachtung Literaturverzeichnis Register Hoffnung gilt ursprünglich als die Erwartung des erwünschten Kommenden und bezieht sich meist auf eine historisch-diesseitige oder religiös-jenseitige Dimension. Diese Lesart wird allerdings spätestens in der Moderne problematisch. Literatur und Philosophie entwickeln stattdessen zunehmend Denkmodelle des Hoffens, die sich durch Ambivalenzen und Paradoxien auszeichnen und im Modus der Unsicherheit das Zukünftige zur Sprache bringen "Hope originally meant anticipation of what is to come and was related mostly to the material here-and-now or a religious dimension in the beyond. By the modern era at the latest, however, this reading becomes problematic. Instead, literature and philosophy develop conceptions of hope that are increasingly characterized by ambivalence and paradox, conceptions that evoke the future in a mode of uncertainty."-- Provided by publisher
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